Hallo Leute! Wir hatten am Freitag beim Gig in Kiel notgedrungenerweise ein 6m Klinke/Klinke Intrumentenkabel als Lautsprecherverlängerung benutzt. Damit standen die Boxen links und rechts von der Band und sollten auch nur den Gesang verstärken. Der Klang war gut und die Leute waren begeistert. Warum sollte ich nun viel Geld für ein dickes Kabel ausgeben? Kann es sein, dass das dünne Kabel einen Hochpass darstellte? Scheint ja für Gesang nicht verkehrt zu sein. Ach ja, letztens wollte mir ein Verkäufer vergoldete Stecker andrehen. Was haltet ihr davon? Für n bißchen Farbe das doppelte ausgeben? Viele Grüße, Carsten
Warum sollte ich nun viel Kann es sein, dass das dünne Kabel einen Ach ja, letztens wollte mir ein Verkäufer vergoldete Stecker andrehen. Was haltet ihr davon? Für n bißchen Farbe das doppelte ausgeben?
Geld für ein dickes Kabel ausgeben? Damit es nicht glüht wenn zuviel Strom drüberfliesst? Weil es robuster ist? Weil es weiniger Widerstand hat und damit mehr Power aus den Boxen kommt? Hochpass darstellte? Scheint ja für Gesang nicht verkehrt zu sein. Einen _Tief_pass. Einen Höhendämpfer. U.U. ja. EQ gibts nicht? Korrosionsschutz! *kleinlaut* Gut ich gebe zu goldene Cinch-Stecker für digitale Verbindungen zu verwenden. Rein der Kennzeichnung wegen. Violettes Kable, Goldene Stecker: digital. Schwarz/Grau, Silber: analog...
1. Klinke ist zum Anschluß von Lautsprechern eh nicht so zu empfehlen, da der Übergangswiderstand reichlich hoch ist, sie nicht gegen Herausziehen zu sichern sind (außer bei Neutrik-Buchsen) und man Gefahr läuft, die Kontakte zu berühren. Allerdings findet man Klinkenbuchsen auch nur an Lautsprechern die nicht die Mörderleistung haben, daher ist der Sicherheitsaspekt eher zweitrangig, es sei denn du gehst da wirklich mit 1000W oder so drauf. Trotzdem solltest du deine Lautsprecher bei Laune und Gelegenheit zumindest per XLR anschließen. Die kann man falls nötig auch ganz leicht und sicher verlängern. 2. Den Klang wirds nicht wirklich ändern, wenn man zu dünne Kabel nimmt. Es bleibt halt "bloß" mehr Leistung als nötig in Form von Wärme im Kabel hängen. Das wird die Kabel zwar nur im Extremfall töten, aber mindestens 1,5qmm Querschnitt dürfens schon sein. Die guten Kritiken lagen also an euren Spielkünsten und gewiss nicht am Kabel. 3. Du braucht keine goldenen und gesegneten Stecker. Wenn da "Neutrik" draufsteht, ist das völlig ausreichend, dann hast du einen zuverlässigen und stabilen Steckverbinder (auch wenn da einzelne auch vergoldet sind, das ist aber nicht der Punkt) - grade bei Klinkensteckern. Wenn du es schaffst dass deine ganzen Kabel korrodieren dann machst du beim Handling deines Equipments sowieso grundlegend was falsch. MfG Janko
Hallo Carsten, du schreibst, dass du ein 6m Klinke/Klinke Intrumentenkabel als Lautsprecherverlängerung benutzt hast. Ich kann daraus schließen, dass du aktive Lautsprecher hast - das sind die mit einem Netzstecker dran. Sollte das so sein, so bleibe bei den Mikrofonkabeln als Verbindung und Verlängerung. Die häufige Diskussion um dicke Lautsprecherkabel betrifft dich somit nicht, denn dabei geht es immer um Lautsprecherendverstärker und den Anschluss der passiven Lautsprecher, die ohne Netzstecker. Also schön auseinanderhalten aktiv und passiv! Gruß Maya
Hallo Maya, meinst Du das jetzt ironisch? Ich habe zwar derzeit nicht mehr viel mit PA am Hut, aber zu der Zeit, als ich damit noch Geld verdiente (vor einem Vierteljahrhundert...) waren 1/4"-Monoklinken durchaus Standard fur passive Lautsprecher - 2*1,5mm2 und 400W kam oefter vor. Wenn man duennes Kabel benutzte, gab es halt Leistungsverlust... Auch heute noch sehe ich regelmaessig 1/4"-Klinke statt Speakon. Gruss Micha ---
Hi Micha mb, bei passiven Lautsprechern mit geringer Leistung (100 W) kenne ich auch noch bei den Gitarren- und Bassverstärkern den Klinkenstecker, um einen Zweit-Lautsprecher parallel anszuschließen. Bei kurzen Leitungen und bei Gitarre und Bass wären in diesem speziellen Falle auch dünne Kabel kein hörbares Problem. Das Thema der notwendigen armstarken "Monster"-Kabel betrifft die leistungsstarken PA-Anlagen und die Studiomonitore mit passiven Lautsprechern und den Speakon-Steckern. Da wird auch immer so getan, also ob es nur "den" Speakon-Stecker gäbe. Schaue mal in die Prospekte. Mich fragen hin und wieder Bekannte, die manchmal auch kleine aktive Lautprecher in ihren Wohnungen haben, ob sie dicke Kabel brauchen, weil das in den HiFi-Phono-Zeitschriften immer verlangt wird. Hier wird nicht verstanden, dass der Rummel allein um die Drahtverbindung zu den "passiven" Lautsprechern geht, das sind die ohne Netzstecker. Auch in diesem Forum ist das der Fall. Gruß Maya
Mal dazu gefragt: welchen Querschnitt müssen eurere Erfahrung/Meinung nach die Leiter in einem Kabel zu einem aktiven Monitor haben? (Ich meine vor allem Studioabhören). Genügen die gängigen 0,14 oder 0,08mm ? CJB
Du kannst für aktive Lautsprecher ganz normale Mikrofonkabel verwenden, denn es wird ja so gut wie keine Leistung übertragen. Die Ströme liegen im mA-Bereich. 0.08 mm² würde ich allerdings aus mechanischen Gründen nicht nehmen.