dbx 386 vs. AN/DI Mindprint

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
Ich bin also immernoch auf der suche nach einem Dual Mic-Preamp mit A/D konvertierung..
Was gibt es denn mal ueber den
dbx 386 (Dual Tube Mic Preamp Analog-to-Digital)
zu sagen?
Hauptsaechlich soll gitarre aufgenommen werden, evtl spaeter auch vocals.
Wie schlaegt sich das geraet im vergleich zu dem
AN/DI von Mindprint?
Vielen Dank fuer Beratung,
Daniel
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Antwort#2
Du wirst von vielen hören, daß der dbx matschig klingt. Du wirst von anderen hören, daß er etwas harsch in den Höhen ist. Und Du wirst von anderen hören, daß nach einem Tausch der Röhren erhebliche Verbesserung eintritt.
Du wirst nicht darum herumkommen, selber zu testen. Die Meinung anderer kann Dir helfen, die Auswahl einzuschränken, aber entscheiden mußt Du mit Deinen eigenen Ohren.
Marcel
P.S. Ich bin zumindest mit dem dbx zufrieden, habe aber den Mindprint noch nicht gehört.
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Antwort#3
Du wirst von vielen hören, daß der dbx matschig klingt.
Du wirst von anderen hören, daß er etwas harsch in den Höhen ist.
Und Du wirst von anderen hören, daß nach einem Tausch der Röhren erhebliche Verbesserung eintritt.
Du wirst nicht darum herumkommen, selber zu testen.
Yup. Man kann auch mulmig sagen.
Niemals! Genau das ist mein Haupteinsatzgebiet für das Teil. Harsche Quellen zu entschäften. Und auch um einen anderen Klang aus einer Monoquelle (Gitarrenamp) zu zaubern.
Das wäre interessant. Entscheident ist der Drive - Regler bei dem Teil.
Sowieso. Aber der dbx ist nicht neutral der Mindprint ist es.
Zumindest ist es der Envoice mit deaktivierten Effekten (EQ, Comp).
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Antwort#4
Hallo!
Also ich habe den AN/DI pro und bin der Meinung das er absolut neutral klingt. Ich habe In mittlerweile mit einem T-Comp erweitert. Man kann mit dem Teil echt sehr brauchbare Ergebnisse erzielen.
MFG
Sebastian
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Antwort#5
Daniel fragt:
[...]
Was gibt es denn mal ueber den
dbx 386 (Dual Tube Mic Preamp Analog-to-Digital)
zu sagen?
[...]
Am dbx 368 war ich mal sehr interessiert, habe dann aber in den Specs geradezu ein K.O.-Kriterium gefunden:
Die Impedanz der Mikrofoneingänge beträgt beim dbx 386 leider nur 330 Ohm !
Das ist völlig unakzeptabel, kein Kondensatormikrofon erlaubt eine derartige Belastung. Die Impedanzwandler bei "trafolosen" Ausgängen würden diese Belastung nicht nur mit einem geringeren Pegel, sondern wohl auch mit einem höheren Klirrfaktor quittieren.
Den Support von dbx hatte ich per E-Mail mit diesem Schwachpunkt konfrontiert, eine Antwort aber habe ich niemals erhalten.
MfG -kln
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Antwort#6
Hallo Daniel,
der Mikrofonverstärker-Teil des dbx ist, wenn Sie die technischen Daten betrachten, nicht gerade High-end. Hier wurden wohl die meisten Kompromisse zu Gunsten des Preises gemacht.
Ich benutze den 386 gerne für die Hauptmikrofone bei Liveaufnahmen von Chören oder kleineren Ensembles. Die dabei benutzten Kondensator-Mikrofone (MBHO und Neumann) haben Ausgangsimpedanzen von 35 bzw. 50 Ohm, somit gibt es keine Probleme mit der Anpassung (siehe Beitrag von "kln").
Das entscheidende Kriterium zur Anschaffung des dbx ist für mich die Funktionsweise des A/D-Wandlers gewesen. Dieser arbeitet bei hohen Pegeln mit einer nichtlinearen Kennlinie (ab -4dB unter Vollaussteuerung), die sich asymptotisch der 0dBFS-Marke nähert, ohne sie zu überschreiten. Eine digitale Übersteuerung wird durch diese "Limiter"-Funktion vermieden.
Gerade im Live-Betrieb ist dies unheimlich gut für die Nerven!
Links für Testberichte: www.sospubs.co.uk/sos/may00/articles/dbx386.htm
www.sospubs.co.uk/sos/jan01/articles/mindprint.asp

Grüße,

Lutz Dingler
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Antwort#7
Lutz Dingler sagt:
[...]
Die dabei benutzten Kondensator-Mikrofone (MBHO und Neumann) haben Ausgangsimpedanzen von 35 bzw. 50 Ohm, somit gibt es keine Probleme mit der Anpassung (siehe Beitrag von "kln").
[...]
Das widerspricht aber den technischen Spezifikationen der Mikrofonhersteller !
Beispielsweise findet man für das KM 184: Ausgangsimpedanz 50 Ohm, ABER "Load Impedance 1000 Ohm".
Die Mikrofonentwickler haben ja wohl zwingende Gründe, wenn sie Eingangslasten von > 1000 Ohm empfehlen.
MfG -kln
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Antwort#8
Die Phantomspeisung beim "MindPrint DI" fande ich grundsaetzlich falsch ausgelegt--einige kOhm Serienwiderstand extra, daher (sowie vielleicht auch aus anderen Gruenden) nur wenig Strom vorhanden.
Ich habe den "MindPrint" einmal getestet (sagt man das wirklich?) mit 1 x Schoeps PHS 48 (wie CMC 5, also ca. 4,5 mA) + 1 x CMC 6-- (automatisch in P12-Modus uebergegangen, aufgrund der uebergrossen Spannungsverlust -- also ca. 8 mA). Resultat nach ~ 30 Sekunden: ein winziges, nettes ... column of white smoke, and expensive damage to the main circuit board.
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Antwort#9
Du meinst den DI-Port? Die Rede ist aber vom ANDI.
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Antwort#10
Hallo "kln", hallo Daniel,
die zwingenden Gründe der Mikrofonhersteller liegen in der Garantie der technischen Spezifikationen Ihrer Mikrofone, die sie bei Lastimpedanzen unter den empfohlenen Werten nicht übernehmen.
Laut Aussage von Herrn Schneider, Fa. Neumann, kann es bei Eingangsimpedanzen des Verstärkereingangs unter 1kOhm zu einer Einschränkung im Grenzschalldruckpegel qualitativ "um ein paar dB" sowie zu einer Heraufsetzung der unteren Grenzfrequenz (der Mikrofonschaltung) kommen. Bei einer Impedanz von 330Ohm wie beim dbx ist ab etwa 50Hz mit eiem Tiefenabfall zu rechnen.
Eine Antwort von MBHO zu dieser Frage steht noch aus.
Ich habe mich in meinem vorigen Beitrag von der 1:5-Regel leiten lassen. Mit dieser stößt man in diesem besprochen Fall jedoch an die Grenzen der Mikrofon-Elektronik.
Der dbx368 ein durchaus brauchbares Gerät, wenn man die Einschränkung der suboptimalen Anpassung akzeptiert.
Bei aller technischer Betrachtung gilt jedoch auch hier: "Es kommt darauf an, was hinten bei 'rauskommt".
Insofern, so muß ich präzisieren, habe ich keine Probleme mit meiner Mikrofon/dbx-Kombination.
Mit freundlichen Grüßen,

Lutz Dingler
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Antwort#11
Hm, das interessiert mich jetzt aber ! War es nun wirklich der DI, der rauchte oder der AN/DI(pro) ? Und bitte, warum raucht da etwas ?
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Antwort#12
Die Impedanz der Mikrofoneingänge beträgt beim dbx 386 leider nur 330 Ohm !
Ich konnte es kaum glauben aber es stimmt wirklich. Hab noch mal nachgeschaut.
Da der Wert so klein ist, hatte ich ihn nich für voll genommen. Dachte die meinten das Mikrofon...
Was beim DBX aber gut ist, das ist in der Tat die Wandlereinheit. Diese hat nämlich - im Gegensatz zu den Mindprint-Teilen - eine Wordclockeingang.
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Antwort#13
Beim DI-Port, weiss ich es nicht, aber der AN/DI hat doch einen WORD/Clock (???)
siehe auch hier -> http://www.mindprint.de/savemysound/nur_die_wahrheit.htm
Was bei dem "Viech" gut funktioniert, ist das Synchronisieren auf die Aussen anliegenden Digitaltakte. So kann man sogar mit PCs/onboad-Soundchips zurechtkommen.
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Antwort#14
Beim DI-Port, weiss ich es nicht, aber der AN/DI hat doch einen WORD/Clock (???)
Was bei dem "Viech" gut funktioniert, ist das Synchronisieren auf die Aussen anliegenden Digitaltakte.
Stimmt. Hab grad nachgesehen. Ich dachte da wär auch so ein Dig-mod drin (wie das für EnVoice und T-Comp).
Letzteres kann nämlich
Was bei mir der dbx386 übernimmt. In dem geht die Wordclock vom ADI-8 rein. Und dann mittels SPDIF in den EnVoice/T-comp und damit ist das SPDIF syncronisiert.
Etwas umständlich, geht aber.
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Antwort#15
D.h. der 386er ist der ClockMaster ? - Wohin geht dann der Ausgang des EnVoice Wandlermoduls ?
Da ich den 386er nicht kenne : Wie sieht es aus mit dessen Analogeingang - z.B. Gundrauschen ? Beim ANDI komme ich auf 19 unverrauschte Bits (GAIN-minimum).
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Antwort#16
D.h. der 386er ist der ClockMaster ?
Da ich den 386er nicht kenne : Wie sieht es aus mit dessen Analogeingang - z.B. Gundrauschen ? Beim ANDI komme ich auf 19 unverrauschte Bits (GAIN-minimum).
Für die Dig-mods schon.
Er selber wird aber von ADI-8 gesynct per WC.
Ich nutze ich u.a. als WC -> dummy-SPDIF umsetzer.

- Wohin geht dann der Ausgang des EnVoice Wandlermoduls ?
An die Soundkarte. Zusammen mit den ADAT-outs des ADI-8.
Soundkarte ist dann geslaved auf spdif-in.
Super rauschfrei ist er nicht. Ich messe sowas eigl. sehr selten. Solange man nix hört ist es ok.
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