tach!
Hätt ne Frage bezüglich Phantomspeisung.
Was zum Geier versteht man darunter
Hätt ne Frage bezüglich Phantomspeisung.
Was zum Geier versteht man darunter
tach!Vielleicht hilft was über Kondensatormikrofone zu diesem Theam ein bißchen weiter:
Hätt ne Frage bezüglich Phantomspeisung.
Was zum Geier versteht man darunter
Durch seine aufwendigere Technik ist das Kondensatormikrofon dem dynamischen Mikro in einigen Dingen überlegen.Hallo,
Hallo Bernd und Flynn,
Der hohe Preis eines Kondensatormikrofon rührt in erster Linie von der außerordentlich hohen Fertigunspräzision her. Beim dynamischen M. können die Membranen in einer speziellen Presse gespreßt werden und die Spulen wickeln ist auch eine Routinearbeit. Bei einer Kondensatorkapsel ist es wesentlich schwieriger, den genauen Abstand zwischen Membran und Gegenelektrode einzuhalten um die Kapselkapazität in engen Toleranzen zu halten, sodaß auch die Empfindlichkeit entsprechend eng teleriert ist. Von Neumann weiß ich z.B. daß die eine Emfindlichkeitstoleranz von Eine geradezu Uhrmacherpräzision stellt die umschaltbare Kapsel MK 6 der Firma Schoeps dar: sie ist mechanisch umschaltbar zwischen Kugel/Niere/Acht. Auch hier kenne ich den Entwickler sehr gut und wer sagte mir mal, daß gerade diese Kapsel sehr schwer herstellbar ist und auch u.U. nach der ersten Messung nochmals demontiert und nachjusiert werden muß. Das verteuert die Sache natürlich enorm.
Im Allgemeinen kann man sagen, daß der Preis eines Kondensatormikrofons sich zu 2/3 aus dem Kapselpreis und zu 1/3 aus dem Preis des Verstärkers zusammensetzt.
Was nun den Verstärker betrifft (Flynn's Posting): Es ist nicht in erster Linie ein Verstärker, sondern ein Impedanzwandler, der den hochohmigen Kapselschaltkreis (die Kapselkapazitäten liegen im Bereich von 30...50 pF und der Ladewiderstand wie schon oben erwähnt zwischen 1...5 GOhm) auf den niederohmigen Ausgangswiderstand zu bringen. Der Wechselanteil des Signals direkt an der Kapsel ist nämlich gar nicht mals sooo extrem niedrig. Betrachtet man mal die Verstärkung von der Kapsel zum Ausgang des Mikrofon, liegt diese ungefähr bei 1:1.
Noch ein paar interessante Zahlen: Der Hub der Membran eines kleinmembranigen Kondensatormikrofons (z.B. ein KM 84) liegt bei einem Schallpegel von 94 dB[SPL] in der Größenordnung von 10 Nanometern!! Bei einem Schallpegel von 60 dB UNTERHALB dieses Pegels - und ein hochwertiges Mikrofon schafft das spielend - ergibt sich eine Auslenkung von 10 Picometer (10^-15 m!) Zum Vergleich: Die Wellenlänge des UV-Lichtes liegt bei ca. 380 Nanometern und der Atomdurchmesser eines Atoms liegt bei 10^-11 m!.
Würde man ein KM 84 maßstäblich soweit vergrößern, daß der Membranhub 1 mm beträgt, so müßte die Gegenelektrode in 4 Meter Abstand liegen und das ganze Mikrofon würde 2,3 Kilometer lang...! Die Zahlen stammen aus Berechnungen der Firma Georg Neumann, Berlin.
Grüße
Rainer G.
Das ist richtig, aber die erfüllen natürlich keine hohen Ansprüche - auch nicht für den semiprofessionellen Bereich, wie ich meine. Für Mikrofone für Handys und Funkgeräte sind die natürlich ideal, bestimmt sogar billiger als vergleichbare dynamische Kapseln.Und vergleicht man mal dynamische Mikrofone mit Kondensatormikrofonen des gleichen Preisen, so dürfte man feststellen, dass letztere den lineareren Frequenzgang haben.Du beschreibst hier die extrem teuren Studiomikrofone für mehrere tausend Mark. Die sind so teuer, da man bis an die Grenzen der Physik das Machbare realisieren will.>> Müßte man im Studio mit dynamischen Mikrofonen arbeiten, weil es keine Kondensatormikrofone gäbe, dann wären die dynamischen Studiomikros wohl mindestens genau so teuer, wie die von dir beschriebenen Kondensatormikrofone.Aber es gibt auch z.B. (Electret-)Kondensatorkapseln für unter 10,-- DM. Kondensatormikrofone müssen also nicht teuer sein.
... mechanisch einfacher ...>>Kleine Frage an Rand: Wie macht man Kapseln Feuchtigkeitsdicht?Da zum Druckausgleich (Temperaturdifferenzen usw.) Luft hineinströmen muß, kommt doch zwangsläufig auch die Luftfeuchtigkeit mit der Zeit hinein.
Also kann man auch keine echten Druckwandler (bis 0 Hz hinunter) bauen, da man ja der dünnen empfindlichen Membran keinen mechanischen Offset zumuten kann.Ich würd die Kapseln beheizen, um sie trocken zu halten, am besten mit 'nem Peltier-Element (oder wie die Dinger heißen), dann kann man gleichzeitig noch die FET-Eingangsstufen kühlen, um einen möglichst hochohmigen Impedanzwandler zu haben... :-)
Viele Musiker benutzen natürlich lieber "ihr" Shure SM 58, weil sie schon immer darüber gesungen haben. Das ändert sich nur langsam.
Und vergleicht man mal dynamische Mikrofone mit Kondensatormikrofonen des gleichen Preisen, so dürfte man feststellen, dass letztere den lineareren Frequenzgang haben.Das ist mir jetzt etwas mißverständlich: meinst Du mit "letztere" die K-Miks' ?
Wenn ja, das liegt daran, daß das dynamische Prinzip von Natur aus einen schlechten Frequenzgang hat der erst durch die verschiedenen mechanischen Details der Kapsel entzerrt werden muß, was beim KM nicht notwendig ist.
(Weiß ich noch zu gut, war Prüfungsfrage bei meiner Diplom-Prüfung an der FH...!)
Ich würd die Kapseln beheizen, um sie trocken zu halten, am besten mit 'nem Peltier-Element (oder wie die Dinger heißen), dann kann man gleichzeitig noch die FET-Eingangsstufen kühlen, um einen möglichst hochohmigen Impedanzwandler zu haben... :-)Kapselbeheizung ist was interessantes, nur benötigt man dazu relativ viel Leistung/Strom, die man über die Phantomspeisung nicht bekommt. Und ein extra "Beheizungskästchen" ist nicht akzeptabel.