MUSIK + TECHNIK - STUDIUM

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
...weiß nicht ob das thema herpasst...bin aber für jede hilfe dankbar:

da ich auf den gebieten technik und musik sehr interessiert bin, habe ich mir gedacht, dass der tontechniker genau das richtige für mich ist...nun muss ich erfahren, dass man das nur in potsdam oder düsseldorf studieren kann, mit teilweise unmenschliches aufnahmebedingungen (wo soll ich z.B. ein 26 wöchiges praktikum herbekommen?...im sommer ist mein zivi vorbei!)...außerdem habe ich "nur" eine keyboardausbildung und mein sehr gutes abi nützt mir da wenig...gibt es denn nirgends einen ähnlichen studiengang, der musik und technik verbindet(über den illusorischen tonmeister brauchen wir garnicht zu reden)? was könnten alternativen für mich sein?
...wäre äußerst nett, wenn jemand mir seine erfahrungen und vorschläge unterbreiten könnte!!
danke
tomatenfisch
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Antwort#2
Ich weiß zwar nicht, ob Tomatenfische irgendwo ans Pult gelassen werden, aber vielleicht hast Du ja auch einen richtigen Namen. Nun gut, dann mal zur Sache: Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, in die Welt der Tontechnik hineinzuschliddern. Wenn Du in diesem Jahr mit dem Zivildienst fertig bist, dann wirst Du vermutlich so etwa 20 oder 21 sein, richtig? Ist doch ein prima Alter. Wenn Du als realistischer Mensch es Dir bereits abgeschminkt hast, ein Tonmeisterstudium an der UdK Berlin oder in Detmold zu beginnen, dann hätten wir die erste Hürde ja schon mal genommen. Das wäre für Dich tatsächlich nicht zu schaffen. Dennoch stehen Dir mehrere Möglichkeiten offen: Man kann an verschiedenen Universitäten Elektroakustik studieren und nennt sich dann Toningenieur. Dann gibt es Fachhochschulen, die ebenfalls verschiedene Studiengänge anbieten. Zum Beispiel auch im Bereich "Veranstaltungstechnik". Die HFF in Potsdam hat zwar ebenfalls gepfefferte Aufnahmeprüfungen, aber die könnte man sich mal antun. Wenn es unterhalb der Universität oder Fachhochschule sein darf, dann gibt es den Ausbildungsgang zum "Mediengestalter Bild und Ton", da kommt es sehr stark auf das ausbildende Unternehmen an, wo es die Schwerpunkte setzt. Ist natürlich auch alles ziemlich überlaufen, aber nicht ganz aussichtslos. Und wenn es jemanden gibt, der Dich finanziell unterstützt, dann sei auch die SAE empfohlen. Du musst einfach mal in Dich hineinhören, was Deine wirklichen Ziele sind. Dann wirst Du irgendwann wissen, was Dein richtiger Weg ist. Das lässt sich aus der Ferne sehr schlecht sagen. Aber es kommen sicher noch weitere Anregungen von anderen. Ich zum Beispiel habe Politikwissenschaft studiert, weil ich mich mit Ton und später auch Kamera schon seit Kindheit beschäftigt habe und mich dann eher noch auf einem inhaltlichen Gebiet fitmachen wollte. Das war aus heutiger Sicht die richtige Entscheidung.
Matthias


Matthias Köhler Film- und Fernsehproduktion
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Antwort#3
"Tomatenfisch" denkt sich, dass der "Tontechniker" genau das richtige für ihn sein müsste. Das kann ja sein.
Als Ergänzung zu den deutlichen Hinweisen von Matthias Köhler:
Es gab einmal das Dreier-Team von Aufnahmeleiter = Tonregie, Toningenieur am Pult und Tontechniker als Maschinen-Bediener und Script-"Girl". Letzteres willst du bestimmt nicht machen. Aber so war es beim Rundfunk üblich. Der wirkliche Tontechniker ist schon längst von der Automation ersetzt worden. Das hat selbst der ARD-Rundfunk erkannt und er hat darum auch seine betriebseigenene Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg eingestellt. Als DJ und Unterhalter kann man manchmal auch mit einer SAE-Ausbildung bei guten Beziehungen bei einem Privatsender nachts einsteigen.
Empfehlenswerter ist aber eher ein vernünftiges Studium der Elektrotechnik, wobei du ja in die Kommunikationstechnik und in die "Medientechnik" (was immer das sein soll) reinschauen kannst. Dann hast du wenigstens eine vernünftige solide Grundlage, mit der etwas anzufangen ist.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com


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Antwort#4
Eberhard,
Dir war unklar, was Medientechnik ist. An der FH Düsseldorf ist der Ton-/Bildingenieur-Bereich deutlich ausgedehnt worden und ist auf
www.medien.fh-duesseldorf.de/html/fbmedien1.html
zu begutachten.
Vor wenigen Monaten hatte ich mal ein Telefonat mit meinem ehemaligen Diplom-Betreuer, W. Schaffrath, und der sagt, dass für Medientechnik zwar keine Aufnahmeprüfung nötig ist, aber nur Bewerber mit Abi-Note 1,5 oder besser angenommen werden.
Man lernt jeden Tag dazu.
Viele Grüße
Michael H.
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Antwort#5
Michael schrieb: An der FH Düsseldorf ist der Ton-/Bildingenieur-Bereich deutlich ausgedehnt worden.
Ich schrieb, dass man auch "Medientechnik" (was immer das sein soll) studieren könne. Damit wollte ich darauf hinweisen, das mit dem Wort "Neue Medien" überwiegend ein schicker Mantel gefunden wurde, der vielfach missbraucht wird und bei nur "alter Wein" in neuen Schläuchen angeboten wird.
Das mag im Falle Düsseldorf vielleicht gerade nicht so zu sein. Ein Blick im Interent auf die Lehrpläne dieser wie Pilze aus den Boden schießenden Lehrstätten zeigt dieses überdeutlich: Sehr viel heiße Luft - und leider wenig dahinter. Das hat Ähnlichkeit mit den zu aufgeblasenen Aktien bestimmter Bereiche.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



http://www.sengpielaudio.com.
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Antwort#6
Hallo Erberhard,
ich glaube wir wissen alle, dass man mit einer SAE- Ausbildung nicht die Berliner Philharmoniker aufnimmt, oder an DIN-Normen mitarbeitet. Die Behauptung, dass man als DJ oder Unterhalter endet, halte ich aber für etwas vermessen. Ich kenne schon einige, mich eingeschlossen, die nach der SAE einen Arbeitsplatz erhalten haben, der ihren Vorstellungen entsprach.
Niemand sollte mit dem Glauben von der SAE gehen schon alles zu können, aber eine Grundlage sich weiterzubilden ist es sicherlich.
Nick
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Antwort#7
Es gibt auch noch die SfT in Wuppertal und Regensburg. Die Dozenten sind interessierter an Dir als auf der SAE, der Chef lehrt noch selbst mit, alles ist etwas persönlicher. Kosten und Durchfallrate sind in etwa gleich.
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