Hi erfahrene Mischer! Gibt es eine Art Standard für die Anordnung von Hänge-Toms im Stereopanorama? Bisjetzt hab ich das line auf halb links und das rechte auf halb rechts eingestellt, aber ich frage mich ob das so ok ist? Das gleiche Problem hab ich mit dem Hihat. Ich habe es momentan in der Mitte liegen bin mir aber nicht sicher, ob das ok ist. Ein paar Meinungen fänd ich sehr interessant.
So erfahren bin ich zwar auch nicht aber was ich auch oft gesehen habe und wie ich es immer mache ist: linkes Tom ganz links, rechtes Tom leicht rechts und Floortom gan rechts. Mit der HiHat kann ich dir nicht weiterhelfen, da ich meistens nur geschoben habe und nicht drauf geachtet habe wo die HiHat liegt bzw. wenn ich selbst Technik gemacht habe, dann waren das so kleine Clubs , dass wir die HiHat nicht extra abgenommen haben.
Ich mache es so, dass das Panorama dem entsprciht als wenn ich ca. 3m vor dem Schlagzeug stehe. Und das ist je nach Drummer verschieden. Bzw. so dass ich mir die Abbildung der Toms in den Overheads anhöre und diese Anordnung auch für die Pan-Pots der Toms übernehmen. Aber es muss nicht immer so gut klingen. Wenn der Drummer beispielsweise selten auf dem hohen Toms spielt, aber oft auf den tiefen dann ist es sinnvoller die tiefen eher in die mitte und die hohen seitlich. ->probieren Es eine andere Frage ist die: aus Sicht des Drummers oder des Publikums pannen? Es gab neulich in rec.audio.pro eine Diskussion zum Thema Drumpanning. Grober Konsens war, dass nur die Drummer selbst wirklich auf das Panning achten. Der Rest sogar mit Mono zufrieden wäre.... Hab selbt schon erlebt, dass Drummer nicht gemerkt hatten, das die OHs gespiegelt waren.
Es eine andere Frage ist die: aus Sicht des Drummers oder des Publikums pannen?
Hallo ThomasT, das Set nehme ich im Panorama auch so ab wie Du es beschrieben hast. Aber die Lage der Toms und Becken muss meiner Meinung nach nach dem Publikum ausgerichtet sein. Ein hohes Tom (bei den meisten Rechthändern von vorne gesehen rechts) muss auch überwiegend rechts aus den Speakern kommen. Die Sicht des Trommlers ist hier völlig irrelevant. Das gleiche gilt doch für ein Orchester (nicht schlagen für den Vergleich); wenn die Bratschen vom Publikum gesehen rechts sitzen, will ich sie auch rechts hören. Schönen Gruss Wolf
Hallo, also das Tom panning mache ich meist extrem, damit man wirklich den Effekt hat, das es ein Tom - Lauf ist. Wenn jedoch der Drummer immer taktelang irgendwelche Urwaldrhythmen auf der Standtom spielt, dann drehe ich sie in die Mitte, weil sie dann nicht mehr Effekt ist, sondern wirklich relevant (sozuschreiben eine Ersatzsnare). Die HiHat pan ich meist leicht nach rechts (von mir aus), und das OH (ja, ich nehme nur eins) dann leicht nach links. Manchmal lasse ich es auch in der Mitte. Hab auch schon Tonleute erlebt, die bei großen Events alles mono hatten, bis auf die Toms und die FX Returns. Interessant auch die Frage (na ja, nun nicht wirklich), wie ihr die Kanäle am Pult auflegt. Früher hatte ich: Bassdrum - Snare - HiHat - HiTom - MidTom - FloorTom - OH, das entsprach so meiner sicht vom drummer aus. Jetzt mach ich es meistens so: Bassdrum - Snare - HiHat - FloorTom - MidTom -HiTom - OH (Was links ist, muss links bleiben :-), aber da hätte dann ja eigentlich Bassdrum - Floortom - MidTom- HiTom - Snare - Hihat - OH mehr Sinn ... Nun denn, ich denke, ich geh jetzt besser mal Arbeiten :-(. Tomy
für Eure Meinungen ich werd einfach mal alles ausprobieren. Was ich interessant finde ist die 1-Overheadmethode von Tomy. Ich dachte immer eine wichtige Aufgabe der Overheads ist es Raum "einzufangen".
Tomy redet von live. Und da stören Monooverheads nicht. Die Becken kommen auch oft so laut genug rüber, bei kleineren Events. Ein OH und ein HH reicht bei den heute üblichen kleinen Sets oft aus. Ich redete von Studio. Und da sind Stereooverheads wichtig um das gesamte Set einzufangen. Aufs HH-Mik kann man oft verzichten.
Ich persönlich würde von zu extremen Panning-Einstellungen live absehen, also nicht ganz nach links oder ganz nach rechts, weil damit dem Publikum die Chance genommen wird, alles zu hören (außer man steht hinter'm FOH, wo der Klang natürlich immer am besten ist). Bei Studioaufnahmen sieht's natürlich anders aus, da kann man den Verlauf der Tom-Sessions schon über die gesamte Breite verteilen, was natürlich auch zu mehr Räumlichkeit führt.
ja, Namensvetter, da hast du völlig recht. Es kommt auch drauf an, was man mit den OHs machen will. Ich will halt nur die Becken damit wiedergeben, und nicht den Gesamtsound. Daher dreh ich eigentlich immmer dann auch den LowCut ganz rauf (so bis 400 Hz). Tomy
Es kommt m.E. auch drauf an, wie der Trommler spielt. Manche rhythmische Tom-Figuren oder ein Heavy-Metal-Fill über vier Toms klingen richtig interessant, wenn sie im Stereobild weit auseinanderliegen, bei manchen Fills, bei denen sporadisch Toms benutzt werden, klingt es besser, wenn sie in der Mitte liegen.
Noch ein kleiner Vorschlag / Tip: Wir hatten vor Jahren das Problem bei einer Heavy- Produktion, bei der die Floortom partout nicht so fett klingen wollte, wie der Drummer sich das vorgesellt hatte (Panning war HiTom-links, MidTom1-halblinks, MidTom2-halbrechts, Floortom-rechts). Der Einsatz eines AKG D-112 Mikros statt der obligatorischen Audix D2 ergab eine Verbesserung, jedoch immernoch bloß halb so fett wie z.B. die Kickdrum. Es sollte aber genauso fett wie die Kick klingen. Die Lösung war folgende: Wir pannten die Floortom einfach in die Mitte, und plötzlich war sie fett. Warum ? Klar, beim harten Pannen auf eine Seite hat man bei der Wiedergabe über eine Stereoanlage (oder auch P.A.) natürlich nur die Energie eines Speakers (bzw. einer Seite) zur Verfügung. Gerade im Bassbereich hat man dann entsprechend weniger Druck als wenn das Tom aus beiden Lautsprechern kommen würde. Seither pannen wir (- bei Rock und Popproduktionen natürlich nur - nicht Jazz !) jetzt immer so: HiTom-halblinks , MidTom-halbrechts , Floortom-Mitte. Ist zwar etwas unkonventionell und im Kopfhörer wohl auch unlogisch- wenn es aber auf Druck / Breite und Power ankommt wirklich sehr gut. Bisher haben sich die meisten Drummer sogar drauf eingelassen......
... spielt ja bekanntlich seine drumtracks selber ein und geht beim abmischen von seiner eigenen (also der schlagzeuger-) posititon aus (hihat links; snare/bass mitte; toms von hell nach dunkel von links nach rechts)... so klang's heute morgen auch aus meinem autoradio heraus... liebe grüße, markus