Mikrofon - Frequenzgahngmessung

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Frequenzgangmessun von Mikrofonen, ich kämpfe da gerade mit dieversen Problemen (vor allem im Bereich oberhalb 5 kHz) und würde mich gern austauschen.
PS: Die Aufsätze dazu bei Neumann und Schoeps kenne ich bereits.
Martin

http://mk-musikproduktion.de/
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Antwort#2
Tschuldigung für die vielen Tippfehler, habe versehentlich gleich auf "Text abschicken" geklickt.
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Antwort#3
Grüsze!
Ich selber messe keine Mikros, hab' aber schon mal zugesehen ;-)
Wie mißt du sie?
"Normal" ist eine Messung mit B&K Referenzmikro im knappen Abstand zum Prüfling im schalltoten Raum. Und einen "geregelten" Speaker, der 94dB/1m von 20Hz (naja) bis 20kHz bringt.
Oder Impulse auf das Referenzmic und dann den Prüfling an GENAU die gleiche Stelle, in den Frequenzbereich umrechnen und durch die Referenzmessung dividieren ....
Prinzipiell sollte es aber mehrere Methoden geben. Man braucht aber immer eine Referenz, mit der man vergleichen kann.
mfg
JF
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Antwort#4
Hallo Ihr beiden,
Die Messung von Mikrofonen im schallgedämpten Raum ist an sich gar nicht mal so problematisch, wenn man ein Referenzmikrofon hat dessen Kalibrierkurve man kennt. Schwieriger wird es wenn man bei tiefen Frequenzen messen muß deren Wellenlänge größer ist als der Meßraum, weil man dann keine ebene Welle mehr bekommt. Vor allem beim Messen der Richtcharakteristik. Hier gibt es von Dr. Boré (Neumann) einen Artikel, den ich Euch mal auf Wunsch raussuchen kann. Die Firma Neumann z.B. mißt ihre Mikrofone bei tiefen Frequenzen im Kund'schen Rohr.
Grüße
Rainer
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Antwort#5
Hallo Ihr Drei,
es gibt normalerweise von verschiedenen ernstzunehmenden Firmen Kalibrierkartuschen, in die wird der Prüfling (=das Mikro, meist das der jeweiligen Fa.) eingespannt und dann mit einem definierten Referezsignal beaufschlagt. Dessen Auswertung bis zum fertigen Meßschrieb kenne ich im jeweiligen Fall auch nicht so genau.
Meine Methode ist sehr einfach: Wir haben als Meßbasis ein relativ teures ATB Meßboard mit einem Sennheiser Meßmikro(= Druckempfänger=KugelCharakteristik) incl individuellem Meßschrieb. Wenn ich nun ein anderes Meßmikro "eichen" will, stelle ich erst mal das Sennheiser Mikro vor einen Prüflautsprecher in möglichst prüfneutraler Umgebung (=wenig Störschall)auf und messe den Amplitudenfrequenzgang. Dann stelle ich das Vergleichsmikro an der gleichen Stelle auf und mache exakt die gleiche Messung noch einmal. Durch reine Differenzrechnung kann man dann die Empfindlichkeits- und Frequenzamplitudenunterschiede recht schnell rausfinden in der Größenordnung von ca +-1dB. Das reicht für die Praxis immer passabel aus. Bedenken sollte man, daß man so lediglich Druckempfänger, also Mikros mit Kugelcharakteristik miteinander vergleichen kann. dieses Vergleichsverfahren scheitert ohne weitere, sehr aufwändige Vergleiche vollständig bei jeder Art von gerichteten Mikrofonen.
Man sollte jetzt auch nicht meinen, daß man durch die von mir aufgezeigte Vergleichsmethodik mit einem 10 Euro Mikro messen kann. Dort wird am i.a. einen recht unruhigen Frequenzverlauf oberhalb von z.B 2 oder 4 kHz feststellen. Das ist gleichbedeutend mit wilden Phasensprüngen, die den gesamten Meßverlauf (Sollte normalerweise minimalphasigen Verlauf generieren) völlig verfälschen.
Soviel für jetzt, falls EBS oder Rainer mich korrigieren oder vervollständigen, bin ich gerne damit einverstanden.
Jörg Kirsch
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Antwort#6
Hallo JF,
"Normal" ist eine Messung mit B&K Referenzmikro im knappen Abstand zum Prüfling im schalltoten Raum. Und einen "geregelten" Speaker, der 94dB/1m von 20Hz (naja) bis 20kHz bringt.
Oder Impulse auf das Referenzmic und dann den Prüfling an GENAU die gleiche Stelle, in den Frequenzbereich umrechnen und durch die Referenzmessung dividieren ....
Prinzipiell sollte es aber mehrere Methoden geben. Man braucht aber immer eine Referenz, mit der man vergleichen kann.
Nach dieser Methode verfahre ich, mittlerweile bin ich darauf gekommen, daß das Abstrahlverhalten meines Speakers (ein Mittelklasse-Koaxial-Auto-LS in einer geräumigen Box) im Bereich ab 8 kHz alles andere als homogen ist, denn schon 2cm Abstand zwischen den Kapseln bringen starke Schwankungen mit sich. Ich habe die beiden Signale am Oszi betrachtet und musste dieses Phänomen feststellen. Abspeichern und hinterher verrechnen ist bei meinem Analysator (Stanford research SR 785) verm. nicht möglich (in dieser Sache bin ich noch mit dem Support in Verbindung).
Bei Neumann wird die Messung des Referenzmikros gespeichert, invertiert und dieser Frequenzgang als Korrekturkurve auf den Generator gegeben, dann der Prüfling an exakt die Stelle gebracht, wo vorher die Referenz war. Damit schalten sie den besagten Fehler aus.
So wie es aussieht, muß ich mich um eine bessere Schallquelle umsehen, die eine gleichmäßigere Abstrahlung im Hochtonbereich aufweist.
Kann ich auch nicht machen wegen besagtem Speicherproblem
Angeblich wird bei Sennheiser ebenso gemessen, wie ich das mache, allerdings konnte ich das noch nicht in Erfahrung bringen.
Schönen Dank für die Tipps
Martin
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Antwort#7
Hallo Jörg,
estmal danke für Deine Bemühungen.
Leider kann ich momentan keine gespeicherten Kurven miteinander verrechnen, aus diesem Grund bleibt mir auc die Möglichkeit versagt, die Mikros an die gleiche Stelle zu bringen, und genau das ist der Knackpunkt. Selbst zwei gleiche hochwertige Mikros (egal ob Kugel oder Niere) dicht nebeneinander bringen starke Pegelunterschiede oberhalb 8 kHz zu Tage, die einzig und alleine vom Abstrahlverhalten der Schallquelle herrühren (das weiß seit gesten nachmittag). Einen schalltoten Messraum mit einer fgu von 65 Hz habe ich, allerdings mit schallhartem Boden, was mir in der Vergangenheit schon Sorgen im unteren Mittenbereich bereitet hat. Seit ich allerdings vertikal (in Richtung Decke) messe, ist dieses Problem passe. Nun kämpfe ich nur noch mit den Höhen. Ich denke, daß mir eine bessere Schallquelle mit ordentlichem Abstrahlverhalten im Hochtonbereich weiterhilft.
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Antwort#8
Grüsze!
Nach dieser Methode verfahre ich,
(ein Mittelklasse-Koaxial-Auto-LS in einer geräumigen Box) im Bereich ab 8 kHz alles andere als homogen ist, denn schon 2cm Abstand zwischen den Kapseln bringen starke Schwankungen mit sich.
(Stanford research SR 785)
Bei Neumann wird die Messung des Referenzmikros gespeichert, invertiert und dieser Frequenzgang als Korrekturkurve auf den Generator gegeben, dann der Prüfling an exakt die Stelle gebracht, wo vorher die Referenz war. Damit schalten sie den besagten Fehler aus.
So wie es aussieht, muß ich mich um eine bessere Schallquelle umsehen, die eine gleichmäßigere Abstrahlung im Hochtonbereich aufweist.
Angeblich wird bei Sennheiser ebenso gemessen, wie ich das mache, allerdings konnte ich das noch nicht in Erfahrung bringen.
Du hast Zugang zu einem schalltoten Raum?
2cm Abstand in 1m Abstand??? Das sollte eigentlich absolut unproblematisch sein.
Wir benutzen einen PA-Breitbänder, sowas gibt's recht günstig z.B. von Beyma. Die ?60 sind sicher gut investiert wenn du Mic's messen willst.
Kenn' ich leider nicht.
AKG speichert die Korrekturkurve und zieht die dann von der 2. Kurve das Prüflings ab (wenn ich mich recht erinnere).
Siehe oben, PA-Breitbänder oder großes Coaxchassis.
Tja, da gibt's mehr Firman, bei denen (unter anderem) so gemessen wird :-)
mfg
JF
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Antwort#9
Hallo JF,
Du hast Zugang zu einem schalltoten Raum?
2cm Abstand in 1m Abstand??? Das sollte eigentlich absolut unproblematisch sein.
Wir benutzen einen PA-Breitbänder, sowas gibt's recht günstig z.B. von Beyma. Die ?60 sind sicher gut investiert wenn du Mic's messen willst.
(Stanford research SR 785)
Angeblich wird bei Sennheiser ebenso gemessen, wie ich das mache, allerdings konnte ich das noch nicht in Erfahrung bringen.
Kenn' ich leider nicht.
AKG speichert die Korrekturkurve und zieht die dann von der 2. Kurve das Prüflings ab (wenn ich mich recht erinnere).
Tja, da gibt's mehr Firman, bei denen (unter anderem) so gemessen wird :-)
mfg
JF
Ja.
Das dachte ich auch, aber je größer die Entfernung umso schlimmer das Messergebnis.
Kannst Du mir die genaue Typenbezeichnung mitteilen?

Ist ein 40.000 DM - Teil, aber für elektrische Messungen, nicht auf Akustik spezialisiert.

Leider geht das, so wie´s aussieht bei mir nicht.

Weißt Du, welche?
Ist es möglich, Dich telefonisch zu erreichen? Wenn ja, kannst Du mir die Nummer mal mailen.
Vielen Dank
Gruß
Martin
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