Guter Ton für Live-Musikvideo

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Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
Folgendes Problem. Eine Künstleragentur stellt sich als Firma vor. Dazu wird ein Lokal gemietet in dem 10 Tage lang die dort verpflichteten Künstler potentiellen Kunden ihre Liedlein vorträllern. Von diesem Event wird ein Video erstellt, das die Künstleragentur später zu Präsentationszwecken an Kunden weitergeben will. Neben gutem Bild ist natürlich gerade in dieser Branche auch ein guter Ton gefragt. Habt ihr Vorschläge wie dies mit verschiedenen Varianten umzusetzen wäre?
Kurz zur Situation: Nobelrestaurant für 120 Personen (an Tischen), Sound über F.O.H. Wahrscheinlich werden die Tonleute kein Brett fahren, so dass manches vielleicht für die PA gar nicht abgenommen wird. Ich habe mir drei Varianten überlegt, die Kosten sind dabei natürlich recht unterschiedlich. Habt ihr Verbesserungsvorschläge oder andere Varianten?
Variante I:
Aufnahme auf DAT mit Raummikrofonen (welche Mikros und welche Mikrofonierungstechniken würdet ihr bevorzugen?), Timecode.
Variante II: Alles abnehmen, zusätzlich zwei Raum-Miks und das ganze in einen Regie-Raum schicken. Mit einem Pult live einen Mixdown erstellen, den auf zwei Spuren schicken und die Raummiks auf zwei weiteren Spuren aufzeichnen (Timecode). Nachträglich mastern.
Variante III: Alles abnehemen (+ 2 Raum-Miks) und in Regie-Raum alles einzeln auf ADAT sichern. Zeit- und kostenintensive Bearbeitung im Studio.
Bin für Vorschläge superdankbar, Flynn.
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Antwort#2
hi
ich will mich mal nicht groß zur technik äußern, hier mal eher zum geschäftlichen:
also, du bist der soundmann bei der sache und bist wofür da, eine fertige produktion abzugeben oder den leuten ein tape mit 65 spuren in die hand zu drücken, daß die dann auf ihren DAWs mixen können oder was? ich schätze mal, bei dieser firma kann keiner eine musikproduktion machen, right? die wissen garnichts davon, right? dann sag ihnen, du kannst es so machen, daß der auftritt wie ein kinderkonzert klingt, oder so, daß man sogar alle instrumente hören kann, oder professionell. dann sind sie provoziert! die wollen ja bestimmt profis sein! und dann sagen sie "okay, mach mir den besten mix, den du machen kannst!" und dann sagst du "okay. kostet soundsoviel..."!
ich meine halt einfach, ich an deiner stelle würde versuchen, die sache in jeder beziehung auf höchstem niveau zu machen. und solange das für diese leute okay ist, und dich dieser job nicht in die klapse bringt, ist es doch toll.
p.s. ich kann mir vorstellen, daß evtl. der livemix sehr stressig ist. wenn genügend spuren verfügbar sind, warum nicht variante III., die zeit, die im studio gebraucht wird, hat man beim aufnehmen gespart, nicht soviel streß, weniger fehlerquellen. daß müssen die ja nicht wissen, für die gilt "ich muß auch noch im studio arbeiten"
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Antwort#3
hi,
variante II ist ganz ok denke ich.
sie kann guten sound haben und den meisten "live" charakter dabei behalten.
außerdem hat heutzutage, in der schnellebigen zeit, niemand zeit für variante III. und zu schätzen werden es deine kunden auch nicht wissen wenn du 1 woche nachbearbeitung hinten dran hängst.
gruß racker
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Antwort#4
Hi,
genau wie Rackerlui plaediere ich auch fuer die zweite Variante. Ich habe auch schon einige Aufnahmen auf diese Art und Weise gemacht die auch sehr gut klingen. Meist bringt die Nachbearbeitung dann nicht viel, da es nicht an der klangqualitaet liegt, sondern eher daran was und wie die Musiker es spielen. Wenn Du einen faehigen Mann an dem Mix stehen hast, dann wird dabei auch ein recht guter Klang bei rauskommen und die Fehler der Musiker kann sowieso nur schwer "wegpinseln". Man wird dem mix zwar anhoeren, dass es live ist, aber das ist glaube ich auch sinn der Sache. Ansonsten gibt es nur noch Studio aufnahme und bil dazu synchronisieren, mit anderen Worten ein Musikvideo.
Gruss,

HaJo
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Antwort#5
Tach!
Gute Erfahrungen hab ich mit Variante II plus III gemacht, also Du mixt (quasi live) die einzelnen Mic's plus Raummic's auf DAT und läßt zur Sicherheit eine Mehrspur mitlaufen. Geht gut über eine Konsole, und dadurch, das Du die Mehrspur über die Direkt Out's ansteuerst, machst Du schon eine Vormischung, die die Remix-Arbeit erleichtert. Nachträgliches Overdubben von Verspielern funktioniert fast nie, da Du immer Übersprechung in die anderen Spuren hast und der Verspieler dann doch zu hören ist.
Guido
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