mp3 versus atrac

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Antwort#42
Heyho,
Ich denke mal Tonmaus redet von der Entropie= mittlerer Informtaionsgahlt eines Signals. Es stimmt schon, daß eine LP für einen Spektralanalysator mehr Informationen enthält, als eine mp3, aber nicht für das Gehör, und darum geht es ja letztendlich!!!
Bei den Verlustbehafteten Codierverfahren, wie mp3, wird z.B. neben vielen anderen Phänomenen der Maskierungseffekt ausgenutzt: Ein einfacher Sinus regt im Ohr nicht nur seine Frequenz an, sondern ein ganzes Frequenzband ca. eine Oktave breit, je nach Frequenz. Leisere Teiltöne, die in diesem Frequenzband liegen, werden einfach nicht wahrgenommen. So werden z.B. 10(!) Geigen gerade mal als doppelt so laut empfunden wie eine Geige. Eine Geige und ein Cello hingegen als doppelt so laut, wie nur eines von beiden. Ein weiteres Beispiel ist die Nachverdeckung: nach einem Schallereignis ist man für eine sehr kurze Zeit taub für leisere Schallereignisse. Außerdem wird die Frequenzabhängigkeit der Empfindlichkeit des Gehörs ausgenutzt. D.h. es werden (mehr oder weniger gut)Signalanteile entfernt die keine Information entahlten. Also kommt im Gehör dieselbe Infromation an, wie wenn es nicht codiert wäre. Codiert und Uncodiert hat somit denselben mittleren Informationsgehalt (=Entropie). q.e.d. :-)
Man kann ja nicht während des Musikhörens einen Apfel essen ( der für den Höreindruck irrelevnant ist) und dann dessen Entropie mitdazurechnen....
Ich hoffe zur Klärung beigetragen zu haben
le
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Antwort#43
Lieber TE,
meine Antwort war als sehr sarkastische Spitze anzusehen. Ich weiss was 96kHz uns für Vorteile bringen könnten (theoretisch). Ich diskutiere allerdings seit vielen Monaten mit Kollegen über den praktischen Nutzen.
Praktisch bin ich der Überzeugung, dass wir 96 kHz (noch) nicht brauchen.
Mehrere Gründe hierfür:
- Das Gross der Konsument ist auch mit mp3 zufrieden - inferiore Qualität selbst zum CD-Standard -> Quantität u. Preis über Qualität
- CD ( 16/44.1) ist nach wie vor Distributionsstandard
- es gibt noch keinen einheitlichen 24/96 Distributionsstandard (DVD-A / SACD...)
- über 20 kHz spielt sich herzlich wenig "Nutzsignal" ab.
- Lautsprecher mit einem Frequenzgang über 20 kHz +/- 3 dB sind sehr schwer zu finden.
- Mikrofone mit einem Frequenzgang über 20 kHz +/- 3 dB sind sehr schwer zu finden (Ausnahme: Sennheiser MKH 800 und die neue Schoeps MK 4)
Fazit für mich: lieber bessere 44.1- Wandler als die momentan noch in den Kinderschuhen steckenden 96 (oder gar 192) kHz-Wandler .
Herzlichen Gruß
Georg



Tonzauber - einfach klassisch!
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