Hi Leute... Bin wiedermal recht unzufrieden mit dem Sound meiner Anlage... habe jetzt schon im Laufe der letzten Jahre ziemlich investiert habe aber auch zu wenig Ahnung und Vergleichsmöglichkeiten um zu sehen ob der Sound den ich aufnehme gut ist. Ich habe nun ein Fostex ADAT rd8 ein Fostex VM200 digital pult eine Samson Studio Endstufe (2 X 120W) Yamaha NS10 boxen, nen dbx 166XL ein digitech studio Quad4 ein Mikro AKG C 3000 ein Neumann U87 Ai außerdem noch einen PC mit ner RME DIgi 96/8 PST zum nachbearbeiten um die digitale schiene nicht zu verlassen. Leider klappt das alles nicht so toll mit dem digitalen. Habe auch analog auf band aufgenommen (tascam tsr8) da konnte ich den Kompressor noch gut anwenden, jetzt geht das irgendwie nicht mehr... eigentlich müsste doch mit diesen geräten ein guter sound zu kriegen sein oder?`
Hi Gustav, recht unzufrieden mit dem Sound sagt eigentlich gar nichts. Leider fehlen bei diesem Posting die notwendigen Angaben, was denn hauptsächlich aufgenommen wird, etwa Naturgeräusche unserer heimischen Vogelwelt, Ragtime-Piano, Sägezahnsignale für Stockhausen, klassiches Streichquartett oder Rap-Husten? Nach den beiden Mikofonen zu urteilen, ist es mit der Aufnahme von akustischen Klängen nicht weit her. Wenn der Sound nicht befriedigt, dann liegt das sicher nicht an der Technik mit den gewöhnlichen NS10-Boxen oder dem ADAT RD8 Aufzeichnungsgerät. Technik allein macht noch keinen Sound. Murkel
Hallo Gustav, versuche doch mal, zu beschreiben WAS an dem Sound nicht befriedigt. Aber bitte keine Termini verwenden wie sie in audiophilen Zirkeln gang und gäbe sind, sondern objektive Beschreibungen. Vermutlich hast Du irgendwelche Probleme mit der korrekten Aussteuerung. Das Analogband ist in dieser Beziehung noch recht "friedlich". Wenn statt 514 nWb/m Bandmagnetisierung bis 1000 nWb/m ausgesteuert wird, dann steigen damit lediglich die kubischen Verzerrungen etwas an und bei den heutigen Bandqualitäten macht das kaum etwas. Das digitale System reagiert auf Übersteuerungen sehr kraß. Wenn 0 dBfs erreicht sind, ist Schluß und alles was an Spitzen darüber geht (oder besser gesagt: darüber gehen würde) führt unweigerlich zu fürchterlichen Verzerrungen. Du solltest auf jeden Fall einen Aussteuerungsmesser benutzen der für digitale Signale geeignet ist, d.h. der direkt über die digitale Schnittstelle angeschlossen wird und auch Spitzen die nur 1 Sample lang sind mit vollem Pegel anzeigt. Der bisher gewohnte AM nach DIN/IRT-Pflh. 3/6 ist dafür in der Regel zu träge. Von VU-Metern ganz zu schweigen. Da das A-DAT ein 20-Bit-Format ist, kann man sich durchaus auch einen Headroom von 20 dB leisten ohne nennenswerte Qualtiätseinschränkungen.
hast du nicht die möglichkeit eine mp3-datei mit hoher bitrate ins netz zu stellen und den link hier anzugeben? wäre wahrscheinlich die effektivste art. gruß, thomas
Hallo! Man muss nicht nur die Werkzeuge haben, sondern sie auch anwenden können. Und selbst wenn man das kann kann, muss man sie immer noch sinnvoll anwenden. Um dir aber dabei helfen zu können musst du schon konkreter werden. Btw. wieso kauft man sich ein U87 und NS10? Das ist doch wie ein Porsche mit Trabbimotor. Oder wie ein Porschemotor im Trabbi.
ich hab auch die NS10, und bin der Ansicht, dass man auf denen eigentlich eher nicht mischen sollte, ausser man ist total der profi damit. ich hör immer das recorden damit ab, und misch dann hinterher auf JBL Control 1 G, die sind meinem Geschmack entsprechend besser geeignet..
Hi ich nehme eher Akustik Sachen auf, (Akustik-Gitarre) bzw. cleane Jazz Gitarre mit Synthesizer Begleit-Musik oder mehrstimmige Akustik-Gitarre. Als Aufnahmeraum benutzte ich meist mein Bett (Hochbett) das ich mit schweren Decken abgehängt habe, da stelle ich meinen Amp in die Ecke und im jeweiligen Abstand das Mikro (Großmembran). Und das Problem ist halt auch, das ich meist alleine agieren muß und mit der ADAT Fernbedienung unter meinem Bett natürlich manchmal kein Auge auf den Pegel halten kann (auch wenn ist das Spielen dann nicht gerade einfach), die natürliche Dynamik eines Solos wird dann zur Katastrophe, auch wenn ich den Kompressor vorschliesse und einen Limiter einstell. Der macht dann zwar dicht, es klingt aber trotzdem wie verzerrt... geh ich weiter von der Box weg mit dem Mikro klingt es auch wieder nach nichts. Ich stelle das Miko so auf wie in dem Buch "das Homerecording Handbuch" ca 80cm rechts versetzt von der Box um einen natürlichen Klang zu kriegen. Wenn der Pegel dann ungefähr passt, und ich einen Hall drüberlege klingt es einfach nicht gut. Hab noch keinen Hall gefunden oder zusammenbasteln können der annähernd so klingt wie bei Akustik-Aufnahmen von Gitarristen. Muß man wirklich soviel ausgeben für einen guten Hall?
Hi Gustav, oh weh - hier ist für alle ersichtlich, dass ein Großmembranmikrofon in einem mit Decken verhängten Hochbett eine Akustik-Gitarre niemals klanggerecht (!) einfangen kann. Hier ist alles synthetisch und unnatürlich, wie es denn auch klingt. Dieses ist auch wieder der Beweis, dass ein Hallgerät eine gute Akustik niemals ersetzen kann. Und jetzt weiter auf der Suche nach einem besseren Compressor zu sein, kann nichts bringen oder wie in USA üblich, jetzt noch einen getrimmten V72-Röhrenverstärker zu empfehlen, damit es besser klingt, ist doch unsinnig. Das Mikrofon wie die Abbildung im "Homerecording Handbuch aufzustellen, ist unmöglich. Hier wird das Pferd am Schwanze aufgezäumt - es fehlt eine solide tontechnische Ausbildung mit klaren tontechnischen Gedanken. Das ist doch alles Murks und auf diese Art kann man doch nicht weitermachen. Das ist eine Katastrophe. Und da morgen der 1. April ist, könnte man dieses fast für einen Aprilscherz halten. Detlef
ich finde das posting auch ziemlich ...., naja. vielleicht kann ich dir etwas helfen, da auch ich absolut kein profi bin. also erstmal sollte das ganze ohne hall und kompressor schon ordentlich klingen. nur durch hall und kompression machst du mit sicherheit keine guten aufnahmen. gerade dadurch daß du selbst spielst, ist es sehr schwierig den kompressor korrekt einzustellen, was bei einer akkustischen gitarre auch nicht gerade leicht ist. ich komprimiere sie bei der aufnahme nur sehr leicht, da schnell mal die kompression negativ auffällt. der raum ist auch sehr wichtig, unter der decke wird das sicherlich nichts. ich stelle ein mikrofon im abstand von 20-30 cm vor die ersten bünde und nehme zusätzlich das linesignal ab. als mikrofon habe ich schon großmembraner (akg414) und kleinmembraner (rode nt3) eingesetzt. funktioniert beides gut.
zur jazzgitarre kann ich wenig sagen. würde auch hier ein mikro direkt vor die box stellen und eines 1-2 meter entfernt. beim 2. mikro spielt natürlich der raum wieder eine grosse rolle. kann dir gerne mal den link zu einer aufnahme von mir geben. gruß, thomas
Jumpy, soll jetzt der arme Gustav deinem Rat folgen und seine zwei Mikrofone gegen deine RØDE NT3 und AKG 414 tauschen? Es ist offensichtlich, dass dem Gustav Grundsätzliches fehlt und da sind doch deine sicher gut gemeinten Ratschläge mit einer Aufstellung 30 cm vom 7. Bund und 17 cm von der Wand mit dem Vorhang ohne Wert. Auch die Empfehlung mit einer schwächeren Einstellung des Kompressors hilft wenig. So geht das doch nicht. Auch wenn wir alle mal angefangen haben. Natürlich greift so ein Mensch in der Hilflosigkeit nach jedem Strohhalm und wenn es als Tool ein "TC Electronic Finalizer Plus Mastering Processor 24-bit A/D" oder ein anderes Plug-In ist und man wird wieder bitter enttäuscht. So etwas muss doch schiefgehen. Nicht hinterher elektronisch retten, sondern am Anfang Grundlagen lernen. Ich kann mich meinem Vor-Poster nur anschließen, auch wenn es hart klingen mag. Murks bleibt Murks. Aber vielleicht ist diese wahre Aussage nötig und hilft doch und ... ... verhilft zu einem Ruck und es gibt ein fröhliches Erwachen. Didi
Wenn Du genügend Zeit zum experimentieren hast, würde ich erstmal versuchen, potentielle Fehlerquellen rauszunehmen. Nur Mic -> Vorverstärker(Mischpult) -> Aufnahmegerät Lieber zu niedrig aussteuern, solange das Grundrauschen in erträglichem Rahmen bleibt. Jetzt kannst Du mal versuchen mit der Mic-Position zu spielen, bis der Sound mal in die Richtung geht, die Du Dir vorstellst. Wenn Du die "beste" Position gefunden hast, kannst Du weitere Korrekturen mit Hilfe der Klangregelung vornehmen. Danach kannst Du versuchen mit Kompressor/Limiter den Pegel auszureizen. Jetzt erst würde ich anfangen nach einem schönen Hallprogramm zu suchen. Viel Erfolg Gruß, Dominic
hi wollte nur noch mal sagen das ich auch aufgrund familiärer und beruflicher Situation leider keine Zeit für eine "solide tontechnische Ausbildung" habe und es eigentlich mehr als Hobby sehe. Leider habe ich keine Tontechniker in meinem Bekanntenkreis und muß mir halt alles mehr oder weniger mit experimentieren oder aus Büchern klauen. Falls dieses Forum nur für absolute Profis da ist, möchte ich mich entschuldigen für meine Anwesenheit und finde es eher schade weil ich hier eigentlich immer faire und solide Antworten zu meinen Problemen bekommen habe. mfg GB
na keinesfalls soll der die mikros austauschen. wollte nur damit sagen, daß auch ein etwas billigeres mikro (nt3) brauchbare ergebnisse bringt. was soll so ein satz: murks ist murks? klar ist es das in diesem fall bei ihm, aber warum sollte er es nicht schaffen mit ein paar tips ansprechendere ergebnisse zu bekommen? er will ja mit sicherheit nicht in die charts, sondern seine eigene musik auf cd verewigen. ich habe auch keine ausbildung in dem bereich genossen und groß erklärt ist mir auch nichts geworden. gut es hieß: hier ist für jedes instrument ein kanal..... und ein halbes jahr später mußte ich nina hagen mischen. daß mir da nicht wohl dabei war und es ziemlich in die hose gehen hätte können, dürfte jedem klar sein. mit ziemlicher sicherheit haben einige fähige tonleute als "murkser" angefangen. gruß, thomas
Du musst dich nicht entschuldigen. Aber es gibt einfach viele Leute die zwar keine Ahnung haben aber denken dass sie automatisch mit professionellen Equipment professionelle Ergebnisse hinkriegen. Sie denken - zurecht - das die Neumanns professionell (==gut) sind, aber - zu unrecht - das die Yamaha NS10 gut sind, weil die überall rumstehen. Also wer Neumann und (nur) NS10 hat, der hat einfach zuviel Geld... P.S. ich meinte nicht dich damit!
Nicht auf solche Leute reagieren! Das Denkenabhängen muss nicht unbedingt was bringen. Aber ansonsten sollte es schon gut klingen, wenn der Amp gut klingt und du gut spielst. Ansonsten ist die Fehlersuche eher schwierig ohne vor Ort zu sein. Wenns übersteuert hat bekommast du aber mit, oder? P.S. die gleichern Leute die sich jetzt mukieren, dass ein künstlicher Hall niemals einen Raum ersetzen kann, stellen dann ihren Sänger in eine ekelige "schalltote" Kabine. (die oft genug nur nach Kammfilter und kleinem Kabuff klingt)
Hallo Detlef, nun mach mal den Mann nicht gleich nieder - auch dem Anfänger wollen wir kollegial begegnen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - auch kein Tonmeister. Wir haben alle mal klein angefangen. Ich habe vor meiner Studienzeit mal mit einem Uher-Royal de Luxe angefangen und mich 60-Marks-Mikrofonen (dynamische). Das war zu einer Zeit als ich Neumann noch nicht recht kannte geschweige mir ein derartiges leisten konnte. Außerdem kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob Groß- oder Kleinmembran, sondern auf das WIE man diese anwendet. Die Unterschiede der heutigen Mikrofone sind heute längst nich mehr sooo graß wie vor 40 Jahren als es nur Röhrenmikrofone gab. Wenn die raumakustischen Verhältnisse nicht befriedigend sind, wird mit keinem Mikrofon eine befriedigende Aufnahme möglich sein, egal ob mit einem U 87 oder KM 84. MfG Rainer
ThomasT schreibt etwas sehr seltsames: Die gleichen Leute die sich jetzt mockieren, dass künstlicher Hall niemals einen Raum ersetzen kann, stellen dann ihren Sänger in eine ekelige "schalltote" Kabine, die oft genug nur nach Kammfilter und kleinem Kabuff klingt. Das kann ich mir nicht vorstellen. So etwas sollen die machen? Dickie