Hi Leute! Neulich ist uns bei einer Veranstaltung die Spannung der Backline Leitung ohne ersichtlichen Grund unter 200 Volt gefallen. Ein Bassverstärker und ein Sampler verweigerten ihre Funktion. Meine Frage: Kann ein Defekt durch eine "Spannungsunterversorgung" bei Verstärkern, Samplern, Vorstufen ... auftreten? Hat da jemand damit Erfahrung?
Hallo, passiert ist mir das hin und wieder, Gerätedefekte konnte ich keine feststellen. Nur funktioniert bei den Geräten dann meistens die Spannungsstabilisierung nicht mehr, es brummt, alle LED's gehen an, Verstärker schalten sich ab... der Effekte gibt es viele. Für das Kleinleistungszeugs (Mixer, Effektgeräte, Recorder...) sollte man schon einen automatischen Konstanter haben. Es ist auch ganz gut, wenn man in sein Vertragsformular auch einen Passus hinsichtlich der Netzversorgung aufnimmt (Nennspannung, Toleranz, Absicherung,...). Spart eine Menge Ärger, wenn man eine Veranstaltung wegen Spannungsschwankungen abbrechen muß. Und -es kann nicht passieren, daß man irgendwo hinkommt, und der einzige Strom, der zu haben ist, kommt aus einer altersschwachen 6A-abgesicherten Steckdose ohne Schuko, aber mit einem Bierkühler als Nebenverbraucher... MfG DB
Leistung ist allgemein Spannung * Strom also P=U*I. Wenn die Spannung in die Knie geht, muss zwangsläufig der Strom nach oben gehen, um die gleiche Leistung zu halten. Als Folge fliesst ein höherer Strom und Verstärker o.a. Geräte können den Geist aufgeben. gruss der torsten
Leistung ist allgemein Spannung * Strom also P=U*I. Wenn die Spannung in die Knie geht, muss zwangsläufig der Strom nach oben gehen, um die gleiche Leistung zu halten. Als Folge fliesst ein höherer Strom und Verstärker o.a. Geräte können den Geist aufgeben.
... oh was zum lachen.. die Formel oben stimmt schon, nur zieht ein elektronisches Gerät ja nicht konstante Leistung (dann wäre das ja alles kein Problem, und das ist es dann ja auch nicht, wenn man ein Schaltnetzteil hat). Es gibt da aber noch eine, hier viel treffendere Formel, die da lautet: P = U*U/R (um mal reel zu bleiben). Und bei einem normalten Gerät kann man davon ausgehen, dass R ungefähr konstant. Tomy P.S. Was passiert, ist das digitale Geräte gar nicht funktionieren, oder bei jedem Spannungseinbruch einen Reset machen.
Wenn die Spannung in die Knie geht, muss zwangsläufig der Strom nach oben gehen, um die gleiche Leistung zu halten. Als Folge fliesst ein höherer Strom und Verstärker o.a. Geräte können den Geist aufgeben.
Das ist zunächst einmal richtig, nur bekommst Du den höheren Strom nicht zusammen, wenn der Verstärker kein Schaltnetzteil hat. In gewissen Grenzen ist das dort der Fall, aber irgendwo werden die Teile dann eine Unterspannungsabschaltung machen. Siehe oben; was passieren kann, daß sich intern Gleichspannungspegel so weit verschieben, daß am Ausgang ein DC-Offset auftritt und Lautsprecher/Endstufe schädigt. Ist mir aber trotz Unterspannungen 140...180V noch nie passiert. MfG DB
Ihr seit alle richtig nur habt ihr die tatsache vergessen das jeder Stromkreis eine Sicherung besitzt die bei Überlast abschaltet überlast entsteht durch hohen strom hoher strom in eurem falle durch geringe spannung was auch nicht gesagt ist den meistens veringert sich auch die leistung wenn die spannung sinkt ...aber selbst wenn hat jedes gerät eine feinsicherung die bei einem zu hohen strom abschalten würde und wenns die nicht tut dann sorgt in jedem falle der Sicherungsautomat der Zuleitung für diesen effekt
In der Eventszene gibt es eigentlich als Leistungskonstante Grossverbraucher nur HMI Licht mit PFC Switching Power,ca 50% der SMPS Endstufen und natürlich mein Xenon Licht....
Auf einer üblich bestückten Bühne bedeutet weniger Spannung auch immer weniger Strom!! Gruss Finn
Hallo, ein DC-Offset ist eine Gleichspannung, die dauernd am Ausgang eines Gerätes ansteht. Das sollte natürlich nicht sein, kann aber vorrangig bei Endstufen passieren (bis etwa 50mV hat fast jede Endstufe).
Während man bei Kleinleistungszeugs (Mixer, Effektgeräte) mit Auskoppelkondensatoren oder Übertragern das Problem kaum hat, sind Endstufen zumeist ohne Ausgangs-C oder Übertrager ausgeführt (Ausnahme 100V-Verstärker). Auftreten können solche Offsets z.B. beim Ein- oder Ausschalten, Unterspannung, nach Bauteilewechsel. Deswegen haben fast alle Endstufen eine DC-Überwachung, die die Lautsprecher im Falle einer Ausgangsgleichspannung abtrennt. MfG DB
Neulich ist uns bei einer Veranstaltung die Spannung der Backline Leitung ohne ersichtlichen Grund unter 200 Volt gefallen. Ein Bassverstärker und ein Sampler verweigerten ihre Funktion. Meine Frage: Kann ein Defekt durch eine "Spannungsunterversorgung" bei Verstärkern, Samplern, Vorstufen ... auftreten? Hat da jemand damit Erfahrung?
Wir hatten vor einiger Zeit auch ein ähnliches Problem, des Spannungsabfalls an einer Leitung unter 200V. Damals wurde eine Leitung für eine Freiluftveranstaltung mit relativ dünnem Querschnitt (1,5 qmm) in beträchtlicher Länge von einem Techniker verlegt. Wenn dann noch von mehreren Verbrauchern etwas größere Ströme gezogen werden (um die 10A) kann bei längeren Leitungen mit zu niedrig gewähltem Querschnitt der Spannungsabfall so gravierend sein, daß z.B. die Endstufen abschalten. Einfach mal nachrechnen, ich weiß ja nicht wie lange Eure Leitungen waren und wieviel Strom Ihr damit gezogen habt. Gruß Daniel
Danke für euere Statements! Ich dachte mir schon, dass da eigentlich keine bleibenden Defekte auftreten können. Der Eigentümer des Samplers war sehr beunruhigt wegen seines neuen Teils. Ich versicherte ihm das ich zwar Probleme mit Spannungseinbrüchen kenne, aber das irgendwelche Schäden aufgetreten sind, ist mir noch nicht untergekommen. Gruß Zifko