Zusammenfassung Pegelmessinstrumenete

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Ich schreibe meine Diplmarbeit über den Bau eines Pegelmessinstrumenetes, gesteuert durch einen Mikrocontroller. Da ich nach mathematischen Lösungen für dieses Problem suchen muß und meine Recherche derart erfolglos geblieben ist, möchte ich meine spärlichen Informationen hier zusammentragen und euch zur Diskusion stellen. Für jede weitere Information und jeden Link bin ich sehr dankbar.
Peak-Meter (Spitzenpegelmessanzeige): Der wirkliche maximale Pegel eines Momentes wird angezeigt.
[Was heißt hier Moment? Ein Peek, der ein Sample (bei z.B. 48kHz) lang ist, würde eine LED so kurz (wenn überhaupt) leuchten lassen, das kann kein menschliches Auge sehen!]
RMS: Der quadratische Mittelwert über eine Integrationszeit x (laut DIN IEC 60268-10 5 ms) wird angezeigt.
Quasie Spitzenwertanzeige:????
VU: arithmetischer Mittelwert über eine Integrationszeit x (wie lang?) wird angezeigt.
Das VU weniger anzeigt als Peak und RMS und deshalb gepushed wird ist auch klar.
Jedoch nicht klar ist, wie sich die Integrationszeiten, Anstiegszeiten und Abfallzeiten (laut DIN von oben 1,7 s für 20 dB, was mir super langsam vorkommt)konkret mathematisch auf die Anzeige auswirkt. Zumal sich verschiedene Anbieter auch verschiedene Zeiten angeben!
Sind meine Zusammentragungen richtig? Währe es besser statt des normalen einfachen arithmetischen Mittelwertes eine numerische Integration nach z.B. Simson durchzuführen (Simsonsche Formel zur numerischen Integration wird benutzt, wenn zur Integration keine definierte Funktion (z.B. sinus), sondern nur willkürliche Werte, wie sie es z.B. "normales" Audiomaterial ist, vorhanden sind.)?
Fragen über Fragen und hard stuff, ich weiß. Aber ich bin für jeden Hinweis dankbar und ich sage euch: Darüber gibt es keine Litheratur!!
Danke
GFL
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Antwort#2
GFL braucht Wissen über PPM- und VU-Meter: Ich bin für jeden Hinweis dankbar und ich sage: Darüber gibt es keine Literatur!
Kaum zu glauben. Wo hast du denn nur geschaut?
http://sound.westhost.com/project55.htm
http://emusician.com/ar/emusic_pspaudiowarecom/
http://www.internews.ru/books/radiohandbook/15.html
http://www.sospubs.co.uk/sos/jun00/articles/metring.htm
http://www.broadcastpapers.com/audio/DKAudioLevel&Readings03.htm
http://www.pspaudioware.com/download/docs/PSPvm.pdf
http://www.dorrough.com/About_Us/Dorrough_Vision/dorrough_vision.html
http://www.ntp-dag2000.dk/content/177-950.PDF
http://www.eurodatabank.com/Aziende/Audioscope/scheda3211.htm
http://w3.studiotech.hu/studiotech/hu/audio/rtw/rtwtop.htm
http://www.bolandcom.com/ds/4614.pdf
Maya
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Antwort#3
Um Himmels willen, wo hast du den diese Sachen her, Maya?
Aber nicht gegoogled!
Vielen, vielen dank
GFL
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Antwort#4
Oh...ein deja viue...
Peak-Meter (Spitzenpegelmessanzeige): Der wirkliche maximale Pegel eines Momentes wird angezeigt.
Ein Peek, der ein Sample (bei z.B. 48kHz) lang ist, würde eine LED so kurz (wenn überhaupt) leuchten lassen, das kann
Quasie Spitzenwertanzeige:????
Darüber gibt es keine Litheratur!!
Genau.

Deswegen wird die Anzeige gehalten und fällt erst langsam wieder ab (releas time). Der Peak läd einen Kondensator auf den entsprechenden Spitzenwert auf.
Die Spannung über dem C wird (hochohmig) gemessen und fällt erst langsam wieder ab. Eventuell über einen Widerstand.
In Effektivwerten geeichter Spitzenwertmesser. Das übliche also.
Vielleicht solltest du bei der google suche Literatur ohne h schreiben...
Ne ernsthaft, genau diese Fragen habe ich neulich vor einen Monat etwa gestellt.
Neben diesem habe ich noch das gefunden:
(überhaupt eine ganz nette Sammlung)
http://links.epanorama.net/links/audiocircuits.html
Unter Measurements.
Und noch die Appnotes zum LM3915.
Mehr hab ich auch nicht gefunden.
Wenn du deine Diplomarbeit fertig hast wäre ich dran interessiert.
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Antwort#5
Hallo Gfl,
Über die Integrations- und Rücklaufzeiten der Pegelmesser nach DIN gibt das IRT-Pflichtenheft 3/6 genaue Auskunft. Dieses Heft kannst Du beim IRT in München beziehen. Außerdem: sieh mal auf den Seiten von Eberhard Sengpiel (ebs) nach, dort wirst Du mit Sicherheit fündig über all die Fakten und Daten die für Deine Arbeit interessant sind. Weiterhin sieh mal im Archiv des Forums hier nach, wir hatten vor ein paar Wochen schon einmal einen längeren Thread in dem ausführlich über Aussteuerungsmesser geschrieben wurde. Bitte sieh mal da nach, dann brauchen wir nicht wieder alles zu wiederholen.
Die ganze Integrationssache dieses Meßgerätes ist im Prinzip eine Sample&Hold-Schaltung bei der , wie es ThomasT schon angedeutet hat, eine Entladung eines Kondensators über einen (hochohmigen) Widerstand geschieht.
Es werden keine Spitzenspannungen nach mathematischer Definition (also z.B. Scheitelwert eines Sinus) gemessen, sondern die Maximalwerte der Hüllkurve des Signals. Bei digitalen Aussteuerungsmessern wird der verlangsamte Rücklauf über einen Zähler bewirkt.
VU-Messer haben eine Integrationszeit und Rücklaufzeit von je 300 msec. Dies entspricht auch ungefähr der Erholzeit des Ohres. Sie sind also mehr dem Hörempfinden angepaßt, verleiten aber zum zu hohen aussteuern und beschwören damit die Gefahr zur Übersteuerung herauf.

MfG
Rainer
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