Bester Pitchshifter für Choraufnahmen?

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Ich habe da ein Problem:
Habe Choraufnahmen editiert und musste zum Teil Tonhöhenkorrekturen tätigen.
Die Aufnahmen wurde in einer Turnhalle gemacht mit einer Hauptmikrofonierung bestehend aus einer AB und einer ORTF-Mikrofonierung. Beide Systeme wurden ca. 1:1 zusammengemischt.
Bearbeitet wurden die Aufnahmen in Samplitude pro 7.11. Nun passierte Folgendes:
Wenn ich pitche, und sei es auch nur 0,2 Halbtonschritte, dann gibt es Nebenwirkungen. Im Modus "standart" beginnt das Signal zu holpern beim Nachhall. Im Modus "geglättet" wird das Signal dünner (weniger Bass) und die Phasenlage verschlechtert sich ungemein.
Meine Frage an Euch:
Kennt jemand ein Plugin dx oder VST welches geeignet ist oben erwähnte Tonhöhenkorrekturen vorzunehmen?
Am liebsten gleich noch mit einem Feature das ich schon lange gerne hätte:
Eine Korrektur über ein "objekt" von Anfangs 0 bis ende z.b. einem Halbton, die sich kontinuierlich erhöht.
Wer hat Erfahrungen hierbei, wer kann mir was empfehlen?
Liebe Grüsse
Thomas


http://www.proton-davos.ch
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Antwort#2
Soll da per Resampling / Neuberechnung gepitched werden ? Das kannst Du mal getrost vergessen, jeder zweitklassige Musiker wird die Artefakte hören.
Das einzige, was man machen kann ist eine Korrektur über schnelleres Abspielen - sicher meinst Du das. (?) In Wavelab modelliere ich auf diese Weise manchmal Passagen etwas hin, einige Prozente schleichender Tempoverschärfung fallen nicht so auf. Teilweise kann man auch ein komplettes Lied "anziehen", wenn der Chor gefallen ist. Bei punktweiser Bearbeitung sollte ein deutlicher Tonhöhensprung beim Einsingen in eine Note erfolgen, da fällt das fast gar nicht auf.
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Antwort#3
Hallo Juergen
Du hast mir einen riesigen Gefallen getan. Vor lauter Bäumen habe ich wohl den Wald nicht mehr gesehen! Natürlich, resampling heisst die Lösung - bis zu einem gewissen %-Satz auf jeden Fall.
Habe gepicht und gepicht, ohne Erfolg. Nach deiner Antwort habe ich alle TEile schnell re-gesampelt und die Schnitte angepasst. War eine knappe Stunde Arbeit -und das Resultat ist nun einwandfrei.
Danke Juergen!
Die Frager nach dem Plugin bleibt aber bestehen.
Gruss aus der CH
Thomas



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Antwort#4
D.h. Du hast einfach einzelne Phrasen komplett in der Tonhöhe verschoben (?) Ich meinte ja, das fliessend zu machen, so wie man als DJ mit dem Tempo arbeitet. Was mir noch einfällt : Antares Autotune muesste das doch auch können, wenn die Tonhöhe vorgibt ?
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Antwort#5
Es wäre vielleicht eine Idee, die Samplitude Entwickler zu kontaktieren. Eigentlich ist das Pitchshifting in SAMP erste Sahne. Aber es gibt manchmal unreproduzierbare Probleme mit manchen Soundkarten, und auch sollte man daran denken, hierfür einen schnellen Rechner zu benutzen. Die Freeze-Funktion hülfe auch. Mal probieren.
Tonmaus
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Antwort#6
D.h. Du hast einfach einzelne Phrasen komplett in der Tonhöhe verschoben (?)
Ja genau, das hab ich getan. Z.B. bei einem Lied waren 2 Strophen o.k und die dritte war 0.8 Halbtöne zu tief. Nun hab ich die ersten 2 Strophen an geeigneten Stellen getrennt und 5 Teile daraus gemacht. Der erste Teil läuft etwas langsamer und 0,1 HT tiefer, der zweite ist 0.2 HT tiefer, der 3. 0,3,der 4. 0,4 und der 5. 0,5. Die dritte Strophe lauft etwas schneller und ist 0.2 HT höher.
Die Tempoverschiebungen sind minim und meines Erachtens unhörbar.

Gerne würde ich das fliessend machen aber wie? Ich müsste sowas wie eine "Controllerkurve " haben in Sam. Aber so weit ich weiss ist das noch in Entwicklung. Das wurde mir jedenfalls mal versprochen vom Entwicklerteam.
Was mir noch einfällt : Antares Autotune muesste das doch auch können, wenn die Tonhöhe vorgibt ?
Habe mir das Demo mal runtergeladen. Werde versuchen mich einzuarbeiten. Den "Cher-Effekt" habe ich schon mal raus;-)
Liebe Grüsse
Thomas




http://www.proton-davos
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Antwort#7
Die Freecefunktion hülfe auch?
Aber nur um den Rechner zu entlasten, nicht?
Mein p4 1,7 mit512 MbRam sollte das schon schaffen.
Soundkarte ist die RME digi96 PST. Aber ich verändere ja nicht wirklich die Samplingrate, sondern ich rechne die Sache neu. Dann bleibt es 44.1
Liebe Grüsse
Thomas



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Antwort#8
Wechsel doch mal ins Samplitude-Forum. Da kann Dir sicher besser geholfen werden.
Tonmaus


Samplitude Support
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Antwort#9
Was mir noch einfällt : Antares Autotune muesste das doch auch können, wenn die Tonhöhe vorgibt ?
Leider kann man Antares Autotune keine Kurve vorgeben wie hoch/tief er an der Stelle pitchen soll. Nur eine Kurve der Zieltonhöhe.
Dabei ist das Problem, dass Antares die Originaltonhöhe "messen" muss. Und dass kann er nur bei (einigermassen) periodischen Signalen. Also nicht bei Chören, wie auch nicht bei Death Metal Grunts oder rauhen Gesang ala Lemmy!
(auch wer's nicht glaubt: auch bei solchem Gesang ist Tonhöhe wichtig, allerdings ist es weit unkritischer wenn man sie mal nicht trifft...)
Denn die produzieren kein periodisches Signal. Antares macht keine FFT sondern zählt scheinbar nur die Nulldurchgänge und mittelt die dann geeigent.
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Antwort#10
Was mir noch einfällt : Antares Autotune muesste das doch auch können, wenn die Tonhöhe vorgibt ?
Leider kann man Antares Autotune keine Kurve vorgeben wie hoch/tief er an der Stelle pitchen soll. Nur eine Kurve der Zieltonhöhe.
Dabei ist das Problem, dass Antares die Originaltonhöhe "messen" muss. Und dass kann er nur bei (einigermassen) periodischen Signalen. Also nicht bei Chören, wie auch nicht bei Death Metal Grunts oder rauhen Gesang ala Lemmy!
(auch wer's nicht glaubt: auch bei solchem Gesang ist Tonhöhe wichtig, allerdings ist es weit unkritischer wenn man sie mal nicht trifft...)
Denn die produzieren kein periodisches Signal. Antares macht keine FFT sondern zählt scheinbar nur die Nulldurchgänge und mittelt die dann geeigent.
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Antwort#11
"Antares macht keine FFT " - Aha ! Vielleicht setze ich mich mal hin und schreibe einen Audioprozessor, der exakt das macht. Man kann sowas aber nicht so ohne Weiteres automatisieren und mehr als einen Grobausgleich der gemittelten Tonhöhe bekommt man eh' nicht hin. Wenn die Chöre stark schwanken, driften die Register meist auch gegeneinander ein wenig und das bekommt man nicht weg. Es sollte aber möglich sein, mit einem Editor korrekturbedürftige Passagen markieren zu können und automatisch ausgleichen zu lassen. Müsste dann aber ein standalone-Tools sein.
?
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Antwort#12
Wenn du wirklich ernsthaft was programmieren willst, es gibt von Steinberg ein SDK (software developer/-ment kit) für VST-plugins zum download. Gabs zumindest mal. Selbst primitive GUI-Sachen (so wie bei freeverb...) sind enthalten.
Gar nicht so kompliziert. Eine C++-Klasse von der du deine ableiten musst.
Gibt auch eine mailingliste wo du pro Tag mit min. 20-30 mails bombadiert wirst.
Hatte damals aber dann keine Zeit mehr und die Sache ist im Sande verlaufen.
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