96 kHz, Bandbreitenerweiterung und ander fragwürdige Dinge

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Startbeitrag#1
Hallo Kollegen,
Es scheint so, als wolle die Diskussion über die 96-kHz-Abtastung nicht enden und ich muß dazu auch dem einen oder anderen - und nicht nur Forumsteilnehmern -unterstellen, daß manche mathematische und physikalische Grundlagen einfach nicht genügend verstanden wurden, sonst würden sich derartige Fragen gar nicht erst ergeben.
So sehr ich die Arbeit des ETI auch schätze, habe ich - und dies wird von Hans-Joachim ebenfalls so gesehen - Ansätze zur Kritik (siehe mein Posting weiter unten), nämlich daß ein objektiver Vergleich dadurch nicht gewährleistet ist, daß die AD/DA-Wandlerqualitäten unterschiedlich sind. Nichtlinearitäten der Wandler und auch unterschiedliche Schaltungskonzepte die auf der analogen Seite schon Qualitätsunterschiede hervorrufen verhindern dies.
Die andere Vorgehensweise wie ich sie vor ein paar Tagen schon angeführt habe, nämlich einen einzigen Wandler mit 24/96 zu benutzen und dann durch entsprechende Konvertierungen diese auf 24/48, 16/48 und 16/44,1 herunterzurechnen wäre der m.E. bessere Weg gewesen. Aber auch hier sind immer noch Störfaktoren vorhanden, die einen objektiven Vergleich verhindern: Wir wissen alle, daß es für Abtastratenwandler und Dithering verschiedene Algorithmen gibt die ebenfalls unterschiedliche Artefakte hervorrufen.
Schlußfolgerung: Eine endgültige und objektive Aussage ob eine Erhöhung der Taktfrequenz und eine Erhöhung der Quantisierung eine hörbare Verbesserung bringt ist somit letztlich nicht präzise möglich und führt daher jegliche Diskussionen darüber ad absurdum.
Bei den meisten Diskussionen wird immer nur die Frage gestellt, ob die Erweiterung der Bandbreite über den Hörbereich hinaus eine Verbesserung bringt und dabei werden oftmals äußerst fragwürdige (pseudowissenschaftliche) Abhandlungen ins Feld geführt, bei denen übersehen wird, daß durch Auftreten von Nichtlinearen Verzerrungen Differenztöne zwischen den Ultraschallanteilen entstehen die dann in den Hörbereich fallen und dies wird dann als Argument herangezogen, daß man hier "etwas höre" was man vorher (bei Bandbegrenzung auf 20 kHz) nicht gehört hat. In Wirklichkeit aber sind es physikalisch gesehen unerwünschte Spektralkomponenten, die im Originalsignal nicht enthalten sind. Das aber kann nicht Sinn der Weiterentwicklung einer Technik sein, sonder eine Weiterentwicklung muß dahin gehen, derartige Dreckeffekte zu vermeiden.
Für mich stellt sich weniger die Frage nach einer Erweiterung der Frequenzbandbreite über 20 kHz, sonder viel mehr die Frage nach der "vertikalen" Diskretisierung des Signals, d.h: Ob 24 bit eine objektive Verbesserung gegenüber 16 bit bringen. Und ich bin der festen Überzeugung, daß es etwas bringt, zumindest bei niedrigen Pegeln.
Ich konnte mich vor einigen Jahren auf einer Tonmeistertagung davon überzeugen, wie gravierend ein Signal sich verbesserte wenn es bei einem Pegel von -50 dBfs auf -20 dBfs hochgezogen wird, wenn es statt 16 bit, 20 bit hat.
Es ist ganz klar, daß mit abnehmender Wortbreite das Quantisierungsrauschen ansteigt. Trivialfall: Hätten wir nur 2 Zustände (also 1 bit) dann gäbe es nach der Abtastung immer nur 2 mögliche Werte: Entweder Null oder Maximum. Aber die Werte dazwischen wären nicht darstellbar. Somit sollte man sich mal überlegen, ob nicht die Verluste an hörbarer Qualiät (z.B. Raumeindruck und Tiefenstaffelung) ihre Ursache nicht in der horizontalen (Zeitachse) als vielmehr in der vertikalen (Amplitudenachse) haben. Denn wie das menschliche Gehör auf Quantisierungsfehler dieser Art reagiert, darüber ist bisher nichts bekannt.
Im Rahmen des Strebens nach höherer Bandbreite werden seit einiger Zeit von namhaften Mikrofonherstellern inzwischen Mikrofone angeboten, die tatsächlich in der Lage sind, Frequenzen bis 50 kHz noch zu übertragen. Die Frage inwieweit dies Sinn mancht kann man sich allein schon dadurch selbst beantworten wenn man mal die wellenmechanischen Gesetze betrachtet: Aufgrund des Störabstandes kann man ein Mikrofon nicht beliebig klein bauen. Das aber wäre nötig, wenn die Membrane auch bei 50 kHz noch klein sein sollte gegen die Wellenlänge. Und diese liegt bei 50 kHz bei 6,8 mm. Die Membrane müßte also noch wesentlich kleiner sein, wenn nicht durch Druckstaueffekte Überhöhungen der Frequenzkurve stattfinden sollen. Und noch schlimmer sieht es mit der Richtcharakteristik aus. Die Kugel die ein Druckempfänger hat wird bei 50 kHz zu einer scharf bündelnden Keule! Ein solches Mikrofon kann folglich nur dann die 50 kHz noch ohne Amplitudenabfall übertragen wenn es exakt frontal betönt wird. Sobald der Schall von der Seite einfällt, entsteht ein derart starker Pegelabfall, daß die eigentliche Wirkung der erhöhten Bandbreite gar nicht mehr zum Tragen kommt. Das wissen übrigens auch die Mikrofonentwickler alle. Nur der Kunde ist oftmals leider nur sehr schwer von den physikalischen und nachrichtentechnischen Zusammenhängen zu überzeugen. Lieber glaubt er der Werbung mehr als den Entwicklern.

Grüße
Rainer
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Antwort#2
Trivialfall: Hätten wir nur 2 Zustände (also 1 bit) dann gäbe es nach der Abtastung immer nur 2 mögliche Werte: Entweder Null oder Maximum. Aber die Werte dazwischen wären nicht darstellbar.
Somit sollte man sich mal überlegen, ob nicht die Verluste an hörbarer Qualiät (z.B. Raumeindruck und Tiefenstaffelung) ihre Ursache nicht in der horizontalen (Zeitachse) als vielmehr in der vertikalen (Amplitudenachse) haben.
Denn wie das menschliche Gehör auf Quantisierungsfehler dieser Art reagiert, darüber ist bisher nichts bekannt.
Na ja. Du weisst sicherlich dass es geht, wenn fs nur hoch genug ist.
Viel anderes haut der Sigma-Delta-wandler auch nicht raus. Stichwort: DSD.

Bekannlich kann man bei Vervierfachung der Abstastfrequenz ein bit einsparen. (D.h. halbierung der Amplitudenauslösung).
Also 25bit/48kHz ist genauso gut wie 24bit/192kHz!
Und wenn man bedenkt dass selbst 24bit übertrieben sind, ist man bei 24/48 auf der sicheren Seite.
Im übrigen werden auch die "Phasenfehler" geringer um genau diesen Betrag. Also ein bit mehr "vertikale" Auflösung bringt auch für Transientenfetischisten das doppelte wie verdopplung der Abstastfrequenz.
Wieso nicht? Es hört Rauschen oder blecherne Verzerrung.

Ich frage mich allerdings ob 96kHZ Verbesserung in Sachen Jitter bringt. Schliesslich ist der Zeitfehler auch nur halb so gross.
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Antwort#3
Versuch mal mit einem 48kHz Digitalsystem ein Delay von 30µs einzustellen. Zum Beispiel für eine Laufzeitpanoramatechnik.
Gruß
Andreas
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Antwort#4
"Ich frage mich allerdings ob 96kHZ Verbesserung in Sachen Jitter bringt"
Die Frage muesste präzisiert werden was a) die Auswirkung von relativ konstantem Jitter (so das ein sinnvolle Annahme ist) angeht, und b) wie man mit jitternden 96kHz umgehen kann.
Was b) angeht, würde ich spontan behaupten, daß sich eine darauf optimierte PLL absolut aehlich gut synchronisiert, d.h. in der Konsequenz besser entjittert (Mehr Information/Zeiteinheit -> größere Genauigkeit).
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Antwort#5
Zu der Aussage "... andere Vorgehensweise ... einen einzigen Wandler ... immer noch Störfaktoren" :
Jo, in der Tat ist nicht nur mit der Frequenzumschaltung getan. Daher sehe Ich hier inzischen durchaus zwei Wandler, (mit gfs dem gleichen Chip ?) welche jeweils in den Aspekten Oversampling, Analogverhalten, AA-Filter etc. und gfs sogar Dithering für die gegebene Frequenz optimert sind. Diese bestmöglichen "Nieschenoptima" gilt es zu vergleichen, um das Potenzial eines 96kHz-Systems einschaetzen zu können. Ich würde hier die Frage einwerfen, ob (und welche) markttypichen Wandler so gearbeitet sind, daß diese Aspekte berücksichtigt sind. Im Weitern muesste man - so notwendig - Produkte gleichen Preises vergleichen, um den economy-Aspekt zu befriedigen.
Unter "96kHz-System" verstehe ich hierbei in der erweiterten Betrachtung auch die Wiedergabeelemente (Siehe Monitorthread) und die Aufnahmesysteme, wobei ich beim zweiten Absatz, von Rainers Beitrag angelangt bin :
Mikrofone kommen ja i.d.R. mit einem Übertragungsspektrum, das ab 20kHz schon abkippt. (Bassverhalten lassen wir mal weg). Mit dem Rollout oberhalb der Eckfrequenz ca 20kHz wird ja genau genommen ein AA-Filterverhalten vorweggenommen. Wäre es mit Rücksicht auf eine erhöhte Eckfrequenz eines AA-Filters in einem 96kHZ-System nicht sinnvoll, hohe Frequenzen im Mikro korrekt zu übertragen, und das jeweils passende Begrenzen dem AA-Filter des angeschlossenen Systemes oder auch dem Vorverstärker in einem Analogpult zu überlassen ?
Die Betrachtung Richtungseffekte / MEmbrangröße bleibt davon unberührt bestehen.
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Antwort#6
Und wo soll da das Problem sein? Was haben denn die 30 µsec Laufzeit mit der Taktfrequenz zu tun? Das ist nicht eine Frage ob das prinzipiell möglich ist, sondern ob das Gerät die Möglichkeit bietet bis auf 30 µsec runter zu kommen.

MfG
Rainer
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Antwort#7
Laufzeitpanormatechnik habe ich bei einer Chor-CD schon praktiziert. Allerdings reichen 30 µsec nicht aus um eine wahrnehmbare Richtungsverschiebung zu erzeugen. Das ist gerade mal ein Wegstreckenunterschied von 1 cm. Und mache jetzt bitte nicht den fatalen Fehler den viele machen und dies in Frequenzen umrechnen indem sie einfach den Reziprokwert nehmen und dann 33,33 kHz erhalten die dann außerhalb der Nyquistfrequenz liegen oder den Schluß daraus ziehen, der Mensch könne also dann auch 33,33 kHz hören. In der Tat: Diese fatalen Fehler werden immer wieder gemacht! Und sie zeugen davon, daß die Sachverhalte nicht verstanden wurden.
Rechne doch mal aus was mit der Phaseninformation passiert bei dem Ausdruck
sin (2*pi*1 kHz + 30µsec/1msec) * sin (2*pi*48 kHz). Du wirst sehen, daß die Verzögerung des 1000-Hz-Signals im Endprodukt voll erhalten bleibt.
Ich habe jetzt die Tatkfrequenz der Einfachheit halber sin-förmig angesetzt.
Ich schlußfolgere aus Deiner Aussage, daß Du immer noch nicht wahr haben willst, daß man unabhängig von der Taktfrequenz jede beliebige Phasenverschiebung darstellen kann. Wenn ich diesen Unsinn lese in der besagten "Audiomedia" wundert mich das nicht, daß solche Mißverständnisse immer wieder vorkommen.
Im Übrigen habe ich für Testzwecke (die selbe Test-CD wo ich auch das mit dem Allpaß 8. Ordnung drauf hatte) eine Reihe Musikstücke derart bearbeitet, daß ich die beiden Stereokanäle mit verschiedenen interauralen Laufzeiten versehen habe. Angefangen mit 11,4 µsec (1 Sample) bis 100 msec. Wo also ist das Problem mit den 30 µsec.?

MfG
Rainer
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Antwort#8
Großzügig betrachtet, habt ihr beide Recht. Der Punkt ist nur eben der, daß man gemaess der Samples nicht jedes Delay direkt produzieren kann, sondern nur Vielfache. Daher können das manche Digitalgeräte - und wohl auch viele Plugins nicht. Nichtganzzahlige Vielfache lassen sich nur durch Resampling und passende Berechnung von Zwischenwerten erreichen - wie exakt das dann ist, hängt vom Algo ab.
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Antwort#9
Hi,
Na ja. Du weisst sicherlich dass es geht, wenn fs nur hoch genug ist.
Bekannlich kann man bei Vervierfachung der Abstastfrequenz ein bit einsparen. (D.h. halbierung der Amplitudenauslösung).
Viel anderes haut der Sigma-Delta-wandler auch nicht raus. Stichwort: DSD.
Ich glaube, Rainer meinte ein 2-bit-Signal in PCM. DSD hat damit gar nichts zu tun, denn das Eingangssignal wird auf einer ganz anderen Weise repraesentiert.
Also 25bit/48kHz ist genauso gut wie 24bit/192kHz!
Also das hoere ich wirklich zum ersten Mal. Aliasing?
Dirk
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Antwort#10
Das ist völlig klar, daß - solange das Delay aus der fs abgeleitet wird - nur ganzzahlige Vielfache einer Taktperiode einstellbar sind, hat aber nichts mit der unten diskutierten Sache mit den Raumreflexionen zu tun. Dort ist jedes beliebige Delay denkbar und wird auch vom digitalen System exakt reproduziert.
Andererseits erhebt sich die Frage ob man wirklich Delayzeiten braucht die Mikrosekundengenau und damit Zentimetergenau sind. Ich finde man braucht dies nicht, wenn man mal die Praxis betrachtet. Da hat ein konventionelles Panpot eine endliche Stufenzahl von 11...17 oder 19. Die äquivalenten Delay-Zeiten dazu bewegen sich im Millisekundenbereich.

Grüße
Rainer
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Antwort#11
Der Punkt ist nur eben der, daß man gemaess der Samples nicht jedes Delay direkt produzieren kann, sondern nur Vielfache.
Das Problem hier ist, dass die Programme/Effekte keine Möglichkeit bieten dies zu tun. Aber prinzipiell ist es möglich. Stichwort heisst Resampling.
P.S. man kann auch Bilder um 1/3pixel verschieben.
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Antwort#12
Hallo Rainer,
es geht nicht um die Reproduzierbarkeit, sondern um das künstliche Generieren dieses Laufzeitunterschiedes. Dies wird Dir mit einem 48kHz-System nicht gelingen. Und jetzt mache Du bitte nicht nochmal den Fehler und nimm einfach irgendeine interne, höhere Samplingrate, mit der es dann doch geht! Seit wann sind denn 11,4µs = 1 Sample bei 48kHz ???
Andererseits erhebt sich die Frage ob man wirklich Delayzeiten braucht die
Mikrosekundengenau und damit Zentimetergenau sind. Ich finde man braucht dies
nicht, wenn man mal die Praxis betrachtet. Da hat ein konventionelles Panpot
eine endliche Stufenzahl von 11...17 oder 19. Die äquivalenten Delay-Zeiten
dazu bewegen sich im Millisekundenbereich.
Oh! Ein gute Begründung für etwas das nicht geht... man braucht es einfach nicht.

Wie funktioniert denn beispielsweise ein digitales Hallgerät? Da habe ich das Signal und kann dies in verzögerter Form nochmal am Ausgang dazumischen (vielleicht noch die Impulsantwort einer Wand vorher drüberfalten). Alle Verzögerungen werden jedoch ganzzahlige Vielfache der Abtastfrequenz sein -> der Raum wird quantisiert dargestellt.
Gruß
Andreas
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Antwort#13
Andreas schrieb: "Oh! Ein gute Begründung für etwas das nicht geht... man braucht es einfach nicht."
Exakt. Wobei die Frage ist: funktioniert es nicht, weil ich es nicht brauche, oder brauche ich es nicht, weil es nicht funktioniert?
Die gesamte Technik ist eine Aufwand/Nutzen-Frage, vom Supraleiter angefangen bis zur Samplingrate. Technisch machbar ist vieles. Der Nutzen daraus ist fragwürdig, oder positionierst Du Deine Mikrofone milimetergenau?
Wenn Du das nicht machst, dann spielen Mikrosekunden keine Rolle, egal ob sie Dein Hallgerät/whatever berechnen kann oder nicht, da Deine Ungenauigkeit weit über der der Samplingrate liegt.
Wenn Du _stufenlose_ Auflösung willst, empfehle ich Dir Dich mit der Analogtechnik auseinanderzusetzen. Aber wahrscheinlich ist da die Ungenauigkeit der Widerstandsbahnen der Pegelsteller viel zu gross....
Georg




Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#14
Hallo Andreas,
Also ich weiß nicht was Du mir mit Deine Argumenten sagen oder begründen willst. Das was Du hier anführst, paßt doch gar nicht zum eigentlichen Thema meines Anfangspostings. Ich finde es immer seltsam - und das ärgert mich dabei am meisten - wenn völlig thememfremde Dinge als Begründung für einen Sachverhalt dienen sollen.
Und was soll die Frage nach der Funktionsweise eines Hall- oder Verzögerungsgerätes? Das begründet doch nicht daß es angeblich unmöglich sein soll, daß 2 zeitversetzte Signale deren Zeitversatz kleiner ist als 1 Sample nach der Rekonstruktion in das Analogsingal nach wie vor zeitversetzt sind.
Zitat: "Seit wann sind denn 11,4µs = 1 Sample bei 48kHz ???" Bitte lies Dir nochmal den Satz den ich geschrieben habe genau durch, dann wirst Du sehen, daß es sich hier um eine CD handelt und da sind 44,1 kHz die Samplerate. Und 11,4 µsec sind 1/2 CD-Sample.
Tut mir leid, aber irgendwie sehe ich in Deinen Argumenten keinen Bezug zum eigentlichen Thema.

Grüße
Rainer
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Antwort#15
Hallo Georg,
vorweg eines: Deine Mail habe ich erhalten, hatte aber noch keine Zeit ausführlich darauf einzugehen - kommt noch bis zum WE.
Zitat: "Wenn Du _stufenlose_ Auflösung willst, empfehle ich Dir Dich mit der Analogtechnik auseinanderzusetzen. Aber wahrscheinlich ist da die Ungenauigkeit der Widerstandsbahnen der Pegelsteller viel zu gross...."
Genau so ist es! denn sooooo analog wie die meisten Leute glauben ist nämlich die analoge Technik gar nicht! Beim Magnetband sind es die "Barkhausensprünge" die der Amplitudenquantisierung der Digitaltechnik entsprechen und dann haben wir ja immerhin noch die Lösch- und Vormagnetisierungsfrequenz die dem aufzuzeichnenden Signal überlagert ist, und die liegt je nach Maschine zwischen 60.... und 200 kHz.
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Antwort#16
sondern um das künstliche Generieren dieses Laufzeitunterschiedes. Dies wird Dir mit einem 48kHz-System nicht gelingen.
Das ist falsch! Habe ich oben schon geschrieben!
Es ist war weit einfacher und verbraucht kaum Rechenleistung das Signal ganzzahlige Samples zu verzögern. Logisch.
Aber es geht eben auch um ein halbes Sample z.B.
Dabei müssen die neuen Samples aus den Zwischenwerten (Remember: es handelt sich immer noch um ein _kontinuierliches_ Signal, was nur als ein paar representative aber eindeutige Messwerte vorlieg) interpoliert werden.
Ein ähnlicher Algorithmus wie samplerate conversion. Allerdings nun quasi 48kHz zu 48kHz.
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Antwort#17
"Alle Verzögerungen werden jedoch ganzzahlige Vielfache der Abtastfrequenz sein -> der Raum wird quantisiert dargestellt."
Nochmal : Die Quantisierung selber hat nicht notwendigerweise etwas mit der Abtastfrequenz zu tun. Sie hat es nur in einfachen, für den Programmierer bequemen Lösungen. (Ich werde nachher mal meinen Behringer Virtualizer daraufhin testen). Es kommt allein darauf ein, wie schnell / fein intern gerechnet wird. Mit entsprechendem Rechenaufwand kann man jeder Datenrate jede verzögerte Information beimengen und Kanalinforamtionen mischen und überlagern. Dies gilt sogar für diskontinuierliche, in der Frequenz und Phase instabile Signale.
Ich könnte Dir als Beispiel (m)eine Software für ein Prozessinterfae zeigen, welche 4 Kanäle digital zusammenmischt. Die Daten kommen von unterschiedlichen Mikroprozessoren die nur ungefähr synchron sind. Diese bringen 19,2 kBaud +/- 1% !!!. Die Phase dieser Signale ist nicht defineirt, verscheib sich ständig , zudem gibt es Datenaussetzer. Meine Software sampelt alle Ports mit 8fach over ab, rekonstruiert falsche Bits, wirft den statischen und dynamischen Bitversatz (Jitter heraus) und gibt das Zeugs in 2 Versionen wieder aus : Einmal werden die Signale paarweise mathematisch differenzverstärkt (symmetrische Mehrleiterlessung von Spannungen in EMV-empfindlichen Bereichen) und mit einer variabel einstellbaren Datenrate wiederaufgeben. Zum zweiten werden alle so gewonnen Daten auch durchgeschliffen mit FSK-Signalen versetzt um sie an typichen Prozessmodueln für 2-Leiter Kopfmessumformer nutzen zu können. Das Signal steht dazu analog und digital zur Verfügung. Die Verzögerungen der FSK-Informationen liegen weit unterhalb der Periode der Datenrate, während die ausgegebenen Digitalsignale des Mischzweiges ständig aktualiert werden, als in der Aktualisierungsfrequenz erheblich über der eingehenden Datenrate liegend.
Dazu liegen an den Eingängen jeweils Rauschfilter mit Tiefpassverhalten (AKF) welche das Signal gewissermassen "analog" behandeln und jederzeit mit anderen Signalen gemischt werden können. Der Ausgang ist dann entweder ereignisgesteuert (asynchron) oder synchron getaktet und hat nichts mit der eingehenden Datenfrequenz zu tun. Dies ist sozusagen ein flexibles Resampling.
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