Erfahrung mit Tube Preamps

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi,
für Live Zwecke suche ich einen Tube Preamp.
Folgende Produkte habe ich gefunden:
ART TUBE Preamp (Mini oder als 1 HE-Gerät mit Equalizer)
DBX Tube
Presonus
dann noch Focusrite Voicemaster mit Röhrenemulation.
Die TL-Audio Tube Preamps scheinen mir eher fürs Studio konzipiert, weniger für harten 'on the Road'-Alltag ????
Wer hat schon mal mit einem Reussenzehn-Tube Preamp (Mic Mic) gearbeitet?
Bin dankbar für alle Tips und Erfahrungsberichte.
Sid-O-Lin
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Antwort#2
Das Modell nennt sich 'Tube Ultragain® T1953', hat zwei Mikrofonkanaele mit je einer ECC83-Triode im Signalweg, und scheint einige Einstellmoeglichkeiten zu haben, um den Grad der Roehrenverzerrungen einzustellen - kostet meines Wissens unter 400 Euro.
Ich habe das Teil noch nicht ausprobiert - halte nicht soviel davon, Aufnahmen vorzuverzerren - aber es macht einen mechanisch recht soliden Eindruck. Ob es Deinen Wuenschen bezueglich Klang entspricht, kann ich nicht sagen.
Hier eine link zu der Beschreibung bei Behringer:
http://www.behringer.com/02_products/prodindex.cfm?id=T1953&lang=ger

Gruss
Micha
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PS: TL Audio und Robustheit: Ich habe einen TL Audio Indigo 2011 Equalizer - und
das Teil ist solide und robust, absolut feldtauglich. Die urspruenglich eingebauten chinesischen ECC83s waren etwas mikrofonisch, Ersatz durch Tesla/JJ ECC83S mit Spanngitter loeste das...
Andere TL Audio-Produkte sind nach Ansicht genauso robust wie der 2011.
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Antwort#3
Danke für die schnelle Antwort.
Auf ein Behringer wollte ich eigentlich verzichten.
Da es für eine Gitarre sein soll darf's ruhig ein Klangbeeinflussender Preamp sein (was, wie sich aus dem Archiv entnehmen läßt, bei Preamps zu Recordingzwecken total verpönnt ist) . Nur matschen soll's halt nicht.
Nur ich kann mir schlecht 5 Preamps bei THomann zur Ansicht bestellen, müssen ja ersteinmal bezahlt werden, deshalb wollte ich schonmal eine Vorauswahl treffen . . .
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Antwort#4
Ganz nachvollziehen kann ich es nicht wieso es ein Röhrenpreamp für Gitarre sein soll. Als DI-Box ok. Aber für Mikro eher überflüssig, denn die Gitarre an sich sollte den Sound machen. Ich empfehle dir eher einen klaren Preamp.
Übrigens dbx386 matscht. (der ART soll sogar noch schlimmer sein)
Ich nehme ihn erfolgreich bei gitarrensolos und hohem Gesang zum entschärfen.
Obwohl man das auch mit EQ hinkriegen könnte, klingt es doch teilweise besser.
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Antwort#5
Moment, das vertstehe ich nicht ganz:
Welchen nimmst du nun für die Gitarre? Bezieht sich das auf das dbx-Teil, den Behringer oder was ganz was anderes? ;-)
Klaro macht die Gitarre den Sound. Aber man braucht da noch irgendwas wärmendes. Nicht umsonst sind Fender-Verstärker so angesagt (TwinReverb vor allem) . Das ist ja nun beileibe kein linearer Frequenzgang, den diese Verstärker anbieten. Aber genau deshalb super passend für Gitarre: Wärme und harmonische Zusätze .....
Und genau das würd ich jetzt gern auch über ein 19-Zoll Teil realiesiern können
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Antwort#6
Hi,
wir (www.westbury.com) haben ein TL-Audio Mic-Pre und Comp im Verleih (nun schon ein paar Jahre) und funzt noch bestens. Also -> raod-tauglich!
Gruss

HaJo
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Antwort#7
Hallo,
TwinReverb vor allem). Das ist ja nun beileibe kein linearer Frequenzgang, den diese Verstärker anbieten. Aber genau deshalb super passend für Gitarre: Wärme und harmonische Zusätze .....Und genau das würd ich jetzt gern auch über ein 19-Zoll Teil realisieren können
Da wirst Du aber schwer enttäuscht sein, denn der "Sound" eines Twins setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
1. Kirrfaktor der Eingangsstufe (eher wenig)
2. Frequenz- und Phasengang des sehr abenteuerlichen Klangregelnetzwerks (großer Anteil)
3. die weiteren Stufen (Aufhohlverstärker, Mischstufe, Phasenumkehrstufe (eher weniger)
4. die Endstufe und deren Sättigungsverhalten (sehr starker Einfluß)
5. Die Lautsprecherbox (ebenfalls stark)
Meine Versuche, dies alles mit anderen Mitteln hinzukriegen, sind alle kläglich gescheitert. Es wird mit der Sättigung nur einer einzigen Röhrenstufe mit Sicherheit nicht gelingen.
Selbst der vielgepriesene Versuch mit einem Lastwiderstand am Twin mit hinterhergeschaltetem Boxensimulator konnte nicht so recht überzeugen, da die "bewegte Luft" fehlte.
Ich bin nach langem und ermüdendem Probieren dazu übergegangen, die Box mit Mikros abzunehmen, was mit etwas Geschick auch gelingt. Dafür nahm ich drei relativ billige Elektret-Kapseln mit Nierencharakteristik, welche an unterschiedliche Stellen der LS-Bespannung geklebt wurden. Die drei Signale werden auf einen kleinen Mischverstärker gegeben, der sich ebenfalls hinter der Bespannung befindet. Die ganze Mimik wird phantomgespeist und direkt am Pult angeschlossen. Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Pegeln der einzelnen Signale kam ich zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis, ohne daß ein Stativ vor der Box steht.
Gruß
Martin

http://mk-musikproduktion.de/
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Antwort#8
Versuch es mal mit `nem Reußenzehn-Gerät. Ich habe so einen alten Baß-Preamp mit der Bezeichnung MK 2, der klingt echt gut, nur leider gibt es ihn nicht mehr.
Martin

Reußenzehn
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Antwort#9
Also du möchtest einen 19" Gitarrenvorstufe haben oder wie?
Das ist aber was anderes als ein Preamp. Letztere sollte - wie Rainer weiter unten schon ausführlich gesagt hat - keinen Sound machen, sondern klar verstärken. Das ist ja auch wichtig, dass man bei 6 oder mehr Klampfen gleichzeitig keinen Matsch produziert.
Alle FX kann man auch später machen. Sogar besser.
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Antwort#10
Hallo zusammen,
ich wundere mich etwas ueber die Aussage:
: Auf ein Behringer wollte ich eigentlich verzichten.
Beim Lesen des Archivs findet man oft Abneigung gegen Behringer-Produkte.
Was ist denn so falsch mit denen?
Ich muss dazu sagen, dass ich bisher nur ein Behringer-Produkt benutzt habe -
ein kleines Eurorack MX-802-Mischpult - klar, die Mikro-Eingaenge sind nicht
ganz so gut wie bei meinen Joemeeks, was Anpassung und Rauschverhalten betrifft, aber wenn ich den Preis (120 Euro) betrachte sind die Ergebnisse doch recht ordentlich...
Gruss
Micha
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Antwort#11
nichts ist falsch an behringer. die produkte sind und bleiben amateur- und semiprofessionelle produkte (bis auf ein paar ausnahmen,z.b. combinator). diese haben im vergleich zu high-end produkten eben entweder schlechtere technische daten oder ein paar feinheiten, die dem profi negativ auffallen. schlechte äußerungen über behringer werden vornehmlich von leuten gemacht, die teures mat gewohnt sind und sich dementsprechend nicht mehr mit billigem equipment abgeben wollen, ganz einfach. fakt ist, dass man die zielgruppe für das jeweilige endprodukt im auge behalten sollte, die entsprechend auch den preis der produkte und den leistungsumfang bestimmt. demzufolge produziert behringer für die low-cost zielgruppe mit entsprechenden unterschieden zu high-end.
dennoch gelingt es einigen geräten wie dem composer, einen guten ruf zu bekommen. ihre verwendung als amtliches material scheitert dann aber spätestens an der nicht-raider-tauglichkeit. schade eigentlich. dennoch wirst du ausprobieren müssen, welches gerät für deinen zweck am passendsten ist. ist der sound am ende sehr gut, fragt dich keiner danach, welchen preamp du benutzt hast (außer vielleicht leute wie wir :)
gruß, christian
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Antwort#12
...ganz so gut wie bei meinen Joemeeks, was Anpassung und Rauschverhalten betrifft...
Was meinst Du mit Anpassung?
Martin
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