Hallo bin benutzer von musiksoftware und würde gerne wissen was mit Stereo Spread; "verbreiterung des Stereokanals" genau gemeint ist. Was passiert da GENAU tontechnisch/physikalisch mit dem Signal? kann mir jemand helfen?
Was bei deiner Software ganz genau passiert, kann ich dir nicht sagen, aber eine Möglichkeit funktioniert prinzipiell so: Anteile des einen Stereokanals werden gegenphasig dem anderen Stereokanal beigemischt. Dadurch entstehen Auslöschungen von Signalanteilen, die auf beiden Kanälen gleichermaßen vorhanden sind. Dies macht sich zum Beispiel stark dadurch bemerkbar, daß Signalanteile, die aus der Mitte zwischen den beiden Lautsprechern gehört werden (die also beide Kanäle gemein haben), weniger stark vertreten sind, je nach dem, wieviele gegenphasige Anteile beigemischt wurden.
hi, außerdem kann aus dem L&R signal ein mitten- und seitensignal errechnet werden, durch deren verhältnissmäßigkeit der lautstärke im nachhinein die stereobasisbreite änderbar ist. gruß racker
hi, außerdem kann aus dem L&R signal ein mitten- und seitensignal errechnet werden, durch deren verhältnissmäßigkeit der lautstärke im nachhinein die stereobasisbreite änderbar ist.
Das ist aber auch nichts anders. M = L + R S = L - R L' = M + a*S R' = M - a*S L' = L+R + a(L-R) R' = L+R + a(R-L) L' = L(1+a) +R(1-a) R' = R(1+a) +L(1-a) Für a == 1 wird die Stereobasis nicht geändert. L'=L und R'=R. Für a == 0 wird es mono L'= R' = L+R Für a > 1 wird die Stereobasis verbreitert. Z.B. a==2: L' = 3*L - R R' = 3*R - L (d.h. vom linken Kanal wird zur Verbreiterung der Rechte abgezogen, d.h. verpolt dazuaddiert.)
1. Wenn man die Möglichkeit zur 2-kanaligen Signalverzögerung hat, kann man die beiden Signale auch kreuzweise verzögert übersprechen lassen um eine Verbreiterung zu erwirken. Bei KH-Wiedergabe tritt dann das empfundenen Klangbild auch mehr aus dem Kopf heraus. Die IKL wird verringert. 2. Ebenfalls die Möglichkeit der Verzögerung voraussetzend: Verzögert man das extrahierte Differenzsignal und fügt es zusätzlich noch verzögert und im Pegel dosiert abgeschwächt gegenphasig auf beiden Kanälen den primären Stereosignalen zu, so erreicht man dadurch noch eine gewisse räumliche Tiefe. Die Verzögerungen und Pegeldosierungen muß man probieren. Anhaltswerte: 20 msec, -12...-15 dB. Die Einstellung von Überbasis (a>1) ist nur im mittleren Frequenzbereich sinnvoll und man sollte sie auch nicht zu extrem treiben. Bei hohen Frequenzen empfindet man dann eher wieder eine Veschmälerung.
Mal probieren. Klingt interessant. Wie arbeitet der Stereoimager von Waves? Ich dachte bisher immer an die von mir beschrieben Art und Weise. Eigl. mag ich diesen Effekt nicht so. Also die Verbreiterung an sich. Denn sie versaut den Mix etwas. Mittenschallquellen werden leiser. Hall wird nervig. Gibt es eigl. auch Richtungsmischer die mit Verzögerung arbeiten? Also die wenn ich ein Signal nach rechts verschiebe(pan) zusätzlich noch den linken Kanal verzögern. Klingt das? Bringt das was?
Hallo Thomas, Der Stereoimager von Waves finde ich recht gut, natürlich darf man die Effekte nicht übertreiben - wie bei allem. Er macht aber mit Sicherheit keine Verzögerung sondern einfach so wie Du es oben beschrieben hast, also mit M/S-Verhältnis regeln. Er läßt sich darüber hinaus wie ein Richtungsmischer handhaben. Und man hat noch eine Balnceregelung drin. Es ist richtig, daß der Mix oft darunter leidet, den bei den bisherigen Richtungsmischerschaltungen die ich kenne - also die ganzen W *89 der Rundfunktechnik - wird nämlich das S-Signal nicht verstärkt bei Überbasis, sondern das M-Signal abgeschwächt! Das hat dann zwangsläufig ein Rückgang der Mittenschallquellen zur Folge. RiMi's die Verzögerung arbeiten sind mir bis jezt nicht bekannt. Ob es was bringt kann ich nicht sagen, da ich diesen speziellen Fall noch nicht ausprobiert habe. Rein von der Überlegung her müßte man dann schon eher in Richtung "binaurales Panning" kommen.
hi, außerdem kann aus dem L&R signal ein mitten- und seitensignal errechnet werden, durch deren verhältnissmäßigkeit der lautstärke im nachhinein die stereobasisbreite änderbar ist.
Das ist aber auch nichts anders. M = L + R S = L - R L' = M + a*S R' = M - a*S L' = L+R + a(L-R) R' = L+R + a(R-L) L' = L(1+a) +R(1-a) R' = R(1+a) +L(1-a) Für a == 1 wird die Stereobasis nicht geändert. L'=L und R'=R. Für a == 0 wird es mono L'= R' = L+R Für a > 1 wird die Stereobasis verbreitert. Z.B. a==2: L' = 3*L - R R' = 3*R - L (d.h. vom linken Kanal wird zur Verbreiterung der Rechte abgezogen, d.h. verpolt dazuaddiert.)
S- Seitensignal, Stereosignal M- Mittensignal L,R links, rechts vorher L', R' links rechts nachher a ist ein beliebiger faktor, der faktor mit dem das Seitensignal multipliziert wird