Bit- und Samplingraten beim Mastern

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Startbeitrag#1
Hi!
Wir hatten des öfteren die Bit/Samplingraten Diskussion.
Generell wird behauptet (wenn ich das so verallgemeinern darf), daß der Sprung von 16 auf 24 Bit viel bringt, und die Samplingraten-Erhöhung auf bis zu 192khz (macht SA-CD nicht sogar 384khz?) weniger.
Nun stellt sich für mich die Frage, welchen Sinn es macht, auf 48/24 aufzunehmen und den Master dann im Mastering Studio abgibt und dort auf 192/64 (oder etwas weniger bits) gearbeitet wird.
Würde es nicht nur ernsthaften Sinn machen, wenn man von Beginn an auf 192/64 aufnimmt (abgesehen von der unglaublichen Datenflut und Rechenbelastung)?
Klingt es besser, wenn man von 192/64 im Masteringstudio auf 44,1/16 herunterrechnet als gleich von dem 48/24 master auf 44,1/16 zu gehen?
Danke für die Antworten,
Hermann
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Antwort#2
Grundsätzlich macht es keinen Sinn Daten in einem grösseren Format als 24bit/48kHz zu speichern. Da darin alle physikalisch und psychologisch notwendindigen Informationen dargestellt werden können. 24bit ist mehr Dynamik als physikalisch möglich ist und 48kHz reichen aus um 24kHz darstellen zu können. Jede erhöhung ist Redundanz. (eigl. enthält ein Audiosignal auch so schon genug Redundanz aber man will ja auch weissen Rauschen darstellen können...)
In diesem Signal ist alles Enthalten. Und dieses Signal hat keine Treppen, noch fehlt der "Zwischenraum" zwischen zwei Samples, noch fehlt die exakte Phasenlage.
Sinn macht eine Erhöhung der Samplingrate nur
a) bei der Bearbeitung (z.B. EQ), aus mathematischen Gründen
b) bei der Wandlung (auch schon jahrzehntelang mit Oversampling gemacht)
Selbst wenn es Menschen geben sollte die Frequnzen über 24kHz hören können, selbst für die düfte der Bereich über 15kHz kaum noch von Belang sein.
Kein Mensch beschwert sich schliesslich, dass mit den Leuchtphosphoren eines (Bild-)Monitors oder Fernsehers nicht der gesamte sichtbare Farbraum dargestellt werden kann. Um mal wieder ein Bildanalogon zu zitieren.
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Antwort#3
Hermann schreibt: Wir hatten des öfteren die Bit/Samplingraten Diskussion.
Generell wird behauptet, daß der Sprung von 16 auf 24 Bit viel bringt, und die Samplingraten-Erhöhung auf bis zu 192kHz (macht SA-CD nicht sogar 384kHz?) weniger.
1. Nun stellt sich für mich die Frage, welchen Sinn es macht, auf 48/24 aufzunehmen und den Master dann im Mastering Studio abgibt und dort auf 192/64 (oder etwas weniger bits) gearbeitet wird.
2. Würde es nicht nur ernsthaften Sinn machen, wenn man von Beginn an auf 192/64 aufnimmt (abgesehen von der unglaublichen Datenflut und Rechenbelastung)?
3. Klingt es besser, wenn man von 192/64 im Masteringstudio auf 44,1/16 herunterrechnet als gleich von dem 48/24 master auf 44,1/16 zu gehen?
SA-CD hat mit hochfrequenter Rausch-Verzerrungs-Energie zu kämpfen. Man munkelt, dass am Ende beim SA-CD-Player eine Audio-Bandbreite von 50 kHz rauskommt. Das ist immer noch ausreichend genug.
1. Wenn man auf 48 kHz/24 bit aufnimmt, so ist das von den digitalen Mehrspurgeräten beherrschbar und bezahlbar. Auch die digitale Weiterverarbeitung (Mischung) ist möglich. Es wird sehr teuer - das alles mit 96 kHz/24 bit zu tun. Ich habe klassische 6-Kanal-Surround-Sound Aufnahmen 5.1 sofort fertig gemischt und gespeichert in 96 kHz/24 bit. Quelle war analoges Film-Studerpult. Da konnte nachträglich nichts mehr verändert werden.
Bei Unterhaltungsmusik wird ín USA überwiegend auf analoger Mehrspur aufgenommen, analog gemischt und häufig auch aus Klanggründen auf auf Analogband 30 ips gespeichert. Erst beim DVD-Mastern geht man in die digitalen 96 kHz/24 bit. Oder wenn das Original in 48 kHz/24 bit ist, wird in 96 kHz/24 bit umgesetzt. Dadurch wird der Klang jedenfalls nicht schlechter, wie der Hör-Vergleich 96 kHz zu 48 kHz in Detmold zeigte.
2. Schon durch den Hörvergleich 96 kHz zu 48 kHz wird klar, dass der Sinn von hoher Samlingrate bis zu 192 kHz jedenfalls nicht eindeutig klar ist. Und wenn man viel editieren muss, wird eine Menge Speicherplatz verbraucht.
3. Vom Runterrechnen von 192/64 auf 44,1 kHz/16 mit Dithern habe ich noch nie etwas gehört. Klangunterschiede beim D/D Umsetzen von 48 kHz in 44,1 kHz und wieder zurück sind mir bekannt. Das gab es wirklich: Aufnehmen mit Digitalpult in 48 kHz - schneiden mit DAE 3000 in 44,1 kHz - und Fernseh-DAT wieder in 48 kHz.
Jeder der digital aufnimmt hört den Unterschied von leise aufgenommener Musik (-60 dB-FS), die dann 60 dB verstärkt wird, wenn man mit 18 bit aufnimmt oder mit 20 bit aufnimmt und auch wiedergibt. Aber schon 21 bit sind von mir nicht mehr als "besser" herauszuhöhren, was sicher an den unvollkommenen Wandlern liegt. Und die 24 bit, die ja theoretisch 144 dB Rauschpannungsabstand ergeben müssten, bleiben in der Praxis 25 dB darunter.
Viele Grüße
ebs
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