Servus, endlich komm ich dazu, unser Effektrack über ein Patchbay zu verkabeln. Das funktioniert (bis jetzt) sehr gut. Allerdings braucht man eine (für meine Verhältnisse) große Menge von Klinken-)Steckern. Von Tormann hab ich die billigen Pppatchkabel gekauft. Zwar war eines davon defekt, aber in das Steckfeld (von - ja, ich weiß - Behringer) passen die besser (=strammer) rein als Neutrikstecker. Da auf diesen Steckern nicht rumgetrampelt wird, würden ja auch billige(-re) genügen. Die allerdings haben normalerweise keine vernünftige Zugentlastung. Und wenn viele Buchsen belegt sind, wirds ziemlich eng (auch da sind Neutrik-Stecker "schlechter", da "dicker"), und dann wird eben doch am Kabel gezogen ... Jetzt die Frage: Weiß jemand, wo man solche Stecker (keine Großverbrauchermengen) bekommen kann (Preis unter 1 EUR), und ob die dann gut (=stramm) ins Steckfeld passen? redi ps Danke Jörg für das kleine "r"
Servus und danke für den schnellen Tip. 27 Cent pro Stecker (bezogen auf Mindestbestellwert, d.h. 50 Stück, und Versandkosten): nicht schlecht. Wer bietet weniger? ps Für den Preis kann ich auch auf eine vernünftige Zugentlastung verzichten. Kennt (evtl.) jemand die Paßgenauigkeit?
Hi! Leider kann ich dir keine allgemeine Bezugsquelle nennen. Es gibt zu viele... (schau einfach bei den üblichen Versendern, Thomann, Reichelt, Farnell etc.) Genau, das was du gedacht hast (für die Patchbayrückseite reichen billige Stecker) habe ich auch gedacht. Und mir etliche aus den örtlichen Elektronikgeschäft gekauft (billig, aber aus Metall). Unter ca. 100 Steckern waren ca. 10 die einen Kurzschluss zwischen Ring und Masse hatten. Erst dachte ich, ich hätte falsch gelötet. Dann stellte ich fest, dass es auch bei jungfräulichen Steckern war... Der Übergangswiederstand ging von 0Ohm bis zu 400Ohm. Die Patchbaykable die es bei Thomann gibt (bei der Neutrik-Patchbay dabei) sind aber ok. Und ich bin nicht jemand der zimperlich damit umgeht. Und zuletzt frage ich mich, warum du nicht die Neutrikpatchbay nimmst. Die von Beringer ist nur unsymetrisch.
so, ich habe gerade mal ein bißchen probegestöpselt. habe leider nur die Monarch-Patchbay zur Verfügung, ist ja ähnlich billig. Die Thomann-Patchkabel sitzen sehr stramm Fast genauso fest sitzen die Platik-Klinkenstecker von Reichelt Als nächstes die Neutriks Die Metallklinken von Reichelt bilden das Schlußlicht, sind aber nicht übermäßig schlabberig oder so. Sie fallen nicht von alleine raus, lassen sich aber leicht ein- und ausstecken. Von der Zuglastung darfst du wirklich nicht viel erwarten. Meist sind die 2 Metallbügel ja etwas verzahnt und graben sich in die Isolierung des Kabels, das ist bei den Reichelt-Klinken NICHT so. Es gibt nur die beiden Metall"fahnen" die zusammengequetscht werden. Für die interne Siderackverkabelung sicherlich okay, aber auf der Bühne haben die meiner Meinung nach nix zu suchen. ich hoffe, das hilft dir weiter
Hallo ThomasT, ich habe beide Patchbays, die Behringer und die Neutrik, und muss sagen, die Symmetrie ist der einzige Vorteil der Neutrik-Bay. Sie ist im Verhältnis zu Behringer etwas wackliger verarbeitet, die Stecker gehen hakelig rein und raus. Halt: einen Vorteil habe ich vergessen: sie kann umfunktioniert werden ohne Ausbau. Die Behringer ist unsymmetrisch, aber bei Insert und (leider) vielen anderen Anwendungen ist eine Symmetrie nicht möglich durch die entsprechenden Mixer-Inputs. Die Verarbeitung und die Flexibilität ist meiner Meinung nach sehr gut, vor allem, gemessen an dem Preis. Ich muß sowieso einen Stab für Beringer brechen; ständig wird erklärt, hier wird schlechtes Material gebaut. Aber wenn man einen Preisvergleich macht, stellt man fest, dass alle nur mit Wasser kochen und gute Teile schlicht mehr Geld kosten. Ich hatte mal ein Beringer-Pult. Die EQ's waren richtig schlecht, aber das Pult hat ansonsten ganz normal seinen Job getan. Nix zu meckern, war ja auch billig. Ich finde, man sollte Beringer mit seinesgleichen vergleichen und da haben die Geräte auch manchen Vorteil. Ich würde mir kein Beringer-Pult mehr kaufen, aber warum soll ein Anfänger nicht damit loslegen? Gruss Wolf
Servus und danke (auch) für den Schnelltest. ThomasT schrieb:
ca. 10 die einen Kurzschluss zwischen Ring und Masse ... Übergangswiderstand ging von 0Ohm bis zu 400Ohm warum ... nicht die Neutrikpatchbay? Die Thomann-Patchkabel sitzen sehr stramm Fast genauso fest sitzen die Platik-Klinkenstecker von Reichelt Es gibt nur die beiden Metall"fahnen" die zusammengequetscht werden
Da muß man halt vorher nachmessen und evtl. einige wegschmeißen. Früher hab ich das bei NoName-Disketten auch immer so gemacht. ThomasT schrieb weiter: 1. Unsere meisten Effektgeräte haben unsymmetrische Aus- und Eingänge, das Mischpult (bis auf die Master) sowieso. 2. Die Durchgänge beim Behringer-Steckfeld lassen sich umschalten (offen, parallel, normal, halbnormal). Da ist es vielseitiger. 3. Zur Not (!) kann ich ja ein symmetrisches Signal gesplittet durch zwei Patchwege führen. Zwar muß ich dann beim Zusammenschalten auf die Phasenlage achten, doch kann ich die eben auch ganz einfach umkehren. 4. Behringer war billiger. MonoTON schrieb: Das freut mich MonoTON schrieb weiter: Das war zu erwarten. Aber vielleicht kann man da mit ein bißchen Heißkleber auch nachhelfen. Danke redi
Der Mechanismus ist immer der selbe. a) Leute die sich besseres leisten können schauen verächtlich auf die billigeren, schlechteren Teile herab. Nicht zuletzt um die zum Teil überproportionalen Mehrkosten für das letzte bisschen Verbesserung zu rechtfertigen. (z.B. RME ADI-8 und Prism - Wandler) b) umgekehrt versuchen Leute die sich nur billigen Kram leisten können, sich einzureden, dass der billige Kram genauso gut für sie sei, wie der teurere. Beides ist falsch und unsachlich. Man sollte immer drauf schauen, was kann Gerät XY wirklich, wofür brauche ich es und wieviel bin ich bereit dafür zu zahlen. Und wieviel ist es mir Wert, wenn es ein bisschen besser ist. Mit viele Unzulänglichkeiten von billigen Equipment kann man nämlich unter Umständen leben. Auch wenn es stellenweise nervt, wenn man besseres Gewohnt ist.
da ist mir neulich wieder was aufgefallen, was meine abneigung gegen billigstecker noch weiter verschärft hat: das lötverhalten lässt doch sehr zu wünschen übrig; manche stecker nehmen gar kein lot an, bei anderen bröckelts wieder ab und das beste ist, dass sich an einigen steckern die plaste bei zweimaligem ansetzen mit dem lötkolben so verzogen hatte, dass ich die massefahne im kreis drehen konnte (die ja eigentlich festsitzen sollte, naja). ähnliches erlebnis bei billigsten xlr-stecker: beim löten setze ich immer um jeden pin ein stück schrumpfschlauch (so passiert nie was...). nach dem anlöten bin ich da ca. 10 sec mit der heißluftpistole drüber und durfte mit ansehen, wie sich das kunststoff-innenleben des steckers beim erkalten in hundert kleine teile aufgelöst hat. toll! also wärme vertragen billige stecker definitiv nicht! nur so nebenbei. bei neutrik hatte ich solche probleme noch nicht mal ansatzweise. gruß, christian
... und genau darum gibt es für uns nur eines: Neutrik, Neutrik und nochmal Neutrik. Es gab eine zeitlang recht vernünftige Nachbauten, aber die waren nur unwesentlich preiswerter. Thomas
...und die waren auch qualitätsmäßig nicht so gut, von wegen zugentlastung und so :) aber trotzdem: es muss doch alternativen geben. ich habe keinen bock (stehe auch grad vor einer kompletten neuen siderack-verkabelung; mit viel behringer (igitt :) aber ohne patchbay: bräuchte: mono: 80 stereo: 20 xlr: 12, das wären bei thomann (alles neutrik) ca. 290 ? und ich habe bestimmt ein paar vergessen) soviel geld auszugeben, nur für kabelei... aber es steht fest, dass der billigkram wohl ausnahmslos schrott ist! gruß, christian
Hi Christian und der nette Rest, falls meine Meinung interessiert: Ich schaue hier jedem im Forum gerne beim vermeintlichen Sparen zu. Leider wird die Endrechnung nicht beim Bezahlen der Stecker gemacht, sondern nach einigen Jahren Veranstaltung oder Einsatz. Und da bekanntlich über 90% aller Fehler auf schlechte Kontakte zurückgehen kann jeder mal selber überlegen, was gut für ihn und seine Veranstaltungen ist. Ich selber habe vor einigen Jahren auch noch superschlau kalkuliert, welche Steckerqualität wo vertretbar ist und bin laufend auf die Nase gefallen. Mittlerweile kommt überall Neutrik rein, weil ich keinen Bock mehr auf Technikergemecker (berechtigterweise)oder dauernde unnötige Reperaturen habe.
na klar, warum sollte deine meinung denn nicht erwünscht sein? jedenfalls habe ich in den sauren apfel gebissen und mir für die siderack-verkabelung komplett neutrik zugelegt. naja, dafür wird es hoffentlich ewig halten :) als multicore habe ich ein cordial studio-kabel gewählt. ich hoffe, dass das auch ewig hält. einige adern davon scheinen nämlich recht schlecht ummantelt zu sein, da man in einzelnen kunststoffummantelungen abdrücke von adern des schirmes sieht und das löten greift die ummantelung ja auch noch zusätzlich an. wird wohl daran liegen, dass wie mal von jörg erwähnt, solche kabel heiß ummantelt werden. vielleicht etwas zu heiß? gruß, christian
Hallo Namensvetter, ich habe im allgemeinen gute Erfahrungen mit den vergoldeten Klinkensteckern gemacht, die es in jedem Elektronikladen (ich glaube, aber nicht bei Conrad!) zu kaufen gibt. Allerdings kosten die schon als 3,5er deutloich mehr als 2 Eus. Der Unterschied liegt in den Isolierringen, die innen zwischen den einzelnen Teilen eingebaut sind. Bei den ganz billigen sind die aus Poly-irgendwas, was schon in der Sommerhitze wegschmiltzt. Bei den vergoldeten ist stattdessen etwas besseres drin (Teflon?) Der Unterschied ist auch, daß die Einzelteile mit höherer Genauigkeit gefertigt sind. Ob die bei täglichem Gebrauch aber besser halten als die ganz billigen, kann ich auch nicht sagen. Ansonsten gibt es auch nachgemachte Neutriks, aber auch über deren Qualität kann ich nichts sagen, weil ich um die bisher immer einen Bogen gemacht habe. Tip fürs Löten noch: besser mit einem _etwas_ stärkeren Lötkolben (so 60 Watt) ganz kurz dranhalten, als mit einem kleinen Ding minutenlang den ganzen Stecker aufheizen müssen. Noch ein Löttip: Silberhaltiges Lot hat einen niedrigeren Schmelzpunkt (und einen höheren Preis - lol) Beste Grüße, CJB
Hallo Christian, zum Thema Lötzinn Der Schmelzpunkt von Elektroniklot liegt bei 183 Grad C, der von "Silberlot" eigentlich bleifreie Lote genannt ca. 40- 50 Grad höher. Auch beim Löten hat man immer das Gefühl ein kalte Lötstelle produziert zu haben. Beim Abkühlen wird die Oberfläche sehr matt. Die jetztigen bleifreien Lote haben zum jetztigen Zeitpunkt noch mehr Nachteile gegenüber den Bleihaltigen. Zu den Steckern, Neutrik sind die mit dem günstigsten Preis- Leistungsverhältnis. Es gibt auch noch die CANON oder welche von Deltron( sind alle bei Farnell erhältlich). Aber momentan habe ich als einen der günstigsten das Musikhaus Thomann ausgemacht. Alle anderen sind teilweise doppelt so teuer. Gruss Hans
Eine Bemerkung sei noch gemacht: "Silberlot" ist eigentlich ein Hartlot und wird mit einem Brennen zum schmelzen gebracht. Das wissen die meisten Leute nur nicht. Von daher vermute ich, daß Du das in "" gesetzt hast. Zu den Edelmetallzusätzen in Loten hat mir mal ein Metallurg gesagt, daß man beim Verlöten von vergoldeten Teilen Lote nehmen sollte mit einem gewissen Prozentsatz Gold. Ebenso bei Teilen aus anderen Edelmetallen sollte dann das Lot das jeweilige Edelmetall enthalten.
Hallo Rainer, während eines Wartungseinsatzes bei Siemens Amberg habe ich mir die Unterschiede erklären lassen. Die machen zur Zeit Versuche mit bleifreiem Löten auf der Lötanlage. Haben noch diverse Probleme mit Flußmitteln . Konnte da auch mal mit diversen Loten probieren, aber wenn man eine schöne glänzende Lötstelle erwartet wird man entäuscht. Man hat jedes mal das Gefühl eine kalte Lötstelle zu machen.
Servus, zu den Goldkontakten: Immer wieder liest man, daß Stecker und Buchse auch materialmäßig zusammenpassen sollen, Gold also auf Gold und Silber (??) auf Silber (??). Warum denn das? redi, der sein Effektrack immer noch nicht soo verkabelt hat, daß es _ihm_selber_ gefällt.
Hallo Redi, Der Grund ist ganz einfach: Einmal wegen Vermeidung von Thermospannungen und zum anderen gibt es sonst bei Einwirkung von Feuchtigkeit ein elektrisches Element (siehe elektrochemische Spannungsreihe), das die Kontakte mit der Zeit korrodieren läßt. Ist also keine "Hifi-Esoterik".