Powerabhöre

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich würde mir gerne eine ordentliche Power-Abhöre ins Studio bauen, gerade um handwerklich den Bassbereich besser in den Griff zu bekommen (die NS10 taugen da so dermassen wenig ;-). Ich tendiere zu den GENELEC 1032AM, die mir beim Probehören am besten gefallen hatten.
Zwei Fragen hätte ich da:
1.) Habt ihr Erfahrungen mit der Abhöre, oder kennt ihr empfehlenswertere
Abhören in dieser Preisklasse?
2.) Welche Möglichkeiten der Montage im Studio habe ich? Ich würde sie gerne hängend montieren, da meine Mischpultkonsole recht hoch ist. Platz für Ständer wäre zwar da, aber die müssten mindestens 1,60 hoch sein und dementsprechend müssten die Boxen nach unten geneigt werden.
Vielen Dank für alle Tipps,
Mazze
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Antwort#2
Die Genelec 1032 sind absolut brauchbar, das hast Du ja bereits selbst herausgefunden. Damit bist Du sogar schon im richtig guten Bereich, also nicht etwa im unteren Drittel. Mal so zur Einordnung: Die werden inzwischen bei vielen Sendeanstalten (Radio und Fernsehen gleichermaßen) und Studios eingesetzt. Alternativ kannst Du Dich auch mal auf die Suche nach gebrauchten K&H O 96 machen, die kriegt man sogar schon für etwas weniger. Aber wenn Du keinen Stress mit der Sucherei haben willst und generell bereit bist, das Geld auszugeben, dann kauf die 1032. Damit machst Du wirklich nichts verkehrt. Denke aber auch an eine vernünftige Aufstellung, da gibt es von der Firma Högel genau passende Halterungen für alle möglichen Situationen.
Matthias


Matthias Köhler Film- und Fernsehproduktion
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Antwort#3
Jo, danke für die Tipps. Die Genelecs hatten vor dem Probehören auch schon Vorschusslorbeeren bekommen, man ist da ja immer schnell befangen, was das Hören betrifft.
Die Aufhängungs-Firma kannte ich bis dato noch nicht, hab aber immer sowas gesucht. Danke für den Tipp!
Das mit dem Preis geht schon klar. Es gibt Dinge an denen sollte man nicht sparen, und dazu gehört vor allem die Abhöre. Sparen kann man an vergoldeten Steckern ;-)
Viele Grüße,
Mazze
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Antwort#4
Moin, Du schriebst:
Es gibt Dinge an denen sollte man nicht sparen, und dazu gehört vor
allem die Abhöre. Sparen kann man an vergoldeten Steckern ;-)
Beide Sätze sind goldrichtig! :-))
Matthias


Matthias Köhler Film- und Fernsehproduktion
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Antwort#5
Hallo Matthias,
Du schreibst: "Sparen kann man an vergoldeten Steckern ;-)"
Ich bin da "geteilter" Meinung. Es sieht zwar fatal nach "hifi-Voodoo" aus, aber vergoldete Steckerstifte können in Gegenden von Vorteil sein, wo agressive Luft ist. Z.B. in Gebieten mit viel chemischer Industrie, dort werden nicht goldbeschichtete Steckerstifte oftmals mit der Zeit schwarz. Der WDR verwendet z.B. in seinen Ü-Wagen durchgängig vergoldete Stecker.

Grüße
Rainer
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Antwort#6
Hallo Maaze,
die Genelec 1032 sind in der Tat hervorragende Boxen. Allerdings ist man bzgl. der Aufstellung etwas eingeschränkt: Was diese Boxen überhaupt nicht mögen, ist eine Nahfeldaufstellung oder gar eine "liegende" Position - absolut tödlich. Ich würde grob schätzen ein Hörabstand von allermindestens 2m ist notwendig, damit diese Boxen wirklich gut reproduzieren.
Als Alternative würden sich die (leider teureren) Genelec 1037 anbieten, die sind in diesem Punkt deutlich besser. Und auch der etwas kleineren Mackie HR824 würde ich mal eine Chance geben, die kann sich gegen die 1032 wirklich ganz gut behaupten.
Gruß,
M.
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Antwort#7
Hallo Mazze,
ich habe in diesem Forum glaube ich schon darüber geschrieben, (suche einfach mal nach Dynaudio) und muß sage, daß ich die Gelegenheit hatte, im letzten Spätsommer Adam, Mackie und Genelec im selben (Vorführ-) Raum zu hören. Im Vergleich zur Dynaudio BM 6A.
Meine Erfahrung ist, daß die Dynaudio die sauberste Wiedergabe hat: keine verschwommenen Bässe (hörbar z.B. bei japanischen Trommeln), in der Mitte keine "Loch" und oben weder zu blaß noch zu scharf.
Außerdem gibt sie Raumakustik auch tatsächlich wieder (aber natürlich nicht übertrieben), während andere Boxen total flach dagegen wirken.
Diese Dinger werden zur Zeit noch bei Musik-City zum Superpreis von 1490 Eus pro Paar angeboten. Das sind etwa 800 Euer gespart im Vergleich zum empfohlenen Verkaufspreis.
viele Grüße,
Christian



BM 6A bei Music City Köln
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Antwort#8
Hi Rainer,
also habe mich immer gefragt warum die goldene Stecker benutzen? das die öffentlichen goldene Stecker benutzen, liegt glaube ich nur daran, daß sie Geld loswerden müssen damit die GEZ schön hoch bleibt.
folgen wir mal den Fakten, ich habe ein Kabel mit goldenen Kontakten; dieses Kabel stecke ich in ein Mischpult rein. Und nun zur Frage: Hast du jemals ein Mischpult gesehen, welches goldene Kontakte hat? Ich nicht! Ich habe schon einiges bei den öffentlichen gebaut; und das was die machen ist echt lachhaft!
Anderes ist, gehen wir mal von "aggressiver Luft" aus!
Richtig ist, daß goldenene Stecker nicht so schnell "oxidieren" wie normale. Bloss interssiert es mich überhaupt nicht, wenn der Stecker nach 15 Jahren ( normale ) oder nach 25 Jahren ( goldenene ) oxidiert, da der Stecker dort eh nicht mehr lebt, sondern entweder ist der Ü- Wagen dann schon verschrottet, oder der Stecker ist ausgelullert, Kabelbruch, Umbau,etc.
Also ist es nie gerechtfertigt, goldene Stecker zu kaufen.
Wie macht du das denn eigentlich mit dem Mischpult und den "normalen" Kontakten??
Fragen über Fragen
Bis denne
Maini


meine Arbeit
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Antwort#9
Hallo Maini,
Du schreibst: "...daß sie Geld loswerden müssen damit die GEZ schön hoch bleibt."
Das kann ich so nicht stehen lassen, denn es stimmt einfach nicht. Es hat schon einen technischen Grund, wie ich ihn angeführt habe. Ich habe in meiner Industrietätigkeit die Ausschreibungen der ö.R. RF-Anstalten bearbeitet und da werden auch die Stageboxen, die Kabeltrommeln etc. mit vergoldeten Kontakten gefordert. Es macht keinen Sinn, wenn auf der einen Seite ein normaler Kontakt ist und auf dem Gegenstecker ein vergoldeter, wegen auftretender Thermospannungen. Die großen Mischpulte die die ö.R. benutzen sind ja alles kundenspezifische Entwicklungen und Konfigurationen, da ist es kein Problem, alle Steckverbindungen mit vergoldeten Steckern auszulegen.
Es mag durchaus sein, daß da manches "Adapterkästchen" mit gerade vorhandenem Lagermaterial oder ausgeschlachtetem Gelärr zusammengestoppelt wird, aber bei großen Projekten kommen solche Basteleien nicht vor. Allerdings gibt es bei Rundfunks den berühmten Satz aus der Rundfunkbibel Kapitel 1 Vers 1: "Die Wege des Rundfunks sind unergründlich". Es ist also machmal schon nicht ganz einsehbar warum manches so und nicht anders gemacht wird.
Und was die "Haltbarkeit" eines Ü-Wagens betrifft: Im Allgemeinen muß solch ein Fahrzeug durchaus seine 15 Jahre halten. Der Ü-Wagen den wir in 1986 für den SDR gebaut haben (noch klassische Analogtechnik!) läuft heute noch und ist auch noch im Einsatz, wie ich kürzliche in der Verbandszeitschrift des VDT gelesen habe. Das bedeutet letztendlich, daß man schon auf Langzeitverwendung planen muß.
Grüße
Rainer
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Antwort#10
Hi Rainer,
ich habe mal ein paar Studios für den ÖR gebaut, und musste mich natürlich auch mit dem Pflichtenheft ein wenig befassen, und vieles ist wirklich ein wenig unnütz.
" Die Wege des Rundfunks sind unergründlich ", das Sprichwort stimmt, ist o.k.,
aber es gibt bei den ÖRs tausende Verbindungen "normal" auf "gold"
Beispiel: PCX - Karten
Soundcraft Spirit
Lemo Steckfelder
Wie soll das mit dem Pflichenheft verbunden werden??
Nur einige Beispiele die ich selber gesehen habe.
Das sind jetzt wirklich keine Adapterkästchen oder so.
Und dazu kommt, daß wenn eine Entscheidung getroffen werden muss, sei sie auch noch so klein, kommen 10 Leute an mit irgendwelchen Titeln vorneweg, die ihren Senf dazugeben, aber im Endeffekt keine Entscheidung getroffen wird, weil keiner auch nur ansatzweise irgendwie Verantwortung übernehmen will.
Die meisten von den Leuten haben meist eh keine Ahnung, was sie brauchen, insofern entscheiden sie sich für das teuerste ( meist Lawo ), weil das alles kann, was sie nie im Leben brauchen werden.
Ich finde man könnte lieber über die ÖR ansich diskutieren, das finde ich spannender, da wie ich finde ob Gold oder nicht ist Ánsichtssache, da ich meine man braucht sie nicht, nur in Ausnahmefällen!!
Grüsse
Maini
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Antwort#11
Es gibt einen Grund goldene Stecker zu benutzen. Nämlich den wenn man die Steckerfarben als Farbcode benutzt wie ich. Goldene chinch-Stecker führen bei mir immer SPDIF, silber oder andersfarbig analog audio.
Aber das ist völlig was anders...
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Antwort#12
Hi zusammen,
danke für die vielen Tipps. Ich werde mich wohl nochmal ans Hören begeben und intensiv weitervergleichen bis ich das Geld ausgebe.
Das mit den "vergoldeten Steckern" war garnicht so ernst gemeint, wollte da keine Diskussion lostreten. Aber interessant wars schon, zu lernen, dass es tatsächlich einen Anwendungsfall für die Dinger gibt. Glücklicherweise hatte ich in meinen Räumlichkeiten nie Probleme mit Korrosion und deswegen revidiere ich den Satz zu "[...]unnötig sind z.B. vergoldete Stecker in korrosionsfreien Räumen und auch da nur unter Vorbehalt und ohne Gewähr!" ;-))
Viele Grüße,
Mazze
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Antwort#13
Hi Maini,
Zitat: "...Ich finde man könnte lieber über die ÖR ansich diskutieren"
Da geb ich Dir recht...! Man denke nur an die Titel... "der Herr Professor", "der Herr Studienrat"... und ... und ... und...
Hatte mal einen österreichischen Abteilungsleiter, der sagte, daß in ÖR die Titel zählen .
Wir hatten (ich war früher bei Lawo) auch schon Aufträge vom ORF. Zum Glück hat die ein anderer Kollege bearbeiten müssen und der Kelch ging an mir vorüber.

Grüße
Rainer
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Antwort#14
Oder meintest Du mit ÖR die öffentlich rechtlichen anstatt den österreichischen Rundfunk? Dann habe ich das falsch interpretiert. Aber trotzdem sind die Österreicher mit ihren Titeln schon köstlich.
Grüße
Rainer
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Antwort#15
Lieber Rainer!
Ich kann dem nur Zustimmen, und als besonderes Panoptikum die Homepage der Wiener Staatsoper empfehlen, wo man bei der Online-Kartenbuchung aus ca 25 Titeln - vom Magister, Doktor, bis zu Hofrat, Oberstudienrat etc... wählen darf.
Die Titel zählen bei uns sehr - interessanter weise wird auch die Frau eines Doktors zur Frau Doktor... - und es ist dabei nicht einmal wichtig, welchen Titel man hat - hauptsache man hat ihn... Ohne Titel ist man nichts und hat kaum Chancen etwas zu werden (und der Titel muss nichteinmal fachspezifisch sein, hauptsache irgendein Mag/DR/Dipl.Ing).
Aber nicht desto trotz sind wir Österreicher sehr nette und umgängliche Leute - ODER???? :)))
Herzlichen Gruß
Georg



Dr. Tonzauber Mag. einfach klassisch!
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Antwort#16
Georg der Tonzauberer schreibt:
Aber nicht desto trotz sind wir Österreicher sehr nette und umgängliche Leute - ODER???? :)))

Aber sicher doch, küss' die Hand.
Viele Grüße
ebs
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Antwort#17
Kartenbuchung aus ca 25 Titeln - vom Magister, Doktor, bis zu Hofrat, Oberstudienrat etc... wählen darf.
interessanter weise wird auch die Frau eines Doktors zur Frau Doktor...
Aber nicht desto trotz sind wir Österreicher sehr nette und umgängliche Leute - ODER???? :)))
Und was ist wenn ich Bundesminister a.D. oder Landeshauptmann-Stv. auswähle?
Wird das gegengecheckt?
Und dann gibts auch eine Frau Ingenieur? Oder werden Oxymorons auch ausgefiltert...?
Na ja. Die Vergangenheit kennt auch andere Beispiele...wieso fällt mir jetzt die Neumannflasche ein? (um mal ontopic zu bleiben)...
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Antwort#18
Ich meinte eigentlich die Öffentlichen. Sorry, im normalfall werden ja damit die gemeint die hinter dem südlicheren Weiswurstäquator liegen, genannt.
Was ich z, B. bei den öffentlichen meine ist, wie sie das Geld mit beiden Händen komplett zum fenster rausschmeissen.
Ich finde dies extrem ekelerregend, nur damit die GEZ gleich hoch bleibt.
Gruss
Maini
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Antwort#19
Hallo Herr Mehroderwenigerdiplomierter Tonzauberer Georg.
Es sind genau 135 Titel, ist schon zum schießen.
Gruß
Martin
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