DA-88 - Fehler auf Tape

Erstellt 9 Antworten10 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen
Ich habe eine Aufnahme mit einem DA-88 gemacht. Als ich diese auf einem anderen Gerät abgespielt habe, gab es Stellen an denen das Band Aussetzer hatte (manchmal hörte man während einiger Sekunden gar nichts und manchmal klingte es nach einer Art digitalen Übersteuerunge). Auf meinem Gerät jedoch klappt es einwandfrei.
Könnte es an einer Einstellung liegen, oder müsste das Gerät revidiert oder ev. nur mit der Reinigungskassette gereinigt werden?
Danke für euer Feedback.
Gruss
Mark
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Mark,
Deiner Beschreibung nach scheint es sich dabei um einen Trackingfehler zu handeln. D.h. daß der Winkel der Schrägspuraufzeichnung entweder bei Deinem Recorder oder bei dem anderen Gerät außerhalb der Toleranz liegt oder die Synchronisation der beiden Geräte stimmt nicht exakt, sodaß nach einiger Zeit ein "Auseinanderlaufen" erfolgt und dadurch dieser Trackingfehler entsteht.
Man kennt das Problem ja auch von Videorecordern her.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#3
Danke für die Antwort.
Das würde demnach bedeuten, dass ich mit beiden Recordern aufnehmen kann aber es besser ist, wenn ich die Bänder nicht untereinander austausche.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Das bedeutet das ein Recorder mal überholt werden soll.
Oder dass er dreckig ist.
Mal Köpfe und Capstandwelle etc. reinigen (mit Alkohol) und dann nochmal probieren.
Frage dazu:
Funktioniert Tascam wie Video8 oder gibt es da für das Tracking (Frequnzen auf den Spuren) oder gibt es wie bei ADAT und VHS einen feststehen Kopf für die Cue-Spur?
ZitierenPost melden
Antwort#5
Frage von ThomasT: Funktioniert Tascam so wie Video8 oder gibt es da für das Tracking (Frequenzen auf den Spuren) oder gibt es wie bei ADAT und VHS einen feststehen Kopf für die Cue-Spur?
Eine Cue-Spur ist eine Audiospur minderer Qualität. 1.) Bei digitalen MAZ-Formaten dient die Spur zur Aufnahme von Tönen, die das Auffinden von Bandstellen beim Umspulen vereinfachen. 2.) Bei einigen älteren MAZ-Formaten wie z.B. dem Quadruplex-Format wurde die Cue-Spur zur Aufzeichnung gesprochener Hinweise oder für Kontrolltöne des elektronischen Schnitts verwendet.
Die Tascam hat so eine Cue-Spur (Audiospur minderer Qualität) nicht, also gibt es auch keinen feststehenden Cue-Kopf, wie bei einer U-matic, falls man die noch kennt.
Einen Hinweis habe ich noch: Wenn man die Hi8-Bänder für die Tascam-Maschinen formatiert (meistens 1 Stunde und 56 Minuten Spielzeit), dann sollte man mit genau dem Gerät formatieren, mit dem auch später aufgenommen wird.
Dieter
ZitierenPost melden
Antwort#6
Eine Cue-Spur ist eine Audiospur minderer Qualität.
Stimmt nicht ganz. Es ist bei VHS z.B. _kein_ Audio. D.h. es kann sein (weiss ich jetzt nicht), dass es Impulse in burst-Form sind (die wären also hörbar). Aber es sind impulse anhand derer die Spurlage erkannt wird. AFAIR haben auch Betacam (SP) eine solche. (Mathias Köhler, stimmt das?) Es ist also nix was auf mindere Qulität hindeutet. Hast du auch nicht geschrieben, aber man könnte es implizieren.
Das man Tascam nicht beliebig austauschen kann, sondern maschinenabhängig formatieren soll halte ich für ein Armutszeugnis der ansonsten doch so viel professionelleren DA-88 Maschinen gegenüber den amateurigen ADATS...
ZitierenPost melden
Antwort#7
Zur Aufklärung für ThomasT, was die genaue Bedeutung einer "Cue-Spur" ist.
Ich ahnte, dass das oft nicht bekannt ist, darum habe ich das erklärt.
Da hilft auch Matthias Köhler nicht. Cue-Spur hat schlechte Qualität, weil eben Cue-Spur.
Gehe zur URL:
http://www.bet.de/lexikon/begriffe/CueSpur.htm
Klicke unten den Link "Cue-Spur" an.
Dieter


Cue-Spur
ZitierenPost melden
Antwort#8
Die Cue-Spur ist eine Längstspur. Logischerweise _kann_ da _auch_ Audio, logischerweise mit minderer Qualität drauf sein. Bei VHS sind da die Trackingimpulse drauf! Eine andere Cuespur gibts es da nicht. Nur die beiden (eigl. eine) Länsttonspuren.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Lieber Dieter,
ich habe über 3 Jahre in einem Studio täglich mit der DA 88 ( später auch 98 ) gearbeitet und kann zwar auch von Aussetzern berichten, die normalerweise aber auf fehlerhafte Syncsignale zurückzuführen waren. Ausnahmen : die Maschinen hatten schon den Wartungsintervall überschritten und in 2 Fällen war das Bandmaterial defekt.
Wir haben gleichzeitig 3 Maschinen bei der Aufnahme gefahren, und die Mischung oder zusätzliche Einspielung einzelner Tracks erfolgte auch noch in anderen "Substudios", wodurch EINE Cassette also durchaus schon mal in 9 verschiedenen Maschinen spielen musste. Wie gesagt:wenn der Takt stimmte und nicht gerade defekte vorlagen gab es keine Probleme.
Wenn Du andere Erfahrungen gemacht hast, wäre ich bestimmt nicht der Einzige, den Einzelheiten Interessieren würden.
Grüsze
Thomas
ZitierenPost melden
Antwort#10
Hallo Thomas Bo,
die Tascam-Maschinen DA 38, DA 78 HR und DA 98 HR sind mir gut bekannt und ich formatiere immer vorher die Bänder. Bei den Bändern muss man aufpassen und auch notieren, ob sie mit 24 bit HR oder mit 16 bit laufen sollen und dann ist natürlich die richtige Sampling Frequenz einzustellen.
Einen Tip kann ich geben: wenn der Kopf verschmutzt sein sollte, so ist die Reinigungscassete einzulegen und nicht das Reinigungsprogramm zu starten. Man muss die Reinigungscassette wieder auswerfen lassen, das genügt. Dann wird die Fehlerrate gleich heruntergehen.
Dass du problemlos auf verschiedenen Maschinen bestimmte Spuren aufnehmen und löschen konntest finde ich interessant.
Mit der HR-98 HD nehme ich vier Spuren in 96 kHz auf, für Surround-Sound zu DVD-A-Aufnahmen brauche ich dann 2 gesyncte Maschinen.
Gruß
Dieter
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.