Also ich schwöre für harte Bratklampfen immer noch auf Marshall Valvestate (Modell mit 1clean, 2OD Kanäle) und 4x12"Engl Box nebst einem Paar SM57. Wollte mal fragen, was andere so bevorzugen.
Also ENGL-Box versteh ich voll und ganz!!! Aber Valvestate kann ich irgendwie nicht nachvollziehen... m.E. klingen die ziemlich nach dünner Säge. Irgendwelche Spezialtricks, wie du den zum rocken bringst? Grüße
Komisch. Ich schrieb ja bereits das Modell (genaue Bezeichnung weiss ich grad nicht). Ein Bekannter hatte auch mal einen Valvestate einen anderen und der klang definitiv nach "dünner Säge". Da klingen nicht alle Typen gleich. Aber einge andere Röhrenamp (Engl z.B, JCM 900, 800 etc.) klingen zwar für bluesige und angecrunchte Sounds besser. Aber der Valvestate gewinnt immer bei harten Metalkampfen. Im Gegenteil ich finde das die Engl Amps dafür nicht klingen. High Gain ist zwar auch verzerrt aber irgendwie dünn. Bässe sind mulmiger(?), Höhen hifimässig. Mittenregler bringt kaum was. Auch alles andere "Presence" etc. verbessert es nicht. Ach ja. Klampfe am liebsten eine Paula oder ein Derivat davon. Mit möglichst dicken Saiten. Aber ich hab auch schon mit einen Valvestate 1/2x12" Combo und Ibanez eine relativ guten Sound hinbekommen. Wenn ich endlich mal dazukomme werde ich mal ein paar mp3s auf die Webseite legen. Bin halt faul... *schäm*
naja, engl ist so mit das beste was ich bis jetzt gehört hab an sound. rectifier ist auch klasse, aber clean nicht so gut. marshall klingt einfach nicht so fett wie mesa/engl usw. der hammer sind die amps von bogner und diezel. aber das is dann nochmal ne andere preisklasse. mikros hab ich gute sounds erzielt mit dem sennheiser md 421. gruß jan
Ich hab einige Jahre Erfahrung mit der Valvestate Serie - hab 5 Jahre nen VS265-Combo gespielt und du hast insofern Recht, daß der besser klingt als die kleineren und älteren Valvestates! Ich finds allerdings recht mutig, nen jcm900 mit nem 800er, geschweige denn mit nem Engl zu vergleichen! Wahrscheinlich denkt jetz manch einer ich fühl mich angegriffen... aber ich spiele seit nem guten Jahr nen Engl Savage s.e. und deine Soundbeschreibung kann ich nicht im allergeringsten nachvollziehen. Highgain-Amps im Sinne eines Rectifiers sinds natürlich nicht, stimmt! Aber wenn du Brett willst, mit klar definierten Bässen, äußerst effektiv zu regelnden EQs (was ich bei Marshalls vermisse) und einer sehr exakten Wiedergabe... ich hab das in diesem Amp gefunden. Nicht zuviel Lob - der Sound komprimiert schon mit härterem Brett, aber das gehört ja auch irgendwie zum Sound. Zu den mulmigen Bässen, etc. Klingt so, als wäre dein Soundeindruck eher recht verwaschen, was ich nicht nachvollziehen kann da ein Engl dich immer zum "gut spielen" zwingt weil die Wiedergabe eben sehr direkt ist. Evtl. ist da auch der springende Punkt. Einige Sachen, die über den Valvestate bei mir richtig und sauber gespielt geklungen haben, hab ich über den Engl erstmal ordentlich üben müssen, weil ich da erst gemerk hab wie unsauber ich gespielt hab. Ich will hier keine Lobeshymnen singen, sondern zu einem Erfahrungsaustausch anregen. Außerdem fällts mir nicht ganz leicht (tontechnisch) das gewünschte Brett so kontrolliert aufs Band zu kriegen... bin also schwer interessiert an ner regen Diskussion. Um auch auf die Klampfen einzugehen: mein Favorit is ebenfalls meine Paula mit kräftigen PUs und 11-52-Saitensatz. Mit noch dickerne Saiten hab ich eher schlechte Erfahrungen gemacht. Da geht die Definition wieder flöten... So denn, bis bald Noelch
Schon komisch. Der Engl (Savage und ein anderer) sind zwar mit die besten Amps die ich auf HD gebannt habe (Mesa hat ich noch nicht). Aber wie gesagt der Valvestate klingt dreckiger. Hat aber ab und an den Nachteil das der Sound beim Ausklingen quasi abbricht und nicht gleichmässig leiser wird. An Saiten spielen "meine" Gitarristen 12-56/58 aber auf H gestimmt. Das macht auch wieder Probleme. Aber ein tiefes H oder ein C# ist eben ein tiefens H/C#. Mikro ist eigl. fast egal - finde ich. SM57 ist Standart. Könnte aber auch ein SM58 oder anderes dynamisches Mik sein. Am besten zwei verschiedene. Viel wichtiger ist, dass der Amp klingt. Und wo das Mikro steht.
Bei so tiefen Stimmungen is ja auch verständlich, daß der Ton schnell abbricht! Ich hab auch schon recht dreckige Sounds mit nem sm57 + md421 ziemlich zentral im Konus und ner c414 in ca. 2 Meter Entfernung bekommen. Klang sehr wuchtig und flächig, was aber bei dieser eher synthetischen Produktion gut gepasst hat.
Wieso sollte der Ton bei tiefen Stimmungen abbrechen? Ausserdem ist das kein Problem der tiefen Stimmung, sondern passiert auch bei hohen Tönen, weswegen der Valvestate für Solos etc. nicht so geeignet ist.
Einer der vielseitigsten git-preamps spez. im studio ist immer noch der boogie quad preamp. Mit dem bringe ich jeden sound - egal was. Ist und war einer der besten preamps die je gebaut wurden, brauchst allerdings noch ne röhrenendstufe aber auch die gibts gebraucht recht günstig (Strategie 295 oder fürs studio geht auch ne kleinere). Unzählige aufnahmen enstanden mit dieser kombination in den 90iger und auch heute noch - von blues bis metallica. Den quad gibts unterdessen für ne handvoll dollar auf ebay und anderen ortes. Kriegst nichts besseres fürs Geld. Abnahme der box/en. Ist geschmackssache. Ich bevorzuge meist hochwertige kondenser an 2 speaker (stereoendstufe) und eines im raum und nehm eine relativ schwache röhrenendstufe damit die voll gefahren werden kann ohne zuviel schalldruck für die mics zu bringen. Betreff sm57 - live ok, aber im studio niemals. ich will den sound möglichst so wie er aus den boxen klingt, dann gehts in hochwertige preamps mit EQs und ev. etwas komp. dort wird der sound "frisiert". Du hast so details und transparenz im sound die du mit einem sm57 kaum hinkriegst. Gerade für metal würd ich keinesfalls das sm57 verwenden. Andy
Gerade für metal würd ich keinesfalls das sm57 verwenden.
Also ich persönlich habe damit nur gute Erfahrung gemacht. Aber wie ich schon sagte, das Mik halte ich nicht für so entscheident bei Gitarrenampabnahme. Das sind nur kleine Nuancen im Vergleich zu dessen Position. Und so hohe und tiefe Frequenzen die ein dynamisches eventuell nicht bringt, sind ja nicht wirklich relevant. Gerade hier geht es ja um _Sound_, nicht aber um perfekte authentische Übertragung. Denn was soll übertragen werden, d.h. als Referenz herhalten? Der Sound wo das Mikro steht oder 1cm daneben? Oder 2m davor?
Weil heute eben nicht mehr der mittige, eher singende, sound wie in den 70iger bis späten 90iger gefragt ist. Die Bässe (druck? :-) kriegst du zwar mit einem sm57 nahe am speaker infolge des Nahbesprechungseffektes noch einigermassen hin, das ganze wird aber eher match weil alle transienten da zu stark geglättet werden. Mit den heutigen "gain und verzerrungsgrad-reserven aktueller amps ist ein compr. mic wie das sm57 nicht nötig. Zweitens hebt das sm57 genau die mittenfrequenzen an welche du dann am eq wieder absenkst. Und oben gibst du dann "air" rein, welche schon am speaker nur schwach sind und das sm57 noch schwächer mitkriegt. Vielleicht sprechen wir nicht vom gleichen Sound, aber bei ner sogenannt "modernen" metal produktion ist ein sm57 nicht mehr optimal. Nicht das ich das sm57 nicht mag ich setze es hin und wieder sogar bewusst ein, aber eben eher wenn ich nen 80iger bratsound will. Falls du eher den "aktuellen" crunchy sound meinst - ist spätestens seit nirvana ein ribbon mic die bessere wahl. gain zurück - eher dynamisch, dann mit ribbon "angewärmt" und transienten "geköpft". Drittens, die micposition am grill spielt bei nem sm57 die grösste rolle eben weil es gerade so ein comp. mic mit nahbesprechungseffekt ist, nimm was neutraleres und der amp klingt eher wie ihn der gitarrist einstellt und auch hören will.
yub - war schlecht formuliert von mir... crunchy/crisp modern: Amp mit Röhre in der Endstufe verwenden. Endstufe clippen lassen wie beim Blues, mit Preamp noch etwas mehr Gain/Drive draufgeben. Hat der Amp einen EQ dann Mitten eher raus, Bässe rauf - Der Speakersound muss immer noch sehr dynamisch sein, also nicht übertreiben mit Gain und Bass-boost (eben wie beim Blues aber möglichst crunchy und nicht zu warm ). Den Speaker dann mit einem ribbon abnehmen - dies ergibt einen warmen aber dennoch klaren und sehr druckvollen Sound. Die Transienten werden durch die Charakteristik des Ribbonmic sehr stark geglättet. In einer Wave grafisch betrachtet richtiggehend geköpft. Nicht quasi mit einem leichten Bogen wie mit einem dynamischen Mic, sondern einfach horizontal "geköpft". Wurde bei Nirvana damals so gemacht und dannach bei vielen weiteren Produktionen kopiert. Ähnlichen Sound kriegt man auch mit einem hochwertigen (Röhren)Kondenser und einem sehr guten Komp/EQ. hin, kaum jedoch mit einem sm57. Die Mics müssen auch nicht mehr so nahe an den Grill (dort ist ein sm57 ja sowieso nur wegen des Nahbesprechungseffektes positionert(jedenfalls im Studio)). Eine 4x12er hat aber dort am meisten "Druck" wo sich der "schwerhörige" Gitarrist beim spielen automatisch hinstellt, also so 60 cm :-) davor und da "klingt" das sm57 nur noch mittig und matchig.