Ferrit-Mantel am Kabel (fuer die Elktroniker unter uns)

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich habe mal eine Frage, die mehr die Elektrinker hier angeht. Ich habe mich nur mal gewundert was denn die Ferrit Ummantelungen am AC-Kabelende bringen? Shure hat de Teile naemlich fuer die DFR11 nachgesendet. Ich kenne die nur von Computern und die DFR11 werden ja auch ueber Computer programmiert (was wir auch tuen). Halt nun einfach nur die Frage, was diese Teile machen und ob die sich auch auf das Audio-Signal auswirken koennen.
Gruss,

HaJo
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Antwort#2
Hallo,
normalerweise dämpfen Ferrite an Kabeln hochfrequente Störungen, z.B. eben die, die übers Stromnetz in Geräte gelangen. Sie sollten sich auf Audiosignale nicht negativ auswirken.
Gruss
Matze
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Antwort#3
Hallo HaJo,
ich nehme an, Du meinst Netzkabel. Wie Matze schon schreibt: HF-Dämpfung. Dieser Ferrit-Belag erhöht die Leiterinduktivität und zusammen mit der Kabelkapazität bildet sie einen Tiefpaß.
Diese Kabel sollte man verwenden wenn die Umgebung sehr stark HF-verseucht ist. Allerdings tendiere ich in erster Linie dazu, wirkungsvolle Netzfilter in die Geräte zu bauen, die die HF von außen dämpfen. Aber auch HF die im Gerät selbst erzeugt wird (z.B. die ganzen vagabundierenden HF-Spektralkomponenten digitaler Schaltungen und -prozessoren) wird dadurch wirkungsvoll nach außen unterdrückt.
Wenn das interne Netzfilter wirkungsvoll genug ist, kann man auch ohne diese Ferritkabel auskommen. Wenn man allerdings eine zentrale Kiste mit aufwendigen Filtern baut aus der dann alle Geräte gespeist werden, empfiehlt es sich in jedem Fall - genau genommen ist dies die einzig richtige Konsequenz - geschirmte und ferritummantelte Netzkabel zu verwenden sonst macht man nämlich die Wirkung des zentralen Filtersystems wieder zunichte weil auf dem Weg vom Filter zum Gerät wieder Störungen in das Netzkabel eingestreut werden.
Es gibt übrigens auch derartige Kabel für Audiosiganlanwendungen. Ich halte das allerdings nicht für notwendig.

MfG
Rainer
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Antwort#4
Hallo,
die Hauptaufgabe dieser Ferritkerne, die als Drosselspule wirken, ist, die im Gerät auftretenden hochfrequenten Spannungen vom eh schon viel zu HF-verseuchten Netz fernzuhalten. Da sich mittlerweile in fast jedem elektronischen Gerät ein Mikroprozessor mit dazugehörendem Taktgenerator befindet, ist diese Taktfrequenz zu einem echten Problem geworden. Glücklicherweise sind die störenden Frequenzen sehr hoch, weswegen sie auch von einer Spule mit nur einer halben Windung schon sehr stark gebremst werden.
Ich hoffe, das war nicht zu akademisch.
Martin
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Antwort#5
Hallo Rainer,
während ich noch am Schreiben war, hast Du Deinen Beitrag wohl gerade abgeschickt. Ob das Zufall war???
Martin
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Antwort#6
Danke erstmal fuer die Antwort. Wo sollte man die Ferrit-Mantle denn anbringen? Ich meine immer am Geraeteende des Kabels? Macht das einen Unterschied?
Gruss,

HaJo
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Antwort#7
Hallo HaJo,
Der Ferritmantel ist bei den besagten Kabeln direkt auf den Kupferleitern angebracht. Er braucht ja keine elektrische Verbindung zu den Leitern zu haben sondern er erhöht aufgrund der höheren magnetischen Leitfähigkeit gegenüber Luft die Induktivität des Leiters.
Der statische Schirm solcher Kabel wird mit dem Schutzkontakt des Steckers verbunden und auf der Geräteseite ebenfalls.

Grüße
Rainer
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