DIN-Stereo

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Auf der Internet-Seite der Mikrofonfirma DPA (Dänemark), früher Brüel & Kjaer unter
http://www.dpamicrophones.com/art107
findet man erklärt, was "DIN stereo" ist: Das ist eine Äquivalenz-Mikrofon-Anordnung als Stereo-Hauptmikrofon mit einer Mikrofonbasis (Abstand der beiden Mikrofone zueinander) von 20 cm und einem Achsenwinkel (Winkel zwischen den beiden Mikrofonachsen) von 90°.
Weiß jemand wie es zu dem Namen DIN gekommen sein mag? Und wo findet man etwas darüber in den deutschen DIN-Normen?
Ein Mikrofon mit einem fünfpoligen DIN-Stecker kann doch kein DIN-Mikrofon sein, wie man mir erklärte.
Mikrofonbegriffe wie ORTF (Frankreich) und NOS (Holland) sind mir bekannt, aber von DIN-Stereo aus Deutschland ("genormtes" Stereo?) "aus deutschen Landen frisch auf den Tisch" habe ich noch nie etwas gehört.
Wer weiß etwas darüber?
Viele Grüße
ebs


http://www.dpamicrophones.com/art107
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Antwort#2
Die angegebene Internet-Adresse von DPA ist falsch, es fehlt am Ende noch .htm
Also jetzt richtig:
http://www.dpamicrophones.com/art107.htm
Auf der Internet-Seite der Mikrofonfirma DPA (Dänemark), früher Brüel & Kjaer unter
http://www.dpamicrophones.com/art107.htm
findet man erklärt, was "DIN stereo" ist: Das ist eine Äquivalenz-Mikrofon-Anordnung als Stereo-Hauptmikrofon mit einer Mikrofonbasis (Abstand der beiden Mikrofone zueinander) von 20 cm und einem Achsenwinkel (Winkel zwischen den beiden Mikrofonachsen) von 90°.
Weiß jemand wie es zu dem Namen DIN gekommen sein mag? Und wo findet man etwas darüber in den deutschen DIN-Normen?
Ein Mikrofon mit einem fünfpoligen DIN-Stecker kann doch kein DIN-Mikrofon sein, wie man mir erklärte.
Mikrofonbegriffe wie ORTF (Frankreich) und NOS (Holland) sind mir bekannt, aber von DIN-Stereo aus Deutschland ("genormtes" Stereo?) "aus deutschen Landen frisch auf den Tisch" habe ich noch nie etwas gehört.
Wer weiß etwas darüber?
Viele Grüße
ebs


http://www.dpamicrophones.com/art107.htm
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Antwort#3
Hallo EBS,
also, daß die DIN die deutsche Industrienorm ist, weißt Du ganz sicher. Soweit ich weiß, war die erste Norm die DIN-0815, die ist im 1. Weltkrieg eingeführt worden, damit die Jungs immer passende Einzelteile für Ihre MG´s hatten, davor war es nämlich vorgekommen, daß die Dinger nicht zusammenzubauen waren. Schlecht...... So wie früher, als XLR`s unterschiedlicher Firmen auch nicht immer mit einander wollten=> Mischen impossible. Was der Quatsch von renommierten Mikroherstellern soll, weiß ich beim besten Willen nicht. Ist vielleicht extra als kleine Anregung für Dein Script gemacht,Rubrik "erkennen Sie den Fehler".
Spaß muß sein
Ciao
Jörg Kirsch
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Antwort#4
Hallo Jörg,
danke für Deine Mail. Dein "deutsches Normgefühl" hatte ich wohl so ähnlich auch, darum zitierte ich den Spruch: "aus deutschen Landen frisch auf den Tisch", als Werbung für treu deutsche Landwirtschaftsprodukte.
Mich sprach ein Chinese an (all r welden wie l gesplochen), ob ich in Deutschland die DIN-Mikrophonanordnung anwende, so wie die Franzosen ihr ORTF (Office de Radiodiffusion Francaise) und die Holländer ihr NOS (Nederlandse Omroep Stichting). Ich musste zugeben, dass ich die DIN-Mikrofonanordnung nicht kenne. Das war mir peinlich, denn der Chinese glaubte mir nicht. Aber die Dänen von Brüel und Kjaer, jetzt DPA scheinen Bescheid zu wissen.
Ich möchte mehr über "unsere" geheime Mikrofonanordnung wissen. Wer hat Erfahrung damit?
Viele Grüße
ebs

http://www.sengpielaudio.com/
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Antwort#5
Hallo ebs,
wenn schon Frau Antje aus Holland neben Käse auch OBS empfiehlt, kann man ja auch mal in Deutschland bei Frau Feldbusch wegen weiterführender Infos nachfragen, die hat ja auch ne Infothek, ich glaube mich zu erinnern, daß man da unter 88110 oder so ähnlich auch länderspezifische Auskunft bekommt. Eventuell auch was über DPA-Deutsch-DIN. Vielleicht ist man aber auch bei DAP- mikros von Highlight richtig, denen würde ich so eine freizügige Übersetztung vom Koreanischen ins Amerikanische ins Holländische und dann ins Deutsche zutrauen. Wobei es dann immer noch erstaunlich wäre, daß das Wort "Mikrofon" bis zum Schluß erhalten geblieben wäre.
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Antwort#6
hallo ebs,
vielleicht heißt DIN in diesem speziellen fall auch :
"Dånise Industri Nørm"... ;-)
gruß willi
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Antwort#7
hallo ebs,
vielleicht heißt DIN in diesem speziellen fall auch: "Dånise Industri Nørm"... ;-)
gruß willi
Danke Willi,
ein netter Einfall - besonders das reizende Dänisch.
Auch in dem Tontechnikbuch von Christian Hugonnet und Pierre Walder, "Stereophonic Sound Recording" wird auf Seite 186 auf die "DIN method" (90°/20cm) (Germany) und auf eine RAI-Method (100°/21cm) (Italien) hingewiesen. Da steht auch noch, dass das eine vorgeschlagene Norm in Deutschland sei. Wer kennt den Normenvorschlag und hat ein Papier darüber?
Viele Grüße
ebs


Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Antwort#8
Hallo ebs,
es wäre auch mal interessant nachzuforschen, durch welche psychoakustische Grundlage die Entwickler der einzelnen Äquivalenzsysteme (ORTF, NOS, DIN, RAI etc.) zu den verschiedenen Konfigurationen kommen.
Dann gibt es ja auch noch ein System namens "Faulkner Stereo". Arbeitet soweit ich auswendig weiß mit 2 Achten in 20 cm Abstand parallel zueinander ausgerichtet.
MfG
Rainer
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Antwort#9
Hallo ebs,
es wäre auch mal interessant nachzuforschen, durch welche psychoakustische Grundlage die Entwickler der einzelnen Äquivalenzsysteme (ORTF, NOS, DIN, RAI etc.) zu den verschiedenen Konfigurationen kommen.
Dann gibt es ja auch noch ein System namens "Faulkner Stereo". Arbeitet soweit ich auswendig weiß mit 2 Achten in 20 cm Abstand parallel zueinander ausgerichtet.
MfG
Rainer
Hallo Rainer,
da gab es mal einen schönen Artikel im "Studio Sound" von Tony selbst geschrieben - nicht leicht zu lesen. Er hat in den letzten 10 Jahren keine Aufnahmen mit seiner Anordnung gemacht. Die Klangfarbe von Druckempfängern sind nach seiner Meinung wärmer, besonders wenn es alte Röhrenmikrofone sind.
Wer die Aufnahmebereiche der oben genannten Äquivalenz-Mikrofonsysteme sehen möchte, der gehe zu:
http://www.sengpielaudio.com/VergleichAequivalenzMikrophonSyst.pdf
Auch wenn ORTF in Frankreich viel angewendet wird, so ist wenig Dokumentiertes über die psycho-akustischen Grundlagen dazu bekannt auch die Buchstaben RAI vom italienischen Rundfunk sagen nichts über die Versuche dazu aus. Die WIssenschaftler tun sich schwer zu gemischten Systemen mit etwas Laufzeit - um so mehr sind sie erfreut über berechenbare Koinzidenzverfahren - siehe Soundfield-Mikrofon und Ambisonics.
Viele Grüße
ebs


Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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