Hallo! Ich habe eine OB3-Hammond-Orgel-Imitation aufgenommen. Der Spieler wollte während der Aufnahme schon das Leslie laufen lassen, weil er meinem Multieffektgerät das nicht so gut zutraute. Wie das Schicksal so will, hab ich nun ein großes Problem bei der Monobildung. Nicht nur, dass das Signal in keiner Weise mehr dem Original ähnelt, es wirkt viel leiser und setzt sich nicht mehr durch. Weiß von euch jemand einen Tipp, wie ich das Problem vielleicht etwas mildern könnte? Neu aufnehmen wäre zwar auch drin, aber ich würde das lieber bequem am PC erledigen :-) Viele Grüße, tobi
Hi TobiH, eigentlich sollte ein Musiker sein Instrument fast so hören, wie es nachher auch klingen soll. Einem Gitarristen zu sagen, spiele mal eine Melodie, ich mache da später einen dicken Sound daraus, sollte die Ausnahme sein. Einem OB3-Hammond-Orgel-Imitations-Spieler, der seine Imitation mit Lesley hören möchte kann man doch nicht sagen, bitte stelle den Lesley ab, denn ich mache den Super-Lesley-Sound später mit meinem Multieffektgerät. Das geht einfach nicht und das gehört sich nicht. Üblicherweise hat eine Orgel zusätzlich (!) einen Lesley und nicht alleine nur einen Lesley über den alles läuft. Man muss doch nur den Sound, wenn man ihn auch ohne Lesley braucht, eben nicht am Lesley abnehmen. Du sagst nicht, wie deine mindestens zwei Mikrofone am Lesley standen, denn daher kommen sicher die Auslöschungen. Einen Tip ohne genau zu wissen was da los ist, wäre mal einen Kanal zu verpolen. Gruß Didi
Ähm... Mikrofone? Das Ding hat nen Stereo-Ausgang (der hinter dem Leslie hockt). Normalerweise würd ich ja auch so verfahren, dass der Spieler anders hört, als aufgenommen wird. Nur das geht halt manchmal nicht... Gruß, tobi
Ein Lesley ist eine Kiste mit rotierenden richtigen Lautsprechern. Ganz exklusiv ist es, wenn die Hochtonlautsprecher in anderer Richtung rotieren, als die Tieftonlautsprecher und auch noch mit verschiedenen Geschwindigkeiten. Da müssen natürlich echte Mikrofone an die richtigen Stellen gestellt werden. Aber hier in diesem Fall ist ja alles gefakt: Die Orgel, der Leslie ... und was sonst noch. Das steht nicht unter einem guten Stern. Maya
Hallo Maya, grundsätzlich gebe ich Dir recht, aber es heißt D A S Leslie (-Kabinett) und wird tatsächlich mit "ie" geschrieben. Es gibt übrigens auch einigermaßen monotaugliche elektronische Leslie´s, z.B. Dynacord CLS 222. Gruß Martin
Wenn du mir kostenlos ein richtiges Leslie zur Verfügung stellst, mache ich die Aufnahme gerne nochmal... Im Ernst, nicht jeder hat soviel Geld, dass er sich eine richtige Orgel und ein richtiges Leslie kaufen könnte. Dann muss man halt mit dem Arbeiten was da ist. Ich mach das ja nicht hauptberuflich, und kann mir auch nicht einen aus 5 Spielern aussuchen... Gruß, tobi
Üblicherweise hat eine Orgel zusätzlich (!) einen Lesley und nicht alleine nur einen Lesley über den alles läuft.
Stimmt so nicht! Der Normalfall ist schon der, dass die Orgel übers Leslie gespielt und auch nur dessen Sound abgenommen wird. Von so Luxusvarianten wie ein Leslie pro Manual mal abgesehen... ;-) Aber auch da wird der "trockene" Orgelsound in keinem Mix dazugegeben! Was man im Studio durchaus machen kann, ist allerdings die Orgel trocken aufzunehmen (evtl. auf eine dritte Spur, während die "nasse" Aufnahme mitläuft) und dann später ein Leslie draufgeben. Aber dann bitte kein Multieffekt sondern _zumindest_ eine amtliche Lesliesimulation. Und die trockene Spur gehört hinterher in den Müll, sprich nicht in den Mix! Diese Variante ermöglicht es einem lediglich, bei der Mikrofonierung bzw. den Parametern etwas zu experimentieren... Jens