Material für Schallreflektionsplatten hohe Frequenzen klein-leicht-billig

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Eine Band tritt in einem winzigen Club auf (unter 150 Leute). Die Akustik ist natürlich miserabel, die Band hat natürlich kein Geld und der Tonikumpel soll jetzt zaubern, dass alles nach Bon Jovi klingt. Standardvorraussetzungen also.
Da ich auf kleinen Bühnen schnell Mikrokoller bekomme, möchte ich ausprobieren, statt mit Overheadmics Phasenbrei zu quirlen, eine Reflektionsfläche hinter das Schlagzeug zu bauen, die die natürlichen Obertonanteile des Schlagzeugs einfach ins Publikum reflektiert. Dazu einmal Bassdrum, einmal Snaredrum und evtl hh und gut. Welches Material eignet sich besonders gut, wenn man bedenkt, dass es sehr gut schallreflektierend, möglichst leicht und am Besten in 1x1m Scheiben im Baumarkt für 1 Euro fuffzich zu haben sein sollte ? Wer nicht glaubt, das das funzt, sei beruhigt: ich hab auch nochn paar Overheads in der Kiste, es geht mir hier nur um das Material. Auch für Tipps zur Aufhängung wäre ich dankbar.
Hast Du sonst Erfahrungen mit schnellen, preiswerten und rückbaubaren Massnahmen zur Raumakustikoptimierung? Auch das interessiert mich brennend!
Danke im Voraus,
Christoph
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Antwort#2
statt mit Overheadmics Phasenbrei zu quirlen, eine Reflektionsfläche hinter das Schlagzeug zu bauen, die die natürlichen Obertonanteile des Schlagzeugs einfach ins Publikum reflektiert.
Wieso sollte es dabei keinen Phasenbrei geben? Die OH sounds werden doch genauso zum Rest addiert.
Spielt der Drummer so leise, dann man OH miks braucht? Du sagt ein kleiner Saal.
Du reflektiertst auch die anderen Instrumene und Monitore mit ins Publikum.
Vielleicht gibts auch Feedbackproblem mit dem Frontgesang. (Monitore->Reflexionswand->Mikro).
Irgendwelche Hartfaserplatten sollten den Job tun. Werden sie schwingungsfähig montiert könnten sie ja vielleicht sogar als Bassabsorber dienen und etwas entmulmen.
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Antwort#3
Also "irgendwelche Hartfaserplatten" ...
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Antwort#4
Warum nicht? Sind relativ hart, glatt und leicht zu beschaffen, sollten die Höhen und Mitten ideal replektieren. Die Bässe eigl. auch aber Beugung und dämpfung durch Eigenschwingung.
Glaube aber dass du die erst recht Phasenprobleme einhandelst. Bei der Snare und den Toms. Auf alle Fälle ist, wenn die Platte gut reflektiert, ein Kammfiltereffekt beim Snaremikro die Folge. Ob das gut klingt ist zu bezweifeln. Aber vielleicht auch kein Problem. Es wird nach kleinen Raum klingen.
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Antwort#5
"Geht nicht" gibts nicht. ;-) Vielen Dank erst mal.
Noch jemand andere Anregungen, Ideen,
Infos, Tipps, oder Anmerkungen ?
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Antwort#6
Hi !
Also ohne jetzt mal auf kammfilter oder oh eingehen zu wollen:
die kostengünstigsten reflektionsflächen, die ich mal beim bau eines filmsets gefunden habe waren alte fenster, die ich einfach über ein paar telefonate bei fensterdiensten umsonst hinterhergeschmissen bekommen hab.
kein baumarkt, nur sprit und telefon.
ansonsten denke ich, dass auch ein club ~150 es nicht verdient hat, wenn der drummer sich einen astet und trotzdem nicht gehört wird, aber das ist dann wieder ein anderer thread.
hoffe geholfen zu haben. grüße
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Antwort#7
Hi!
Also, wenn es Dir nur ums Material fuer Schallreflexion geht:
Es muss vor allem hart und glatt sein. Von daher ist der Tip mit
der Fensterscheibe vielleicht nicht schlecht.
Dass eine derartige Anordnung allerdings dem erreichen Deines
Zieles dienlich ist, bezweifle ich stark.
Wenn Du mit "Phasenbrei" "Beckenbrei" meinst, und die Drums ohne "Pfeffer"
beim Publikum ankommen, kannst Du einmal die Micanordnung ausprobieren,
mit der ich in kleinen Clubs die Drums abnehme: Die Schlagzeuger
wundern sich meist zuerst und fragen, ob es dann nicht besser wäre nur
BD und Snare/hh abzunehemen... setz nen anderen ans Schlagzeug, und bitte
den Drummer (&Band) vor die PA... und zack - überzeugt!
Achso, die Anordnung: Setz Dich mit angezogenen Knien vor die BD, oder bzw.
stell Dir das einfach vor. Da wo Deine Schultern nun sind (wären) platzierst Du du Mikros (also nur 2 (!), ich nehme da die "billigen" SM57). Das rechte richtest Du auf Snare/HH, das linke auf die Tomgruppe.
Wenn Du jetzt noch das Panning der beiden Mics so nach links und rechts setzt,
wie sie in der "realen" Welt angeordnet sind, bekommst Du ein schön räumliches, klares und druckvolles Schlagzeug, (die Becken gehen trotzdem nicht unter)!
Probiers einfach aus! und schreib mir, an die email, wies bei Dir klappt!
Gruss, Rainer (kilmo)
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