hi mein aktivbass, der sonst vollkommen gut ist, hat ein problem: er frißt strom wie sau und macht in ca. 2 stunden seinen 9 volt-akku leer! aber so oft will ich nicht das e-fach aufschrauben, also will ich eine aufladevorrichtung in den bass einbauen. kann man z.b. einfach ein ladegerät mit dem stromkabel verbinden, das im bass am akku liegt? kann man evtl. sogar ein netzteil direkt anschließen? worauf muß man bei solchen sachen achten? danke schonmal für alle hilfe! greetz
ich würde her gehen und eine Baterie mit mher Käpazität und Spannung ein bauen. auch ein paar Kondensatoren mahcen sich nicht schlecht. dann ein konstant spannungs ladegerät aus dem Auto oder Elektronikfachhandel anklemmen. am besten mit inteligenter ladetechnik ala elektor oder so.
Hi, als erstes ist zu klären, ob Du einen BleiAkku drinhast, oder NiCd Akkus. Ersteren kann man mit konstanter Spannung puffern, bei den anderen ist es nicht so einfach. Grüße Tomy
Hallo! Ich nehme an du meinst so einen kleinen 9V-Block (aus 7 Einzelzellen), wie er auch in diversen elektronischen Metronomen, Stimmgeräten,... verwendet wird. Die gibt's als Akkus (NiMH) schon mit bis zu 160mAh, wenn du also einen alten 100mAh NiCd-Akku hast kannst du damit schon um 50% längere Betriebszeiten erreichen. Aufladen sollte man diese Akkus aber nur langsam (Standardladung: 14h mit einem Ladestrom von 1/10 der Kapazität, also 10mA bei 100mAh). Du kannst den Bass sicher auch mit einem stabilisierten (!) Netzgerät betreiben, allerdings würde ich den Akku dabei nicht angeschlossen lassen, oder die Spannung auf ca. 1,4 - 1,45V pro Zelle (9,8 - 10,15V) einstellen, damit er langsam aufgeladen wird. Beim Betrieb mit Netzgerät kann es passieren, dass du über die Stromversorgung Störfrequenzen (meist 100Hz durch den Brückengleichrichter) einfängst. Sie sollte also eine möglichst geringe Restwelligkeit haben. Wenn es bei der Verwendung eines "normalen" Spannungsreglers (z.B. L7809CV oder LM317T) und ausreichend großen Elkos zur Glättung trotzdem zu Störgeräuschen kommt, kannst du's ja mit einem nachgeschalteten DC/DC-Converter versuchen - oder selbst eine Filterschaltung bauen. Zum Thema Filterung der Versorgungsspannung hätte ich gleich noch eine Frage. Kann mir jemand etwas über elektronisch simulierte Spulen (ich glaube die heißen Phyrator oder so ähnlich) sagen? Wo finde ich eine einfache Schaltung zur effektiven Filterung einer Gleichspannungsversorgung für Kondensatormikrofone (Phantomspeisung für 8 Kanäle, 48V, ca. 120mA)? m.f.G., Georg
Hi, hmm, das ist schwierig. Denn einen NiCd Akku zu puffern ist eigentlich unmöglich, ohne ihn auf die Dauer zu zerstören. Er braucht nämlich diese Lade/Entlade Zyklen um fit zu bleiben (ist wie bei uns, wenn wir uns nie bewegen, dann verlieren wir auch irgendwann die Leistungsfähigkeit). Also, entweder eine Buchse einbauen, damit man ihn von extern aus laden kann, oder irgendwas Phantomspeisungsmässiges basteln, vielleicht mit einem großen Elko als Puffer, aber da braucht man dann halt immer die speziall Teile mit dabei. Tomy
Hallo, wenn du sagst dein Akku haelt gerade mal 2 Std, dann solltest du zuerst mal die Frage klaeren ob dein Akku ungewoehnlich schlapp (kaputt), oder dein Bass ungewoehnlich durstig (kaputt)ist. Auch aeltere 9V Akkus haben min. 110mAh, bei 2 Std. heisst das dein Bass saugt ca. 50mA, selbst schlechte Elektroniken sollten nicht mehr als 10mA ziehen, oder hast du da irgendwas besonderes drin (Laserschwert ??). Also, Multimeter nehmen und Strom messen. Hasst du nicht, von Strom keinen Schimmer ? O.K., kauf eine frische Alkali Batterie, und probier damit, ist die auch in wenigen Stunden leer, dann ist die Elektronik Sch..., oder defekt. Vergiss dann alles mit Akku oder Batterie. Haelt die Batterie deutlich laenger (>> 10 Stunden) dann ist dein Akku kaputt. So, nun zu der Netzteil Variante. 1. den Akku dauern puffern geht nicht, hat Tomy schon gesagt ! Ladebuchse in Bass einbauen und nach der Probe laden geht, finde ich aber nicht so toll. Dann wuerde ich eher direkt ueber Netzteil spielen. Das habe ich frueher auch immer gemacht, weil ich mir als Schueler keine Batterien leisten wollte. Dazu habe ich mir in den Bass eine XLR Buchse eingebaut und die Versorgungsspannung ueber die zusaetzliche Ader zugefuehrt. Vor dem Amp dann ein Kaestchen mit XLR zum Bass, Klinke zum Amp und Netzteil drin. Als Netzteil reicht ein einfaches stabilisiertes. Ich wuerde dann an die Elektronik, direkt an die Batterieklemmen noch einen 47µF 35V Elektrolytkondensator zum glaetten anloeten, kann nicht schaden. DC/DC Wandler zum Glaetten ist ueberhaupt keine gute Idee, damit faengst du dir nur Aerger ein. Die Teile sind ideale Stoersender im kHz Bereich. Wenn du Fragen hast, mail mich direkt an, ich komme leider viel zu selten dazu das Forum zu lesen. gruss claus
hi, was du meinst wird ein Gyrator sein, ist aber absolut nicht zum glaetten geeignet. Dabei geht es darum Induktivitaeten in Audiofilterschaltungen (Klangregelungen ) zu ersetzen. Energie speichern, und darum geht es beim glaetten koennen Gyratoren erstmal nicht. (also zumindest nicht mit sinvollem Aufwand) Ich verstehe aber auch gar nicht warum du denn eine induktive Glaettung aufbauen willst, Spulen nimmt man , wenn man Strom glaetten will, Kapazitaeten (Kondensatoren) wen man eine Spannung glaetten will. Kondensatormikrofone arbeiten mit einer relativ hohen Spannung, und benoetigen ziemlich wenig Strom, da hilft dir die dickste Spule nix. Ich wuerde da eher mit Elkos drangehen. gruss claus
Danke für die Aufklärung über den Gyrator. ;) Elkos reichen für die Glättung der Phantomspeisung leider nicht - egal welche Kapazität und Marke/Type, ich hab' schon verschiedenste Elkos ausprobiert und immer inakzeptable Störung (100Hz) im Ausgangssignal (trotz guter Abschirmung). Bin für alle Tips dankbar, die mir helfen dieses Problem zu lösen! Derzeit verwende ich Akkus (38 NiMH-Zellen in Serie *gg* - funktioniert aber recht gut und störungsfrei). m.f.G. Georg
Hi Georg, wie läuft den die Phantomspeisung? Kann es sein, dass Du eine Brummschleife baust? Bei einem Bass würde ich einfach eine Stereoklinkenbuchse nehmen, und die Spannung über die extra Ader führen. Tomy
hi tomy okay, ich glaube, wir haben es bald. also dann lieber mit buchse zum aufladen; wie müßte die im bass denn verkabelt sein? und was kann ich da anschließen, ein netzteil? mit wieviel volt etc. kann ich da arbeiten? und muß ich auch auf den strom achten? grüße
also das kommt mir auch merkwuerdig vor, du hast trotz grosser Elkos ein 100Hz Brummproblem, und mit Akkus geht es. Brummschleifen erzeugen eher 50Hz Brummen, die 100Hz kommen vom Gleichrichter in deinem Netzteil, ich vermute mal das deine Spannungskonstanthaltung nicht funktioniert. Wie ist die denn aufgebaut ? gruss claus
Hallo Ferb, Falls die Aktivelektronik Deines Baßes, wie üblich, über den Klinkenstecker eingeschaltet wird, ist ein Laden über die Klinkenbuchse möglich. Ich habe diese Mimik vor ca. 10 Jahren öfter mal für Aktivgitarren gebaut. Du besorgst Dir ein Steckernetzteil mit ca. 12 Volt, egal ob stabilisiert oder nicht und lötest an des Kabel einen Stereoklinkenstecker. Dabei liegt der Pluspol des Netzteils an der Steckermasse, der Minuspol am Ring. Die Spitze bleibt unbedingt unberührt! Natürlich muß ein Widerstand zur Strombegrenzung mit rein. Diesen kannst Du ganz einfach berechnen, indem Du die Spannungsdifferenz (Volt) zwischen Netzteil und Akku durch den gewünschten Strom (Ampere) teilst. Heraus kommt der Widerstandswert in Ohm. Die Leistung, welche der Widerstand aushalten muß, berechnet sich aus dem Strom im Quadrat multipliziert mit dem Widerstandswert. Den Strom würde ich nicht höher als 40mA machen, das mögen die meisten Akkus nicht. Damit das ganze funktioniert, muß im Instrument eine Diode (irgendeine Silizium-Universal-Diode, z.B. 1N4148 oder 1N4001) zwischen den Pluspol der Batterie und die Masse gelötet werden, dabei die Anode an Masse. Dadurch wird gewährleistet, daß der Pluspol des Netzteils auch den der Batterie erreicht. Elkos etc. sind überflüssig. Wenn Du ein stabilisiertes Netzteil nimmst und ein Adapterkästchen baust, kannst Du sogar während des Spielens laden. Damit Du bei Netzteilausfall weiterspielen kannst, muß noch eine weitere Diode im Kästchen zwischen Ring und Masse, Anode an Masse. Solltest Du noch Fragen haben, mail mich bitte an. Gutes Gelingen Martin
Hallo g.g. Für eine 48V Phantomspeisung genügen zwei Stabis LM oder uA 7824 in Reihe oder ein LM 317 mit den entsprechenden Widerständen. Die konkreten Schaltungen kann ich Dir bei Bedarf liefern. Die IC´s können bei entsprechender Kühlung bis 1,5 A. Diese Stabilisierung ist bei P48 völlig ausreichend, kritischer sind Tonaderspeisungen. Gruß Martin PS Eine Brummschleife kann Dir auch 100 Hz liefern, je nachdem, was sie einfängt.
Hallo, dein 100 Hz Brummen kommt dann tatsächlich vom Gleichrichter. du kannst ein sogenanntes notch-filter einsetzen, welches genau auf 100 Hz gestimmt ist. Dies lässt sich auch mit einem Gyrator realisieren. der schaltungsaufwand ist mit grad mal einem op, 4 R, und 2 C recht gering, aber sehr wirkungsvoll.
Danke für die zahlreichen Infos! Als Netzgerät für die Phantomspeisung wollte folgendes verwenden: 2 kleine 24V-Trafos, 2 Brückengleichrichter, danach an jeden Gleichrichter einen 470µF-Elko und einen L7824CV, die beiden 24V-Spannungen in Serie geschaltet und die 48V noch einmal mit einem Elko geglättet - zuerst 1000µF, dann hab ich's auch mit anderen Elkos und bis zu 10.000µF probiert, hatte aber immer das gleiche Problem: ein 100Hz-Brummen im Ausgangssignal der Mikros (50Hz waren es sicher nicht, also vermute ich dass es 100Hz waren, genau habe ich das aber nicht überprüft). Erdung hab ich für das Netzteil keine verwendet, und das Umdrehen des Netzsteckers hat auch nichts genützt. Auch die Verwendung eines Schaltnetzteils aus einem Videorecorder und eines PC-Netzteils (beide 12V, zum Testen war die Spannung aber gerade noch ausreichen) hat keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht - da hatte ich dann zwar kein 100Hz-Brummen mehr, aber dafür Störungen mit höheren Frequenzen (Pfeiftöne). Naja, ist ja auch egal, mit den Akkus funktioniert die Phantomspeisung eh sehr gut. Demnächst versuche ich es auch mal mit einer Gyrator-Schaltung. Seitdem ich hier erfahren habe dass man Gyrator mit G am Anfang schreibt war meine Suche im Internet nach solchen Schaltungen wesentlich erfolgreicher als mit Pyrator, Phyrator, Pürator,... ;-) Gruss, Georg