Hallo ! Da bei einem Digitalmixer die Möglichkeit besteht die Dynamikbearbeitung (Comp. usw.) pre- oder post-EQ zu routen, wollte ich mal fragen, wie ihr das handhabt bzw. welche Vor- oder Nachteile es mit sich bringt? Normalerweise wird zB. ein Compressor in den Insert-weg eingeschliffen und ist dann ja pre-EQ. Bei post-EQ muss ich ja bei Änderung des EQ's, ständig den Threshold nachregeln. Außerdem stelle ich mir vor, dass zB. bei einer Anhebung einer Frequenz, dann diese durch den Comp. wieder zurückkomremiert wird - also der Pegel dieser Frequenz wieder zurückgenommen wird. (jedenfalls wenn der Theshold erreicht wird bzw. bei starker Kompremierung) Oder sehe ich da etwas falsch ? Nun habe ich aber gesehen, dass die Voreinstellung bei einigen Diditalmixern post-EQ ist !!?? Wäre schön mal ein paar Gedanken zu diesen Thema zu lesen.
Hi, Dein Amnsatz ist schon ganz richtig soweit. Pre macht einfach mehr Sinn da das Signal ja auch gepegelt wird und somit von daher mit sauberem Pegel in die Dyn- Abteilung geht. Sonst müßte man nach jeder Faderbewegung alles neu einstellen.
Hi ! Pre/Post EQ hat doch bitte nichts mit pre/post Fader zu tun !!!!!!!!!!!! Grundsätzlich würde ich Dyn. pre EQ fahren. Eine Ausnahme wäre z.B. ein Expander im Hihatkanal um den Rest der Drums etwas "wegzuregeln". Alles unter 250 Hz kann man rausdrehen und der dahintergeschaltete Exp. wird dadurch kaum mehr durch sn.,bd., toms irretiert. Gruß Zifko
Hi! Interessantes Thema. Ich denke, die Lösung zu dieser Problematik hängt sehr stark von der Bearbeitung des Signals durch den EQ ab. Wenn man nur "mit wenigen dB am EQ schraubt", würde ich den Kompressor aus klanglichen Grüden wohl eher vor den EQ setzen. Wenn allerdings mit dem EQ (dem vielleicht etwas dröhnigen Signal) z.B. erstmal 12 dB bei etwa 500 Hz weggenommen werden, bietet es sich wahrscheinlich an, den Kompressor hinter den EQ zu schalten, da sonst die Gefahr besteht, dass der Kompressor ein Signal komprimiert, welches so (nach dem EQ) gar nicht vorhanden ist: Der hohe Energieanteil der beispielhaften 500 Hz lässt den Kompressor stark arbeiten, doch hören tun wir die Ursache der Kompressorwirkung nicht, da wir diese danach wegfiltern... macht eigentlich wenig Sinn. Deswegen in diesem Fall Dynamics post EQ. Noch andere Ideen? Grüße Markus
Pre ist schon sinnvoller als post EQ. Wenn ich nämlich post EQ einschleife und dann am EQ rumschraube, stimmt der Pegel am Comp. nämlich nichtmehr. Ich glaub das ist die logischste Eklärung warum pre und nicht post. Gruß Andreas
Die logischste Erklärung for post-EQ ist: der Compressor reagiert und regalt was anderes als eigl. geregelt werden soll. Aber bei geringen EQ einsatz ist post/pre EQ fast egal, da es zu selben Ergebnissen führt. Ein weiterer Grund für pre EQ ist, dass der Compr. oft auch den Klang verändert was man mit EQ dann wieder korrigieren will. D.h. eigl. richtig ist nicht pre oder post, sonder pre _und_ post. Mache ich auch relativ oft. D.h. einen EQ fürs Grobe vor den Comp. und einen fürs Feine dahinter. (natülich mit Plugins nicht mit Hardware-Mixer.
Hallo ! Sehr interessantes Thema wie man sieht ! Wenn ich zB. mit dem Comp. eine Klangänderung (ein gewollte) ausführe, was ja durchaus üblich ist zB. Kick, also alles zB.mit kurzen Attackzeit, wo das Einschwingverhalten beeinflußt wird, würde ich pre-eq benutzen. Sonst wäre ich ja nur damit beschäftigt zwischen EQ und Comp. hin- und herzuschalten und nachzuregeln. Comp. einstellen > Klang ändert sich. Klang nachregeln > Werte für Comp. sind nicht mehr optimal (nachregeln) > dadurch ändert sich wieder der Klang > Klang nachregeln > Werte für Comp. sind nicht mehr optimal (nachregeln) > dadurch ändert sich wieder der Klang > Klang nachregeln ....usw. (natürlich jetzt etwas übertrieben dargestellt) Ulli