Suche Stereo-/Mono-Konverter

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich suche einen einfachen Konverter, der ein Stereosignal in ein Monosignal wandelt. Der Konverter sollte direkt am Ausgang eines CD-Players oder Tapedeck angeschlossen werden können. Kennt jemand eine Schaltung bzw. einen fertigen Adapter?
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Antwort#2
Hallo Andreas,
bist Du einigermaßen fit in Sachen Elektronik?
Dann baust Du einfach eine Addierstufe mit einem invertiereden Operationsverstärker mit dem Verstärkungsfaktor 1, koppelst die Ein- und Ausgänge gleichstrommäßig mit Kondensatoren ab und fertig ist dein S/M Konverter.
Wenn nicht, gehe mit diesem Rezept zu einem Elektronikbastler bis -profi, der kann Dir das bauen.
Gruß
Martin
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Antwort#3
was passiert denn wenn ich einfach jeweils + und - von dem linken und rechten kanal zusammenlege?
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Antwort#4
Dann schliesst du sie beide gegenseitig kurz.
Im günstigtens Fall hörst du dennoch (leiser und frequnzgangverzerrt) ein Monosignal. Im schlechtesten Fall zerstörst du die jeweiligen Ausgangsstufen.
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Antwort#5
jetzt versteh ich nichts mehr.
es gibt doch fertige y-kabel, wo 2 cinch (sprich links-rechts) auf einen reduziert werden. im auto-hifi bereich z.b. um einen mono-lautsprecher anzusteuern. bitte um erklärung!

gruß, thomas
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Antwort#6
Hallo Jumpy,
Du kannst es einfach machen: Ein Y-Kabel, bei dem aber jeweils in jedem Stecker der von den beiden Kanälen kommt ein Entkoppelwiderstand steckt. Der muß da sein, weil sich sonst die Ausgänge gegenseitig belasten. Das was Du vorschlägst, kann man nur machen bei trafosymmetrischen Ausgängen, daß man direkt beide Trafowicklungen hintereinander schaltet. Ich gehe aber davon aus, daß es sich hier um einen ganz normalen CD-Player handelt mit unsymmetrischen Ausgängen.

MfG
Rainer
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Antwort#7
Hallo Rainer,
und welche Widerstaende (welcher Ordnung) werden dazu benutzt? nur einer? oder an beiden ausgaengen?
Gruss,

HaJo
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Antwort#8
Hi Martin,
Im prinzip also einfach eine umgekehrte DI Box (bloos ohne Invertierung auf der einen Seite), oder sehe ich das falsch.
Gruss, HaJo
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Antwort#9
Hallo Hajo,
Die Widerstände müssen von beiden Ausgängen ausgehen, damit diese gegenseitig entkoppelt sind. Ich denke mal, wenn beide R's so ca. 5...10 kOhm haben dürfte es keine Probleme mit der Belastung der Ausgänge geben. Wirkt das ganze dann noch auf einen Eingang mit 47 kOhm (ein in der Heim-Hifi-Technik gängiger Wert) hat man zwar einen geringen Pegelverlust, aber der ist noch verkraftbar. Das angeschlossene Kabel sollte allerdings möglichst kurz sein, um nicht mit der Leitungskapazität die Höhen zu beeinträchtigen.

Grüße
Rainer
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Antwort#10
Hallo,
die von dir angesprochenen y-Adapter sind dazu gedacht, eine Quelle auf zwei Eingänge zu verteilen, also z.B. um ein Autoradio mit Stereo-Ausgang durch 2 Y-Adapter auf eine 4-Kanal-Endstufe zu verteilen.
Gruss
Matze
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Antwort#11
Hi !
Im Prinzip richtig, aber auch damit wirst Du um Phasenschweinereien nicht herum kommen :-(
Der agefragte Monosummenbilder wird z.B. von Snell und Willcox hergestellt, und; ich weiß nicht ob das immer noch der Fall ist, von ABE als Karte ...
Die Preise gehen so ab ca. 1299 E los...
Ich hab jedenfalls keine anderen Firmen gefunden, die so etwas anbieten ...
Liebe grüsze vom don
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Antwort#12
Hallo Don,
Wo ist da das Problem mit Phasen? Eine Monoaddition wird immer dazu führen, daß sich gleichphasige Komponenten verstärken und gegenphasige auslöschen. Das kommt doch ganz auf den Korrelationsgrad an. Es ginbt noch eine andere Möglichkeit: Das 90°-Filter. Das macht zwischen 30 Hz und 15 kHz eine frequenzunabhängige Phasenverschiebung von 90°. Ist unter der IRT-Braunbuchbezeichnung "W *58" von verschiedenen Herstellern erhältlich.

Grüße
Rainer
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Antwort#13
Hallo Rainer !
Ich bin zwar nicht so studiert und habe von E-Technik auch nicht den Überplan, aber ich versuch's trotzdem mal mit einer Erklärung ... :-)
Daß der von Martin beschriebene Weg im eigentlichen Sinn funktioniert, ist ja klar wenn man zugrunde legt, daß die Schaltung eigentlich in jedem Mischpult sitzt, das symmetrische in unsymmetrische Signale wandeln kann, richtig ?
Nun zu meinen Bedenken : wie Du ja schon sagst kommt es ganz auf den Korrelationsgrad an, der selten bei 100%Mono liegt ; also weiß man auch nicht wirklich, was man nach einer Addition tatsächlich bekommt.
Natürlich gibt es hier Unterschiede, die Op's und den Aufbau betreffend, was man ja u.a. auch an den nicht einheitlichen Mischpultpreisen sehen kann :-)
Vielleicht wird es für den Anspruch von Andreas gut genug sein ( Andreas meinte ja auch etwas von einer einfachen Schaltung , erwähnte aber nicht wofür), aber hier kommt der zweite Punkt, an dem ich meine Bedenken hätte : ich habe kürzlich in einem 'Selbstversuch' mit einem A1 von Neutrik festgestellt, daß sich genau in solch einer Summierschaltung, die Martin erwähnte, über den Frequenzbereich von 100-15k gemessen ständig ( und zwar Frequenzabhängig ) rückwärtig die Phasenlage drehte. Was bleibt dann auf der Monoseite übrig ?... Natürlich kann man das addieren.
Für Rundfunkansprüche (Playbackeinspielungen auf Mono ziehen) würde man so eine Schaltung dann wohl kaum Monosummenbilder nennen können, oder wie siehst Du das ?
Ein Kollege, der sich schon etwas länger mit diesem Thema beschäftigte erzählte mir, daß die hierfür käuflichen Geräte eingangsseitig zuerst ( und auch frequenzabhängig !!) die Phasenlage korrigieren und anschließend summieren.
Ich konnte das zwar noch nicht wirklich überprüfen, aber es würde mir zumindest einleuchten und wohl auch den Preis mancher Geräte erklären.
Ich hoffe das war zu verstehen und fährt nicht völlig gegen die Wand :-)
Liebe Grüsze vom don
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Antwort#14
Hallo Don,
Solange bei der Addition der beiden Kanäle die interaurale Phase (also die Phasenbeziehungen zwischen beiden Signalen) nicht verändert wird, macht das nichts. Und wenn nach der Addition die Phase dreht, macht das auch nichts. Nur die beiden addierenden Wege dürfen keine unterschiedlichen Phasengänge aufweisen.
Das 90°-Filter ist dann zu verwenden, wenn der Korrelationsgrad des Stereosignals zu stark ins negative tendiert, weil nach der Quadraturmodulation bei Additon der Signale der S-Anteil des Stereosignals nicht mehr herausfällt. Ich verwende das 90-Filter wenn ich mit einem Hallgerät was nur das Summensignal verhallt, das Stereosignal verhallen will. Die älteren Yamaha-Hallgeräte machen sowas, daß sie nur das M-Signal verhallen, und das S-Signal herausfallen lassen. Beim vorherigen Addieren über das Quadraturfilter bleibt auch der S-Anteil vorhanden.

Grüße
Rainer
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Antwort#15
Sorry, das ich mich als gelegentlicher Aushilfstontechniker hier einmische.
Nochmal eine Frage dazu, irgendwie erscheint mir folgendes seltsam:
Stereokopfhörerausgang (Soundkarte), 1.5k Entkopplungswiderstände, 8m Klinkenkabel, Eingang mit ca. 1,3M Eingangsimpedanz (der "spiegelverkehrtes Q"-Eingang an einem 50er Röhrenradio, das ist auf angenehmere Weise nichtlinear als Computerlautsprecher). Das Ergebnis ist ziemlich leise und ohne Höhen, kann das bisschen Kabelkapazität schuld sein?
Ratlos, Matthias
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Antwort#16
Hallo Rainer !
Laß es mich so ausdrücken : meine Messung war natürlich auf ein bestimmtes Gerät bezogen, und zwar auf einen Splitter, bei dem man aus den Eingängen auch eine 'Monosumme' bilden kann. Da ich leider nicht die Möglichkeit hatte, die Meßprotokolle mit und ohne angeschlossenem Splitter direkt miteinander zu vergleichen, bleibt nur mein subjektiver höreindruck, der mir bei direktem Vergleich gesagt hat, daß in diesem Fall interaural die Phasenlage verschoben wurde...
Vielen Dank für Deine Erläuterung des 90° Filters !-)
Liebe Grüsze vom don
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Antwort#17
Hallo Matthias,
Ich habe mal nachgerechnet: Bei diesen Widerständen und Kabellängen liegen die Grenzfrequenzen weit außerhalb des Hörbereiches. Ich tippe daher eher auf einen Schaltungsfehler. Allerdings: Wie ist der Frequenzgang der Soundkarte? Manche Soundkarten lassen da oft an Qualität zu wünschen übrig.

Grüeß
Rainer
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Antwort#18
Hallo Miteinander,
meine Frage hat ganz schöne Diskussionen ausgelöst. Ich möchte Euch nur mal kurz den eingentlichen Verwendungszweck erklären:
Für einen Popchor suche ich eine einfache (günstige) Möglichkeit Playback von CD über einen Lautsprecher abzuspielen. Natürlich könnten wir uns ein tolles Mischpult mit eigenem Mono-Ausgang zulegen, aber es alles möglichst klein, kompakt und günstig sein. Leider bieten die kleinen Mischpulte z.B. MM1002 von Phonic nur Stereo-Ausgänge. Man könnte zwar das CD-Signal auf zwei Kanäle aufsplitten und hätte dann auch am Ausgang auf beiden Kanälen ein Monosignal, aber dafür muß man immer zwei Fader gleichzeitig und parallel bedienen. Ich dacht mir, es wäre doch toll, wenn man das Signal vom CD-Player schon als Mono in das Mischpult einspeisen könnte. Dann gibt es nur einen Kanalfader und das Ausgangssignal kann man an L oder R direkt abnehmen. Dieses System können auch Laien aufbauen und bedienen.
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Antwort#19
Hallo Andreas,
Zu dem von Dir beschriebenen Zweck ist doch mein Vorschlag mit den Widerständen am einfachsten. Da brauchst Du keine großartige Black-Box zu bauen. Probier es doch einfach mal. Kaputt gehen tut da nichts.
Grüße
Rainer
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Antwort#20
Danke für die Mühe, an der Verdrahtung lag es leider nicht, habe nochmal rumprobiert, die linke Hälfte vom Kopfhörerausgang meines CD-Players ohne Entkopplung mit kurzem Kabel drangehängt mit dem gleichen Effekt. Liegt also wohl am Radio.
Grüße
Matthias
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