Multicore-Splitter

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute,
wenn wir bisher mit 2 Pulten live gearbeitet haben, haben wir uns Aktivsplitter von Crystal Sound zugemietet. Auf die Dauer (es werden immer mehr große Jobs mit Monitormischer) wird mir die ewige Zumieterei aber zu teuer. Welche Möglichkeiten außer den Trafo-Splits gibt es eigentlich noch ? (Ich weiß, ohne Trafo ists weniger professionell, die anfordernden Kunden (Veranstalter, die wenig Ahnung haben und noch mehr auf ihrem Geld sitzen) bezahlen die Splitter aber nicht vernünftig.) Hab jetzt mal die Möglichkeit ausprobiert, das Monitorpult als "Master" zu benutzen, der für die Gain-Einstellungen und die Phantompower zuständig ist und hab die Inserts abgegriffen aufs Core für dem FOH. Ist allerdings nicht besonders toll, da halt vom Mon-Platz die Pegel vorgegeben werden und das bekanntlich durchaus zu Problemen führen kann.
Gruß
Steffen
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Antwort#2
hallo steffen,
zu einer vernünftigen beschallungsanlage gehört nunmal auch ein multicore und ein dazugehöriges splitsystem. das sind, genau wie bühnen-subcores und -subboxen, sowie insertmultis, stromverteilungen, etc. dinge, die du zur durchführung der veranstaltung brauchst, die dir aber leider keiner wirklich bezahlt. d.h. du mußt diese versteckten kosten woanders einkalkulieren.
da du ja bei crystal sound gemietet hast, frag doch einfach mal den rainer blume, ob der dir nicht sagen kann, wie er deren passive trafosplitter gebaut hat. denn die meisten firmen, die ich kenne, bauen ihre splitter selber und kaufen maximal die aktiven spliteinschübe (bss, neumann, etc.)
die möglichkeit ohne splitter führt die firma clair brothers vor: sie haben nur eine "brotdose" auf der bühne liegen(ein einfaches patchfeld, wo foh und monitor sich abgreifen), dafür sind die pulte dann im eingang trafosymmetriert(!), was die pulte extrem teuer und vorallem auch schwer macht. die stellen "echte" splitter nur bei live-übertragungen oder -recordings..
du wirst wohl über kurz oder lang leider nicht um einen splitter herumkommen. dieser sollte dir im zweifel aber auch was wert sein, da es die zentrale schnittstelle zwischen allem was von der bühne kommt, und den angehängten pulten ist. er kann so manches brummproblem von vornherein vermeiden..
bei fragen schick mir doch ruhig eine e-mail, ich werde versuchen, dir dann weiterzuhelfen. in diesem sinne,
gruß
willi

willi´s seite
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Antwort#3
Hi,
also ich hab schon einiges an Bühnen gesehen, und eigentlich immer eine ganz normale Y Splittung, so ganz ohne Trafos etc. Hat eigegentlich immer funktioniert, wenn man vernünftig eingespeist hat (also alles symetrisch).
Tomy

Meine Homepage
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Antwort#4
Hallo Steffen,
es gibt von Peavy ein neues Monitor Mischpult mit eingebauten Trafos für ca 5000 Euro. Wäre das vielleicht was ?
Ciao
Jörg Kirsch
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Antwort#5
Hallo Steffen,
Die Erfahrungen der Kollegen will ich nicht abstreiten, man sollte aber bei passiven Lösungen - egal ob Trafolösungen oder nur mit Y-Kabel - immer eines wissen: Jede Passivverteilung des Mikrofonsignal belastet das Mikrofon zusätzlich. Das kann je nach Mikrofontyp unterschiedliche Auswirkungen haben. Nimmt man Übertrager mit mehreren Sekundärwicklungen, so kann man zwar pegelmäßig auf jeden Eingang auf den man verteil den vollen Mikrofonpegel übertragen, aber das Mikrofon wird u.U. zu hoch belastet. Will man die Belastung des Mikrofons nur so hoch halten als sei nur 1 Verstärkereingang angeschlossen, muß man abwärts transformieren. Das aber hat zur Folge, daß man dann überall die Vorverstärkung höher einstellen muß - ergibt schlechterer Störabstand.
Desgleichen wenn es nur ein einfaches Y-Kabel ist: Pegelerhöhung ist nicht möglich, aber das Mikrofon wird zusätzlich belastet.
Also bevor man splittet, sollte man sich erst davon überzeugen ob das Mikrofon für die erhöhte Belastung geeignet ist. Wenn dies nicht der Fall ist helfen nur aktive Lösungen.
Die Faustregel lautet: Lastwiderstand für das Mikrofon sollte mindestens das 5-fache des Mikrofoninnenwiderstandes sein. Solange das bei der Splitterei erfüllt ist, gibt es keine Probleme. Auch die Phantomspeisung dürfte keine Probleme machen da die Phantomspannungsquellen ja durch die 6.8 kOhm-Widerstände entkoppelt sind.
MfG
Rainer
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Antwort#6
Hallo Rainer
Danke für die wie immer fachlich solide Ergänzung.
Die Faustregel lautet: Lastwiderstand für das Mikrofon sollte mindestens das 5-fache des Mikrofoninnenwiderstandes sein.
Ich bin davon ausgegangen, dass unter "normalen" Umständen diese Faustregel eigentlich immer problemlos einzuhalten ist, bzw. gar um ein Vielfaches übertroffen wird. Jedenfalls wäre mir keine Kombination Mikrofon > Mischpulteingang bekannt, bei der dies nicht der Fall wäre. Zumindest im (semi-)professionellen Bereich mit "zeitgemässem" Material kann ich mir das schwer vorstellen. Irre ich?
Im Studio hätte ich auch eher ein ungutes Gefühl passiv zu splitten. Auf der Bühne machen das aber eigentich die meisten Beschaller die ich kenne so und ich konnte bisher dabei keine Nachteile feststellen.
Trench
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Antwort#7
hallo steffen,
kann dir nur raten willi´s ratschläge zu beherzigen, als kompromiss kann du ja erst mal einige wichtige/kritische singnale vernünftig zu splitten (eine bassdrum macht halt anders druck als die filigrane "ichkannmichnichthören" backgroundsängerin). gute nf-trennübertrager baut z.b. alphaton (http://www.alphaton.com/german/products/trafos.htm) oder sowter (musik-produktiv).
gruss
clenci
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Antwort#8
Hallo Steffen,
Die Erfahrungen der Kollegen will ich nicht abstreiten, man sollte aber bei passiven Lösungen - egal ob Trafolösungen oder nur mit Y-Kabel - immer eines wissen: Jede Passivverteilung des Mikrofonsignal belastet das Mikrofon zusätzlich. Das kann je nach Mikrofontyp unterschiedliche Auswirkungen haben. Nimmt man Übertrager mit mehreren Sekundärwicklungen, so kann man zwar pegelmäßig auf jeden Eingang auf den man verteil den vollen Mikrofonpegel übertragen, aber das Mikrofon wird u.U. zu hoch belastet. Will man die Belastung des Mikrofons nur so hoch halten als sei nur 1 Verstärkereingang angeschlossen, muß man abwärts transformieren. Das aber hat zur Folge, daß man dann überall die Vorverstärkung höher einstellen muß - ergibt schlechterer Störabstand.
Desgleichen wenn es nur ein einfaches Y-Kabel ist: Pegelerhöhung ist nicht möglich, aber das Mikrofon wird zusätzlich belastet.
Also bevor man splittet, sollte man sich erst davon überzeugen ob das Mikrofon für die erhöhte Belastung geeignet ist. Wenn dies nicht der Fall ist helfen nur aktive Lösungen.
Die Faustregel lautet: Lastwiderstand für das Mikrofon sollte mindestens das 5-fache des Mikrofoninnenwiderstandes sein. Solange das bei der Splitterei erfüllt ist, gibt es keine Probleme. Auch die Phantomspeisung dürfte keine Probleme machen da die Phantomspannungsquellen ja durch die 6.8 kOhm-Widerstände entkoppelt sind.
MfG
Rainer
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Antwort#9
Hallo Stefan,
Bis jetzt hast Du mich nur zitiert. Ich vermisse aber Deine konkrete Antwort zu meinem Posting. Kannst Du nochmals konkret darlegen was Du sagen wolltest?
MfG
Rainer
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Antwort#10
Hi Rainer,
ja ja, da bin ich etwas zu schnell auf die Return-Taste gekommen. Wollte eigentlich wissen, was Du von der Insert-Abgreif-Lösung am Monitorpult hältst.
Gruß
Steffen
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Antwort#11
Hallo Steffen,
Halte diese Lösung durchaus für sinnvoll. Der Abgriff sollte allerdings dann VOR allen Bearbeitungseinheiten (Entzerrer, Dynamikeinheiten etc.) liegen. Und natürlich dafür sorgen, daß durch den Insert-Abgriff das Singnal des Kanals nicht unterbrochen wird (darf also keine Schaltklinke sein).
MfG
Rainer
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Antwort#12
Hi Rainer,
die Inserts der Soundcraft-Pulte liegen meines Wissens nach nach der Gain (logisch) und VOR allem anderen im Channel. Ich hätte dann ne Peitsche gebaut, die Stereo-Klinken drin hat (typische Inserts halt), aber Tip und Ring miteinander verknotet sind...
Gruß
Steffen
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Antwort#13
Hallo Steffen und Rainer!
Die Lösung verstehe ich überhaupt nicht, weil wenn Du von den Inserts rausgehst, dann hast Du ja ein unsymmetrisches Signal, das kannst Du nicht durch das ganze Multicore jagen!
Nachdem Du Tip und Ring zusammenlöten würdest, gehe ich von den unsymmetrischen Inserts aus. Hast Du keinen Direct Out? (Der sollte schon eher symmetrisch sein). Ob Pre-eq, pre-... hängt auch stark von Gerät ab, bei den "guten" sollte das entweder auf der Konsole switchbar sein (Midas) oder zumindest mit jumper auf der Platine der Kanalzüge.
Die beste Lösung scheint meiner Ansicht nach aber immer noch die mit zwei Cores aus der Stagebox direkt raus zu sein, weil Du a) nicht auf das Monitorpult angewiesen bist b) das Gain selber setzen kannst (obwohl das kein Problem sein sollte).
Und normalerweise ist das FOH Pult ja zumindest gleiche Qualität, üblicherweise bessere preamps, ... . Wenn Du von der Monitorconsole Preamp-st, dann "dürfen" die besseren Preamps nicht arbeiten.
Wehe, die Monitorconsole geht ein ;-) (oder Stromprobleme)...
Grüße,
Hermann.
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Antwort#14
Hallo Hermann,
prinzipiell geb ich Dir recht. Es geht hier allerdings um ne "Notlösung" mit 2 gleichen Pulten (Soundcraft Live 4 bzw. Live 8), das Preamp-Thema fällt also flach. Die Übertragung ist dann natürlich unsymmetrisch, das ist klar. Sollte allerdings bei Line-Pegel (verstärkt wird ja auf dem Monitorpult) kein so großes Problem mehr darstellen.
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Antwort#15
Ich kann nur davor warnen,in Live Situationen auf symetrische Signalführung zu verzichten. Wenns dann in die Hose geht, kannst Du ein echtes Problem bekommen.
Kauf Dir doch für Deine "Insert-Lösung" zumindestens einen Satz passiver 4-fach DIs. Dann kann zwar der FOH Mischer immer noch pegelmäßig mit dem Monitormischer Schlitten fahren,aber zumindestens Impedanz- und Brummprobleme sind lösbar.
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Antwort#16
Hi Jörg,
wie ganz am Anfang gesagt, waren das alles nur mal reine Überlegungen, wie sowas kostengünstig zu realisieren wäre, Du kennst ja das Problem aus der Westpfalz bestimmt auch, die Jungs wollen alles, nur nix dafür bezahlen...
Ich werd wohl auf die altbekannte Lösung zurückgreifen, die Dinger in der Stagebox einfach parallel an 2 Ausgänge zu hängen (halt Y-Adapter), macht doch eigentlich praktisch jeder so. Die Crystal Sound Aktiv-Splitter haben wir immer nur in Verbindung mit Ü-Wagen eingesetzt, da ansonsten in unseren Breiten reativ selten ein Monitormischer verlangt wird. Dazu passt übrigens, das Theo (von Livesound) mir seine Soundcraft Delta Mon angeboten hat mit dem Kommentar "10 Jahre alt, aber erst 20 Einsätze..." Du weißt schon, was ich meine :-)
Gruß
Steffen
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Antwort#17
Hi Steffen,
wenn Du nur selten einen Splitter brauchst, wir haben 1x 32-> 32Thru->32+32 und 2x 16-> Thru->16. Übrigens habe ich von Theo auch vor einigen Jahren mal ein 32Ch Mitc Monitorpult gekauft.
Ciao
Jörg Kirsch
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