Hi there! Für meinen Gesangslehrer hab ich anhand der Ausführungen von ebs (auf seiner Homepage) versucht, einen Adapter von Klein-Tuchel auf XLR zu basteln. Leider funktioniert das Mikrofon nur mit großer Verstärkung, und verzerrt dann total. Weiß jemand Rat für weiteres vorgehen/Fehlersuche? Das Mikrofon ist ein MBC-548, falls das jemandem was sagt. Phantomspannung ist angeschalten (48V). Gruß, tobi
TobiH hat einen Adapter von Klein-Tuchel auf XLR-Stecker für ein MBC-548 Mikrofon gebastelt. Leider funktioniert das Mikrofon nur mit großer Verstärkung, und verzerrt dann total.
Von der Type MBC-548 habe ich noch nichts gehört. Ist denn sicher, dass das ein Kondensatormikrofon für 48 Volt Phantomspeistng ist? Es gibt da noch die Tonaderspeisung oder das Mikrofon ist ein Bändchenmikrofon mit sehr geringer Ausgangsspannung oder das Mikrofon ist keine 200-Ohm Type, sondern ein hochohmiges Mikrofon für eine Heimtonbandgerät. Dann können die genannten Probleme auftreten. Viele Grüße ebs Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik: http://www.sengpielaudio.com
Hi ebs! Also auf dem Mikrofon steht definitiv MBC-548. Die Ausgangsimpedanz ist 500 Ohm. Also nicht niederohmig, aber bissle weniger als normal schon. Tonaderspeisung hab ich mir auch schonmal leise angedacht, aber wie kann ich das nachprüfen? Ist da mit nem Multimeter was zu machen (Diodentest o.ä.)? (Aufschrauben will ich nicht, da es nicht mir gehört) Grüße, tobi
Hi tobi, ich kann nur einmal laut in die Runde fragen, hat mal jemand etwas von einem Mikrofon mit der Bezeichnung MBC-548 oder so ähnlich gehört? Und hoffentlich wurde die Ausgangsimpedanz von 500 Ohm nicht mit einem Ohmmeter gemessen. Wie man einem Mikrofon von außen ansehen könnte, ob es vielleicht 12 Volt Tonaderspeisung hat, weiß ich nicht. Viele Grüße ebs
Hallo Tobi, Der Bezeichnung nach könnte das Mikrofon von der Firma MBHO sein. Wende Dich mal an die Firma MBHO unter der URL http://www.mbho.de. Es ist zwar auf der Webseite nicht zu finden, aber probier einfach mal per Mail dort anzufragen. Die Bezeichnungen für Kondensatormikrofone der Firma MB hatten früher den "C"-Suffix. Grüße Rainer
Servus Tobi, denke, daß dieses nicht das Mikro ist, sondern das Speisemodul. Die Impedanz kann und darf man nicht mit einem Ohmmeter prüfen. Habe selbst das Speisemodul MBP 648 A mit unterschiedlichen Kapseln. MBC 548 dürfte daher ein Vorgänger davon sein. Generell XLR Anchlüsse sind: 1 Masse - Phantomspeisung 2 + Signal (heiss) +Phantomspeisung 3 - Signal (kalt) +Phantomspeisung Habe mir gerade bei ebs die Anschlüsse nochmal angeschaut. Die Bezeichnung Klein-Tuchel kannte ich nur als DIN-Stecker. Hier gibt es aber Unterschiede. Was ist am Mikro dran und wo willst du hin? Du kannst ruhig bei mbho anrufen, Haun selber ist sehr hilfsbereit und nett. http://www.mbho.de/ Gruss Hansk
Hallo Tobi, es ist ein Mikro der Firma Haun (MBHO, siehe Link). Ich habe ein MBC 640, das geht nicht mit Phantomspeisung, sondern mit einer Batterie, und hat zudem auch einen asymmetrischen Ausgang. Vielleicht ist das bei Deinem ja auch so oder so ähnlich. Am besten rufst du mal bei Haun an, die sind sehr kompetent und hilfsbereit. (0 62 61) 79 70 Martin
Hi! Also auf die Idee, eine Impendanz mit nem Multimeter zu messen, muss man erst kommen :-) Ich hab es ganz einfach am Mikrofon-Schaft abgelesen :-) Ich hab an MBHO (hoffentlich stimmt die Reihenfolge) mal eine Mail geschrieben. Ob ich anrufe, weiß ich nicht, da die Homepage ein wenig unvollständig ist, bezüglich Kontaktinformationen. Danke für euer Antworten! tobi
Hallo! Ich hab jetzt mal angerufen. Es handelt sich wohl mit Sicherheit um Klein-Tuchel. Mein Adapter ist wohl falsch (obwohl die Belegung anscheinend richtig ist). Jedenfalls hat man mir sofort angeboten, das Mikrofon samt Kabel mal einzuschicken. So nen Service ist man in Deutschland ja gar nicht gewohnt... :-) Grüße, tobi
Lieber Tobi, offenbar ist ja bereits alles mit Herrn Haun geklärt. Dennoch kommt eine hoffentlich nicht zu redundante Zusammenfasssung auch für die Mitleser von mir: Das MBC 548 -ich habe aus meiner Jugend acht Stück davon, eines derselben lag mit zwei Kapseln (Niere und Messkugel) in der TMT-Mikro-Ausstellung vor zwei Wochen- wurde vom gemeinsamen Ahnherren der Fa. MB-Quart und MBHO seinerzeit noch in Neckarelz gebaut und aus Schwetzingen vertrieben. Seitdem ist sehr viel Wasser den Neckar hinabgeflossen, und auch ein Konkurs (ca. 1974) mit nachfolgender Firmenübernahme durch Peerless zu verzeichnen gewesen. Das MBC 548 ist ein rein phantomgespeistes, damit auf jeden Fall symmetrisch anzuschließendes Mikro (ich habe deine Adapter in verschiedenen Formen in Verwendung und nie Probleme gehabt) mit einer Ausgangsimpedanz von 200 Ohm. Auch bei Herrn Haun gab es noch den Nachfolger MBC 648. Eines meiner Mikros blieb einmal mit Trafoschaden liegen (aha, nicht nur bei "Der Bahn" vorkommend) und erhielt durch Haun in der für ihn typischen, freundlich-hilfsbereiten Art preisgünstig einen neuen. Es versieht noch immer -wenn auch gelegentlich- seinen Dienst: Ein FET, kein Spannungswandler, Phantomspannung ist also gleichzeitig die Polarisationsspannung der Kapsel. Beim Adapter ist anhand der Vorgaben von hansk die normgemäße Phasenlage innerhalb des Adapters zu beachten, sofern mit mehr als einem Mikro gearbeitet werden soll. Eines meiner Mikros kam vor dreißig Jahren übrigens ab Werk mit nicht normgemäßer Phasenlage... Ist eigentlich die Seriennummer des von dir verarzteten Mikros noch lesbar? Das vom Historiker mit herzlichem Gruß Viel Erfolg! Hans-Joachim
Hi Hans! Nachdem das mit der Phantomspannung jetzt auch definitv geklärt wäre, bleibt für mich nur noch die Frage, welche Pole ich vertauschen könnte, um zu testen, ob es an meinem Adapter liegt. Ich hab ihn folgendermaßen beschalten: Tuchel Mittelpin -> XLR Pin 1 (Masse) Die anderen Pins müssten ja egal sein, die ham ja nur Einfluss auf die Phasenlage des Signals. Bist du dir wegen der 200 Ohm sicher? Auf dem Mic steht definitiv 500 Ohm. Die Seriennummer ist noch lesbar, warum? Mein Gesangslehrer wird meinen Adapter morgen an einem anderen Mikrofon des selben Typs testen. Herr Haun hat gemeint, dass die Mics durch einen falschen Adapter nicht kaputt gehen dürften. Grüße, tobi
Lieber Tobi, hinsichtlich des Innenwiderstandes bin ich mir mit den 200 Ohm völlig sicher, weil auf meinen sämtlichen 8 Einzeltypen "MBC 548 200 Ohm" draufsteht, gefolgt von der Seriennummer (bei mir mehrheitlich in den 300ern). Deine 500 Ohm kommen mir eigenartig vor und sprechen in gewisser Weise für den unsymmetrischen Paralleltyp MBC 540, der aber einen fünfpoligen DIN-Anschluss besaß, von außen über einen Speisepin (neben zwei Batterien 22,5 V!) versorgbar war und zudem über die Verbindung zweier Einzelpins 'ferngesteuert' aus- und eingeschaltet werden konnte. An dieses Mikro ließ sich ein Speisezusatz anstecken, der einen Symmetrierübertrager mit Phantomspeisemöglichkeit enthielt. Sollte dein Mikro etwa zu diesem Typ gehören? Dann aber müsste die Typenbezeichnung MBC 540 lauten und ein Zusatzbauteil am eigentlichen Mikrofon angesetzt sein. Ich kann dich mit einigen Fotografien in Kopie versorgen, die ich aus der damaligen Zeit noch habe, benötigte dafür aber deine E-Mail-Adresse. Die Seriennummer interessierte mich deshalb, weil ich das Fertigungsdatum auf vor oder nach dem Konkurs festlegen wollte (grüne oder schwarze Kunstlederbox; ist der Frequenzschrieb noch da?). Ich besitze auch noch die Innenschaltungen sowohl des 540 als auch des 548, die du von mir auf Anforderung gerne erhältst. Übrigens kann man die Mikros auch relativ problemlos zerlegen und nachsehen, um welchen Typ es sich handelt, denn die Kapseln und die generelle Bauweise gleichen sich. Problematisch sind allein die etwas empfindlichen Madenschrauben am Steckeinsatz, die rechts herum eingedreht werden müssen und nach einem sehr hochwertigen Uhrmacher-Schraubendreher verlangen, um nicht vermurkst zu werden: Lage des Steckeinsatzes markieren, Kapsel abdrehen, beiseite legen und von oben her den Plastikeinsatz mit dem Daumen aus dem Messingrohr treiben. Mitunter lässt sich, wenn die Kabel lang genug sind, auch schon nach der Entnahme des Steckeinsatzes allein (vorsicht, die Litzen brechen!) beim Linsen ins nun offene Mikrofonrohr der Übertrager oder aber die ungewöhnliche Kabelbeschaffenheit des unsymmetrischen 540 erkennen. Ich hoffe, du weißt, wie der Pluspol der Phantomspannung (mit 2x 6k8 auf besser als 0,5 % ausgesucht) einzukoppeln ist, denn dein Hinweis zum Massepol ist vollkommen korrekt. Eigentlich müsste das Mikro sofort arbeiten, wenn die +48V über die beiden mittenverbundenen 6k8-Widerstände jedem Übertragerschenkel zugeführt sind. Hinsichtlich des Kaputtgehens besteht allein eine gewisse Gefahr für den Übertrager, wobei ich gewisse Probleme mit deinem Terminus 'Adapter' habe, denn das Mikro besteht bei mir nur aus Verstärkerrohr und Schraubkapsel. Oder sollte dein "Adapter" das zugehörige Phantomspeisegerät sein? MB-Speieseeinheiten der damaligen Zeit haben keine internen Trafos, müssen also symmetrisch (oder über eine 'Kunstschaltung') abgeschlossen werden, sonst funktioniert die Speisung nicht. Dazu gab es schon einmal einen verdienstvollen Thread hier im Forum. Also: Auf Anfrage gibt es bei mir allerlei, von Fotos bis zur Innenschaltung und zu Erfahrungen beim Einsatz. Ich höre vielleicht bis hoffentlich (Erfolg?) von dir und danke den Mitlesern für ihre Geduld... Hans-Joachim
Hallo Hans! Mhh, also die Seriennummer lautet 1363, die Box ist schwarz, Frequenzschrieb liegt auch noch drinne :-) Das mit den 200 Ohm verwundert mich auch, es steht wirklich MBC-548 drauf. Vielleicht brächte ein Blick ins innere wirklich neues, allerdings holt mein Gesangslehrer das Mikro morgen wieder ab. Die Schaltung innen interessiert mich wirklich, vielleicht kannst du mir die trotzdem mal mailen. Meine Adresse lautet [E-Mail-Adresse entfernt]. Mein Adapter enthält auch keine Spielereien, es ist ein reiner Kabel-Adapter, der an einem B*h*i*g*r-Mischpult angeschlossen ist. Das Mikro ist übrigens schwarz, und sieht aus wie eine Maglight, oder jede x-beliebige andere Taschenlampe. Grüße, tobi
Lieber Tobi, habe gerade noch die Bilder vom 'Inner-Circle' der TMT angesehen, sonst wäre ich gegenwärtig wohl schon auf der Suche nach Schlaf.... Die Sachen für dich suche ich heraus, weshalb du in den nächsten Tagen 'was' in deiner Box vorfinden wirst. Die 500 Ohm müssen einer späteren Serienoption angehören, wofür auch die Seriennummer spricht. Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass dein Lehrer hier Mikros einer Serie für die USA erwarb? Denn ich frage mich, was damals (ca. 1978/79) noch ein solch hochohmiges Mikrofon mit Phantomspeisung (!) sollte. Meine höchsten Seriennummern (zwei nach dem Konkurs beschaffte Exemplare) liegen in den 700ern, die Mikros sind zudem nickel eloxiert. Dein Mikro gehört also einer noch späteren Zeit, wahrscheinlich noch der Peerless-Ägide an. Aus dieser Zeit besitze ich aber wohl noch einige MB-Werbematerialien, die man auf deinen Mikrotyp hin abfragen könnte. Überdies wäre der damalige Chef der MB-Mikroabteilung, Herr Schneider, grundsätzlich auch noch anzugehen. Der sollte eigentlich wissen, was er bei MB über die Jahre getan hat. Nachdem man beim Behringer-Pult eine funktionstüchtige Speisung voraussetzen muss, namentlich bei diesen Mikros (Speisestrom 0,4 mA...), sollte das Ding eigentlich einen tadellosen Schrei tun. Welche Empfindlichkeit hat 'deine' Kapsel (wohl Niere) eigentlich gemäß Pegelschrieb? Das war es dann einstweilen. Bis demnächst! Hans-Joachim
Hallo Hans-Joachim! Viele Dank für deine viele Postings, und für die lange und sehr informative e-Mail! Ich habe mir erlaubt, sie meinem Gesangslehrer direkt weiterzuleiten. Du kannst mir gerne glauben, das Mikrofon hat bei mir auch viele Fragezeichen verursacht (beim Stecker angefangen ;-). Auch die Kapsel lies sich nicht abdrehen, jedenfalls nicht mit "normalen" Kräfteverhältnissen. Frequenzschrieb war dabei, die Empfindlichkeit lag bei 0,5 mV/µBar (oder Pascal? - k.A.). Und es sah nicht sehr linear aus. Naja, das Mikrofon ist jetzt nicht mehr in meinen Händen, und von daher auch nicht mehr mein Problem. Ich werde aber trotzdem die Ganzen Infos noch an meinen Lehrer weiterleiten. Und nochmals Danke für die vielen Mühen! tobi
Kann es sein, dass dieses Mikro exakt 48 Volt Phantomspeisung benötigt? - Die liefert nach meinem Kenntnisstand nicht jedes Behringer Mischpult (sondern deutlich weniger).
Hi! Also, heute in der Gesangsstunde hat es komischerweise (an einem Studiomaster Mischpult) getan. Mein Behringer liefert exakt 48 V (mit Multimeter gemessen), kann aber natürlich sein, dass das Ganze unter Last zusammenbricht. Naja, who cares now - es tut ja :-) Danke nochmal an die vielen Helfer!! Grüße, tobi
Hallo Christoph, Es gibt Kleinpulte von Behringer die wesentlich weniger als 48 Volt P-Speisung liefern. Ein Betrieb von 48-V-Mikrofonen ist damit nicht möglich. Doch muß ein Mikrofon mit normgemäßer P48-Speisung auch noch mit 40 Volt laufen. Diese Kleinmischpulte von Behringer haben z.T. nur 18 Volt P-Speisung. Ich hatte das Problem auch schon mal mit einem Kleinmixer von Behringer.