Hallo! Ich habe eine Frage und zwar ob Ihr Drums bei Aufnahmen komprimiert, und wenn ja, WELCHE? und WIE?. Wählt Ihr kurze attack Zeiten so das der Anschlag mitkompriemiert wird oder "expandiert" Ihr nur das Sustain um den Sound FETTER zu machen? Danke MFG Hunter$
Bei der Aufnahme: nie. Beim Mischen ja um: - ungleichmässige Schläge auszugleichen - den Sound fetter und mehr wums zu verleihen - den Anschlag zu bearbeiten
Doch, das kann man schon. Zugegeben, da muss man zwar etwas Erfahrung mitbringen, aber eine Ambience-mikrofonie schon bei der Aufnahme zünftig zu kompromieren kann ne Menge bringen. :-) -> ungleichmässige Schläge auszugleichen ... ne, also wenn die Schläge zu ungleichmäßige Pegel bringen, würd ich die Nase am Schlagzeug erstmal durch nen anständigen Drummer ersetzen. -> den Sound fetter und mehr wums zu verleihen ... ja, auf jeden Fall! :-) -> den Anschlag zu bearbeiten ... dafür würd ich wohl eher den Transient Designer von spl benutzen, aber das ist natürlich Geschmacksache. Grüße Markus
Hi, also erstmal vorweg (wie immer) es gibt kein Kochrezept. Aber mal einen Tip. um extrem Fette drums zu machen, so a la drum'n bass oder HipHop aber auch Rock (alles wo man offensichtlich merkt, dass die drums nicht mehr natuerlich klingen sollen), nimm mal Raumklang mit auf. Also mal ein Stereo paar 4-5 Meter aufstellen und aus denen nur so den Mist komprimieren. Die Raummiks klingen dann natuerlich nicht mehr so toll (alleine), aber zum original Signal dazugemischt, kann einem das schon ganz schoene Gaensehaut bringen. Ich habe auch schon aufnahmen mit zwei Stereo paaren (eines so 4-5 und eines 7-9 meter entfernt, oder einfach ein paar in den Raum und PZM's an die Waende "gebapt"). Ob das nun den erwuenschten Effekt bringt, weiss ich nicht, da mit "fett" unterschiedliches gemeint sein kann. Wenn man Rockaufnahmen macht, moechten die meisten eher klare kanckige drums haben, wenn ich nun von einer Massive Attack aufnahme oder auch Radiohead aufnahme rede, dann meine ich techniken wie oben angegeben. Viel Spass beim ausprobieren,
Hallo HaJo, ich stelle mir bei zwei Stereopaaren in unterschiedlichen Abständen vom Klangkörper gerade die aus den Interferenzen entstehenden Kammfiltereffekte vor. Meinst Du das ernst? OK, ich stelle die Frage mal anders: Lohnt sich das Experiment mit zwei Stereopaaren, um einen Klangkörper fetter (dichter, volumiger, fülliger, massiger) klingen zu lassen, wirklich? Wie groß sollte dann Deiner Meinung nach der Abstand sein, dass der Effekt eintritt? Dabei fällt mir gerade der "Abba"-Effekt ein. Dort wurden die Stimmen mehrfach aufgenommen und klingen aufgrund der dabei entstehenden natürlichen Abweichungen nach mehr. Allerdings wurden die Stimmen nicht von mehreren Mikrofonen simultan aufgenommen, sondern mehrfach hintereinander eingespielt. Sind die Verfahren vergleichbar? (=könnte ich auch sofort mit zwei Mikrofonen in unterschiedlicher Entfernung den gleichen Effekt erzielen?) Über eine Antwort würde ich mich freuen. Wolfgang
... ne, also wenn die Schläge zu ungleichmäßige Pegel bringen, würd ich die Nase am Schlagzeug erstmal durch nen anständigen Drummer ersetzen.
Ich weiss ja nicht ob du so die Möglichkeiten hast, dir aussuchen zu können, wer bei dir was einspielt. Aber bei mir (und bei den meisten) läuft es so, das da ne x-beliebige band reinkommt, und ihre Songs aufgenommen haben will. wenn zB der Drummer es nicht drauf hat ordentlich zu spielen, dann kannst du ja versuchen ihn zu ersetzen. Wenn ich das auch nur zur Sprache bringen würde, dann würde die Band mir sämtliche Adern aufschlitzen und mir Nägel in den Schädel rammen!!!! Mit Bands zu diskutieren bringt so ca 50% etwas. Solange die ein wenig verhandeln lassen. Wenn nicht, dann ist es dein Ding was du daraus machst. Egal wie scheisse der Musiker gespielt hat. wenn ich nur an diese Worte denke: "einfach den Drummer ersetzen..." tz tz dabei fällt mir ein, ich hab mein Testament noch garnicht gemacht. denn bis * Ari
könnte ich auch sofort mit zwei Mikrofonen in unterschiedlicher Entfernung den gleichen Effekt erzielen?)
Nein, denn es ist das _gleiche_ Signal etwas Zeitverzögert. (vernachlässigung desd Raumanteils). Zweimals Singen bzw. Spielen bringt ganze anderes Signale zustanden. Zwischen diesen gibt es kaum Kammfiltereffekte. Lediglich in den tiefen Frequnzen vielleicht. Aber bedingt durch ungenauses Spielen nicht bei jedem Ton gleich.
Hallo, zum Thema ABBA: Diese Doppelung wurde dort nicht nur mit den Stimmen, sondern mit den meisten, z.T. sogar mit allen Instrumenten gemacht. Durch technische Doppelung, egal ob mit Delay oder weiter entferntem Mikro kriegst Du nicht den gleichen Effekt, weil dabei die Zufallskomponente fehlt, und gerade die bringt Leben in die Bude. Martin
Moin! Natürlich ist es dreist, einfach zu sagen: "Ersetz den schlechten Drummer gegen nen guten", aber damit wollte ich eher die Methode anzweifeln, durch einen Kompressor die mangelhafte Performance des Künstlers zu korrigieren. Ari schreibt weiterhin:
Wenn ich das auch nur zur Sprache bringen würde, dann würde die Band mir sämtliche Adern aufschlitzen und mir Nägel in den Schädel rammen!!!!
Frage: Mit was für Musikern hast Du denn zu tun? Verkrachte Fleichermeisterexistenzen, Heimwerkerrohlinge oder andere Berserker? :-) Sanfte Grüße Markus
Wenn die Produktion schlecht ist war es der Produzent/Techniker. Wenn sie gut wird, dann ist ist es eben eine tolle Band. Hast du schon mal gehört dass vom Musiker anerkannt wurde, dass erst der Produzent/Techniker was hörbares draus gemacht hat? Im extremfall kommt dann noch die Bemerkung (wenn auch oft unterschwellig), dass ja im kleinen Studio nicht so die Möglichkeiten da sind und "die" in den grossen Studios viel teurere Technik haben...
Live nehm ich fast nur Gates für unseren Drumer. Im Prinzip kann man damit schon echt ordentlich arbeiten, die BassDrum bekommt dann einen schönen knackigen Bums. Compressoren werden meistens bei nur sparsam eingesetzt. Gruß Dirk
Hallo! Fingernägel in den Schädel, Fleischerhackermeister als Drummer, ... Klasse, habe mal wieder richtig gelacht. Schön, dass Ihr Euch den Spaß an der Musik auch nicht so schnell verderben lasst! Beste Grüße Wolfgang