Hallo Georg, Ein Generalfehler ist es, hinter die Stabis nochmal einen großen Elko zu setzen. Das braucht man nicht, denn der Stabi erfüllt ja schon die Funktion einer Siebschaltung. Ein solch großer Elko hinter dem Stabi läßt den Stabi in den Sperrzustand fallen, weil im Moment des Einschaltens der Ladestrom so groß ist, daß der Stabi ihn als Kurzschlußstrom erkennt und sperrt. Mehr als 47 µF hinter den Stabi braucht man auf keinen Fall. Sieh doch mal in der Suchmaschine des Forums nach, da steht eine ganze Menge über das Thema "Phantomspeisung" und ich hatte noch nicht vor all zu langer Zeit auch wieder einen Beitrag geschrieben über die Schaltung mit 2 Stabis: einen 7824 und einen 7924 und auch eine "Notbremse" für den Fall daß ein Stabi durchgeht. Du mußt auf jeden Fall dafür sorgen, daß die Einspeisung der Phantomspannung auf die Mikrofonleitung symmetrisch erfolgt mit den genormten 6,8 kOhm-Widerständen. Diese müssen eine Paarungstoleranz von kleiner 0,4% haben (mit Digi-Ohmmeter ausmessen), sonst wird die Symmetrie gestört und dann ist Brumm die Folge.
@MatzeRockt: Würde mich freuen wenn du die Schaltung hier posten oder mir per email senden könntest! Meine "echte" email-Adresse will ich in diesem öffentl. Forum nicht angeben, deshalb verwende bitte - das "?" ist natürlich durch ein "m" zu ersetzen (manche böse worte darf man hier anscheinend nicht schreiben *g*). @Tomy: Die Widerstände sind 0,6W-Metallschichtwiderstände (6,8k natürlich), Toleranz: 0,1%, je 2 Widerstände mit besonders ähnlichen Werten (so gut ich das mit meinen Geräten eben messen konnte) pro Kanal, d.h. die Widerstandsdifferenz ist für jeden Kanal sicher
Aha, die email-Adresse ist jetzt entfernt worden, nachdem ich den Text abgeschickt hatte. Ich versuch's noch einmal: phantomspeisung(at)g?x.at (at) = @ ? = m
Hallo Rainer, Danke für die Tips, ich versuchs mal mit einem kleinen Elko. An den Widerständen kann's aber sicher nicht liegen, die haben nämlich eine sehr geringe Toleranz (0,1%). Grüße, Georg
Hallo Georg, natürlich hast du prizipiell recht, aber gerade bei solchen 'speziellen' Lösungen wie zwei Spannungsreglern für eine Spannung können diese leicht schwingen, und dann regeln sie nicht mehr richtig, aber sie werden dann meistens auch heiss. Eventuell hilft auch ein Widerstand vom Ausgang gegen Masse, damit ein gewisser Strom fließt. Probier mal so was wie 47K. Viel Spass beim Löten.
Hallo Georg, mit 2 7824 funktioniert´s, ebenso mit 7824 und 7924. Habe ich schon des öfteren so gebaut. Gegen Schwingen ist ein Keramikkondensator mit 47-100 nF zwischen Eingang und Masse sowie Ausgang und Masse eines jeden Stabis Pflicht, sonst kann es zu ganz ekligem Rauschen kommen. Die Kondensatoren sollten räumlich sehr nahe beim Stabi platziert werden. Ich denke, daß Dein Brummen von ganz wo anders her kommt. Versuch doch mal, die komplette Stabilisierungsschaltung ein Stück vom Pult zu entfernen. Von der Schaltung kann der Brumm jedenfalls normalerweise nicht kommen. Es sei denn, daß Deine Trafos nicht genügend Spannung liefern und die Spannung am Stabi-Eingang unter 27 Volt abfällt (hatte ich auch schon, da war die Netzspannung unter 200 Volt!). Das kannst Du aber mit `nem Oszi ganz einfach überprüfen, indem Du die Spannungen am Stabi-Ein- und Ausgang mal anschaust. Die muß am Eingang immer! über 27 Volt betragen und am Ausgang absolut gerade sein. Kann es sein, daß Deine Trafos irgenwo einstreuen? Wäre dann aber ein 50 Hz-Brumm. Gruß Martin
Hallo Martin, bis jetzt hat bei mir noch kein Netzgerät mit Spannungsreglern (L7824 oder LM317T) als Phantomspeisung zufriedenstellend funktioniert, obwohl die Trafos sicher genug Spannung und Strom liefern und die Stabilisierungsschaltung mit möglichst geringen Leitungslängen und -widerständen aufgebaut ist. Auch eine gute Abschirmung der Trafos und der anderen Bauteile (getrennt voneinander!) bringt keine wesentliche Verbesserung: immer dieses Brummen mit höchstwahrscheinlich 100Hz (ich hör' mir das morgen noch einmal genau an, aber 50Hz waren es sicher nicht). Wenn ich nur 1 Mikro angeschlossen habe und die Trafos von Netz (230V) trenne, ist das Brummen weg und in den paar Sekunden, in denen das Mikro noch mit Strom aus den Elkos versorgt wird sind keine Störgeräusche zu hören - sobald ich die Trafos anstecke brummt es wieder. Dieser lästige Brummton ist zwar nicht extrem laut, aber je nach Aussteuerung der Mikros ca. 50-60dB unterhalb des Maximalpegels - und das ist wohl eindeutig zuviel. Am Wochenende hab' ich wieder Zeit ein bisschen herumzubasteln - wenn es mir gelingt das Brummen zu eliminieren (z.B. mit einer Gyratorschaltung) poste ich es hier in einem neuen Thread (falls es jemanden interessiert). Grüße, Georg
Hallo Georg, also das kann ich einfach nicht verstehen, daß das bei Dir nicht funktionieren soll. Alle Phantomspeisungen die ich je gebaut habe (ausgenommen die allererste vor über 20 Jahren) habe ich mit integrierten Spannungsregelern aufgebaut und habe niemals Brummprobleme gehabt. Mal ein Vorschlag noch: Oszillografiere doch mal die Spannung am Elko hinter dem Gleichrichter. Die minimale Spannung muß mindestens noch 3 Volt höher sein als die Spannung am Ausgang des Stabis, sonst regelt er nicht und der Brumm geht durch den Stabi. Es ist kein Problem den Brummabstand im ungünstigsten Fall auf 100 dB zu bringen. Ich verstehe nicht was Du mit Gyratoren erreichen willst. Ich habe noch niemals in einem stabilisierten Netzteil eine solche Schaltung eingesetzt. Ich habe eher das Gefühl, daß Du einen kapazitiv eingekoppelten Brumm hast, der aufgrund der Wicklungskapazität des Trafos eingestreut wird. Ein Versuch könnte ich Dir noch anbieten: Wenn Deine Trafos je etwa zwischen 27 V.... und 30 V Wechselspannung abgeben, könnte ich Dir mal einen meiner Trafos schicken die Primärseitig 54 V ~ und Sekundärseitig 2 x 24 V ~ abgeben. Dann die Schaltung mit je einem 7824 und 7924 - Stabi aufbauen . Du schaltest also zwischen Deinem Trafo und der Stabischaltung nochmals einen Trafo zur Trennung. Das Schaltbild für die ganze Anordnung würde ich Dir mitschicken. So wie ich es da aufzeichnen werde, baue ich seit Jahren alle Phantomspeisungen auf. Die 54 Volt nehme ich dabei immer aus den 2 x 27 Volt für die interne Speisespannung für die Geräte, die bei allen meinen Eigenbauten +/- 24 Volt beträgt und die dann auf allen Baugruppen nochmals auf die erforderliche Spannung runterstabilisiert wird. Dieses Prinzip funktioniert bei mir absolut brummfrei. Maile mir mal, wenn Du an diesem Angebot interessiert bist. Der genannte Trafo ist ein Ringkerntrafo mit 43 mm Durchmesser und 25 mm Höhe.
Hallo Georg, nach Deiner Beschreibung denke ich, daß Dein Trafo irgendwie in den Vorverstärker einstreut. Entferne doch mal das ganze Netzteil der Phantomspeisung einen Meter vom Rest und versuch´s nochmal. Wenn es noch immer brummt, kann es auch eine Brummschleife innerhalb des Netzteils sein. Du solltest die Speisespannung (auch den Minuspol!) nach dem Stabi abgreifen, nicht auf dem Weg vom Gleichrichter zum Stabi. Übrigens, ob es 50 oder 100 Hz sind, lässt sich am sichersten mit dem Oszi überprüfen, akustisch kann man sich da ganz schön täuschen. Ich weiß ja nicht wieviel Erfahrung du damit schon hast. Gruß Martin
Auf die 100nF-Kondensatoren an den Spannungsreglern hab ich beim Ausprobieren >bis jetzt verzichtet, soweit ich weiß sind sie ja dazu da die Regler vor >bestimmten hohen Frequenzen zu schützen, das 100Hz-Brummen könnten sie wohl >nicht verhindern, oder irre ich mich da?
Ja, denn die C´s sind da, um den Stabi am Schwingen zu hindern. Weiter oben wies ich darauf bereits hin. Durch ein wildes Schwingen kann es (selten) auch zum Brummen kommen. Martin