Könnt ihr mir zufällig folgende Frage zu einem gewissen Stereoeffekt beantworten: >Ich sitze vor/bis zwischen den Lautsprechern mit dem Gesicht nach vorn. Aber der Sound kommt von HINTEN/(also aus der anderen Richtung,entgegensetzt der Lautsprecher!!/so hört es sich zumindest an) Hab ich schon auf verschiedenen neuen CDs gehört und tritt insbesondere bei Kopfhörerabhöre auf. Jetzt die Frage:Wie kriegt man diesen Effekt hin? Mit dem konventionellem Expander scheints nicht zu klappen. Oder so:Was muss man phasentechnisch im Detail tuhen um das hinzukriegen? Auch auf bestimmte Freqs angewendet.... sehr neugierig sein....)
mhm, rein theoretisch ist sowas mit nem Kunstkopf möglich... ich habe erst letztlich wieder gehört, das der auch für aktuelle Produktionen eingesetzt wird (der Bandname ist mir leider gerade entfallen) wahrscheinlich lassen sich heute auch schon die dazu notwenidigen Laufzeit- Intensitäts- und Klangfarbenunterschiede simulieren, aber ob man das per Hand "nachbauen" kann, weiß ich nicht.
Hallo Ihr beiden, Ich hatte gerade vor einer Stunde noch eine Aufnahme nachbearbeitet und mit KH abgehört. Die Aufnahmen (Orgelaufnahmen) hatte ich im M/S-Format vorliegen das nun ins L/R-Format gebracht werden mußte. Wenn man den M- und den S-Anteil unterschiedliche entzerrt, kann es zu solchen Effekten kommen, daß man zumindest Schallquellen leicht von hinten kommen hört. Ich kann mir aber vorstellen, daß wenn man die Ohrsignale die ein Kunstkopf abgibt, in etwa nachbildet (also kreuzweises Übersprechen mit leichter Verzögerung und das übersprechende Signal entzerren) ein solcher Effekt herbei geführt werden kann. Man muß natürlich etwas experimentieren. Zum anederen erinnere ich mich an eine vor etlichen Jahren gemachte Chor-Aufnahme bei der ich diesen Effekt relativ stark hatte: Zwei ORTF-Anordnungen die gegeneinander montiert auf einem Ständer standen. Die eine nach vorne auf den Hauptchor gerichtet, die andere nach hinten auf den Chor auf einer Empore der Kirche. Es stellte sich ein "Hinten-Effekt" ein, obwohl dieser noch nicht einmal beabsichtigt war. Allerdings waren das damals einfache dynamische Mikrofone mit relativ schlechter Nierencharakteristik - mehr schon sowas wie Breite Niere. Deshalb mein Vorschlag: Versuche mal eine solche Anordnung mit Breiten Nieren. Z.B: die Schops-Kapsel MK21, oder Neumann KM 143. Vielleicht kann Eberhard Sengpiel noch was dazu sagen wenn er wieder im Forum aktiv ist. MfG Rainer
Hallo, ich habe einen Instructor gehabt, der sich sehr ausschweifend mit Psychoacoustic beschaeftigt hat. Ich habe mal Aufnahmen von ihm gehoert, bei denen er den klang im Raum drei dimensional verteilt hat, man hat also Rotationen von vorn hinten sowie oben unt unten feststellen koennen. Soweit ich weiss, hat er diese Effekte Teilweise mit Plug-ins erstellt, teilweise mit EQ's. Es gab da mal einen Mann der hat ganz makaber einen echten Menschen Kopf eines verstorbenen genommen und ihm Mikros ind die Ohren gesetzt und es analysiert. Es geht also sehr stark in Richtung Kunstkopf. Jedoch hat dieser Typ die Signale aus verschiedenen Richtungen untersucht, wie es sich Phasengerecht und EQ's maessig verhaelt. Kann hier jemand dzu naeheres sagen? Kennt jemand diesen Makabren typen? Mein Instructor hat nun schon eine ganze Weile damit rumexperimentiert, und es auch mittels einfachster Aufnahmen realisieren koennen. Es komt also nicht nur auf irgendwelche fancy mics and oder so. Ich kann mich zB daran erinnern, dass er mit einem leichten Dipp um 500 Hz rum schon einen leichten Effekt von hinten kommend erreicht hat usw. Was mich sehr verwundert hat ist, dass Du sagtest der Effekt ist staerker zu hoeren wenn Du mit Kopfhoerern hoerst. Ich glaube die MS-technik ist doch nur zu hoeren (oder zumindest staerker) wenn man es auf richtigen Lautsprechern hoert (Weiss hier jemand daruerber naeheres? Rainer?). Alle Effekte meines Instructors waren aber besser mit KH zu hoeren. Ich werde meinen Instructor nun nochmal Loechern, da Du mich nun richtig neugierig gemacht hast. Gruss,
Was für ein Tonkopf?? Ne Ne ich will keine Speziallautsprecher dafür bauen oder sowas..... Das soll alles auf CD drauf _>Ich arbeite mit Wavlab303/4.(also hauptsächlich mit Software) Meine Frage:Was muss ich mit der Datei anstellen (die Datei enthält zunächst 2 identische Kanäle)um den genannten Effekt nachzubauen/bzw welche Zusatz-mixdateien muss ich dafür erstellen? Mit dem normalen Expander funztes wie gesagt nicht... irgendeine spezielle Phasentechnische Kombination???? Der Ton soll von hinten kommen wenn man vor bis zwischen den (Kopfhörerlautsprechern)sitzt(also etwa 120-135°Richtungsverschoben) Hab auch schon versucht dran rumzurechnen aber ich komm nicht drauf.
Hallo Marco, Bitte erwarte jetzt keine Patentlösung! Wenn man solches nicht ständig machen muß, muß man eben probieren bis es klappt. Mit Sicherheit hat der Toning. der solche Aufnahmen gemacht hat, auch erst einige Experimente anstellen müssen. Auf Anhieb hat das bestimmt nicht geklappt. Um überhaupt die Voraussetzungen zu schaffen, damit ein solcher Effekt entsteht, ist es wichtig, die psychoakustischen Sachverhalte genau zu studieren. In dem Buch "Räumliches Hören" von Prof. Blauert wird über diese Zusammenhänge geschrieben. Mußt Dich mal damit befassen. Wenn Du experimentierst, versuche als erstes mal ein Kreuz-Übersprechen zu erzeugen wobei das übersprechende Signal mit verschiedenen Entzerrungen zu versehen ist, ebenso mit einem gewissen zeitlichen Versatz. Versuche auch mal die Daten die Hajo genannt hat einzubeziehen. Vergiß auch bitte nicht, daß dieser Effekt auch von der akustischen Umgebung in Deinem Raum abhängt! sonst wäre das nicht bei LS und KH so verschieden. Und auch der Winkel in dem Du Deine LS hörst spielt dabei eine Rolle. Kurz gesagt: Du wirst hier nicht umhinkommen, sowohl die psychoakustischen Fakten zu studieren UND zu experimentieren. Mit dem Stereoexpander (der die Basisbreite vergrößert) allein wirst Du mit Sicherheit nicht das gewünschte Ergebnis erreichen. Grüße Rainer