Hi!
Trotzdem würde ich diese Frage als berechtigt betrachten, ein Plug-In, was alles automatisch macht, wird es natürlich nicht geben,
Ohne Anspruch auf Richtigkeitund Vollständigkeit:
Also, z.B. mit der Bassdrum beginnen und z.B. bis -10 dB aussteuern, danach sachte den Bass druntersetzen sowie die anderen Druminstrumente
(Snare z.B. gleich laut mischen wie die BD, sodaß sich ein homogenes Gesamtbild ergibt.
Danach die anderen Instrumente platzieren und zwar im Stereobild (gilt auch für die Drums außer der Bassdrum).
Bestimmte rhythmische Instrumente wie Shaker, HiHat, usw. ruhig extrem weit außen positionieren (gilt bei Pop-Musik; nicht so extrem, wenn ein Original-Schlagzeug abgebildet werden soll).
Dann den Rest dazumischen und zwar so, daß sich nach Möglichkeit schon in etwa ein Pegel von 0dB ergibt.
Den Rest machen dann Summenkompressoren, Anhebung mit anschließender Limitierung, Loadness Maximizer und die netten Sachen, die einen
Mix so richtig schön plattmachen (aber laut).
Wichtig sind z.B. Tricks, mit denen Flächen breiter gemacht werden (also z.B. doppeln, auf die beiden äußeren Positionen im Stereobild setzen und
Ebenfalls wichtig: sparsamer, aber effektvoller Umgang mit Hall, meine ersten Mixe hörten sich an, als seien wir in eine Grotte gestiegen (taugt nichts, wie war das, Hall hört man nur bei Schlagern oder Demos... :-) )
Ansonsten sind nach meiner Einschätzung bei fast allen Pop-Produktionen die einzelnen Kanäle mehr oder weniger komprimiert (compressed to fuck).
Extrem wichtig ist ebenfalls exaktes EQing, d.h. das Instrument in dem Bereich anzuheben, in dem es am besten klingt,
z.B. eine Bassdrum bei ca. 60-100 Hz (je nachdem) oder eine Gitarre eher in mittleren Frequenzbereichen (z.B. bei 1 kHz)
sowie brutales Absenken in Bereichen, in denen das instrument nichts verloren hat, z.B. den Tiefenanteil bei einer Closed gespielten HiHat kann
Über den Geschmack kann man sich sicherlich streiten, fest steht auf jeden Fall, daß man Sachen damit extrem laut bekommt.
Schlimmer! Es wird so etwas als solches Verkauft werden. Gibt meines wissens schon. Komm aber jetzt nicht auf den Namen.
(So'n Multiband-Kompressor, Frequenzgangangleicher. Einfach Lieblingsmusik scannen lassen. Davon die Paramter bestimmen lassen und über den eigenen Mix rattern lassen: voila, das professionelle Masterin ist fertig.)
Jedenfalls wird sich das/sowas etablieren, denn man kann das kosten- oder zeitaufwendige Mastern sparen. Und die Musik wird abermals ihr Durchschnittsniveau absenken.
Sowas Kommentier ich immer gerne und ich freue mich schon auf die mindestens n+1 anderen Meinungen der n anderen Tonleute.
Mit Bassdrum und Snare beginnen ist ok. Aber ich würde erstmal alle wichtigen Intrumente und z.T. auch den Gesang langsam aufziehen bis alles in etwa gut gemischt ist. Bevor ich überhaupt an irgendwas weitermache.
Das z.B. hängt ganz von der Art der Snare ab. Je fetter und tiefer die Snare desto lauter muss sie sein um sich durchzusetzen. Bei mir ist die Snare fast immer laute als die BD. Daher lieber Snare als Massstab nehmen. Oder das lautere von beiden.
Würde ich auch später machen. Ausser bei Sachen die Klar sind. Overheads und Keyboards. Bewährt hat sich für den _Anfang_ auch alles erstmal Mono zu mischen und auf einem Monitor abzuhören. Dann auf dem anderen. Das Gehör ermüdet so nciht so schnell als wenn man sich mehrere Stunden frontal beschallen lässt. Nach einer halben Stunde volle Frontalbeschallung würde man auch diesen Roughmix schon gut finden.
Vosicht. Sind diese Groove bestimmend dann kann der Mix/Song auf einer Anlage bei der nur eine Box geht oder wenn man direkt neben einer Box steht/sitzt zusammenbrechen. Man schauen sich dazu mal die Boxenanordnugn in machen Wohnzimmern, Kneipen etc. an.
Die anderen Instrumente addieren zum lautesten Schlaginstrument ca. max 5dB. Erfahrungsgemäss macht man beim Mixen immer alles lauter. D.h. die Lautstärke steigt stetig. Irgenwann clippt es dann und man muss alles leiser machen und der Mix beginnt erneut. Deshalb lieber geringer Pegel. Wenn man 24bit abmischt ist genug footroom um auch mal einen Song bei -30dB abzumsichen. Und später zu normalisieren.
Das ist der letzte Schritt. Erstmal muss der Mix an sich ausgewogen und laut sein. Jedes Intrument an seinem (Frequenz-)platz.
Ein guter Trick wie man das merkt ist u.a. mal in den Nachbarraum gehen und von dort aus hören oder im Sommer von draussen. Oder im Auto. Oder im Auto aber Türen zu und von aussen hören. Man glaubt gar nicht wie gut das Gehör es gelernt hat Musik nebenbei unter schlechten Bedingungen zu hören. Das muss man ausnutzen.
zeitlich leicht verschieben (oder sogar leicht verstimmen, je nachdem, welchen Effekt man erzielen möchte).
Vosicht: Monobildung, Kammfiltereffekte.
Hall zuletzt um Tiefe und Atmosphere zu erzeugen. Ja. Aber hör dir mal auch diverse Jazzsachen an. Da ist auch ordentlich Hall dran.
Nur wenn sie miess aufgenommen und/oder gespielt wurden. Ein ordentlicher Musiker und ein ordentliches Intrument produziert auch von sich aus eine ausgewogene Dynamik. Ich ertappe mich immer dabei immer genau dann an Kompressor zu denken, wenn der Musiker/Instrument unausgewogen ist. Bei Gesang ist das fast zwangsläufig. Vorallem wenn er sich über einem fetten Mix behaupten will. Dann bleibt nix anderes übrig als zu komprimnieren. Beim Bass teilweise auch. Weil da die Töne oft nicht gleich klingen.
Nicht ganz. Sondern wie es am besten im Gesamtmix klingt. Ein Piano kann z.B. wunderbar mit seinen Bässen klingen. Bei einer harten Gitarrenwand stört das aber und das Piano hat eher dünn und hart zu klingen.
Desweiteren ist der Frequenzbereich der klingt nicht der Frequnzbereich dem man am EQ einstellt. Beispielsweise kann man bei einem Bass die 60Hz boosten, aber trotzdem kann er sein Maximum bei 150Hz haben. Die 60Hz waren in dem Fall eben nur zuuu leise.
Bassdrum und überhaupt Trommeln sind schwierig weil sie Resonanzen haben. Eine Bassdrum die bei 100Hz klingt hat meist nicht mehr viel allzuviel darunter. Sie wird bei 60Hz nicht klingen. (die meisten Drummer stimmen eh zu hoch)
Wozu wenn es eh nicht da ist. Zu brutal darf man nämlich auch nicht cutten, sonst klingt das Instrument zu dünn oder dumpf.
Laut != gut.
Hör dir mal CDs an die vor 10Jahren gemastert wurden. Die sind nicht so laut.
Ich habe mal einen Song von mir gemastert. Habe bestimmt 20 Varianten auf CD gebrannt und angehört. (Qn, L1, C1, C4, SPL charisma, T-Comp) Weil ich so laut sein wollte wie eine bestimmte CD. Letztendlich war die beste Variante die am wenigsten bearbeitete (C4 und L1 nur leicht, L1 nie mehr als 6dB gain Reduction, durchschnittlich max. 3dB). Die lauteste war verzerrt. Aber laut. Hatte was (ist eh Metal von daher stört Verzerrung nicht wirklich), aber nervt schnell.
Und der Wumms der Trommeln lässt auch nach wenn zu viel plattgedrückt wurde. Es sei denn man kalkuliert das schon vorher ein und macht sie etwas lauter als sie eigl. sein sollten.