Hallo zusammen, ich suche eine Schaltung für einen Verstärker der über Phantomspeisung betrieben werden kann. symetrisch und trafolos wenns geht. Vieleicht hat jemand so etwas in der Schublade. Wäre dankbar für eine Kopie. Möchte gern kleine Vierkanalmischer über Phantomspeisung laufenlassen. Sollen etwa 20 dB Verstärkung haben. Mir genügt eigentlich bereits eine Schaltung wie sie in Kondensatormikrofonen eingebaut ist. Diese könnte ich dementsprechend umbauen. Vielen Dank für eure Mühe hansk Das Forum ist hier toll. ann bekommt hier Einblicke und Auskünfte. Einfach toll.
Hallo Hansk, Einen 20 dB-Verstärker über eine P48-Schaltung zu betreiben geht durchaus. Allerdings ein 4-Kanal-Mischer nicht mehr, denn dazu reicht die Leistung nicht. Die max. Leistung die Du erreichen kannst ist 24V x 3,5 mA Diese Leistung ergibt sich dadurch, daß Du sowohl auf der P-Quellenseite als auch auf der Senke diese 6,8-kOhm-Widerstände brauchst. Der Innenwiderstand der Phantomquelle beträgt somit 6,8 kOhm und um die max. Leistung zu entnehmen muß dann der Gesamtverbrausersatzwiderstand auch 6,8 kOhm betragen. Das ergibt dann die 3,5 mA und dies reicht nicht aus für 4 Kanäle.
Hallo Rainer, habe mal eine Schaltung gesehen, die machen das nicht über Vorwederstände sondern über einen (hoffe es ist die richtige Bezeichnung) Gyrator. Dadurch bekommen die mehr Leistung. Die Zeichnung habe ich leider nur gesehen, nicht daheim. Da da wird die Spannung über 2 Transistoren ausgekoppelt, d.h. die zweiten 6,8k entfallen. Die Schaltung die ich gesehen habe war von einer Phantomspeisung eines Sennheiser Mikros MKH40. Leider konnte ich mir diese Schaltung nicht kopieren. Deshalb die Frage hier. Und vieleicht gibt es auch noch andere Lösungen(einfachere oder bessere). Gruss hansk
Hallo Hansk, es gab von AKG mal vor Jahren eine solche Schaltung. Diese Gyratorschaltungen sind allerdings auch nicht beliebig strombelastbar. Was nämlich noch wichtig ist, daß das Phantom auch kurzschlußfest ist. Ich weiß nicht wie es da mit diesen elektronischen Drosseln aussieht. Weiterhin habe ich bei Gyratorschaltungen immer etwas Bedenken wegen der Schwingneigung. Habe nämlich gerade Messungen laufen mit Gyratorschaltungen wobei die Schwingneigung bei bestimmten Schaltungskonfigurationen besonders stark ist.
Bei den Schoeps habe die eine ähnliche Schaltung drin, da ich eines aufgemacht habe, aber nicht genug Zeit gehabt, die Schaltung herauszuzeichnen. Es sind 6 Transistoren drin, ein paar Widerstände, Kondensatore etc. nicht viel und eng gebaut. Aber eine halbe Stunde langt nicht um die Schaltung herauszuzeichnen. Gruss hansk
Hallo Hansk, Die Schaltung in den Schoeps-Mikrofonen ist keine Gyratorschaltung. Da ich selbst Schoeps-Mikrofone und auch deren Schaltbilder habe weiß ich es. Die Schaltung die Schoeps da baut ist eine Gegentaktschaltung die direkt das NF-Signal ausgibt. Am Verbindungspunkt der beiden Kollektoren der Ausgangstransistoren liegt dann die Speisespannung für die restlichen Schaltungsteile an. Zu bemerken ist noch, daß die Ausgangstransitoren keine Spannungsverstärkung aufweisen, da sie in Kollektorbasisschaltung arbeiten. Vor den Ausgangstransistoren befindet sich eine Phasenumkehrstufe um die Gegentaktansteuerung zu bewirken. Der Arbeitswiderstand der Ausgangstransistoren ist dann der Eingang des Verstärkers außerhalb des Mikrofons.
Hallo Rainer, wie gesagt, hatte ich die Schoeps nur 1 Stunde zur Verfügung und da langte es mir nicht die Schaltung herauszuzeichnen. Mir geht es eigentlich um Kleinmixer die ich über Phantomspeisung betreiben kann. Ich muss öfters für mittlere und grosse Blaskapellen die Beschallung machen. Da ein jeder sein eigenes Micro hat, kommt man bei 25 und mehr schon ins schwitzten. Da habe ich bei jeder Instrumentengruppe kleine vierkanälige Mischpulte, mit der ich die Instrumente zu Gruppen bereits auf der Bühne zusammenfassen, das spart Kabel und Kanäle. Bloß sind die Dinger batteriebetrieben und die möchte ich auf Phantomspeisung umrüsten. Speisung für die einzenen Micros wird nicht benötigt, aber kleine Vorstufe fürs Mikro zur Entkoppelung(FET), Pegelsteller, Ausgangsstufe, mehr nicht. Sind meist die gleichen Micros dran, e608 von Sennheiser oder Ramsa S2 und S5. Vieleicht hat jemand eine Idee.