Stereoverfahren kombinieren ?

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Startbeitrag#1
Wer hat schon mal versucht, Mikrofonverfahren zu mischen, soll heissen: z.B. ORTF von oben und AB vor die Bühne, vielleicht ne MS ins Publikum für Surround oder Raum...?
Bringt das was ? Kompensieren sich die Nachteile derart, dass die ORTF die schlechte Ortbarkeit der AB ausgleicht, diese aber wiederum für den tiefen Raum und die Basswiedergabe sorgt? Ist es sinnvoll, "hinten" monokompatibel zu bleiben, da Dolby Surround doch so arbeitet? Man muss ja nicht direkt alles Mischen, gibt ja Mehrspurrecorder ;)
Bitte nicht empfehlen, auszuprobieren; ich brenne darauf, habe aber (noch) keine Möglichkeit dazu. Ich bin scharf auf konkrete Erfahrungen.
Danke,
c.
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Antwort#2
Hallo Chris,
Wenn es nur Stereo und nicht Surround sein soll, so kann man dies durchaus tun, indem man Raummikrofone installiert. Man sollte aber dann die Verfahren die stärker korrelierte Signale liefern für den direkt(er)en Schall verwenden, also M/S oder ORTF vor das Orchester und die Verfahren die weniger korrelierte Signale abgeben im Raum istallieren, denn Raumeindruck entsteht durch Dekorrelation. Also A/B dann in den Raum.
Solange es sich um eine Produktion ohne Publikum handelt kann man dies durchaus machen, aber bei Live-Aufnahmen mit Publikum ist es nicht ratsam, weil zuviel Geräusche aus dem Publikum stören: jeden Huster, jedes Stuhlknarren etc. ist zu hören. Ich bin von diesem Prinzip abgekommen und arbeite lieber mit künstlichem Nachhall.

Grüße
Rainer
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