Hallo, ich habe folgendes Problem. Mein Drawmer Noisegate klick, wenn es öffnet, jedoch nur bei Attac-Zeiten von 10µ sec. bis 0,1 ms ,dannach geht das klicken weg. Wodran liegt das? Ist das normal? Bitte helft mir! Gruß Dirk
Hi, also das habe ich schon bei vielen Gates gehoert. Ich kann Dir jetzt nicht erklaeren warum das so ist (vielleicht weis Rainer dazu was :-) ), aber das ist ein allgemeiner Trick bei Gates die Attack Zeit etwas zu erhoehen, um das Klicken zu umgehen. (Ich schaetze mal, da das Gate ja nicht sofort aufmacht, wegen der processing Zeit bis dann die Gainstufe oeffnet. Wenn sie dann aufmacht, liegen ja schon die transients an, die dann abgeschnitten. Du erhaelts dann einen spike der den Klick erzeugt.) Wie gesagt Drawmer, BSS, Valley People bei denen hats schon immer geknackst. Ist bei Roehren ein knacksen eigentlich moeglich? Gruss,
Hallo Dirk, das klicken entsteht dadurch, daß diese extrem kurze Attackzeiten die Wellenform des zu "gatenen" Signals beeinflussen, bzw es abschneiden. Ähnlich ist es, wenn man beim Harddiscrecording zwei Teile zusammenschneidet, ohne darauf zu achten, ob die beiden Teile an einem "Nulldurchlauf" zusammengeschnitten werden und auch kein Crossfade benutzt wird. In dem Fall kann es passieren, daß das Signal abgeschnitten wird, was dann als Klicken hörbar wird. Sorry, daß ich es nicht einfacher darstellen konnte, aber ich hoffe es ist einigermassen nachvollziehbar. Grüße Uvo
Hallo HaJo und Dirk, Das Klicken eines Gates ist zwangsläufig umso stärker, je steiler die Attack-Zeit gemacht wird. Man stelle sich den Extremfall vor: Man schaltet ein Signal mit einem Handschalter in dem Moment, wo die Zeitfunktion ihr Amplitudenmaximum hat. Es gibt unweigerlich ein Knack, weil ja in einer sehr kurzen Zeit (theoretisch in der Zeit "null") das Signal von null auf Maximum springt - das Spektrum der Hüllkurve ist ja dann sehr breitbandig. Öffnet nun das Gate nun sehr schnell wo das Signal schon einen relativ hohen Pegel hat, kommt es zum Knack. Prinzipiell hat also das Knacken nichts damit zu tun, ob Röhren- oder Halbleiterschaltung, sondern ist einzig und allein durch steilflankige Spannungsanstiege bedingt. Man sollte also die Attack-Zeit nicht zu kurz wählen. Sog. "Expandergates" machen unterhalb der Schwelle keine abrupte Abschaltung, sondern eine Expanderfunktion die den Pegel absenkt und verhalten sich daher "gemäßigter".
Man könnte sich doch ein "live"-Gate vorstellen, welches vorher aufmacht. Ganz einfach so indem es (weil es ja nicht in die Zukunft schauen kann) das Signal verzögert. 1ms verzögert hört man doch sowieso nicht. Aber der Attack würde nicht abgeschnitten werden. Gibt es sowas?
mhm, also der TC Tripple-C ist ein Look-Ahead-Kompressor. Das Delay beträgt -glaube ich- 3ms. leider hab ich im netz keine Preset-Liste gefunden, aber eigentlich müßte das teil auch gaten können. ne andere frage ist dann, ob man auf den Toms umbedingt eine Multibandkompression braucht...
ich hab mir vor ein paar Wochen ein DBX Gate gekauft. Kostet zwar ein bißchen was, allerdings ist es absolut streßfrei in der Einstellung, knackt nicht und arbeitet "eindeutig" und ohne Artefakte im Grenzbereich, wo andere Gates nicht wissen, was sie grade machen sollen.