Frauenpower

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
manchmal ist es schon problematisch, bei z. B. ungünstigen räumlichen Verhältnissen das Gesangsmikro der Sängerin zur vollen Zufriedenheit hinzubekommen - sei es Monitor oder PA - das Problem heißt Feedback.
Was habt Ihr für Erfahrungen bzgl. Mikrotyp (ich nehme mal SM58 oder Beta 87) Compressor, evtl. Feedbackdestroyer, bestimmete Frequenzen im EQ raus - das es klingt aber doch lauter zu machen geht usw.
Danke schon mal für Eure Tipps.
MfG
jürgen
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Antwort#2
Hallo Jürgen,
also wenn du mit einem Beta 87 Probleme bekommst, dann liegt das Problem irgendwo anders.
Mein Tip wäre eine zu niedrige Threshold des Kompressors bei relativ hohem Ratio. Das passiert ganz leicht, wenn man den Gainregler immer weiter aufdreht.
Typisches Zeichen dafür ist, das die Stimme nicht laut genug wird, und es in den Pausen (ohne Gesang) pfeift, wenn sie singt dann aber nicht.
Abhilfe ist ganz einfach: Threshold rauf, Gain im Kanal runter, und evtl.Output des Compressors hoch.
Tomy

WErbung
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Antwort#3
... ausserdem, sicher schon bekannt, Kompressor niemals auf den Monitor.
Bei Frauenstimmen nehmen wir nur auf ausdrücklichen Wunsch ein SM58 , weil keine Höhen. Beta 87 sollte es doch aber bringen.
Bei sehr schwierigen Verhältnissen mit wechselnder Mikrofonposition vielleicht doch ein Sabine ?
Gruss
Detlef
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Antwort#4
ich hatte am wochenende bei einem schlagerfest auch probleme mit feedback und beta 87. auf der bühne war es wirklich in ordnung, kein feedback, druckvoller sound. doch als sich diverse interpreten dazu entschlossen hatten, sich mit dem mikro direkt in der zuschauermenge vor den stacks zu bewegen, wurde es etwas schwierig. da half auch weiteres entzerren der betreffenden freqs nicht viel. irgendwann ist halt schluss. letzten endes musste ich das mikro an den betreffenden stellen leiser fahren. aber auf der bühne war es wie gesagt auch völlig okay. in dieser hinsicht war ein beta 58 (natürlich alles funk) einfacher zu bedienen, da es im höhenbereich ja deutlich weniger präsent ist als ein beta 87.
gruß, christian
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Antwort#5
... ausserdem, sicher schon bekannt, Kompressor niemals auf den Monitor.
Wie willst du das machen, wenn er in den Inserts steckt?
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Antwort#6
Hallo ThomasT,
z.B. Comp in den Subgroup-Insert.
Oder 2 Kanäle verwenden, 1x Front mit Comp, 1x Monitor ohne Comp.
Oder separater Monitormixer.
Grüsse
Detlef
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Antwort#7
Ja ist mir schon klar. Ich wollte damit aber sagen, dass oft nicht genügend Subgruppen da sind, es keine Monitormix und keine Y-Kabel gibt....sprich manchmal bleibt einen nix anderes übrig.
Übrigens hab ich die Erfahrung gemacht, dass Sängerinnen - so sie denn wirklich _singen_ (also nicht wie Holy Moses oder Guano Apes) im Pegel relativ konstant sind. Man also per Hand nachregeln kann.
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Antwort#8
... wenn keine Subgruppen, Y-Kabel, usw. da sind, einfach keinen Kompressor stecken. Immer noch besser von Hand nachgeregelt, als dauernde Feedbacks.
Gruss
Detlef
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Antwort#9
Also mit dem Beta 87 habe ich bei lauterern Bands schon Probleme bekommen, ich bevorzuge dann aus sicherheitsgründen ein beta 58, klingt auch sehr ok für meinen geschmack.
gruß
seven
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Antwort#10
Hallo
wenn keine Subgruppen, Y-Kabel, usw. da sind, einfach keinen Kompressor stecken. Immer noch besser von Hand nachgeregelt,
als dauernde Feedbacks.
Finde ich als allgemeingültiges Rezept etwas billig. Ein Kompressor im Monitorweg heisst ja noch lange nicht, dass es feedbacken muss. In vielen Fällen ist ein Minitor-Comp auch nützlich. Und ob von Hand nachgeregelt werden kann, hängt auch damit zusammen, welche Dynamiksprünge man glätten will.
Trench
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Antwort#11
Hallole,
aber Jürgen hat ja das Problem, das er Feedback auf dem Monitor bei Anwendung des Comp hat. Das mit den Einstellungen am Comp hat schon jemand anders gepostet.
Welchen Vorteil soll denn ein Comp auf der Stimme im Monitor bringen? Interessiert mich wirklich. Die Sängerin weiss doch dann gar nicht mehr wie laut sie tatsächlich singt (sog. Gummiband-Effekt).
Grüsse
Detlef
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Antwort#12
Hallo,
zunächst einmal vielen Dank für die rege Beteiligung. Viel schlauer bin ich inzwischen aber auch nicht. Mich hat schon interessiert ob Ihr z. B. bei Sängerinnen den Kompressor anders einstellt als bei Sängern oder ob es bestimmte Frequenzen sind welche man gezielt bei Sängerinnen herausfiltern kann ohne die Stimme zu sehr zu verfremden oder ob sich ein Sabine lohnt.
Viele Grüße
jürgen
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Antwort#13
Hallo
Auf den konkreten Fall bezogen magst du recht haben. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass mir deine Aussage zu sehr nach "Monitor-Comp - Nie" geklungen hat, während ich hier schon differenzieren würde.
Allgemein: Ein Kompressor auf dem Monitorweg kann z.B. verwendet werden, um die Stimme besser in den Mix einzubetten. Gerade wenn man viele akustische Instrumente monitoren muss, hat sich diese Methode (zumindest bei mir) sehr bewährt. Die "richtige" Einstellung ist dabei natürlich das A&O. Einen Gummibandeffekt möchte sicher niemand haben. Auf professionellen Monitorplätzen findest du Kompressoren im Multipack und diese werden auch eingesetzt; auch auf Gesangsstimmen. Zur Kontrolle der Stimme: Gute Sänger richten sich dabei ohnehin nicht nach dem Monitorpegel.
Trench
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Antwort#14
Hallo
Mich hat schon interessiert ob Ihr z. B. bei Sängerinnen den Kompressor anders einstellt als bei Sängern
oder ob es bestimmte Frequenzen sind welche man gezielt bei Sängerinnen herausfiltern kann ohne die Stimme zu sehr zu verfremden
oder ob sich ein Sabine lohnt.
Nein, was sollte das bringen??? Die Wirkungsweise eines Kompressors richtet sich meines Wissens nach der Dynamik des Originalsignals und nicht nach dem Geschlecht des Musikers ;-) Grundsätzlich erhöht der Kompressor aber die Anfälligkeit für Feedabcks; deshalb (wie schon erwähnt) im Zweifelsfalle weglassen!
Bezogen auf Feedback? Nein. Da es sich um ein Wechselspiel Mikrofon-Monitor-Raum handelt kann man höchstens gewisse *Grund*tendenzen bestimmen, wenn mindestens zwei der genannten Faktoren gleich/bekannt sind. Im Bereich der oberen Mitten, dort also wo Feedbacks bevorzugt auftreten, kannst du nicht breitbandig filtern, ohne dass erhebliche Einbussen in klanglicher Hinsicht auftreten.
m.E. Nein bzw. nur in seltenen Fällen. Es gibt ganz wenige Situationen, in denen der Monitorpegel nicht genügend laut gefahren werden kann. Voraussetzung ist allerdings: gutes Equipment und Know-How. Wenn eine dieser Komponenten fehlt, wirst du auch mit einer Sabine nicht glücklich.
Was du noch machen kannst und nichts kostet ;-):
-möglichst wenig Instrumente auf den Gesangsmonitor. Nur was unbedingt nötig ist.
-Bühnenpegel reduzieren.
-Aufstellungswinkel der Monitore bezogen auf das Mikrofon (Richtcharakteristik) überprüfen.
-Mikrofon auf Stativ stellen (fixe Position) statt in der Hand gehalten und Monitore dann sauber auspfeiffen.
-Sängerin auswechseln.
Trench
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