Da wir gerade bei Mikrofonen sind: Bändchenmikrofone

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Wer hat denn schon mal mit diesem Typus gearbeitet? Im Prinzip ein dynamisches Mikrofon, bei dem statt einer Tauchspule die an einer Membrane hängt ein schwingendes Bändchen zwischen den Magnetpolen hängt. Die Charakteristik ist in der Regel "Superniere" - technisch bedingt.
M.W. ist es nur Beyerdynamik der B-Mikrofone herstellt. Ich habe ein paar M 260 - gut geeignet z.B. für Gesang aber auch für Instrumente die sehr obertonreich sind. Für schmale Bankkonten eine gute Alternative zu Kondensatormikrofonen. Allerdings benötigen Bändchenmikrofone sehr gute rauscharme Mikrofonverstärker, weil ihre Kennempfindlichkeiten sehr gering sind , meist so 0,1 V/µbar (1 mV/Pa)
MfG
Rainer
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Antwort#2
Hallo Rainer!
Ich kann da nur eine Geschichte erzählen:
Michael Jacksons Producer wollte mal die neuen Royer Bändchen probieren, Royer macht keine Endorsments, deshalb hat er sich die gekauft (!!) und ist begeistert. Es scheinen irgendwie alle von den Royer Bändchen begeistert zu sein. Diese Meinungen auf der Royer Seite sind nicht getürkt, da sie keine "verschenken". Alle Berichte ich bis jetzt gelesen habe, waren sehr positiv. Angeblich ist nach diesem Ansturm der Preis stark angehoben worden, es soll aber trotzdem noch moderat sein (obwohl ich keine Preise kenne).
Neumann/Schoeps/AKG/... machen keine, oder? Beyer die einzigen?
Du sprachst davon, Bändchen vor die BD zu stellen.
Sind die nicht viel sensibler? Die haben doch eine hauchdünne gewellte Alu-Folie als Membran, oder?
Die Impedanz dieser Mikros ist ja sehr gering (irgendwo im 1 Ohm Bereich) und gleicht sich daher der geringe Ausgangspegel damit nicht aus?
Wäre natürlich auch eine interessante alternative zum Kondensator TLM 103.
Geeignet für Stimmen, Gitarren-Amps, Overheads und akustische Instrumente, oder?
Danke für die Info,
Hermann

http://www.royerlabs.com/
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Antwort#3
Hallo Hermann,
Neumann und Schoeps bauen ausschließlich Kondensatormikrofone. AKG bauen m.W. keine Bändchen (vielleicht weiß JF da näheres).
Die Ausgangsimpedanz des eingentlichen Bändchens ist wie Du schon sagst, im Bereich von ein paar Ohm. Die werden durch einen eingebauten Übertrager hochtransfomiert womit sich auch die Spannung erhöht.
Zu der mechanischen Empfindlichkeit: Die heutigen Bändchen sind längst nicht mehr so mimosenhaft empfindlich wie vor einigen zehn Jahren, sodaß man sie nich vorsichtiger behandeln braucht wie ein gewöhnliches dyn. Mikrofon, auch wenn mal einer hinein bläst. Das "reinblasen" ist übrigens eine Angewohnheit einiger Anwender die ich bis aufs Messer hasse! Einige Sprecher haben das gut los... Es ist ein Mikrofon , kein Blasefon.
Grüße
Rainer
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Antwort#4
Vom Ursprung her sind Bändchen-Mikrofone Druckgradientenempfänger, die eine Achtercharakteristik haben. Da gibt es das bekannteste von der Firma Coles: STC 4038-A. Der Geiger Isaac Perlman wollte nur das Mikrofon zur Aufnahme haben. Und er hat es auch bekommen. Seit derzeit haben wir diese Type. Natürlich zwei in klein AB. Es sind schwere Mikrofone wegen der großen Magneten drin. Die Beatles haben mit diesem Typ auch aufgenommen.
Eine Abbildung sieht man unter: http://www.vintagetape.co.uk/images/rfig3.jpg
One particular technique involved placing a pair of Neumann U87s about 15 feet up and 10 feet in front of the drum kit as ambience mics and mixing them in with a pair of STC 4038 ribbon mics placed behind the kit at floor level. STC 4038s are visible in many photos of The Beatles? sessions at Abbey Road, as Geoff Emerick typically used them as overhead mics. Originally designed by the BBC, the STC 4038 is essentially identical to the current Coles 4038.
Nur weil das Bändchen-"Kultmikrofon Coles STC 4038-A" mit Achtercharakteristik hier keiner kennt. Im Internet ist einiges darüber zu finden. Tolles Mikrofon. Sehr "grundtönig" - schön für nah gestützte Geige.
Viele Grüße
ebs


http://www.sengpielaudio.com
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Antwort#5
Aber viele andere, schöne Sachen ;-)
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Antwort#6
Wer hat denn schon mal mit diesem Typus gearbeitet? Im Prinzip ein dynamisches Mikrofon, bei dem statt einer Tauchspule die an einer Membrane hängt ein schwingendes Bändchen zwischen den Magnetpolen hängt. Die Charakteristik ist in der Regel "Superniere" - technisch bedingt.
M.W. ist es nur Beyerdynamik der B-Mikrofone herstellt. Ich habe ein paar M 260 - gut geeignet z.B. für Gesang aber auch für Instrumente die sehr obertonreich sind. Für schmale Bankkonten eine gute Alternative zu Kondensatormikrofonen. Allerdings benötigen Bändchenmikrofone sehr gute rauscharme Mikrofonverstärker, weil ihre Kennempfindlichkeiten sehr gering sind , meist so 0,1 V/µbar (1 mV/Pa)
MfG
Rainer
Ich hab mein Fachpraktikum für E-Technik bei einer Kölner Firma gemacht, die ELA-Anlage (Beschallungsanlagen für Sprache, meist in Kirchen) baut. Da haben wir oft Bändchen (Beyer M260 und M160) verwendet. Wegen der geringen Trägheit der "Membran" ist das Mikro unempfindlicher für Hantierungsgeräusche als ein Tauchspulmikro, außerdem im Klang extrem sauber. Bei diesem Praktikum habe ich auch mal ein M260 mit "durchgeblasenem" Bändchen gesehen. Kommentar von unserem Beyer-Kontaktmann: Reparatur ist unwirtschaftlich.
Das mit dem Kondensatormikro-Ersatz bei schmalen Bankkonten stimmt so uneingeschränkt nicht, denn soooo preisgünstig sind die Bändchen nun auch nicht.
Michael
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Antwort#7
Vom Ursprung her sind Bändchen-Mikrofone Druckgradientenempfänger, die eine Achtercharakteristik haben. Da gibt es das bekannteste von der Firma Coles: STC 4038-A.
Nur weil das Bändchen-"Kultmikrofon Coles STC 4038-A" mit Achtercharakteristik hier keiner kennt.
Hallo Herr Sengpiel ! ( ist das richtig geschrieben ? )
Hochachtung für Ihre Seite(n)!!! Tja, mehr Zeit müsste ich haben...
Jedenfalls : das Coles ist zwar relativ, aber nicht gänzlich unbekannt.
Wir verwenden es "beim Fernsehen" für Kommentatoren bei Boxkämpfen, die ja auch heutzutage nicht ganz so unpopulär sind...
Liebe Grüße nach Berlin
DerDon
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