Durchsichtiger Mix und Phasenverschiebungen

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi Leuts,
habe letztens gehört, dass die wahren Profis bei ihren Mischungen mit Phasenverschiebung rumhantieren, um den Mix super durchsichtig zu bekommen. Kann mir jemand sagen, was da genau gemacht wird? Scheint ja super geheimnisvoll zu sein. :-))
gruß
sid
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Antwort#2
Hi Leuts,
habe letztens gehört, dass die wahren Profis bei ihren Mischungen mit Phasenverschiebung rumhantieren, um den Mix super durchsichtig zu bekommen. Kann mir jemand sagen, was da genau gemacht wird? Scheint ja super geheimnisvoll zu sein. :-))
gruß
sid
hallo sid,
meinst du studio oder live?
gruß willi

beschallungsforum
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Antwort#3
Hi Willi,
ich meine natürlich Studio. So 'ne Micheal Jackson Produktion oder Ähnliches.
gruß
sid
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Antwort#4
hi,
leichte phasenkorrelationen können durchaus eine angenehme "schwebung" im klangmaterial erzeugen.
gruß racker
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Antwort#5
hi,
leichte phasenkorrelationen können durchaus eine angenehme "schwebung" im klangmaterial erzeugen.
gruß racker
Hi Racker,
ist das nicht das gleiche, wie ein sehr kurzes Delay oder das Doppeln von Spuren?
Gruß
sid
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Antwort#6
hi,
im prinzip schon.
mit einem phaser könnte man diesen effekt simulieren.
ein phaser ist ja ein delay-modulations effekt, arbeitet also mit einem sehr sehr kurzem delay, welches noch durch einen lfo beeinflusst werden kann.
gruß racker
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Antwort#7
Hi sid,
ich wollte dazu auch nochmal kurz was schreiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Tonings diese Methoden benutzen um einen Mix klarer zu machen pi pa po... Sind ja doch sehr viele auch sehr experimentierfreudig. Wovon ich weiss, ist dass man durch phaseswitches den Raumklang stark veraendern kann. Das in wird zum Teil in Geraeten benutzt (PC Lautsprecher) bei denen es dann super 3D oder so heisst. Du kannst dadurch einen Mix viel weiter erscheinen lassen als die Lautsprecher stehen. Eine sehr ueblich Methode ist ein Pahsenverdrehung auf einer Seite der MS stereophonie. Hier wird ein Mic mit Nierencharactereistik auf die Schallwelle selber gerichtet, um den das eigentliche Signal zu erfassen, dass man haben moechte. An der gleichen Stelle wie das erste Mic wird nun noch ein fig8 aufgestellt, das aber zu den Seiten gerichtet ist. D.H. nun wird der initial Klang von der Niere erfasst, und alles was im Raum so passiert von dem fig8. Das Signal des fig8 wird nun aber auf zwei channels gesplittet wovon auf EINEM die Phase verdreht wird. Diese zwei channels (die nun beide in Phasee sind) werden nun zu dem anderem Signal gemischt. Je mehr du von dem "seiten" signal dazu mischt, desto weiter ziehst Du das stereo Bild. Wenn Du zu viel davon hineinmischst, kannst Du auch aehnliche Effekte wie beim phasing bekommen. Der vorteil von dieser stereo technik ist, dass wenn das nun in mono wiedergegeben wird (zB ein TV) dann faellt das Signal von dem fig8 weg und du hast nur den Klang von der Niere, was nun absolut mono faehig ist.
Ich hoffe Du hast das nun verstanden (ich bin nicht sehr gut im Erklaeren), vielleicht hat hier im Forum jemand ein Link wo das erklaert wird? Ansonsten kannst du mir auch gerne mailen, dann kann ich Dir auch mal eine grafic dazu senden.
Gruss,


HaJo
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Antwort#8
hi hajo,
es geht eigendlich nicht um ein stereoverfahren oder eine stereobasisbreitenänderung. sondern wirklich darum einer monoschalquelle etwas "schwebung" zu verpassen.
ein gutes beispiel dafür ist eine von einem drumcomputer erzeugte hihat. die klingt meist so steril und statisch, daß man selbst durch heftigstes programmieren mit velocity und "human feel" dem problem nicht herr wird.
eine gute möglichkeit ist dann, dem hihat ein leichtes phasing zuzufügen und schon wird es "lebendiger".
gruß racker
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Antwort#9
hi hajo,
es geht eigendlich nicht um ein stereoverfahren oder eine stereobasisbreitenänderung. sondern wirklich darum einer monoschalquelle etwas "schwebung" zu verpassen.
ein gutes beispiel dafür ist eine von einem drumcomputer erzeugte hihat. die klingt meist so steril und statisch, daß man selbst durch heftigstes programmieren mit velocity und "human feel" dem problem nicht herr wird.
eine gute möglichkeit ist dann, dem hihat ein leichtes phasing zuzufügen und schon wird es "lebendiger".
gruß racker
Hi Racker,
interessanter Tipp. Probiere ich gleich mal aus. Aber ist das schon alles?? Ich meine, ich erkläre mal kurz. Ich mach seit 1 Jahr eine Ausbildung an der Schule für Tontechnik. Letzte Woche habe ich meinen Dozenten mal wieder damit genervt, wie man einen Mix noch durchsichtiger machen kann (was für uns alle ja eigentlich das Interessanteste ist, oder?). Als Antwort bekomme ich immer, dass man üben, üben, üben und hören, hören, hören muss (wer hätte das gedacht). Aber als Nachsatz kam diesmal noch, dass die richtigen Profis so wilde Sachen mit Phasenverschiebungen machen. Weiter hatten wir aber keine Zeit, dass ich da nochmal nachhaken konnte. Deshalb meine Frage hier. Ich werd' ihn auf jeden Fall morgen nochmal löchern. :-)))
Das es zum Mixen kein Patentrezept gibt, ist schon klar. Aber solche Tipps, wie der mit der Hihat sind doch extrem hilfreich. Finde ich ein bisserl blöd, das man sowas nicht beigebracht bekommt (muss man immer erst nachfragen).
gruß
sid
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Antwort#10
Hallo Kollegen:
Die MS Stereophonie kann man nicht verwenden um den Mix breiter zu machen. Sie wurde erfunden als Stereo noch Neuland war und die meisten Menschen noch Monogeräte hatten. Es mußte also eine Strereophonie her die 100%ig Monokompatibel ist. Die MS Stereophonie ist bis heute die einzige Stereophonie die das leistet. Im Rundfunk und TV wird´bis heute so gearbeitet. Das Signal wird Mono gesendet und in den Geräten befindet sich der dekodierer.
Es ist so wie der Kollege beschrieben hat. Man nimmt eine Niere und eine 8.
Die 8 wird dann später beim dekodieren gesplittet und eine Seite wird Phasengedreht. Dann muß man die beiden Panregler auf Mitte stellen und die beiden Kanäle absolut gleich einstellen. Evtl muß man noch etwas mit dem Fader suchen um die Auslöschung zu suchen. Dann dreht man Pan wieder auf rechts und links. Die Phílosophie ist folgende. Wird das Material Mono wiedergegeben wird sich das Signal der 8 auslöschen und nur das Signal der Niere wiedergegeben.
Bei Stereo ist natürlich die 8 dabei und nam kann - das ist auch richtig- die Stereobreite durch das Verhältnis der Niere und der beiden 8ter Kanäle beeinflussen. Aber man hat eine "echte" Stereoaufnahme. Das heißt,wie breit das alles wird entscheiden der Raum indem die Aufnahme stattfand und die Basisbreite. Das nichts damir zu tun einen Mixbreiter oder sonstwas zu machen.
Ich habe gelernt daß es absolut wichtig ist,gerade im Mix die Phasenlage im Mix nicht zu beeinträchtigen da es sonst schnell matschig wird. Vielleicht gilt das bei der momentan aktuellen Musik nicht mehr aber scheint so zu sein.
Es gibt ein Gerät von Behringer den "Edison"-kostet auch nicht viel-der den Mix breiter machen soll. Ich habe das Gerät einmal ausprobiert. Es machte den Mix zweifelsfrei breiter´etc. Allerding war alles nur noch Matsch. Ich denke daß hören und probieren zum Ergebnis führt. Vielleicht besser mit dem Hallgerät umgehen und alle Parameter peinlich genau einstellen.
Ich meine was wollt ihr: Ein Drumcomputer ist kein von einem Schlagzeuger gepieltes Schlagzeug, sondern eben nur ein Computer. Ob die Hi Hat lebt oder nicht entscheidet der Drumer. Auch da würde ich es im Mix mit etwas Hall versuchen.Gruß Stefan

http://www.analog-island.de
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Antwort#11
Hallo Sid,
in einem weiter unten liegenden Threa habe ich über ähnliche Frage schon mal geschrieben. Sieh mal in den Link.
Was hältst Du von dem Verfahren der Doppelung durch einfache L/R , bzw. R/L-Verzögerung?
MfG
Rainer


Sieh mal hier rein
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