Laufen als Livetontechniker

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Nachdem ich mal wieder ein paarmal den Livetechniker gemiemt habe, fiel mir auf
das ich irgendwie unnütz durch die Gegend laufen. Ich laufe beim Soundcheck mehrer Male vom Pult auf die Bühne um Mikros auszurichten etc.
Bei der Mucke selbst laufe ich durch den Saal und höre mir den Sound seitlich, vorn usw. an.
Bin ich der einzigste der sowas macht? Normalerweise bleibt man doch als Livetechniker fest hinter der Burg...äh...Pult stehen.
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Antwort#2
Da bist du wohl kaum der einzige.
Grade wenn man die Bühne nicht / nicht alleine verkabelt hat, kann es schon nötig werden, mal ein Mikro umzupositionieren, um den "Grundsound" des entsprechenden Kanales zu verändern.
Und was das "Rumlaufen" im Saal während des Gigs betrifft: So irgendwie Zeit dazu ist, mach ich das zwar vor dem Soundcheck, um über- oder unterbetonte Raumstellen zu finden, aber solche Phänomene können mit Livemucke ja durchaus stärker ausfallen. Und selbst wenn nicht, ich finde es immer sehr beruhigend, wenn sichs ein paar Meter weiter immer noch brauchbar anhört... :-)
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Antwort#3
Bin ich der einzigste der sowas macht? Normalerweise bleibt man doch als Livetechniker fest hinter der Burg...äh...Pult stehen.
Mitnichten
Auch ich kenne das Problem, vor allem während des Soundchecks alles alleine machen zu müssen.
Dh. vor allem bei einmaligen Gig´s ( keine Cover- und Muckergigs und 20-60 mal im Jahr), mehrere Bands hintereinander so zu betreuen, dass hinterher keiner schimpft (schei.. Monitorsound, schei.. FOH-Sound, Supportband wird immer benachteiligt usw.).
Da hapert es oft an verstellten Drummikros ( wegen Umbau, können sich ja nicht auf eine gemeinsame Backline einigen..), vertauschten Mikros, mangelhaften DI´s der Bassamps (keine Potentialtrennung, z.B. Ampeg SVT, Trace Elliot, ua.), vertauschten Monitorboxen (der Sänger war doch noch auf Aux2, wieso höre ich den jetzt nur über die Drumfill...), unzureichendes Fremdequipment (Mischpulte mit Inserts, die auch auf die Monitore wirken, sehr lustig bei eingeschleiften Kompressoren usw. oder Phantomspeisungen, die sich nur mit einem Schalter für alle! MIC-Inputs schalten lassen...)
Und darüber hinaus ist es auch sehr Lustig??(STRESSIG!), wenn eine bestimmte Zeit für den Aufbau und den Soundcheck vereinbart wurde, sich aber gewisse Musiker, Verleiher, Veranstalter... nicht daran halten.
Aber: Saaleinlass ist um 19 Uhr, das müssen wir unbedingt einhalten, schliesslich kommt dann der Bürgermeister.
Nicht zu reden von der Bühnendisziplin, da gäbe es noch viel hizuzufügen....

Es ist wie immer alles eine Frage des Geldes:
Wird mir als Tontechniker ein qualifizierter Bühnentechniker zur Seite gestellt (kann ich mir den um gutes Geld selbst beibringen), der all die technischen Probleme beim Aufbau, Mikrofonieren, Bühnenumbau, Störungssuche, Monitorsound usw. aus dem EffEff beherrscht und auf den ich mich verlassen kann ?
Habe ich einen Veranstalter/Bühnenverantwortlichen, der nicht nur Künstler bucht und dann, wenn sie (an der Auftrittslocation) da sind, sie ihrem Schicksal überlässt (Das ist der Techniker, ich hoffe, ihr kommt schon mal klar), sondern der mit allen Beteiligten eine gute Lösung findet (Reihenfolge beim Backlineaufbau; beim Soundcheck, beim Auftritt) und der im Vorfeld alle Eventualitäten bezüglich Backline klärt und einen verbindlichen und realistischen Zeitplan erstellt?
Habe ich eine PA- und Monitor-Anlage, auf die ich mich verlassen kann (vorher getestet), und weiss ich, was damit wirklich geht/ nicht geht?
Habe ich von allen beteiligten Künstlern/ Auftretenden alle relevanten und aktuellen!!! Informationen (Rider/ Setlist/ Stageplan...) und habe ich damit eine genauere Technikplanung gemacht (Channellist/ Monitorsetup...)?
Sicher fehlt noch das eine und andere... , fällt mir gerade nicht ein...
Aber diese ARBEITEN in der Vorbereitung und Durchführung wollen auch BEZAHLT sein, nur so (immer an den Rahmen der VA angepasst) kommen gelungene Veranstaltungen zustande.
Tja, und wenn es sich nicht machen lässt, dann laufen wir in 10 Jahren immer noch zwischen FOH und Stage hin und her.
Aber vielleicht bekommen wir dann eine Pendlerpauschale ;-)
Nachträglich gutes neues,
dechnikusch
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Antwort#4
Diese Antwort von Thomas T ist von mir nur zum richtigen Beitragstitel übertragen worden.
ebs
Geschrieben von ThomasT am 05. Januar 2002 19:42:44:
Als Antwort auf: Re: weitere Daten... geschrieben von MonoTON am 05. Januar 2002 14:30:15:
@thomasT: die Rennerei die Hölle! mir fallen abends die Füße ab,
Wobei ich eigl. was anderes meinte. Nämlich dass sich manche Mischer keinen Zentimeter vom Pult bewegen, lieber EQ und Kompressor und Gate auf die Bassdrum geben als mal das Mikro (wieder) richtig hinzustellen. Oder auch mal im Saal umhören wie es klingt. Ich kenne einige Locations, die haben teilweise füchterliche Resonanzen bei ca. 150Hz) in manchen Nischen. Alles so Sachen halt.
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