professionelles Mastering:

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,ich produziere derzeit mein 1 Album und hätte gerne n paar Tipps zum Mastering:
Gibts bei professionellen Master-Produktionen irgendwelche Vorgaben zur Aufnahmequalität?:Pegeldosierungen,RMS,Loudness,Stereobreite,Sample/Bitraten...etc
Ist Clipping wirklich totales Tabu??Wenn ja warum?>Das Signal wird ja lediglich etwas verzerrt...
Ist Step-Recording ein muss?? Oder darf ZB. die Drumspur auch von Hand eingespielt sein?Ich hab irgendwo mal gelesen,dass proffessionelle Sprachaufnahmen heutzutage ohne Kompressor undenkbar seien.Stimmt das?wenn ja welche Einstellungen sind die besten?
Wär für reichlich&ausführliche und profi-Tipps dankbar...
Ps:Wie bringt man Videodateien auf die CD???
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Antwort#2
Halli,
wirklich gute und ausführliche Artikel auf Englisch zum "CD-Mastering" sind zu finden bei Bob Katz (Digital Domain) unter http://www.digido.com
Seine Ratschläge sind hilfreich und man sollte sie beherzigen.
In der analogen Band-Aufnahmetechnik ist es allgemein üblich, besonders beim Schlagzeug, die Übersteuerung der Höhen in die Bandsättigung als "künstlerisches" Gestaltungsmittel einzusetzen. Das ist beim Überfahren des maximalen Digitalpegels von 0 dB-FS nicht der Fall. Sicher können ganz geringe Übersteuerungen von kurzen impulshaften Signalen oft nicht hörbar erkannt werden, aber ein digitaler Kompressor ist besser, als ein hartes "Clippen" der Töne.
Als klangliche Vorgabe sollte eine der eigenen Produktion ähnliche CD dienen. Da hört man dann beim A-B-Vergleich wo man im Klang und mit der Qualität liegt. Es gibt keinen "Aufnahme-Qualitätsmesser" so wie es einen Aussteuerungsmesser gibt. Da müssen schon die eigenen Ohren und der eigene Geschmack dienen.
ebs
Hallo,ich produziere derzeit mein 1 Album und hätte gerne n paar Tipps zum Mastering:
Gibts bei professionellen Master-Produktionen irgendwelche Vorgaben zur Aufnahmequalität?:Pegeldosierungen,RMS,Loudness,Stereobreite,Sample/Bitraten...etc
Ist Clipping wirklich totales Tabu??Wenn ja warum?>Das Signal wird ja lediglich etwas verzerrt...
Ist Step-Recording ein muss?? Oder darf ZB. die Drumspur auch von Hand eingespielt sein?Ich hab irgendwo mal gelesen,dass proffessionelle Sprachaufnahmen heutzutage ohne Kompressor undenkbar seien.Stimmt das?wenn ja welche Einstellungen sind die besten?
Wär für reichlich&ausführliche und profi-Tipps dankbar...
Ps:Wie bringt man Videodateien auf die CD???


http://www.sengpielaudio.com
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Antwort#3
Hi danny!
Aehm, koenntest du einen anderen nick benutzen?
Daniel gibts hier auch noch einen.. also vielleicht nachname dran, oder soo..
Waer nett, danke.
Gibts bei professionellen Master-Produktionen irgendwelche Vorgaben zur Aufnahmequalität?:Pegeldosierungen,RMS,Loudness,Stereobreite,Sample/Bitraten...etc
Ist Clipping wirklich totales Tabu??Wenn ja warum?>Das Signal wird ja lediglich etwas verzerrt...
Ist Step-Recording ein muss?? Oder darf ZB. die Drumspur auch von Hand eingespielt sein?
Wär für reichlich&ausführliche und profi-Tipps dankbar...
Ps:Wie bringt man Videodateien auf die CD???
Nope, nicht dass ich wuesste..
Eine professionalle produktion strebt natuerlich im normalfall eine gewisse stereobreite an (die aber monotauglich sein sollte) und wird auch mit einer gewissen loudness aufwarten, hauptsaechlich um mit mitbewerbern "klanglich" mitzuhalten.. (laut-lauter-chartplatz..)
Vom format her ist man eigentlich nur durch die cd an sich festgelegt auf 44,1khz, 16 bit
Wie du das aufnimmst, in 44,1khz oder in 48khz ist u.A. eine frage deines Sound-Wandlers.
Manche haben hardwaremaessig bei 48khz ihr optimum und muessen bei 44,1khz-Aufnahmen neben dem wandeln auch noch umkonvertieren und produzieren ungenauigkeiten..
Gute wandler sollten beides genau schaffen.
Hmmm, also technisch unbrauchbar macht es die cd nicht, aber es ist hoerbar, egal was du machst..
wenn jetzt im death-metal ein snareschlag mal clippt, wuerde mich das nicht soooo stoeren.. aber man kann es ja auch einfach mal vermeiden, besser ist es.
Also technisch kannst du deine band auch live auf scheibe brennen, mit einem mikro und einem durchgang ;)
aber steprecording gibt dir einfach mehr kontrolle ueber den sound der einzelnen instrumente..
Beim Mix ist es wichtig, den einzelnen instrumenten unterschiedliche frequenzbereiche zuzuweisen und sie u.U. von stoerenden frequenzen zu saeubern..
Wenn alles schon vorher zusammenmatscht, kann man hinterher nicht mehr viel machen..
Drums koennen atuerlich mit hand eingespielt sein.. versteh ich in soweit nicht so ganz.. wie du den sound nun produzierst haengt ganz von deinem geschmack ab..
Aber drums vernuenftig abzunehmen ist eine wissenschaft ;)
Ich hab irgendwo mal gelesen,dass proffessionelle Sprachaufnahmen heutzutage ohne Kompressor undenkbar seien.Stimmt das?wenn ja welche Einstellungen sind die besten?
Hmmm, also mit guter mikrophonierung und einem guten sprecher/saenger ist eine gute sprachaufnahme auf jeden fall zu machen. Ich find das auch schoen, weil das noch eine gewisse Dynamik hat..
Um an den sound und die lautstaerke der professionellen cds heranzukommen, wird man aber um eine gewisse kompression nicht herumkommen.
Standartwerte gibt es nicht (hahaaa, geil :) endlich darf ich mal klicheesaetze dreschen ;) aber ich hatte mit ratiowerten um 3 gute ergebnisse, dann mit dem threshhold spielen..
Jedenfalls nicht ueberkomprimieren, vocals klingen natuerlicher mit ein bisschen dynamik..
dann werd am besten etwas genauer, was deine vorstellungen angeht..
Je nach musikstil kann man dann spezifischere tips geben..
Zusaetlich zu audiodaten?
Als Mixed-Mode Format, wenn ich mich recht erinnere..
Sollte sich aber aus dem prennprogramm ersehen lassen..
Hoffe helfe, have fun,
*daniel
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Antwort#4
Hallo Danny,
wie schon meine Vor-Poster gesagt haben: Einen "Qualitätsmesser" gibt es nicht. Was die Stereobreite betrifft, kann ich Dir aus meiner Erfahrung heraus sagen, daß man hier den Korrelationsmesser als hilfreiches Kontrollgerät einsetzen kann und man im Bereich von -0,1....+0,3 Korrelation den gehörmäßig besten Stereoeindruck hat ( aber bitte: ist mein subjektive Auffassung).
Digitale Over's: Es gibt Presswerke die darauf bestehen, daß kein Over auf dem Premasterband sein darf.
Zum Videotrack: Wie schon erwähnt, kann man diesen nur unterbringen wenn man die CD als "Mixed-Mode"-CD macht. Dann muß der Track 1 der Videotrack sein und die folgenden sind Audiotracks. Bisher kenne ich Mixed-Mode-CD's allerdings nur als Daten/Audio-CD's, also wo der 1. Track ein CD-ROM-Track nach ISO 9660 ist.
Geht mit dem "WinOnCD" herzustellen.
MfG
Rainer
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Antwort#5
Digitale Over's: Es gibt Presswerke die darauf bestehen, daß kein Over auf dem Premasterband sein darf.
Diese Aussage soll ein allgemeines Märchen sein. Der Kunde kann doch auf sein Digitaltape alle nur möglichen Daten kopieren. Verzerrungen und Ästhetik interessieren nicht.
Die Musik-CD, die CD-ROM oder die Mixed-Mode-CD ethalten auch mal Daten mit dem höchsten auch über längere Zeit darstellbaren Amplitudenwert von 65536 bei 16 bit (mehr geht nicht). Das Presswerk ist nur an kontinuierlich darstellbaren Daten interessiert, die 1:1 (unverändert) auf das Glasmaster übertragen werden und ist nicht an der Klangqualität interessiert. Beim analogen Schneiden der schwarzen Schallplatten dagegen, ist schon vorstellbar, dass die schon vorher hörbaren Verzerrungen auf der fertigen Platte noch schrecklicher klingen und somit vom Masterer abgelehnt werden. Daher könnte das Märchen kommen.
Vielleicht meldet sich hier mal jemand, dessen CD-Master mit "Overs" wirklich zum Pressen abgelehnt wurde. Es ist ein Leichtes von einem Master eine digitale Kopie zu ziehen, die 0,1 dB leiser ist. Dann ist zwar "optisch" das Over-Problem gelöst aber nicht hörmäßig.
ebs

http://www.sengpielaudio.com/
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Antwort#6
Hallo Herr Sengpiel,
Ich hatte vor ein paar Jahren mal auf einer TMT ein Merkheft von einem Preßwerk erhalten (Name ist mir momentan entfallen) in dem das mit den verbotenen Over's stand. Rein technisch sehe ich nämlich auch keinen Sinn, warum nicht über mehrere Samples nicht der Maximalwert erreicht werden darf.
Eine andere Frage die mich mal in diesem Zusammenhang interessiert, ist ein DC-Offset. Ein hoher DC-Offset führt auf einer CD ggf. zu einem Knack beim Start eines Tracks.
Vor Jahren hatte ich alte Aufnahmen die noch mit dem PCM 701 auf Beta-Kassette aufgenommen waren digital (mit dem 601) auf DAT überspielt. Teilweise enthielten die 701-er Aufnahmen einen ziemlich hohen Offset (bis über "250" [dezimal]).
Ich habe festgestellt, daß bei sehr hohen Offsets der DAT-Recorden gar nicht startete. Wie ist das zu erklären. Es dürfte doch auch hier m.E. dem DAT-Recorder gleichgültig sein, welche Bit-Kombination ihm über die SPDIF oder AES/EBU-Schnittstelle angeboten wird, auch wenn in den Musikpausen Samples mit konstantem Wert der von Digital-Null abweicht, vorhanden sind.
MfG
Rainer Gutberlet
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Antwort#7
Hallo Rainer,
Interessant ist der Hinweis auf das Merkheft eines Presswerks. Ich suche immer noch jemanden, dem in den letzten fünf Jahren sein digital übersteuertes Master nicht 1:1 zur CD gemacht wurde.
Aus der Vor-DAT-Zeit sind mir die Betamax/PCM701/601-Aufnahmen gut bekannt, bei der am Aussteuerungsmesser in den Modulationspausen ein oft recht hoher Gleichspannungs-Offset zu "sehen" war. Bei der Kopie haben wir dann mit dem Einschalten eines "1-Hz-Filters" (Hochpass = BassCut) diesen Offset beseitigt.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Presswerke heute diese Möglichkeit auch haben.
Dass bei sehr hohen Offsets ein DAT-Recorder zum Kopieren nicht startete habe ich nie erlebt - vielleicht wegen des vorgeschalteten 1-Hz-Filters. Aber wie wir alle wissen, sind die DAT-Recorder der verschiedenen Hersteller recht unterschiedlich und nicht nur bei den AES-3- (AES/EBU) oder SP-DIFF-Schnittstellen. Auch den beliebigen festen Wert einer Gleichspannung müsste ein DAT-Recorder eigentlich aufnehmen. Das ist wohl wie beim Computer, der auch nicht immer das tut was er eigentlich sollte.
Viele Grüße
ebs

http://www.sengpielaudio.com
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Antwort#8
Ich habe vor ein paar Jahren mal mehrere Monate in einem nürnberger Masteringstudio zugebracht. Und auch dort gabs die hausinterne Anweisung, daß alle Tracks mit -0,1 dBFS auf das Premaster zu brennen sind. Warum genau konnte keiner wirklich sagen, außer einem wagen Hinweis auf Probleme mit dem Presswerk konnte ich nichts erfahren. Digitale Overs waren dafür reichlich vorhanden. Das waren alles Techno und House Tracks eines bekannten süddeutschen Labels, die erstmal ziemlich gründlich komprimiert und dann im SaDiE mehr oder weniger dezent geclippt wurden (wozu auch Limiter...). Erstaunlicherweise konnte ich beim besten Willen das Clipping nicht hörbar warnehmen, es wurde alles einfach nur tierisch laut.
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Antwort#9
Dass bei sehr hohen Offsets ein DAT-Recorder zum Kopieren nicht startete habe ich nie erlebt - vielleicht wegen des vorgeschalteten 1-Hz-Filters. Aber wie wir alle wissen, sind die DAT-Recorder der verschiedenen Hersteller recht unterschiedlich und nicht nur bei den AES-3- (AES/EBU) oder SP-DIFF-Schnittstellen. Auch den beliebigen festen Wert einer Gleichspannung müsste ein DAT-Recorder eigentlich aufnehmen. Das ist wohl wie beim Computer, der auch nicht immer das tut was er eigentlich sollte.
Viele Grüße
ebs


Kann man einen üblichen DAT-Recorder überhaupt zeitgenau (z.B. Samplegenau) starten? Oder haben die Dinger, falls sie sowiso nicht exakt startbar sind (wie z.B. mein HiFi-DAT), eventuell einen "Nullspannungsschalter" eingebaut, so dass sie nur bei ungefähr Nullpegel mit der Aufnahme beginnen, um Knackgeräusche zu vermeiden?
Wäre ja theoretisch eine Möglichkeit.
Bernd
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Antwort#10
Hallo Bernd,
Samplegenau starten kann man den DAT-Rec. nicht, das war auch in meinem oben geschilderten Fall gar nicht notwendig. Das Problem war, daß sich der DAT-Rec. gar nicht starten lies, sobald am digitalen Eingang (sowohl bei SPDIF als auch bei AES/EBU) ein Signal anlag, dessen digitaler DC-Offset einen bestimmten Wert überschritt. Die verwendeten DAT-Rec. waren: Tascam DA 30 und Fostex PD2.
MfG
Rainer
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