Mit Gehörschutz ein klarer Sound??

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich hatte am Wochenende ein seltsames Erlebniss: Ich war auf einem Konzert (Rockmusik) in einem kleinen Klub ca 300 Leute, der Sound war sehr undefiniert, die Stimme konnte man nur erahnen und es klang insgesamt sehr breiig. Dann nahm ich meine Oropax rein und Sound war besser, d.h. man konnte jedes Wort des Sängers verstehen und es klang nicht mehr so breiig. Ich hatte das Gefühl, der Klang des Raumes war weg, naja ich bin auch nur Laie, wodran liegt das?
Dirk
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Antwort#2
es könnte daran liegen, das der FOH-Mann den gleichen Gehörschutz hatte... er kann ja auch nur so mischen, wie er hört. und wenn ihr beide den gleichen verbogenen Frequenzgang habt, klingts für euch halt gut und die andere 298 leute haben pech gehabt :-)
Ist aber nur eine reine Vermutung
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Antwort#3
Diesen Effekt gibts vorallem auch im proberaum. Normal:brei. Mit Finder in den Ohren bzw. mit Gehörschutz: dumpfer, aber klarer.
Meine Vermutung ist dass duch die geringer Leutstärke, das Gehör wieder besser auslösen kann. Der Vermatschungseffekt triff ja vorallem bei hohen Lautstärken auf.
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Antwort#4
Kann es nicht vielleicht auch am veränderten Verhältnis zwischen Diffus und Direktschall liegen?
Georg
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Antwort#5
Hmm....ja. Bloss wie sollte das zustande kommen? Ich bedämpfe ja sämtlich einfallenden Schall gleichmässig. D.h. richtungsunabhängig.
Aber es klingt weniger hallig, das stimmt schon.
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Antwort#6
Hallo,
wenn man sich den Frequenzgang eines Oropax anschaut, so ist er in den Höhen immer niedriger, könnte es sein, dass dadurch, dass der Raum eher Höhere Frequenzen reflektiert (Glaswände etc.) diese Gedämpft werden und der Raum nicht mehr so rauszuhören ist (Nur so eine Theorie....)
Arne
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Antwort#7
Servus,
weshald es funktioniert, kann ich auch nicht sagen, aber ich halte mir, um bei Live-Geschichten den Gesang (besser) beurteilen zu können, die Ohren zu. Ich kann mich dann viiel besser auf den Gesang konzentrieren.
Ich denke, daß das
1. schon etwas mit den Reflektionen zu tun hat.
2. Sicherlich kann das Gehör/Gehirn besser "auflösen" d.h. unterscheiden, wenn es weniger laut ist. Die paar Höhen, die dann "flöten" gehen, sind z.B. für die Sprach-/Gesangs-"Verständlichkeit" nicht so entscheidend.
3. Auch "Mulm" scheint sich zu redizieren.
Frage:
Dazu gibts doch bestimmt Untersuchungen:
Wie verändert sich das Hören (objektiv) und der Höreindruck (subjektiv), wenn man sich "die Ohren zu hält".
-)**(-
redi
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Antwort#8
Hallo,
ich habe mich vor ein paar Wochen mal nach Gehörschutz im Internet (http://www.sonicshop.de/) umgesehen, und bin dabei auf einen Shop gestoßen, wo für jedes Modell eine Graphik war, die wie ein Mini-EQ aussah.
Fast jeder Gehörschutz dämpft die oberem Mitten stärker als die unteren Mitten. Das ist wohl der Grund dafür, daß man Stimmen dann besser verstehen kann. Es gibt sogar Gehörschutze, die sind extra auf gute Stimmenverständlichkeit getrimmt.
Chiao,
CJB
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Antwort#9
Hi Ihrs,
ich habe das auch schon sehr oft festgestellt. Ich rede nun von Lautstaerken um die 125 db. Ich bin auf den Entschluss gekommen, dass das menschliche Gehoer auch verzerrt. Wenn wir mal davon ausgehen, dass das menschliche Gehoer ja eigentlich fuer viel geringere Lautstaerken ausgelegt ist (sonst wuerden uns ja die Ohren nicht kaputt gehen), gibt es zwangsweise auch eine Grenze bei der die Ohren verzerren.
An der Wahl der Ohrstoepsel kann es ganz bestimmt nicht liegen, da ihr ja schon festgestellt habt, dass sogar schon einfaches zuhalten der Ohren einen guten Effekt bringt. Ich habe schon etliche Ohrstoepsel ausprobiert, einfach nur die Schaunmstiffteile, dann etwas bessere die den Schall linearer daempfen und mein besten (die ER-25, die nicht ganz linear sind, aber jedem anderem Ohrstoepsel doch meilen oraus sind). Bei allen diesen Gehoerschutzen tritt der Effekt ein.
Wenn ich mich nicht recht irre, habe ich darueber auch schon was gelelesen. Ich weurde mich mal in jedem Tontechnik oder Akustik Buch umschauen, denn die behandel ast alle als Einfuehrung erstmal das menschle Gehoer. Da muesste auch was ueber die Verzerrung des menschlichen Gehoers stehen. Allein das Diagramm von Fletcher-Munson weisst ja schon darauf hin, dass sich der Gehoereindruck mit zunehmenderLautstaerke aendert.
Gruss,


HaJo
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