Danke erstmal soweit.
Da ich grad am Kabellöten bin: spricht was dagegen bei der Verbindung D/A-Wandler - Endstufe die Masse der Stecker (Klinke, symetrisch) nur einseitig mit Kabelschirm zu verbinden?
Im Allgemeinen ist es sinnvoll, die Abschirmungen beidseitig anzuschließen, da man so möglichst niederohmige Masseverbindungen erhält und damit geringe Potentialdifferenzen der einzelnen Gerätemassen. Dies wiederum minimiert auch Brummstörungen.
Bei der Vielzahl von Geräten und Verbindungen gibt es öfter Brummschleifen. Da diese bei symmetrischer Verkabelung und hohen Pegeln nicht störend sind, bei unsymmetrischer Verkabelung und kleineren Pegeln jedoch zu hörbarem Brummen führen können, kann man in Spezialfällen duch gezielte Verschaltung der Masseverbindungen Vorteile erhalten bzw. im Einzelfall teuere Übertrager einsparen.
Wenn z.B. drei Geräte A, B und C jeweils miteinander verbunden sind (jedes mit jedem), und die Verbindung zwischen A und B brummgefährdet (z.B. unsymmetrisch) ist, dann kann es vorteilhaft sein, bei einer der "brummsicheren" Verbindungen B-C oder A-C die Masseleitung gezielt hochohmiger auszulegen bzw. im Extremfall ganz wegzulassen. Damit verringert man die Potentialdifferenz zwischen den Massen von A und B und erhält auf der betreffenden direkten Verbindung weniger Brummen.
Ich habe z.B. teilweise Adapter mit 100-Ohm-Widerstand in der Masseleitung.
Rainer (dem zeige ich mein Equipment lieber nicht, ist nämlich nicht nach Rundfunk-Pflichtenheft) wird bei diesem Beispiel auf Leitung A-B den Einsatz von Übertragern vorziehen, aber da die auch manchmal recht teuer sind, ist dies eben eine Billiglösung.
Aber natürlich auch nur in Spezialfällen realisierbar. Allgemein lieber alle Abschirmungen anschließen, s.o.
Bernd