Sprach bzw. Gesangsaufnahmen

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Weiß hier jemand,wie ich bei Sprach-bzw. Gesangsaufnahmen diese dominanten
Laute und Buchstaben wie p,s , sch usw. in den Griff bekomme.
Ich bekommen nur ein besseres Ergebnis, wenn ich den Abstand zum Micro vergrößere.
Gibt da noch ander Möglichkeiten. Ich hoffe ihr versteht, was ich mein.
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Antwort#2
Weiß hier jemand,wie ich bei Sprach-bzw. Gesangsaufnahmen diese dominanten
Laute und Buchstaben wie p,s , sch usw. in den Griff bekomme.
- Logopäden konsultieren
- Poppschutz verwenden
- störende Frequenzen absenken
- De-Esser drüberjagen
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Antwort#3
Weiß hier jemand,wie ich bei Sprach-bzw. Gesangsaufnahmen diese dominanten
Laute und Buchstaben wie p,s , sch usw. in den Griff bekomme.
- Logopäden konsultieren
- Poppschutz verwenden
- störende Frequenzen absenken
- De-Esser drüberjagen
Ich habe schon einmal von einem De-Esser gehört. Ich weiß aber nicht, wie er
funktioniert. Bitte um Erklärung
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Antwort#4
Servus Jörg!
Keine Angst Du hast Dich schon verständlich ausgedrückt.
Nr.1: (p,t)
Am besten ist Du bekämpst derlei Probleme natürlich schon vor der Aufnahme, je besser diese ist, desto weniger muss danach verfälscht werden.
Solche Pegelspitzen wie sie durch "Plopps"(die genannten "p","t") und ähnlich Druckvolles entstehen ,bekämpfst Du am besten mit einem sogenannten Ploppschutz. Das ist nichts weiter als ein Stück Nylon zwischen SängerIn/SprecherIn und dem Mikrofon.
Du hast soetwas sicher schon in Musikvideos oder Fachgeschäften gesehen. Ein Schwanenhals und an dessen Ende ein rundes etwas durch das die Sänger dann trällern dürfen.
Hast Du soetwas nicht-> seitlich Vorbeisprechen am Mikrofon, da der Druck dann nicht direkt auf die Membran treffen kann.
Generell kannst Du solche Pegelspitzen mit Limiter und Kompressoren bearbeiten, beide bearbeiten mit einer gewissen Geschwindigkeit die Dynamik des Signals.
Möchtest Du die Funktionsweisen dieser zwei Geräte besser kennen lernen, suche vielleicht nach einer aufklärenden Seite im www oder frag noch einmal.
Achja, da war ja nochwas störendes.
Nr.2: (s,zisch)
Die bösen "s" sind ja auch noch da. Für derlei Problem gibt es allerdings auch Lösungen.
Mit dem sogenannten "De-esser" kannst Du derart hochfrequenten -Zischlauten- den Krieg erklären. Er komprimiert einfach bei den Stellen bei denen Dir zu viel Hochfrequentes das Hörerlebnis vermiest.
Um die Funktionsweise besser zu verstehen oder einen Tip zu geben, wie man sich ohne De-esser retten kann, folgende Alternative
Dein Quellsignal ->
-> splitten in 2 Signale ->
-> das eine kommt in einen EQ, das andere in einen Comp. (ich hoffe, daß in de- esser-losen Zeiten, wenigstens diese für Dich parat stehen) ->
->nun hebst Du mit dem EQ die Signalanteile an(und senkst andere ab) die Du
aus dem Signal weg haben willst, in unserem Fall die "s" und Zischlaute, also
hohe FQ - ausprobieren - beginn irgendwo bei 4k und wandere rauf.

->dieses nun unangenehm zischende Signal, wollen wir wahrscheinlich aber nicht hören, wir verwenden es nur als Steuersignal für den Kompressor mit dem wir unser ursprüngliches Signal bearbeiten wollen - stecken es also in den Side-Chain Eingang von eben diesem.
Noch fix ein paar Einstellungen getroffen und schon wird immer dann komprimiert wenn unser "EQ-Signal" viele "essssssss" schickt.
Da schau ein de-esser!!
Tja, das wars dann, viel Spaß beim anwenden.
Gruß
Andi
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Antwort#5
Ich habe schon einmal von einem De-Esser gehört. Ich weiß aber nicht, wie er
funktioniert. Bitte um Erklärung
Na da bin ich ja grade nochmal rechtzeitig gekommen :)
-siehe oben
cu
Andi
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Antwort#6
Hi,
Bei der Aufnahme fängt es an, das ist richtig. Poppschutz ist auch gut.
Nicht direkt ins Mic singen. Leicht daran vorbei bzw drüber oder drunter.
Mit der Position probieren. Es heißt das die Stirnplattenpartie noch etwas Höhen
abgibt. Klingt vielleicht etwas bescheuert. Ich singe meistens unter dem Mic durch, so erhalte ich die "schönen" S-Laute.
Gruß Stefan


http://www.analog-island.de
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Antwort#7
Hallo Jörg,
zu den Antworten der Kollegen hier noch ein paar Anmerkungen:
Zunächst die Frage, welches Mikrofon benutzt Du? Kondensator(großmembranig oder kleinmembranig) oder dynamisches Mikrofon?.
Probiere mal - wenn Du es bekommen kannst - mit Bändchenmikrofonen. z.B. Beyer M 260. Bei Kondensatormikrofonen kann ich das Neumann U 89 sehr empfehlen.
Weiterhin die Frage: Ist der Sprecher/Sänger(in) in ein Ensemble weiterer Musiker eingebunden die ihn gleichzeitig begleiten oder wird Playback aufgenommen?
Wenn letzteres, kann der Abstand u.U. größer gemacht werden, weil kein weiterer Störschall auftritt. Gehe ruhig mal auf einen Abstand von 50...60 cm.

MfG
Rainer
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Antwort#8
Ich habe schon einmal von einem De-Esser gehört. Ich weiß aber nicht, wie er
funktioniert. Bitte um Erklärung

Es ist ein Kompressor, der die Frequenzen der Zischlaute komprimiert.
Das heisst, bei lauten Zischlauten ("s", "sch", "z" usw.) wird die "Schärfe" reduziert.
Wenn Du das Signal mit einer (aktiven) Frequenzweiche oder gewöhnlichen Equalizern (mehrere Mischpult-Kanäle) aufteilst, kannst Du auch einen normalen Kompressor verwenden. Die Frequenzen mußt Du je nach deinem persönlichen Problembereich auswählen, es handelt sich um hohe Frequenzen (> 1 kHz).
Bernd
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Antwort#9
also ohne überheblich zu erscheinen !!!
1 tens: tontechnikerforum fragen ist richtig .
2 tens: mind print
3 tens : üben üben üben
4 tens : wo nichts ist kann auch nichts werden
5 tens: gut aufnehmen, dann ist auch kein drekk drinn und man braucht nichts zu kaufen wie de esser und sowas
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Antwort#10
Ich würde mal sagen, im professionellen Bereich bzw. Projektstudiobereich werden dafür spezielle Mikrofonprozessoren verwendet. Neben dem obligatorischen Poppschutz (ein Nylonstrump um einen verbogenen Kleiderhaken gespannt (!) tuts auch) gibt es Geräte, die verschiedene, sehr spezielle Funktionen für eine perfekte Aufnahme besitzen. Die erwschwinglichen für Normalsterbliche fangen bei DM 300,- an (Behringer), die besseren Geräte liegen so ab DM 1000,-. (z.B. SPL Track One, Mindprint En Voice, Focusrite Vocal-Dingsda...)
Folgende Feaurures sind meist enthalten:
- hochwertige Microfonvorstufe "ohne" Rauschen (manchmal auch mit Röhrenvorstufe)
- lowcut Filter, der ebenfalls Popps ausfiltert (meist ein shelve, der unterhalb 150 Hz oder so abschneidet, manchmal auch variabel)
- compressor, optimiert für Sprache/Gesang, damit man einen gleichmäßigen Pegel erhält
- De-esser, filtert Zischlaute. Das ist ein frequenzabhängiger compressor und hat gegenüber einem EQ den entscheidenden Vorteil, daß er frequenzen in Abhängigkeit der Lautstärke absenkt. (z.B. lautes Zischen = starke Absenkung, leises Zischen = wenig Absenkung) Sowas ist mit einem EQ überhaupt nicht realisierbar (jedenfalls nicht so einfach wie mit dem De-Esser)
- EQ Bereich, der auf Sprache optimiert ist und manchmal nur wenig Einstellungen besitzt, was es einfacher macht, das Ding einzustellen
- je nach Gerät gibt es auch noch Röhren Effekt (echt oder simuliert) und manche haben auch noch eine Gate-Funktion um Hintergrundgeräusche in Pausen auszublenden
so, ich glaube das war's im Wesentlichen
Wenn Du einigermaßen vernünftige Aufnahmen machen möchtest, kommst Du um so ein Gerät nicht herum. Wenn es eine Budgetfrage ist, empfehle ich das Behringer. Für das wenige Geld einfach unschlagbar. Für hochwertige Studioaufnahmen würde ich auf jeden Fall auch ein Kondesor Microfon empfehlen. Ab 500,- bis 1000,- bekommt man was Vernünftiges.
hope that helped
Steve
Weiß hier jemand,wie ich bei Sprach-bzw. Gesangsaufnahmen diese dominanten
Laute und Buchstaben wie p,s , sch usw. in den Griff bekomme.
Ich bekommen nur ein besseres Ergebnis, wenn ich den Abstand zum Micro vergrößere.
Gibt da noch ander Möglichkeiten. Ich hoffe ihr versteht, was ich mein.
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Antwort#11
Musik wird _vor_ dem Mikro gemacht! Wenn du arge Problem mit Zischlauten hast, dann sind zu 60%iger Wahrscheinlichkeit auch zu stark vorhanden.
Den Logopädem hab e ich nicht umsonst zuerst erwähnt.
Wenn man (viel) EQ und De-Esser braucht dann hat man was falsch gemacht.
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Antwort#12
Hallo Steve,
Deinen Ausführungen kann ich nicht so ohne weiteres zustimmen, denn:
Alle Maßnahmen nutzen nichts, wenn die Übersteuerung schon im Mikrofon selbst entsteht. Und Kondensatormikrofone sind da noch weit kritischer als dynamische.
Ein Winddruck der auf die Membrane wirkt, stopft sofort den Eingangsimpedanzwandler hinter der Kapsel für einen Moment zu. Dann nutzen alle EQ- und Begrenzermaßnahmen, Röhrenverstärker etc. nichts mehr.
ThomasT hat recht wenn er sagt, daß Musik VOR dem Mikrofon gemacht wird.

MfG
Rainer
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