Stereoabmischung:

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Sind ihr echte Tontechniker???
Wenn ja:
Dann bräucht ich mal für verschiedene Zwecke ein paar Infos über Stereo/eQ-Abmischung:
Mix soll möglichst profimäßig klingen:
Welche Instrumente macht ihr breit welche schmal?
Welche EQ-Freqs nehmt ihr grundlegend raus fischt ihr rein?
Hab mal irgendwo gehört dass zb bei den Freqs 200-300hz fast immer zu viel drin ist:
Stimmt das?
Wieso kommt das?
Hier die Instruments im/in den Mix(en):
electro-Bass:Breit?schmal?EQ?multibandkompr.?Breite Freq-abhängig?wie laut?
synthesizer:"""???
Drums&Percussion"""???
Bassdrums"""???
gm synthpad:"New age/Synth strings""""???
Saxophones&Brass"""???
Muted/Slap Bass&guit"""???
E guit"""???
"IMPACT""""???
Vibraphones"""???
Gesang&Rap"""???
electronic-bass
Percussion
Bassdrums
GM-Synth pad:New age
Funk gtr
Saxophones&Brass
crazy-synthpad
Impact(special effects)
Rapper(gesangsspur)
Am Ende sollen alle Instrumente deutlich zu hören sein und möglichst in allen Freq-bereichen.
Natürlich kommt nicht alles gleichzeitig.
Wie gehe ich vor dass es möglichst profimäßig klingt,und nicht wie ein alter druckloser Stereobrei wo man die Hälfte der Klänge nicht richtig hört??
Das mag zwar blöd klingen und vielleicht gibt es kein festes Konzept,aber bestimmt sehr viele hilfreiche Tipps die mich weiterbringen oder?
Hier nochmal instr von EINEN Mix:
Wie würdet ihr denn dies abmischen??
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Antwort#2
Könnte ja zb sein dass es allgemein bestimmte Freqbereiche beim Bass oder einer Gitarre gibt wo es von Vorteil ist diese raus bzw reinzunehmen...
Natürlich kommts dann auch individuell auf die Aufnahme an!!
Und wie siehts mit Stereobreiten aus??
Kein Grund gleich so rumzupönen,ich habe schliesslich nur gefragt...
Weil halt bei mir oft nur Stereosalat am Ende rauskommt.
Was seid ihr denn für Tontechniker??
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Antwort#3
Hi "Chinch",
Es gibt zwar bei jedem Musikinstrument sog. "Formantbereiche" in denen das Frequenzspekrum besonders ausgeprägt ist. Diese aber raus zu nehmen halte ich für verkehrt, weil sie wesentlich das Charakteristikum eines Instruments darstellen.
Ansonsten heißt es nur: probieren und hören. Man kann keine Kochrezepte geben wie man Aufnahmen macht, das wurde hier schon so oft gesagt. Beim mischen von Aufnahmen ist die eigene Kreativität gefragt. Wollten wir nur nach Rezepten verfahren, wäre das der Tod jeglicher Musikproduktion. Ebenso was die Sterobasisbreite angeht: Hier entscheidet der Höreindruck, in Verbindung mit Stereosichtgerät und Korrelationsgradmesser (über letzteres Meßgerät habe ich früher schon ausführlich geschrieben, bitte in der Suchmaschine des Forums nachschlagen). Nur ein Anahaltspunkt wenn Du keines der o.g. Meßgeräte hast: Wenn ein gewisser "Druck" auf die Ohren entsteht, ist die Basisbreite zu groß, dann nämlich enthalten die Kanäle gegenphasige Komponenten des jeweilig anderen Kanals.
Ansonsten: lasse Dich nicht beeindrucken von diesem Schmierfink der Dir oben geschrieben hat. Sein Eintrag ist absolut indiskutabel.
MfG
Rainer
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Antwort#4
Obwohl es wirklich kein Generalrezept gibt, als Anhaltspunkt hier ein paar Angaben wie ich vorgehe:
Kick und Bass
üblicherweise in der Mitte, desshalb sozusagen keine Ortung über Position im Stereobild möglich. Es ist also wichtig mittels EQ so einzustellen das beide Instrumente gut zu höhren sind. Bevor ich daran irgendwas einstelle arbeite ich an dem Hauptinstrument/Stimme welche die Melodie des Songs trägt. Oft ist es tatsächlich so, dass zuviele Instrumente bei 200 - 300 Hz Anteil haben, das gibt dann eben den verwaschenen Sound und man bringt den Bass kaum mehr "raus" beim Mastern. Handelt es sich also um ein Arrangement mit Stimme (in der Regel auch so ziemlich in der Mitte positioniert) senke ich also alles unter 300 hz etwas ab. "Etwas sind nur wenige db" so um 3db, halt je nach Stimme/Leadinstrument. Will ich beim Kick mehr "Wuumm" dann so bei 70hz mit enger Bandweite 3-6db erhöhen. Meist reicht das schon aus (wenn wir von guten Aufnahmen ausgehen). Handelt es sich um einen Bass aus der Retorte (Sampler usw.) sind oft die ganz tiefen Freqenzen angehoben um den Sound "solo" eindrucksvoll und wuchtig zu präsentieren - In diesem Fall alles unter 100hz leicht absenken (sprich Platz für die tiefen Frequenzen vom Kick schaffen). Womit wir beim springenden Punkt meiner "Eintopf-Quicklunch" Anleitung angekommen sind. Platz schaffen und nicht Frequenzen oder Lautstärken masslos anheben! Für den Kick bedeutet dies nicht rauf mit der Gesamtlautstärke falls der Druck immer noch nicht da ist. Das bringt nicht viel im Zeitalter der Überkommprimierung beim Mastern! Als Lösung bietet es sich an die Frequenz des Kickanschlages (direkt am Schlagfell) zu suchen und (beim BASS! aber auch anderen Instrumenten) dort etwas absenken.
Mit etwas rumprobieren sollte jetzt der Grundsound im Bassbereich stimmen.
Snare:
Oft wird eine falsche Snare verwendet. Falsch auch hier im Sinne des Haupt-Frequenz-Spots. Ein guter Studiodrummer wählt aus zig Snares, eine aus welche sich im Arangement (sprich Hauptfrequenzen) auch durchsetzt. Obs ne sehr tiefe (unter den Flächensounds) oder eine hohe piccolo (über den Flächen) sein soll ist dann ne Stil und Geschmacksfrage.
Becken/HiHat
Hauptfehler bei Anfänger: das Blech ist meist zu laut. Gute Becken, korrekt abgenommen klingen schon so wie sie sollen, also nicht die Höhen ab/bei 10KHz pushen. Dies geschieht beim Mastern! Die Becken so mischen das die Hihat mit einem "frischem Gehör" - und nicht nach 5 Std rumschrauben - gerade zu hören sind ist meist richtig. Lauter kriegt man das "Blech" beim Mastern immer, leiser,wenn sie zu laut oder agressiv sind, nur mit einer Verschlechterung des gesamten Mixes.
Gitarren...
Sind oft schuld am "Brei". Platz schaffen für den Sänger resp. Leadinstrument ist auch hier die Devise. Absenken bei 800-1khz ist immer mein erster Versuch und klappt meist (Im unteren Bassbereich ist sie ja schon abgesenkt falls nötig). Weiter nach vorne (näher ran) holt man ein Instrument (Hall und Stereoposition lasse ich mal weg - geht ja um EQ :-) indem man die Frequenzen der direkten Schallerzeugung anhebt im Falle der Git. also der Plektrum/Saitenanschlag. Liegt irgendwo so ab 3 bis 5Khz . Absenken hilft die Gitarre weiter weg zu positionieren (Klang wird weicher aber auch verwaschener).
Dasselbe gilt natürlich auch für andere Instrumente.
Mit diesen zwei Haupttips (Platz schaffen + Anschlagfrequenz bearbeiten)solltest Du deinen Mix hinkriegen. Hall und Stereoposition ist dann wieder ein anderes Thema.
Viel Spass
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Antwort#5
und es NUR auf die eigene Kreativität ankommt und somit praktisch alles restliche egal ist:
Wozu gibts dann überhaupt ein Tontechnikerforum?
nicht um sich vielleicht über tontechnische Tipps auszutauschen??
und gibt es wirklich nichts darüber zu sagen wie man die Stereobasisbreiten positionieren sollte???
Vielleicht genauso als Tipp wie der allgemein bekannte dass man nicht über 0dB gehen sollte??
Oder ist das auch inzwischen wurscht?
von Kochrezepten ist keine Rede:Musik besteht aus verschiedenen Bestandteilen:
1.Das Motiv&die Melodie&die Musik selber
2.Der Sound selber(Sample zb.)
3.Die Tontechnische GRUND-Qualität von 1. und 2.so dass es sich hören lässt
4.Die tontechnische Kreativität(special effects zb:)
Für 1 und 2 gibts wahrscheinlich kein Kochrezept nirgendwo....
Für 4. ebenfalls nicht:Das ist in der Tat Sache des jew. Technikers
Für 3.könnte es jedoch durchaus sowas wie ein Kochrezept geben.
Stereoabmischungstipps zum beispiel sind wahrscheinlich nicht besonders kreativ ,aber sehr nützlich wenn es um Qualität geht
3. wäre eigentlich auch Grundvorraussetzung für die eigentliche Kreativität.
Bei mir kommt wie gesagt fast immer Stereobrei heraus und ich kann mir wirklich nicht vorstellen dass es da nix gäbe was einen weiterhilft.Hat mit der eigentlichen Musik denk ich auch recht wenig zu tun...
Oder irr ich mich grundlegend?????
Wenn ja wozu gibts dann so ein forum wie dieses?
ein etwas verwirrter Chinch
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Antwort#6
aber was ist nun mit den Stereobasisbreitenverteilungen???
Chinch
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Antwort#7
Wozu gibts dann überhaupt ein Tontechnikerforum?
wenn du dir nur ein paar andere Beiträge durchliest, wirst du bestimmt schnell merken, welchen sinn dieses Forum hat: es werden KONKRETE Probleme geklärt, technische Detailfragen diskutiert und erläuert usw. Aber hier kann kein Fernkurs Tontechnik abgehalten werden!
Es gibt nunmal ein absolutes Basiswissen, das man nicht eben mal im Internet er- und abfragen kann. Leg dir doch erstmal etwas Litertaur zu (Zb. Uli Eisner: Mixingworkshop) und beschäftige dich ein wenig mit der Theorie. Wenn du dann bei einem konkreten Problem nicht weiterkommst, wird dir im Forum mit Sicherheit geholfen!
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Antwort#8
Verteilung von Stereobasisbreiten....
oder is das wirklich bei jedem Mix total wieder anders??????????
eigentlich Schade dass ihr mir nicht helfen wollt
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Antwort#9
Dein konkretes Problem: die vielen "??????" wertet man hier als "schreien" .
Was meisnt Du denn mit "Verteilung" der Stereobasisbreiten? Ich habe Dir doch erklärt, was zu beachten ist hinsichtlich der Stereobasisbreite.
MonoTON hat Dir gesagt was der Sinn des Forums hier ist - ich brauche das nicht wiederholen. Mein Rat: Nimm Dir gut gelungene kommerzielle Aufnahmen der Genres die Du zu produzieren beabsichtigst und höre Dir sie genau an und versuche die Klangbilder selbst zu erzeugen. Es macht keinen Sinn zu sagen:
Nimm den EQ für die Gitarre auf xxx dB, den Kompressor auf yyy Ratio und auf zzz Threshold, mische soundsoviel Anteile Hall dazu, der Hall mit soundsoviel Sekunden und soundsoviel Intensität und dann hast Du einen Bomben-Mischung die jeden begeistern wird. DAS meinte ich mit Kochbuchrezepte. Und diese wirst Du hier vergeblich suchen. Du kommst nicht drum herum, selbst zu experimentieren und zu hören. Das haben alle hier so gemacht. In keinem Forum, in keiner Hochschule für Tontechnik werden Dir Rezepte verabreicht, die dann einen professionellen Sound garantieren wenn man sie stur anwendet. Sondern Du bekommst Grundkenntnisse vermittelt und wirst an praktische Übungen gesetzt.
Man kann einem Schwimmanfänger in allen Details erkären wie man schwimmt, wie man die Bewegungen machen muß und wie man atmet, aber glaubst Du dann könne er schwimmen? Erst die Übung am eingenen Leibe wird ihn dazu bringen, daß er sich über Wasser halten und darin fortbewegen kann. Genauso ist es mit der Musikproduktion. Ohne eigenes Probieren geht es nicht.
Wie Monoton schon sagte, kannst Du grundlegende Problem hier erörtern, dann wird Dir auch geholfen, aber erwarte bitte nicht, daß man Dir Kochbuchrezepte gibt, die Dir dann den großen Durchbruch garantieren. Das hat noch nie funktioniert.
MfG
Rainer
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Antwort#10
Das was nach links soll kommt nach links, und das was nach rechts soll kommnt,.. na? na? genau!
Ob per Sperrdämpfung oder Laufzeitanpassung bleibt Dir überlassen. Profis nutzen jede ms bei z.B. Gittarren-Aufnahmen (Rammstein und Co.) um eine richte Gittarren-Wand entstehen zu lassen. Vorsicht vor Kammfilter!!!
Schon mal den oberen Frequenzbereich einer Bass-Spur nach Links, tieffrequentes in die Mitte und z.B. ein entgegenspielendes Instrument nach Rechts, kommt gut, der Hörer ist überrascht. Solltest Du das aber nicht schon längst drauf haben, wirst Du jede Menge Fehler hierbei machen und der Bass wird wahrscheinlich auf jeder Anlage anders (also imer schlecht) klingen. Wie gesagt so machen es die Profis!
Fang an zu lesen, ich antworte nur, weil ich das super lustig finde!
Hey, schon gewusst bei DTS/SDDS und Co. gibt´s sogar Forne und Hinten. Boah jetzt biste bestimmt total überascht was?
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Antwort#11
die Gitarren,der Bass??
Ich kanns auch schlecht mit anderen vergleichen weil es eben ganz andere Stücke sind.
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Antwort#12
Hallo Chinch,
grundsätzlich gehören Sologesang Basedrum und Baß in die Mitte, die Backing-Vocals kannst Du etwas "drumherum" mischen, mit den anderen Instrumenten kann man schon mal ein Stück nach außen gehen. Allerdings wäre ich vorsichtig mit extremen Pan-Einstellungen, notfalls mal mit einem Kopfhörer probehören.
Da ich nicht weiß, welche Musik Du bevorzugst, kann ich Dir nur mal einen Tipp geben: Hör Dir mal Beatles-Aufnahmen an, da ist von voll mono (alles in der Mitte) bis extrem stereo (Gesang voll auf einer Seite, die Musik voll auf der anderen) alles probiert worden. Irgendwie klingen sie alle interessant, man kann nicht sagen daß die eine Aufnahme besser ist als die andere. Persönlich halte ich von dieser Extrem-Stereofonie, die in den 60ern teilweise getrieben wurde nicht allzu viel, vielleicht mal zwischendurch als Effekt. Das andere Beispiel ist die Gruppe ABBA, da gibt es jede Menge Mischungen, bei denen alles außer dem Hall mono ist. Auch diese klingen deswegen nicht schlecht.
Ich hoffe, daß Dir da weiter hilft, aber auch ich schließe mich den Kollegen an, daß es echte Rezepte nicht gibt, also probieren, probieren, probieren....
Gruß Martin
PS: Besoffene Frösche, die sich verm. aufgrund ihres Zustands in deses Forum verirrt haben, würde ich einfach ignorieren. Wenn er wenigstens witzig wäre....

http://mk-musikproduktion.de/
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Antwort#13
Hallo Chinch,
wenn Du mir ein Email schickst, dann schicke ich Dir mal was aus einem Buch. Da sind grobe Anhaltspunkte für EQ-Einstellungen
Gruß
Daniel
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Antwort#14
Lieber Rainer !
Piano ! Auch wenn' s nicht hier hin gehört : stell dir einen verpickelten, Kindermilchschnittensüchtigen Playstationspieler vor, der nicht die 'DOOM ' Kapitel 3 Hürde schafft und seinen Destruktivismus hier auszugleichen versucht... Jede Frage und Antwort ein Highlevel.
Obwohl die Sperrdämpfung fast schon einen Eintrag in seine Highscoreliste wert wäre, wie unser kleines verpickeltes wahrschweinlich vermutet.
so long, dingelongdingdon ._=
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