Stromverteilung für Licht und TOn?!?

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
wir sind eine kleine Coverband und haben uns jetzt eine Lichtanlage zugelegt (6 Kanal Dimmerpack, 16A Drehstrom) Leider kenne ich mich zu wenig aus, was die Stromunterverteilung betrifft. Ich hoffe, ihr könnt mir da etwas helfen.
Bei 90% der Jobs haben wir einen 32A Anschluß neben der Bühne, den wir auf Licht und Ton aufsplitten müssen. 16A Drehstrom für das Licht, den Rest als Schuko für Ton und Backline. Wenn wir uns für große jobs eine PA leihen, hat die auch einen 16A Starkstromanschluß (aber für die Backline gibts am Ampcase wieder Schukos). Ich hoffe, das waren alle notwendigen Angaben.
meiner bescheidenen meinung nach bräuchten wir also 2 Verteiler, einmal von 1x32A auf 2x16A und dann (für die kleinen Jobs mit eigener PA) 1X16A auf 3x Schuko. Ist das erstmal so richtig??
Wie müssen nun die Verteiler bestückt sein? Wir wollen uns natürlich was kaufen und nicht selberbauen, aber neben dem Verkäufer hätte ich gerne eine 2te Meinung von euch.
Wahrscheinlich doch 6 Automaten (oder Schmelzsicherungen?) 16A (B oder C?), aber wieviele FIs? (0,3 oder 0,03A?) Kommen alle Automaten in den Drehstrom-Verteiler oder auch welche in den "16A auf Schuko"?
Wir geben lieber ein paar Euro mehr aus, um von den Sicherungen, FIs etc. des Veranstalters möglichst unabhängig zu sein. In manchen Häusern hat man strommäßig schon ein komischen geffühl in der Magengegend...
Ich hoffe, der Thread ist nicht zu lang geworden und ihr könnt mir eine Kaufhilfe geben. Sollten noch angaben fehlen, reiche ich die Gerne nach
Danke für eure Hilfe
Mitch
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Antwort#2
Hallo Mitch,
am besten fährt man, wenn man Ton und Licht im Zweifelsfall getrennt voneinander betreiben kann. In Eurem Fall würde das heißen:
1) Für den Ton: ein Verteiler mit 16 A CEE dreiphasigem Eingang auf 6x Schuko und diese paarweise ( also 2 Stück je Phase) mit je einem 16A Sicherungsautomaten mit B Charakteristik abgesichert. Normalerweise mußt Du davor noch einen FI mit 0,03mA Auslösestrom haben, der allphasigg abschaltet. Das dumme dabei ist, daß bei einem Fehler auf nur einer Phase dann direkt alles aus ist. Deswegen haben wir bei uns meistens die einzelnen Phasen mit einem FI bestückt, was die Fehlersuche im Zweifelsfall sehr erleichtert.Was auch noch Sinn macht, sind Glimmlampen als Phasenanzeigen sowie eine "Fehleranzeigelampe", die zwischen Erde und Null angeschlossen ist ( bei mobilen Stromversorgungen ist öfter mal eine Phase mit dem Nulleiter vertauscht und dann knallts). Außerdem ist ein schaltbares eingebautes Drehspulinstrument mit Zeiger zur Spannungsüberwachung recht sinnvoll.
2) Fürs Licht brauchst Du im Normalfall nur eine 16A Zuleitung, der Rest sollte von Seiten der Hausversorgung aus klargehen.
3) Falls Ihr nur einen einzigen Hausanschluß mit 32 A habt, braucht Ihr einen Verteiler von 32A->2x16ACEE.
4) Falls Ihr Ton und Licht getrennt betreiben wollt und habt zum Beispiel nur 2x 32A Anschlüsse, dann braucht Ihr noch 2 Adapter von 32A-> 16A.
5) Falls nur ein einziger 63A CEE Anschluß vorhanden ist, braucht man zusätzlich einen Adapter von 63A->32A
Ich hoffe, das war nicht zu verwirrend, aber mit dieser Grundausstattung sollte eigentlich immer alles klappen. Falls Du noch was wissen möchtst, meine E-Mail steht oben.
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Antwort#3
Hallo,
ich würde mir einen Verteiler bauen lassen (www.caleidoscope.de) oder vielleicht haben sie so was schon fertig; mit Eingang CEE 63 Ampere, Ausgang 2 x CEE 16 Ampere, und 6 x Schukos. Die Schukos und jeweils die CEE 16 Ampere Dosen mit einem FI (300mA Auslösestrom laut VBG4) vorsichern. Danach alles mit Automaten absichern. Diese Phasenkontrollleuchten sind wirklich wichtig. Sind bei Caleidoscope glaube ich fast immer dabei. Dann solltest du zwei Adapter basteln von CEE 16 - CEE 32; und von CEE 32 - CEE 63. Das ist meines Wissens nach legal und du kannst immer überall anstecken!
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Antwort#4
Hallo
Ich habe einen kleine Pa verleih und kenne das problem mit den Verteilern. ist ne etwas kostenintensive Sache, vor allem wenn man auch noch eine Spannungsüberwachung haben will, die nur Spannungen in einem Fenster von 215-240V zuläßt. Soetwas werde ich aber demnächst anschaffen obwohl es Schweineteuer ist. mir sind letztens nähmich bei einer Veranstaltung 2 Verstärker um die Ohren geflogen (da waren ein paar volt zu viel auf dem Drehstromanschluß!). Beim benutzen von Adaptern muß man sich aber eines bewuß sein. ich kann nur die leistung aus der Steckdose nehmen die sie auch hergit. es nütz mir also nichts, wenn mein Verteiler einen 63A Stecker hat und ich mittels Adapter an 16A Anschließe. Dafür kann ich dann aber nur 16A aus dem Anschluß nehmen! bei sowas muß man sich also bewußt sein was und an welcher Phase an seinem Verteiler dran hängt um nicht die Sicherung rausfleigen zu lassen.
wäre interssant zu hören wozu du dich schließlich entschieden hast.
Christian
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Antwort#5
Hallo zusammen,
ich gebe Manuel Recht. Das ist die einzige funktionierende und legale Lösung.
Gruss Fisch
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Antwort#6
erstmal vielen dank für eure antworten, das hilft uns schonmal mächtig weiter!
Auf drehspulinstrumente und die 63A-Verteilung werden wir wohl verzichten (müssen), der verteiler wird wohl schon so mehr als die Lichtanlage kosten... Bitter, aber was will man machen. schließlich will ich nicht auf der Bühne mit dem Mikro am Mund in den Musikerhimmel aufsteigen.
Also, es wird wohl eine abgespeckte Version von Manuels Vorschlag werden:
Eingang: 1x 32A CEE
Ausgang: 2x 16A CEE
Stromkreis Ton: 3 Automaten B16, 3 FIs 300mA
Stromkreis Licht: 3 Automaten B16, 1 FI 300mA
die 3 Phasen Schuko-Ton-und-Bühnenstrom bekommen einzelne FIs, da wollen wir unbedingt auf Nummer sicher gehen.
ein 2. verteiler verteilt dann die 16A CEE auf 3x Schuko (ungesichert). den verteiler könen wir auch billig(er) im Baumarkt kaufen, zudem ist die verkabelung günstiger, wenn man diesen verteiler etwas absetzen kann. außerdem sind wir flexibler, wenn wir andere stromanschlüsse haben (2x 16A CEE etc.)

eine letzte frage hätte ich noch: unser dimmerpack (leider das botex billig-teil) hat eigene automaten (6x20A) Aber in "unserem" Stromverteiler darf doch der 16A CEE-Abgang NICHT Ungesichert rausgehen, oder sehe ich das falsch?
sonst könnte man ja über den "16A CEE auf Schuko-Adapter" 32A aus einer Schukodose ziehen. Also müssen wir da Automaten hintereinanderhängen(3 im Verteiler, 3 im Dimmerpack). Grr, aber was solls.
vielen Dank für eure Hilfe
Mitch
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Antwort#7
Hallo,
also erstens: wenn der FI dich vor dem Musikerhimmel/hölle schützen soll, dann nimm ihn mit 30mA Fehlstrom.
Zweites: Das Botexpack ist in Europa nur mit 15 A pro Kanal zugelassen.
Drittens: Du darfst aus einer 16A Dose ziehen was du willst, denn sie muss mit 16A abgesichert sein.
Ergo: Höher weg ist okay, d.h. ein Adapter 16A auf 32A ist legal, das umgedrehte Teil 32A auf 16A nur mit Sicherungen (16A). Dabei ist noch zu beachten, dass der Kabelquerschnitt immer von dem vorgeschalteten Leitungsschutz abhängig ist, d.h. in dem Fall 32 auf 16 müssten es mindestens 2.5 qmm sein (eigentlich sogar 4 qmm).
Viertens: Bastle nur, wenn Du dich wirklich auskennst. Im günstigsten Fall brennt nur die Verteilung ab. Stichworte sind z.B. Kabelquerschnitte, Aderendhülsen und Zugentlastung sowie Schutzart.
Viel Spass
Tomy

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Antwort#8
okay, zum glück passt das alles zu meinen planungen. Ihr müßt keine Angst um mich haben :-)
der verteiler wird vom Elektromeister oder von caleidoscope gebaut (spätestens er wird wissen, welche FIs zu verwenden sind) und das dimmerpack wird nur mit 4A pro Kanal betrieben (schließlich sind wir musiker und keine Lichttechniker, wer soll das den alles schleppen?)
Beim Dimmerpack wollte ich nur wissen, ob ich einen Denkfehler gemacht habe. Das scheint aber nicht so zu sein.
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Antwort#9
Hallo Mitch
ich denke auch das die Kombination so ganz gut ist. würde mich interessieren was das ding im endeffekt kostet (oder kosten soll). so was wäre nämlich für mich auch ganz interessant.
weiß eigendlich jemand ob es vorschriften gibt nach denen die dinger regelmäßig geprüft werden müssen???
Christian
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Antwort#10
tja, ein passendes standardgerät gibts bei Caleidsocope leider nicht. dann wirds wohl etwas teurer... leider ist deren lichtshop gerade offline, ich werde mich mal via e-mail nach dem preis erkundigen und euch/Dir bescheid geben.
mittlerweile habe ich aber wieder eine weitere Frage: bei vielen Verteilern (zb "Gummistromverteiler Theater") verbaut Caleidoscope C10-Sicherungsautomaten für Schuko-Kreise, warum denn das? Das "C" eine andere Auslösungscharakterisik bedeutet (kurzzeitig höhere Ströme???) weiß ich ja noch, aber warum nur ein 10A-Automat? (ca. 1/3 weniger Leistung ziehbar, oder?)
Kann mich da jemand aufklären?
Danke.
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Antwort#11
Was auch noch Sinn macht, sind Glimmlampen als Phasenanzeigen sowie eine "Fehleranzeigelampe", die zwischen Erde und Null angeschlossen ist ( bei mobilen Stromversorgungen ist öfter mal eine Phase mit dem Nulleiter vertauscht und dann knallts)
...mal ne kleine Frage am Rande: ist das erlaubt ?
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Antwort#12
hi!
kleine bemerkung zu den baumarktverteilern: Es gibt von Brennenstuhl ganz hinterhältige Verteiler: 16A CEE auf 16A CEE und 3x Schuko in einem rechteckigen, schwarzen Plastikkasten.
Bei den Dingern liegen die 3 Steckdosen alle auf einer Phase !!
....und ich hab (ohne das zu wissen; steht nämlich nicht drauf!) schon einmal damit eine komplette Bühne verkabelt: 2,8kW PA, Bassverstärker, Gitarrenverstärker, Mischpulte, Lichteffekte..... !!
ewok
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Antwort#13
Sowas kann man ja schnell per Multimeter rausmessen. Falls man zwischen den einzelnen Phasenanschlüssen je Schuko Buchse 0 Volt mißt, ist es die gleiche Phase. Mißt man ca 400 Volt, sind es unterschiedliche.
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Antwort#14
Hallo Ewok,
was genau sollte denn daran nicht erlaubt sein?
Cu
Jörg Kirsch
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Antwort#15
Hallo Mitch,
in der Veranstaltungstechnik dürfen Schukostecker nur mit maximal 10A belastet werden. Leider habe ich die entsprechende Regel jetzt gerade nicht gefunden, werde sie aber nachliefern.
MFG Uli
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