Wavelabfrage(CD-Marker)

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Frage 1:
Ich kann in einer Wave-Datei beliebig CD-Marker setzen die dann automatisch als Track Anfang und Ende gesetzt werden. Kein Problem.
Jetzt kann ich aber auch im Audioedit-fester Marker setzen.
Beim "apply"en d.h. rausspeilen des Audioprojektes als finale Wavedatei sollen diese Marker jetzt übernommen werden. Wie mache ich das? Geht das überhaupt?
Frage 2:
Konkret sollte vor fast jedem Lied ein kurzes Intro mit extra Tracknummer.
Leider waren diese Intro zu kurz (1-2s) so dass es scheinbar nach Redbookstandart gar nicht geht so kurze Tracks zu machen. Stimmt das? Wusste ich bis dato auch nicht. (deswegen hatte sich dann parktisch auch 1 erledigt, aber die Frage bleibt)
Wie mache ich es wenn ich ein sehr kurzes Intro/Übergang vor dem eigl. Song habe. Aber dieses Intro nur gespielt werden soll wenn die CD durchläuft? D.h. weder am Ende des vorherigen noch am Anfang des neuen Songs beim direkten Anspringen.
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Antwort#2
Da sich letztlich alle CDs an Redbook halten müssen, ist die Frage Wavelabunabhängig zu beantworten.
Kleine Anmerkung: CD Tracks können _nicht_ in eine Wavedatei geschrieben werden. Sie befinden sich im Subcode, der unabhängig vom Audio auf die CD geschrieben wird. Das weiß aber auch der Frager, -oder?
Eine Wavedatei besteht nur aus den Samples und einem Header, der die Codierung, fs, Wortbreite, etc. beschreibt. Bei einem BWAV kommen noch weitere Header dazu.
So, zu 2.: Tracks dürfen nach dem redbook eine gewisse Länge nicht unterschreiten, 2 sec nämlich. Man kann die ID ja auch vorverlegen, dass die 2 sec erreicht werden. Der PQ Burst hat diese Länge, dh. verletzen kann man diese Regel nur, wenn man den PQ Burst verkürzen kann. (Sadie??) Das mit den Intros lässt sich so lösen: ID1 auf den eigentlichen Titel. Das Intro hängt dann am Vor-Track. IMHO gibt es dafür aber keine allgg. Lösung, da Player unterschiedlich mit ID2-99, aber auch mit ID0 umgehen. Man könnte also auch vor dem Intro ID0 setzen, dann wäre aber auf vielen Playern Silence, jedoch nicht auf allen. Für alles andere: Frickler fragen, die sich mit Ghosttracks auskennen, PQ Editoren benutzen, die tweakbar sind, und nicht bei jeder Verletzung des RB einen Error melden (GEAR z.B.)
Grüße, Tonmaus
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Antwort#3
Kleine Anmerkung: CD Tracks können _nicht_ in eine Wavedatei geschrieben >werden. Sie befinden sich im Subcode, der unabhängig vom Audio
auf die CD geschrieben wird. Das weiß aber auch der Frager, -oder?
Ja. Das weiss der Frager. Wavelab bastelt sich aber aus den Wavedateien und den darin[1] enthaltenen Markern im CD-Programm die Daten zurecht. Also CD Tracks.
[1] ich weiss jetzt nicht ob die in eine extra Datei geschrieben werden oder in dieverse Anwenundungsbenutzbare freie Felder im Dateiheader. Eine Wave-Datei ist in der Tat recht simpel. (im Gegensatz zum Tiff z.B.)
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Antwort#4
Lieber Thomas,
die Marker werden in einer eigenen Datei "Dateiname.mrk" abgespeichert - sehr praktisch zu wissen, denn so kann man Marker auch auf andere Versionen "clonen" , ohne sie jedes mal neu setzen zu müssen [vorausgesetzt die Zeiten passen].
Lieben Gruß
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#5
Danke. Ich hatte ehrliche gesagt bislang noch nicht drauf geachtet. Aber gut zu wissen.
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Antwort#6
Thomas,
ich denke nicht, dass Du Deine Probleme mit Wavelab in den Griff kriegen wirst. Ein tiefgreifender Editor schien mir da schon von Nöten.
Noch eine Info: Auf anderen Premastermedien ist der PQ Burst eine eigene Datei, die letztlich nichts anderes als ein ASCII File ist. In Gear z.B. könntest Du theoretisch die Zielsektoren händisch manipulieren.
Tonmaus
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Antwort#7
Aber das Problem scheint aber - wie du schon schreibst - zu sein, dass die Player unterschiedlich darauf reagieren.
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Antwort#8
Hallo Tonmaus und ThomasT,
Wie es bei Wavelab gemacht wird weiß ich nicht, da ich nicht mir WL CD's premastere. Du kannst aber mit dem WinOnCD sowas erzeugen: Eine einzige WAV-Datei die den Inhalt der ganzen CD enthält kann mit dem PQ-Editor des WinOnCD bearbeitet werden. Das Programm brennt dann die CD so, wie wenn jeder Track eine einzelne WAV-Datei wäre. Weiß allerdings nicht mehr genau wie es mit dem Index 0 dabei gehandhabt wird.
Beim SADiE ist es grundsätzlich ohne weiteres möglich, zwischen Index 0 und dem folgenden Track eine beliebig lange Zeit einzustellen. Während dieser Zeit läuft am CD-Player der Tracklängenzähler rückwärts und man kann in diese Zeitspanne ganz normal Musik oder Kommentare legen. Allerdings läuft man Gefahr, daß nicht jeder CD-Player das wiedergeben kann sondern einfach den Index 0 ignoriert und vom Ende des Tracks n sofort auf den Anfang des Tracks n+1 springt.
Bei der alten Version von SADiE (bis Version 2.2.15) konnte man sogar bei Folge-CD's die Tracks direkt durchnummerieren. D.h.: Wenn ein großes Musikwerk (beispielsweise eine Opernaufnahme) mehrere CD's erfordert mußte man nicht immer wieder mit Track 1 beginnen, sondern konnte mit Track Nr. 25 weitermachen wenn z.B. die vorangehende CD mit Track Nr. 24 endete.
Allerdings konnte auch mancher CD-Player nur die 1. CD abspielen weil er CD's die nicht mit Tracknummer 1 beginnen gar nicht einlesen konnte. Er konnte einfach den TOC nicht lesen.
Dieses Feature wurde dann in den folgenden Softwareversionen von SADiE entfernt.

MfG
Rainer
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Antwort#9
Ich bin mir sicher dass das alles auch in Wavelab geht. Nur bislang bestand Premastering zu 99% aus Titelreihenfolge und Pausen festlegen. So Finessen wurden eigl. nie gebraucht.
Ein Problem bei Index 0 ist aber dass man den Track nicht wahlweise mit oder ohne Intro anspringen kann. Aber da kann man sich ja behelfen indem man das Intro auf 2s vorne auffüllt.
Zum eigl. Problem Marker aus dem Audioprojekt mit in die Wavedatei zu "apply"en hat leider noch niemand was gesagt.
Nur der Workaround bei mehreren gleichen Versionen die .mrk Datei zu kopieren.
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Antwort#10
"Gear" kenne ich nicht, werde mich mal danach umhören (Bezugsquelle? Kosten?). Gibt es noch andere Spezialprogramme zur PQ Codierung von CDs? Das ist genau das, wonach ich weiter unten gefragt hatte. War wohl eine etwas knappe Überschrift.
Danke,
C.
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Antwort#11
Hallo Christoph,
Wegen Gear: Geh mal in den Link.
Die besten PQ-Editoren haben die teuren Programme wie SADiE oder Pro-Tools und andere vergleichbare. Schön sind dabei die graphischen PQ-Editoren, wo man genau sehen kann, wo die Marken sitzen.

MfG
Rainer


GEAR
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