höhenfresser?

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
hallo zusammen,
ich hab bei meinen aufnahmen (pc) immer das problem, dass die oberen mitten und die höhen zu wenig präsent sind. ich kann zwar im nachhinein höhen mit dem eq reindrehen, aber das kann's ja auch nicht sein.
die signalkette ist wie folgt: mikrofon (zumeist akg c1000 oder shure sm57) --> mischpult (billiges noname) --> über die insert-klinken der einzelnen kanäle in die analog-eingänge der soundkarte (terratec ews88 mt)
an den mikros sollte es mal nicht liegen, denke ich.
eventuell die vorverstärker des mischpults? wie gesagt, ist nur ein billiges noname, also könnt ich mir schon vorstellen, dass da der hund begraben liegt.
tja, und an der soundkarte. ich weiß nicht, die dürfte eigentlich recht gut sein und die a/d-wandler ebenso, ich glaub also eher nicht, dass hier das problem liegen könnte. oder weiß jemand etwas davon, dass die wandler in der ews88 nicht sooo toll sind?
ansonsten.. die kabel vielleicht?
und wenn's an den vorverstärkern liegen sollte: gibt's in der preisklasse bis 500 euro vernünftige mikro-vorverstärker (4- oder noch besser 8-kanalig wäre toll)? ich kenn mich bei so standalone-preamps aber leider nicht aus und hab eben keine ahnung, was mich da preislich erwarten würde und ob bei 500 euro überhaupt was akzeptables mit 4 oder 8 kanälen drin wäre. ich möchte zwar nicht als "alles billig und möglichst gut haben wollen"-user abgestempelt werden, aber da ich eigentlich keine weiteren ambitionen hab und das eigentlich eher aus jux und dollerei (bitte schlagt mich nicht!!) mache, möcht ich nicht allzuviel ausgeben. außerdem frage ich wohl eher aus interesse als aus der absicht, den kauf in naher zukunft wirklich zu tätigen.
vielen dank!
lg, tom
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Antwort#2
Hallo tom,
wenn man mal davon ausgeht, dass dein Mischpult nicht wirklich der absolute Hi-Cut ist (kannst ja im Zweifel im Musikgeschäft mal mit was teuererem vergleichhören), dann ist auch das C1000 für deinen Preisbereich sicherlich durchaus in Ordnung. Es sollte eigentlich wenn überhaupt auffallen, dass diese Mikro-Mischpult-Kombination etwas früher als gewünscht das Rauschen anfängt wenn man sehr leise Signale aufnehmen möchte.
Aber ich würde das C1000 nicht wirklich als höhenarm bezeichnen. Es spricht auch prinzipiell nichts dagegen wenn man die Präsenzen mit dem EQ etwas auffrischt, das machen alle so. Ich glaube daher eher dass der "Fehler" woanders liegt.
Vielleicht kannst du ja mal ganz kurz schildern, in welchem speziellen Fall dir die Aufnahme so schrecklich dumpf erscheint, dann kann man vielleicht weiteres sagen.
Janko
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Antwort#3
"tom" sucht nach einem Mikro-Preamp (4- oder besser 8-kanalig), Preis bis ca. 500,-- Euro.
Noch etwas preisguenstigeres habe ich mir gerade beschafft:
TASCAM MA-8 (bei Thomann 327,-- Euro). Das Geraet macht insgesamt einen recht guten Eindruck, aber Erfahrungen im Ausseneinsatz muss ich damit auch noch erst machen.
MfG -kln
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Antwort#4
Hi kln,
der Mikrofonverstärker TASCAM MA-8 ist eindeutig preiswerte "Heim-Norm" mit einem schlappen Ausgangspegel von - 2 dBu (also maximal 600 mV).
Die Eingangsimpedanz wird nicht angegeben und auch nicht, dass der Eingang sicher aus kostengründen elektronisch-symmetriert ist. Natürlich gibt es auch keinen Ausgangwiderstand, dafür aber unsymmetrische 6,3 mm Klinkenbuchsen am Ausgang. Das braucht man bei Heimnorm. Wenn die Bastlernorm ausreicht, dann ist es ja gut. Nur wissen sollte man das.
Auch den Text sollte man sorgfältig lesen. Da steht "Der MA-8 ist ein "hochwertiger" Mikrofonvorverstärker". Das kann jeder schreiben. "Und der "Leitungspegel (Line) kann in ein Mischpult oder einen Verstärker eingespeist werden". Line-Pegel ist üblicherweise 1,55 Volt entsprechend + 6 dBu, also gibt der Tascam mindestens 8 dB zu wenig raus. Reserve sollte sicher auch noch sein, gibt es die? Rauschangaben werden vorsichtshalber auch nicht gegeben. Aber für den recht günstigen Preis bekommt man sogar acht Verstärker.

Gruß
Didi



Mikrofonverstärker TASCAM MA-8
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Antwort#5
"Didi" schreibt:
der Mikrofonverstärker TASCAM MA-8 ist eindeutig preiswerte "Heim-Norm" mit >einem schlappen Ausgangspegel von - 2 dBu (also maximal 600 mV).
Die Eingangsimpedanz wird nicht angegeben und auch nicht, dass der Eingang >sicher aus kostengründen elektronisch-symmetriert ist.
Natürlich gibt es auch keinen Ausgangwiderstand, dafür aber unsymmetrische 6,3 >mm Klinkenbuchsen am Ausgang.
... "Und der "Leitungspegel (Line) kann in ein Mischpult oder einen >Verstärker eingespeist werden". Line-Pegel ist üblicherweise 1,55 Volt >entsprechend + 6 dBu, also gibt der Tascam mindestens 8 dB zu wenig raus.
Rauschangaben werden vorsichtshalber auch nicht gegeben.
Laut Datenblatt: nominal Output level: -2 dBu, max. output level: 22 dBu.
Wer also mit einer kleineren Reserve auskommt, kann mittels gain auch etwas mehr als die -2 dBu erreichen.
Ja, die Eingänge sind hier natuerlich "trafolos", die Eingangsimpedanz wird mit 2,2 kOhm angegeben.
Angegeben hierzu: output impedance: 100 Ohm, load impedance: 1 kOhm
Hierzu: siehe meinen Hinweis oben, aber wenn schon Heim-Norm, dann doch -10 dBV.

Laut Datenblatt: Equivalent Input Noise ("DIN AUDIO, GAIN MAX, terminated in 150-ohm load"): -128 dBm.
Noise Level (IHF-A, terminated in 150-ohm load) GAIN Min.: < -100 dBV (7,8 mikro V), Gain Max.: < -77 dBV (110 mikro V).
Fazit: natürlich ist dieser MA-8 nichts für Profi-Anwendungen. Aber wenn es das nicht sein muss, dann ist wohl das Preis-Leistungs Verhältnis ok ?
MfG -kln
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Antwort#6
Hallo kln,
du konntest in deinem Thread jetzt Daten liefern, die nicht im Angebot von Thomann stehen. Das ist gut und du blickst klar durch.
Natürlich ist dann das Preis-Leistungs-Verhältnis ganz OK.
Was ich jetzt schreibe hat wirklich nichts mit dir zu tun:
Häufig bekomme ich Aufnahmen zum Mastern von Leuten, die sich ein MiniDisk-Gerät beschafft haben, mit einem Sony-Mini-Stereomikrofon untersteuerte Aufnahmen gemacht haben und sich als Tonmeister fühlen. Wenn ich dann starkes Rauschen und Verzerrungen feststelle, dann ist man immer entsetzt, weil doch MD digital und CD-Qualität sei. Wenn ich das mastere liegt der schwarze Peter bei mir, denn die Qualität wird am Ende mir angelastet. Es handelt sich hierbei nicht um Kleinserien so 6 Stück für die liebe Verwandtschaft, die gewünscht werden.
Hier stimmen Anspruch und Wirklichkeit nicht überein und das wird nicht erkannt.
Gruß
Didi
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Antwort#8
Tascam MA-8
Bitte berichte mal. Vor allem im Vegleich mit anderen bekannten Sachen. Mackie z.B.
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Antwort#9
Stop mal: Du gehst über die INSERT buchsen des Pultes auf deine Soundkarte? Ähm...
Die Insertbuchsen sind an sich nur dazu gedacht, um Effekte wie Kompressoren, EQs oder ähnliches seriell in den Kanalzug einzuschleifen. Klar funktioniert das als Ausgang, aber man sollte das nicht dazu verwenden. Normalerweise sollte ein Recordingpult pro Kanal einen "Tape out" haben, der das Signal des Kanalzugs nach dem Fader abgreift. Oder man nutzt die Subgruppen. Nimmt man nur 1-2 Signale gleichzeitig auf, geht es auch mit dem Stereo Out.
Das C1000 hat an sich genug Höhen, ist ja ein Kondenser, das gern für Overheads von Becken genutzt wird. Die dynamischen Shures würde ich für aufnahmen von Gesang oder ähnlichem tunlichst vermeiden.
Also: Erst schauen, ob du am Pult eine der o.g. Ausgänge nutzen kannst. Inserts haben außerdem auch einen anderen Ausgangspegel als Tape outs oder Subgruppen oder Master(Stereo) out. Evtl liegt es daran, daß deine Tracks dumpf wirken. Probiere einfach mal den Master out, ob sich das Problem auch da ergibt.
Außerdem wäre es möglich, daß du Raumakkustikprobleme hast, je nachdem wie du aufnimmst. Die Klangquelle sollte in dem Fall max ca. 10-15 cm von der membran entfernt sein, dazwischen natürlich einen Popschutz. Sind dann deine Höhen wieder da, liegts am Aufnahmeraum. Zuviel Noppenschaumstoff rundrum vielleicht?
Die Terratec sind leider nicht gerade State-of-the-Art, und die Wandler sicher keine Referenz. Aber einen drastischen Höhenabfall sollte sie trotzdem nicht haben. Auf jeden Fall würde ich überprüfen, wie arg deine Eingänge der Terratec ausgesteuert sind. Evtl haben diese ja doch einen Höhenverlust, falls eingangsseitig zu wenig reinkommt und du die eingangsverstärker aufreissen mußt.
Vielleicht hilft dir das alles jetzt ein wenig weiter...


fisch illert projekt studio
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Antwort#10
Stop mal: Du gehst über die INSERT buchsen des Pultes auf deine Soundkarte? Ähm...
Die Insertbuchsen sind an sich nur dazu gedacht, um Effekte wie Kompressoren, EQs oder ähnliches seriell in den Kanalzug einzuschleifen. Klar funktioniert das als Ausgang, aber man sollte das nicht dazu verwenden.
Die Tatsache dass irgendwas ursprünglich für etwas anderes _gedacht_ war heisst noch lange nicht dass man es nicht benutzen darf, wenn es sich für etwas anders besser eigent als das "eigl." dafür vorgesehen.
Braucht man keinen EQ, sondern nur den Preamp ist es besonders bei preiswerten (aber mittleren bis grösseren) Pulten besser aus dem Insert zu gehen. Das Rauschen (und Übersprechen!) ist deutlich geringer als die Direct-outs beim 8bus-Mackie oder gar die Tape-outs der 8 Subgruppen.
Insert-buchsen braucht man dann nicht sondern schaltet das zu insertierende Gerät einfach dazwischen.
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