Kontrabaß live abmischen und abnehmen

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Servus,
sowas hab ich noch nie gemacht.
Jetzt am Wochenende muß ich, wie ich gestern erfahren hab, das tun (auch noch bei einer Profimusikerin in einer Sport[Schweine?]Halle, *schluck*, die mit unserer Band zusammen - jeder natürlich "für sich" - auftritt): Gesang/Kabarett, Kontrabaß, el. Klavier.
Was ist da (evtl.) zu beachten?
Was sollte ich mitnehmen, Mikros haben die selber dabei (DI-Box, Adapter)?
redi
ps Jonas Lohse hab ich schon gefunden und werd mir den noch heute durchschauen. Aber ein paar Hinweise von den Praktikern würden mich schon interessieren.
Danke
redi


http://www.jazzpages.com/Doublebass/index_D.html
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Antwort#3
hi,
beim kontrabass machen sich piezo tonabnehmer sehr gut.
gibt es auch als seperate tonabnehmer extra für den kontrabass und sind glaube ich in der brücke integriert.
gruß racker
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Antwort#4
Servus rackerlui,
beim kontrabass machen sich piezo tonabnehmer sehr gut.
gibt es auch als seperate tonabnehmer extra für den kontrabass und sind glaube ich in der brücke integriert.
ist da eine DI-Box notwendig? Die müßte ich mir nämlich noch besorgen.
Auf dem Link zu den Kontrabaßseitzen von Jonas Lohse steht da ja einiges ... Das ist aber egal, da das die Musikerin selber mitbringt. Für mich ist viiel wichtiger, was ab der Stagebox (möglicherweise) passiert.
Nochmal anders gefragt:
Was ist beim Kontrabaß anders als beim (direct-in) E-Baß?
Auf jedenfall kann's da Feedbackprobleme geben (Dröhnen?).
Wie schaut's mit EQs aus: (Vorsichtig) anheben so bei 80 - 100 Hz und dann nochmal zwischen 800 und 1200 Hz?
Beim E-Baß hebe ich (normalerweise) so 500 -700 Hz an, die Tiefen laß ich in Ruhe, je nach Raumverhältnissen senke ich da sogar ab.
redi
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Antwort#5
Probiert doch mal, den Kb mit einem MD 441 (Superniere) das im Nahefeld (so 30 cm) vor die F-Löcher gestellt ist, abzunehmen. Ggf. noch etwas Tiefenanhebung wegen der Superniere. Müßte auch ganz brauchbare Ergebnisse bringen und mit Rückkopplung wohl kaum Probleme geben.
MfG
Rainer
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Antwort#6
Hallo Redi,
falls Du keinen Piezotonabnehmer zur Hand hast (ist live wirklich das Beste wg. Rückkopplung), kannst Du ein Kugelmikro (die besten Ergebnisse erzielte ich mit einem Neumann KM 86, aber Gefell UM 70 oder Beyer MC 740 gehen auch ganz gut) mit Schaumstoff umwickeln und in das große Loch im Steg klemmen, so daß sich der Kopf direkt unter den Saiten befindet. Dadurch bleibt der Bassist beweglich. Andernfalls stellst Du ein Nierenmikro (z.B. AKG C414 B-ULS) vor eins der F-Löcher im Abstand von ca. 30 cm. Die Bewegungsfreiheit ist jetzt zwar flöten, aber dafür sind die Feedbackprobleme kleiner als mit dem Kugelmikro. Zur Not tut´s auch ein Clip-Mikro am Steg, dieses sollte dann in Richtung F-Löcher zeigen. Wenn Du das "Bogenkratzen" beim Streichen gut hören willst, laß´das Mikro etwas in Richtung Saiten zeigen. Bei Verwendung eines Nierenmikros musst Du eh´ mit der Ausrichtung experimentieren.
Auf jeden Fall brauchst Du einen Kompressor oder gar Limiter, denn bei Nahmikrofonierung haben die einzelnen Töne eines Kontrabasses oder auch Cellos sehr unterschiedliche Amplituden. Um Feedback zu unterdrücken empfehle ich Dir einen param. EQ mit hoher Güte oder ein Notchfilter, mit dem Du die (meistens nur eine) Resonanzfrequenz schmalbandig absenkst.
Eine dezente, breitbandige Anhebung um 500 Hz lässt den Bass knurriger klingen, was die subjektiv empfundene Lautstärke und damit das Durchsetzungsvemögen erhöht.
Gruß
Martin
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Antwort#7
hi,
wenn du einen passiven Piezo hast (d.h. ohne Batterikasten dazu), dann brauchst Du eine aktive DI Box, da die Piezos extrem hochohmig sind.
Ansonsten kommt es darauf an, was das System für einen Ausgang hat.
Ich würde auf jedenfall eine DI Box mit nehmen.
Tomy
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Antwort#8
hallo,
da ich kein freund von tonabnehmern an solchen instrumenten bin würde ich auf jeden fall zum mikrofon greifen- welches du im endeffekt nimmst hängt von deinem "geschmack" ab, und öfter noch von dem was du bekommst. mit dem md441 habe ich es auch schon gemacht, und war eigentlich zufrieden damit. ob es wirklich gut war kann ich nicht sagen, dazu war die band zu schlecht ;)
der vergleich zwischen tonabnehmer und mikrofon sollte aber das kriterium sein, wenn man da keinen unterschied hat ist der pickup besser. würde mich aber wundern.
eine falle kann auch das monitoring sein. hatte schon mal rückkopplungen (nicht dauerndes pfeiffen, sondern klangveränderung) durch einen zu lauten monitor. wenn das instrument anfängt zu schwingen ist das nich gut, und nervt mich persönlich wie eine scheppernde snare... ich hoffe die musiker sind nicht schon halb taub.
MfG, Julius.
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Antwort#9

Probiert doch mal, den Kb mit einem MD 441 (Superniere) das im Nahefeld (so 30 cm) vor die F-Löcher gestellt ist, abzunehmen. Ggf. noch etwas Tiefenanhebung wegen der Superniere. Müßte auch ganz brauchbare Ergebnisse bringen und mit Rückkopplung wohl kaum Probleme geben.
MfG
Rainer
Tag
stimmt, das funktioniert gut.
Du must dann nur auf die Monitoraufstellung achten.
Wenn der Monitor von hinten gegen das Micro schallt, gibt es Feedbacks da die Superniere von hinten empfindlich ist.
Dreh den Monitor so, das er sozusagen das Mikro seitlich trifft.
Wenn Du Angst hast, nicht genügend Lautstärke zu erziehlen, nimm Dir einen von diesen AKG Körperschallwandlern dazu. Ich glaube die Bezeichnung ist 411.
Dieser kleine Pick Up wird an den Steg geklebt. ( mit der mitgelieferten Paste, die laut AKG rückstandslos zu entfernen ist.)
Der Pick Up bringt gutes Volumen im Bassbereich, hat aber enorm viel Bogen - Sound. Hier musst du wenn der Bass gestrichen werden sollte deutlich die Mitten entzerren.
Den Bereich bekommst Du aber gut über das Mikro.
Außerdem kannst Du sowohl Mikro als auch Pick Up sehr günstig mieten.
Im Monitor hilft der Pick Up wirklich weiter.
Trotz allen Tricks, die hier geschrieben wurden, solltest Du zunächst den eingebauten Tonabnehmer des Instrumentes verwenden.
Fast jeder Jazz - Bass hat so ein Ding, und die Musiker kennen die Problematik.
In diesem Fall: DI - Box und go !!!
Gutes gelingen
t
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