Das Phänomen hatte ich schon mal in einem anderem Haus mit anderem Equipment, damals war nach dem rausschmiss eines Rackmixers wieder Ruhe. Nun umgezogen viel neues Equipment und was hör ich? Ami Radio :-( Natürlich nicht immer und sehr leise aber das Nervt. Habt ihr das auch? Ich hab noch nichtmal eine Antenne Aufm Dach und wohne noch in einem Tal. Konnte den Zusammenhang noch nicht ermitteln, aber wird wahrscheinlich wieder der Mixer sein (Tascam M-2524) Was kann man da machen?
Radioempfang im System :-(((
Das Phänomen hatte ich schon mal in einem anderem Haus mit anderem Equipment, damals war nach dem rausschmiss eines Rackmixers wieder Ruhe. Nun umgezogen viel neues Equipment und was hör ich? Ami Radio :-( Natürlich nicht immer und sehr leise aber das Nervt. Habt ihr das auch? Ich hab noch nichtmal eine Antenne Aufm Dach und wohne noch in einem Tal. Konnte den Zusammenhang noch nicht ermitteln, aber wird wahrscheinlich wieder der Mixer sein (Tascam M-2524) Was kann man da machen?
Durch Kabel usw. gelangt Hochfrequenz (HF) nahegelegener Sender in die Anlage. Die ist zunächst natürlich nicht hörbar.
In Geräten wird diese dann jedoch durch nichtlineare Kennlinien gleichgerichtet und somit demoduliert (Amplitudenmodulation), d.h. es entsteht die hörbare Niederfrequenz (Radioprogramm).
Da ich mit dem Problem kaum konfrontiert werde, habe ich wenig praktische Erfahrung.
Ich würde aber zuerst nach schlechten/defekten Kabeln suchen: Schlechte Masseverbindungen, "kalte" Lötstellen usw.
Außerdem kann man das Gerät finden, das die Demodulation vornimmt, also ab dem das hörbare Signal entsteht. Wenn man dann noch die Verbindung(en) findet, die die HF in das Gerät bringen (testen durch einzelnes Herausziehen), dann kann man an den Entsprechenden Ein- bzw. Ausgängen im Gerät oder am Kabel Filter einfügen.
Als Filter kämen im einfachen Fall Kondensatoren in Frage, die das HF-Signal kurzschließen. Es gibt jedoch auch LC-Filterbausteine ("Entstörglieder"), welche aus Kondensatoren und Spulen bestehen.
Wenn man die Geräte oder Kabel nicht umbauen will, kann man auch Ferritringe benutzen. Das Kabel braucht nur durchgezogen zu werden, evl. auch mit ein bis zwei Windungen (mehrmals durchziehen). Der Stecker des Kabels muß natürlich durch den Ferritring hindurchpassen.
Evl. statt Filter zunächst auch mal versuchen, ein besseres Kabel einzusetzen.
Bernd
Noch ein Tipp zur Fehlersuche bei Kabeln:
Bei symmetrischen Verkabelungen merkt man manchmal gar nicht, dass eine Signalader fehlt bzw. keinen Kontakt hat, da die Übertragung auch noch unsymmetrisch funktioniert. Das ist ein Nachteil der _elektrisch_-symmetrischen Ein-/Ausgänge. Also alle drei Adern genau durchmessen.
Außerdem auf schlecht kontaktierende Stecker achten.
Bernd
Bei symmetrischen Verkabelungen merkt man manchmal gar nicht, dass eine Signalader fehlt bzw. keinen Kontakt hat, da die Übertragung auch noch unsymmetrisch funktioniert. Das ist ein Nachteil der _elektrisch_-symmetrischen Ein-/Ausgänge. Also alle drei Adern genau durchmessen.
Außerdem auf schlecht kontaktierende Stecker achten.
Bernd
Hi Kai,
Das wichtigste wurde schon genannt: Gute abgeschirmte Kabel. Kaufe Dir Mikrofonkabel mit 3 Adern und gegenläufiger Reußenabschirmung. Beispielsweise der Gotham-Typ GAC 3.
Weiterhin ist wichtig, vor den Mikrofonverstärkereingang ein HF-Filter zu schalten, bestehend aus einem CLC-Pi-Glied wobei man für das L auch eine stromkompensierte Doppeldrossel verwenden kann. Solche Eingansfilter baut z.B. die Firma Pikatron. Ferritperlen über das Kabel schieben ist "den Mäusen gepfiffen", d.h. sie sind so gut wie wirkungslos.
Wer einen Mikrofonverstärker mit Eingangssymmetrierübertrager hat, ist auf jeden Fall besser dran, da diese in der Regel mit Schutzwicklungen versehen sind und damit die HF gegen kapazitive Einkoppelung abschirmen.
Es ist sinnvoll die Bandbreite des Mikrofonverstärkers nicht wesentlich über 20 kHz hinaus auszudehnen. Je breitbandiger der MV ist, desto aufwendiger müssen die Filtermaßnahmen sein. "Hifideliker" die da immer meinen ihre Anlagen auf Bandbreiten bis in den MHz-Bereich "tunen" zu müssen, dürfen sich nicht wundern wenn sie neben ihren Klangunterschiedetest-CD's auch noch den AFN hören.... (man sollte diese Spezies mal fragen ob sie ihre Leistungsverstärker als Kurzwellensender benutzen möchten ... :-) )
Wer in Ballungsgebieten wie z.B. Rhein-Main-Gebiet wohnt, kommt nicht umhin, obige Maßnahmen zu installieren. Denn dort sind die HF-Störungen oftmals extrem.
Auch die Phasenanschnittsteuerungen von Lichtstellanlagen sind hartnäckige Störer bei denen nur gute Eingangssymmetrie der Mikrofonverstärker und gute HF-Dichtigkeit derer hilft.
Hier noch ein paar Richtlinien aus dem IRT-Pflichtenheft 3/5 für die HF-Festigkeit von Mikrofonverstärkern:
Bei einer Einspeisung einer HF-Spannung von 300 mV eff. im Frequenzbereich 0,1...100 MHz, aus einem Generatorinnenwiderstand von 50 Ohm und einer Amplitudenmodulation von 70%/1kHz darf bei Gleichtaktiger Einspeisung in den Mikrofoneingang der Störabstand der gesamten Anlage sich nicht mehr als 3 dB verschlechtern.
Hört sich sehr bescheiden an, ist aber verdammt schwer zu erreichen und manche Typprüfung von Mikrofonverstärkern beim RBT ist daran schon gescheitert!
MfG
Rainer
Das wichtigste wurde schon genannt: Gute abgeschirmte Kabel. Kaufe Dir Mikrofonkabel mit 3 Adern und gegenläufiger Reußenabschirmung. Beispielsweise der Gotham-Typ GAC 3.
Weiterhin ist wichtig, vor den Mikrofonverstärkereingang ein HF-Filter zu schalten, bestehend aus einem CLC-Pi-Glied wobei man für das L auch eine stromkompensierte Doppeldrossel verwenden kann. Solche Eingansfilter baut z.B. die Firma Pikatron. Ferritperlen über das Kabel schieben ist "den Mäusen gepfiffen", d.h. sie sind so gut wie wirkungslos.
Wer einen Mikrofonverstärker mit Eingangssymmetrierübertrager hat, ist auf jeden Fall besser dran, da diese in der Regel mit Schutzwicklungen versehen sind und damit die HF gegen kapazitive Einkoppelung abschirmen.
Es ist sinnvoll die Bandbreite des Mikrofonverstärkers nicht wesentlich über 20 kHz hinaus auszudehnen. Je breitbandiger der MV ist, desto aufwendiger müssen die Filtermaßnahmen sein. "Hifideliker" die da immer meinen ihre Anlagen auf Bandbreiten bis in den MHz-Bereich "tunen" zu müssen, dürfen sich nicht wundern wenn sie neben ihren Klangunterschiedetest-CD's auch noch den AFN hören.... (man sollte diese Spezies mal fragen ob sie ihre Leistungsverstärker als Kurzwellensender benutzen möchten ... :-) )
Wer in Ballungsgebieten wie z.B. Rhein-Main-Gebiet wohnt, kommt nicht umhin, obige Maßnahmen zu installieren. Denn dort sind die HF-Störungen oftmals extrem.
Auch die Phasenanschnittsteuerungen von Lichtstellanlagen sind hartnäckige Störer bei denen nur gute Eingangssymmetrie der Mikrofonverstärker und gute HF-Dichtigkeit derer hilft.
Hier noch ein paar Richtlinien aus dem IRT-Pflichtenheft 3/5 für die HF-Festigkeit von Mikrofonverstärkern:
Bei einer Einspeisung einer HF-Spannung von 300 mV eff. im Frequenzbereich 0,1...100 MHz, aus einem Generatorinnenwiderstand von 50 Ohm und einer Amplitudenmodulation von 70%/1kHz darf bei Gleichtaktiger Einspeisung in den Mikrofoneingang der Störabstand der gesamten Anlage sich nicht mehr als 3 dB verschlechtern.
Hört sich sehr bescheiden an, ist aber verdammt schwer zu erreichen und manche Typprüfung von Mikrofonverstärkern beim RBT ist daran schon gescheitert!
MfG
Rainer
Das Phänomen hatte ich schon mal in einem anderem Haus mit anderem Equipment, damals war nach dem rausschmiss eines Rackmixers wieder Ruhe. Nun umgezogen viel neues Equipment und was hör ich? Ami Radio :-( Natürlich nicht immer und sehr leise aber das Nervt. Habt ihr das auch? Ich hab noch nichtmal eine Antenne Aufm Dach und wohne noch in einem Tal. Konnte den Zusammenhang noch nicht ermitteln, aber wird wahrscheinlich wieder der Mixer sein (Tascam M-2524) Was kann man da machen?
Hallo Kai,
über dieses Problem (ich hatte damit auch massiv zu kämpfen) gibt´s auf der Neumann-Homepage zwei recht interessante Abhandlungen mit dem Hinweis, daß die Demodulation sehr oft im Mikrofon stattfindet. Dann hilft ein HF-Filter am Mischereingang nämlich überhaupt nicht, denn der Sender gelangt als HF irgendwie über das Kabel oder die Steckverbindung ins Mikro und kommt von dort als NF zum Mischer, wo er die HF-Filter lächelnd passieren kann und z.B. als Pfeifen nervt.
Im Neumann-Info Pool unter Documents (http://www.neumann.com/infopool/general/welcome.php) findest Du folgende Abhandlungen:
"Ursachen für Einstreuungen durch starke NF- und HF-Felder im Aufnahmestudio"
"Einige Hinweise bei HF-Störungen im Studio"
als Acrobat Files zum runterladen.
Ich kann nur sagen, bei mir haben die Maßnahmen auch geholfen.
Gruß
Martin
über dieses Problem (ich hatte damit auch massiv zu kämpfen) gibt´s auf der Neumann-Homepage zwei recht interessante Abhandlungen mit dem Hinweis, daß die Demodulation sehr oft im Mikrofon stattfindet. Dann hilft ein HF-Filter am Mischereingang nämlich überhaupt nicht, denn der Sender gelangt als HF irgendwie über das Kabel oder die Steckverbindung ins Mikro und kommt von dort als NF zum Mischer, wo er die HF-Filter lächelnd passieren kann und z.B. als Pfeifen nervt.
Im Neumann-Info Pool unter Documents (http://www.neumann.com/infopool/general/welcome.php) findest Du folgende Abhandlungen:
"Ursachen für Einstreuungen durch starke NF- und HF-Felder im Aufnahmestudio"
"Einige Hinweise bei HF-Störungen im Studio"
als Acrobat Files zum runterladen.
Ich kann nur sagen, bei mir haben die Maßnahmen auch geholfen.
Gruß
Martin
Hallo Martin,
ich wollte mir die Artikel grade bei Neumann runterladen, ging aber nicht. Hast Du Sie und wenn ja, kannst Du sie mir bitte mailen
Danke jetzt schon
Jörg Kirsch
ich wollte mir die Artikel grade bei Neumann runterladen, ging aber nicht. Hast Du Sie und wenn ja, kannst Du sie mir bitte mailen
Danke jetzt schon
Jörg Kirsch
